Einstiegsgehalt 
2.400
Durchschnittsgehalt 
3.750
Ausbildung 
Bachelor

Was ist ein Sportlehrer?

Ein Sportlehrer bringt Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen Sportarten im Freizeitbereich bei oder trainiert professionelle Sportler.

Was macht ein Sportlehrer?

Als Lehrer für Sport kannst Du sportlich Ungeübten Spaß an körperlicher Betätigung beibringen, indem Du eine Sportart und die Regeln erklärst. Du leitest Menschen dann einzeln oder in Gruppen dazu an, diese auszuüben. Außerdem kannst Du gute Amateurmannschaften oder Einzelsportler, bis hin zu Profisportlern dabei unterstützen, ihre sportliche Leistung zu verbessern.

Je nach Trainingsstand und Zielgruppe planst Du individuelle Trainings- und Übungseinheiten. Manchmal organisierst Du darüber hinaus Trainingslager, die Du auch begleitest, kümmerst Dich um Fahrten zu Wettkämpfen oder organisierst diese sogar selber.

Wie wird man Sportlehrer?

Um Sportlehrer zu werden, gibt es zwei Wege: die schulische Sportlehrer-Ausbildung an einer Berufsfachschule oder das Lehramtsstudium für den Schuldienst. Die genauen Voraussetzungen und Abläufe der Sportlehrer-Ausbildung sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Schulische Ausbildung an der Berufsfachschule

Die schulische Ausbildung absolvierst Du an einer Berufsfachschule oder an einer sportwissenschaftlichen Fakultät. Sie dauert meist drei Jahre, bei guten Noten ist eine Verkürzung auf zwei Jahre möglich. Am Ende steht eine staatliche Prüfung, mit der Du den Titel „Staatlich geprüfter Sportlehrer” erhältst.

Lehramtsstudium für den Schuldienst

Willst Du an einer öffentlichen Schule unterrichten, führt der Weg in der Regel über ein Lehramtsstudium. Dieses umfasst ein Bachelor- und ein Masterstudium sowie einen anschließenden Vorbereitungsdienst (Referendariat). Die Dauer variiert je nach Bundesland, umfasst aber generell etwa 10 bis 12 Semester. Die Lehrerausbildung wird von den einzelnen Bundesländern geregelt und ist deshalb nicht einheitlich: In Bayern, Sachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Staatsexamen nötig, um den Vorbereitungsdienst antreten zu können, in allen anderen Bundesländern läuft das Studium im Bachelor-Master-System.

Für das Lehramtsstudium brauchst Du das Abitur und musst fast immer einen Sporteignungstest bestehen, der Kondition, Koordination und Technik in verschiedenen Disziplinen von Leichtathletik bis Turnen überprüft. Vereinzelt verlangen Hochschulen keinen Eignungstest, sondern bestimmte Notenpunkte im Abitur, ärztliche Bescheinigungen oder anderweitige Kenntnisse wie Erste Hilfe oder ein bestimmtes Schwimm- oder Sportabzeichen. Hochschulen mit solchen Alternativen sind unter anderem Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Göttingen, Hamburg, Marburg, Oldenburg und Osnabrück.

Voraussetzungen

Um die schulische Ausbildung beginnen zu dürfen, brauchst Du meistens einen Realschulabschluss. Manchmal benötigst Du darüber hinaus ein ärztliches Attest über Deine körperliche Eignung oder das Deutsche Sportabzeichen. Außerdem musst Du einen Eignungstest bestehen. Du musst dort Dein sportliches Können etwa in Sportspielen, Gymnastik, Leichtathletik, Schwimmen und Geräteturnen beweisen. Manchmal kommen in dem Eignungstest zusätzlich eine schriftliche und eine mündliche Prüfung auf Dich zu.

Wenn Du Sportlehrer werden willst, um später mit Kindern sportlich zu arbeiten, brauchst Du in der Regel ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis.

Das erweiterte Führungszeugnis wird nach § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) erteilt, wenn es für eine berufliche oder auch ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen benötigt wird, also etwa für die Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Grundlage ist die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72a Achtes Sozialgesetzbuch (SGB VIII), der Träger der Jugendhilfe verpflichtet, sich die Eignung durch Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses bestätigen zu lassen. Betroffen sind zum Beispiel Lehrer, Bademeister, Schulbusfahrer und Erzieher. Für die Beantragung brauchst Du eine Bescheinigung Deines Arbeitgebers oder der Institution, die bestätigt, dass Du das Zeugnis für eine Tätigkeit mit Minderjährigen benötigst. Beantragen kannst Du es ab dem 14. Lebensjahr bei der örtlichen Meldebehörde oder online beim Bundesamt für Justiz. Zweck ist, dass auch bestimmte einschlägige Verurteilungen bekannt werden, die im einfachen Führungszeugnis nicht enthalten wären, um Minderjährige zu schützen.

Inhalt der Sportlehrer-Ausbildung

Du wirst während der Ausbildung in allgemeinbildenden Fächern wie Mathematik, Englisch, Deutsch und Gesellschaftslehre unterrichtet. Außerdem lernst Du in der Berufsschule, wie Du Menschen unterschiedlicher Altersgruppen Dinge beibringen kannst. Du wirst auch in den Fächern Erziehungswissenschaften, Bewegungslehre, Sportbiologie sowie in Methodik und Didaktik des Sporttrainings unterrichtet. Auch die Sporttheorie nimmt einen hohen Stellenwert ein. Du kannst meistens aus verschiedenen Individualsportarten wie Fitness, Gymnastik, Leichtathletik oder Schwimmen wählen, oder Dich für Spielsportarten wie Handball, Fußball oder Volleyball entscheiden. Manchmal kannst Du auch andere Schwerpunkte wie Klettern oder Skilaufen wählen.

Neben dem Unterricht machst Du während Deiner Ausbildung auch mehrere Praktika in Sportvereinen oder Sportschulen. Anschließend beendest Du die Ausbildung als Sportlehrer mit einer staatlichen Abschlussprüfung.

Studiengangsempfehlungen

Fitnesswissenschaft (B.A.) - Spezialisierung Personal Training

Standorte:

  • Online

Wo arbeitet ein Sportlehrer?

Nach der Ausbildung kannst Du hier eine Anstellung finden:

  • In Sportvereinen
  • In Sportverbänden
  • An Sportschulen
  • In Fitnesscentern
  • Bei Sportreiseveranstaltern

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Auf diese Aufgaben solltest Du Lust haben, wenn Du Sportlehrer werden willst:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Du arbeitest je nachdem, welche Sportarten Du unterrichtest, in Sporthallen, auf Sportfeldern im Freien, in Fitnessräumen mit Geräten, oder auch in Schwimmbädern. Manche Lehrer für Sport arbeiten auch in den Bergen und bringen Menschen das Klettern und alpines Wandern bei, oder arbeiten am Meer oder See als Surf- oder Wasserskilehrer.

Für die Vorbereitung von Trainingseinheiten sitzt Du in Deinem Büro oder auch in einem Besprechungsraum. Besonders im Profisportbereich arbeitest Du mit technischen Hilfsmitteln wie Videoaufnahmen, die Du am Computer analysierst, oder mit automatisch generierten Trainingsplänen.

Wenn Du Sportlehrer werden willst, solltest Du Dir bewusst sein, dass Deine Arbeitszeiten im Freizeitsportbereich meist abends und am Wochenende sind. Auch im Profisportbereich finden Wettkämpfe häufig an Wochenenden statt.

Was verdient ein Sportlehrer?

Während der Ausbildung verdienst Du in der Regel noch nichts. Später im Berufsleben liegt das Mediangehalt bei rund 3.750 € brutto im Monat.

Wo finde ich einen Job als Sportlehrer?

Wenn Du einen Job als Lehrer für Sport suchst, findest Du mit unserer kostenlosen Jobbörse bestimmt den richtigen Arbeitgeber! Denn Du kannst dort ganz einfach eingeben, in welcher Region Du arbeiten willst, welche Beschäftigungsart Du wünschst, und wie viel Erfahrung Du mitbringst.

Wie sind die Berufsaussichten für Sportlehrer?

Wenn Du Sportlehrer werden möchtest, sollte Dir bewusst sein, dass Du Dir einen beliebten Beruf ausgesucht hast. In Baden-Württemberg bewerben sich zum Beispiel im Durchschnitt zweieinhalb Menschen auf eine freie Stelle, in Nordrhein-Westfalen sogar fünf bis sechs. In den restlichen Bundesländern musst Du Dich in der Regel gegen zwei weitere Bewerber durchsetzen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du kannst statt der normalen Sportlehrer-Ausbildung auch eine Ausbildung zum fachspezifischen Lehrer für Sport beginnen und dann einen dieser Schwerpunkte wählen:

  • Skilehrer
  • Bergführer
  • Snowboardlehrer

Auch nach der Ausbildung besteht die Option, dass Du Dich auf eine bestimmte Individualsportart oder Mannschaftssportart spezialisierst oder Dich auf das Sportmanagement oder die Bewegungserziehung konzentrierst.

Passt der Beruf Sportlehrer zu mir?

Du solltest für den Beruf diese Fähigkeiten mitbringen:

Körperbeherrschung und Beweglichkeit
Du führst gymnastische Übungen vor und demonstrierst Sportübungen vor Deinen Sportschülern.
Ausdauer und Kraft
Deine Sportgruppe wird motivierter sein, wenn Du die Kraft- und Ausdauerübungen selber mitmachst. So kannst Du beispielsweise nebenher laufen und sie anfeuern, oder Hilfestellungen beim Krafttraining geben.
Beobachtungsgenauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit
Um auf fehlerhafte und gesundheitsschädigende Ausführungen von Sportübungen sofort aufmerksam zu werden, musst Du gut beobachten können. Ebenso hilft Dir die Fähigkeit dabei, den sportlichen Gegner und seine Taktik schnell analysieren zu können und Deine Mannschaft entsprechend anzuweisen.

Am wichtigsten ist es für die Ausübung des Berufes jedoch, dass Du gut erklären kannst und auf die Bedürfnisse der einzelnen Sportler eingehst, sowie dass Du dazu fähig bist, ein Team anzuleiten und zu motivieren.

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.