Einstiegsgehalt 
3.000
Durchschnittsgehalt 
4.931
Ausbildung 
Bachelor

Was ist ein Meteorologe?

Meteorologen erforschen Klimaprozesse, indem sie Wetterentwicklungen messen, beobachten und prognostizieren. Sie befassen sich mit Modellen für die Wettervorhersage, der Weiterentwicklung von Messinstrumenten und der Sammlung meteorologischer Daten. In diesem Zusammenhang führen sie umfangreiche Statistiken und legen Datenbanken an.

Was macht ein Meteorologe?

Ob auf Satelliten, Flugzeugen, Schiffen, Bodenradar-Stationen, Ballons oder ferngesteuerten Bojen: Weltweit gibt es zahlreiche Messeinrichtungen, die aktuelle Klimadaten sammeln und weiterleiten. Als Meteorologe hast Du die Aufgabe, mit Hilfe einer speziellen Software diese Abermillionen von Daten täglich zu analysieren und aus ihr die Wetterentwicklung der kommenden Tage abzuleiten. Im Anschluss gibst Du Deine Auswertungen zur Veröffentlichung an Behörden oder Redaktionen weiter.

Neben der aktuellen Wettervorhersage hast Du als Meteorologe die Aufgabe, langfristige klimatische Entwicklungen und Tendenzen zu erkennen und zu erforschen. In diesem Zusammenhang vergleichst Du alte Wetteraufzeichnungen mit neuen Daten. Aus den gewonnenen Erkenntnissen versuchst Du, Prognosen für die kommenden Monate oder sogar Jahre zu gewinnen.

Wie wird man Meteorologe?

Um Meteorologe zu werden, musst Du zunächst ein Hochschulstudium absolvieren. In Deutschland gibt es rund 20 Studiengänge, in denen Du Meteorologie auf Bachelor oder Master studieren kannst. Sie werden ausschließlich an Universitäten angeboten. Da dieses Fach sehr interdisziplinär aufgebaut ist und Lehrstoff aus verschiedenen Naturwissenschaften vereint, kannst Du alternativ aber auch ein anderes Hauptfach wählen. Als studierter Physiker mit Meteorologie als Wahl- oder Aufbaufach hast Du ebenfalls beste Voraussetzungen, um die berufliche Karriere eines Meteorologen einzuschlagen. Auch bspw. Mathematik, Geologie oder eine andere Geowissenschaft kommen als Hauptfach in Frage.

Dein Weg zum Meteorologen könnte folgendermaßen aussehen:

  • Bachelorstudium: Im 6-semestrigen Bachelorstudium wirst Du in Vorlesungen, Seminaren und Übungen zunächst mit den Grundlagenfächern der Meteorologe-Ausbildung vertraut gemacht. Das sind vor allem Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. Später stehen speziellere Studieninhalte wie Geophysik, meteorologische Beobachtungssysteme oder die Dynamik der Erdatmosphäre auf dem Programm. Du lernst den Umgang mit meteorlogischen Messinstrumenten und Spezialsoftware, mit deren Hilfe Du später eigene Wettermodelle entwickeln wirst. Dein theoretisches Wissen kannst Du in hochschuleigenen Forschungslabors anwenden. Praktika runden Dein Bachelor-Studium ab.
  • Masterstudium: Wenn Du zuvor schon einen Bachelor in Meteorologie gemacht hast, kannst Du Dein Wissen im Master-Studium weiter vertiefen. Mehr noch als im Bachelor-Studium wirst Du hier zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten angeleitet. Hast Du zuvor ein Studium in einer verwandten Naturwissenschaft abgeschlossen, steigst Du im Masterstudium erst so richtig in die Meteorologie ein. Aufgrund Deiner akademischen Vorbildung und dem Aufbau des Master-Studiums ist das aber kein Problem. Da sich viele Stellenausschreibungen im Bereich Metorologie an Master-Absolventen richten, solltest Du zusätzlich zum Bachelor-Abschluss auch diese Qualifikation anstreben.
  • Praktika: Praktische Erfahrungen für Dein späteres Berufsleben kannst Du bei Praktika bspw. in Wetterstationen, Behörden oder beim Deutschen Wetterdienst machen. Praktikumsphasen machen sich, ebenso wie Auslandssemester, gut im Lebenslauf und helfen Dir später, noch einfacher Deinen Traumjob als Meteorologe zu finden.

Wo arbeitet ein Meteorologe?

  • Wetterstationen, Wetterwarten, fachspezifische Forschungslabore: Der größte Arbeitgeber in diesem Bereich ist der Deutsche Wetterdienst (DWD), einer Bundesbehörde mit Sitz in Offenbach und vielen weiteren Standorten in Deutschland.
  • Hochschulen: Mit entsprechender akademischer Qualifikation kommt auch eine Karriere in der universitären Forschung und Lehre für Dich infrage.
  • Umweltbehörden: Hier beschäftigst Du Dich vor allem mit dem Thema Luftreinhaltung.
  • Bundeswehr: Wie der DWD bietet auch der Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw) sichere und abwechslungsreiche Arbeitsbedingungen. Bei der Bundeswehr kannst Du übrigens eine eigene Meteorologe-Ausbildung absolvieren.
  • Privatwirtschaft: Da viele ökonomische Prozesse von Wetterbedingungen abhängig sind, bist Du in der freien Wirtschaft ebenfalls ein gesuchter Arbeitnehmer. Hier benötigt man Deine Fachkenntnisse vor allem bei der Begutachtung von Fragen des Klimawandels. Auch Versicherungen und Banken bieten Jobs für Meteorologen an, ebenso wie die Landwirtschaft, die wie kein anderer Wirtschaftszweig von klimatischen Bedingungen abhängig ist.
  • Medien: Wolltest Du schon immer mal ins Fernsehen? Auch Rundfunkanstalten und Fernsehsender beschäftigen eigene Meteorologen.

Als Meteorologe kannst Du auch problemlos im Ausland arbeiten. Gerade wegen der drängenden Probleme des Klimawandels gibt es viele internationale Forschungskooperationen, die Dir interessante Jobperspektiven außerhalb Deutschlands bieten.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

In welche Richtung dreht der Wind? Gibt es Morgen Hitzefrei? Den meisten Fragen rund ums Wetter gehst Du vor dem Rechner nach. Der Hauptteil Deines Arbeitsalltags besteht in der Erfassung und Analyse von Daten.

Zu Deinen täglichen Aufgaben gehören in diesem Zusammenhang:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Die meiste Zeit Deines Berufslebens wirst Du am Schreibtisch verbringen. Dafür, dass es hier nie langweilig wird, sorgen die vielen Rechner und Bildschirme, vor denen Du gleichzeitig sitzt. Die Datenmenge, auf die Du Deine Analysen und Prognosen stützt, erfordern allgemein eine umfangreiche technische Ausstattung. Zu ihr gehören auch die vielen speziellen Messgeräte, aber auch das Labor, in dem Du Dich ebenfalls häufig aufhalten wirst. Da Du viel mit Kollegen aus anderen Niederlassungen und mit Deinen Kunden im Kontakt stehst, hast Du üblicherweise auch mehrere Telefone auf Deinem Schreibtisch stehen.

Bei so viel Büroalltag tut es manchmal gut, ins Freie hinauszugehen und frische Luft zu schnappen. Dazu wirst Du als Meteorologe häufig Gelegenheit haben. Manche Messungen lassen sich am besten in der Natur durchführen. Wind- und Wetterkleidung hast Du als Meteorologe daher immer bereit liegen.

Was verdient ein Meteorologe?

Meteorologen im öffentlichen Dienst haben gute Gehaltsaussichten. Ob beim DWD, bei der Bundeswehr oder einer Behörde auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene: Du wirst hier je nach Deinem Status nach den Vorschriften des Beamtenrechts oder den Bestimmungen des TVöD bezahlt und kannst Dich im Laufe Deines Berufslebens über automatische Gehaltserhöhungen freuen. Aber auch in der freien Wirtschaft kannst Du als Meteorologe mit einer angemessenen Vergütung rechnen. Was Du verdienst, variiert je nach Abschluss, Berufserfahrung oder Arbeitgeber. Während Bachelor-Absolventen derzeit ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von rund 2.900 Euro im Monat erwartet, kannst Du mit einem Master-Abschluss schon von rund 3.500 Euro ausgehen. Die besten Gehaltsbedingungen bieten zurzeit große internationale Unternehmen. Mit entsprechender Qualifikation, z.B. einem Doktortitel, hast Du hier einen sehr großen Verhandlungsspielraum.

Wie sind die Berufsaussichten für Meteorologen?

Da das Meteorologie-Studium nicht gerade ein Massenstudium ist, konkurrierst Du nach Deinem Abschluss nur mit wenigen anderen Absolventen um einen Arbeitsplatz. Im Regelfall findest Du als Meteorologe problemlos eine Stelle. Bestimmte Traumjobs sind allerdings nicht immer frei, lassen sich manchmal aber über Umwege erreichen. Hast Du bspw. das Ziel in der Offenbacher Zentrale des DWD zu arbeiten, findest dort aber keine freie Stelle, kannst Du Dich bei einer der zahlreichen Außenstellen bewerben. So hast Du schon einmal Deinen Fuß in der Tür und kannst weitere Karriereschritte einfacher und zielgenauer planen.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Ebenso vielfältig wie die Wetterphänomene selbst, sind die Gebiete, in denen sie eine Rolle spielen. Neben den allgemeinen Wetterinformationen für die Bevölkerung, die Verwaltung oder die Wirtschaft, gibt es Lebensbereiche, die auf spezielle Prognosen angewiesen sind. Die wichtigsten sind:

  • Flugwetterberatung: Der DWD unterhält in Deutschland fünf Luftfahrtberatungszentralen, die rund um die Uhr für eine individuelle telefonische Beratung zur Verfügung stehen. Hier versorgst Du Flughäfen und Piloten, aber auch Hobbyflieger und Ballonfahrer mit aktuellen Wetterinformationen. Um dieser verantwortungsvollen Arbeit nachzugehen, brauchst Du eine spezielle Lizenz.
  • Seewetterberatung: Die Seewetterberatung des DWD sitzt in Hamburg. Auf der Grundlage von aktuellen Computerberechnungen stellst Du Wetterprognosen für die Seefahrt zusammen. Diese beziehen sich maximal auf die kommenden fünf Tage und dienen dazu, Gefahren und Schäden für die Personen- und Frachtschifffahrt im Vorfeld zu vermeiden. Dabei zeigst Du nicht nur gefährliche Wetterlagen an, sondern empfiehlst gleichzeitig alternative Routen. Auch Offshore-Projekte wie der Bau und Betrieb von Wind sind auf Deine Beratung angewiesen.

Passt der Beruf Meteorologe zu mir?

Wenn Du Meteorologe werden möchtest, solltest Du Spaß an und großes Verständnis für Naturwissenschaften mitbringen. Wenn Du schon immer gute Noten in Mathe, Physik, Chemie und Biologie hattest und Dir das Lernen in diesen Fächern immer leichtgefallen ist, hast Du daher beste Voraussetzungen. Gut ist es natürlich, wenn noch einige andere Eigenschaften hinzukommen. Dazu gehören vor allen Dingen:

Analytisches Denken
Als Meteorologe ziehst Du Deine Schlüsse aus einer Fülle von Informationen. Du musst in der Lage sein, diese schnell und manchmal auch unter Zeitdruck zu ordnen und in die richtige Beziehung zu setzen.
Sorgfalt
Nachlässigkeiten können in Deinem Beruf fatale Folgen haben. Du solltest also sehr gewissenhaft sein und auch Kleinigkeiten genau im Auge behalten können. Informatikkenntnisse: Manche Messungen lassen sich selbst mit der ausgeklügeltsten Spezialsoftware nicht durchführen oder darstellen. Hier sind Deine Programmierfähigkeiten gefragt, um die Technik Deinen eigenen speziellen Bedürfnissen anzupassen.
Technisches Verständnis
Neben Computerprogrammen arbeitest Du auch mit unterschiedlichsten meteorlogischen Messgeräten. Um Instrumente wie den Silizium-Drucksensor oder den Taupunktspiegelhygrometer zu bedienen, solltest Du ein gewisses Geschick im Umgang mit technischen Geräten mitbringen.
Kommunikationsfähigkeit
Du trägst die Ergebnisse Deiner Arbeit nach außen und möchtest dabei natürlich richtig verstanden werden. Um Fehler in der Übermittlung zu vermeiden und auch auf die Informationsbedürfnisse Deiner Kunden eingehen zu können, sind ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten wichtig. Das gilt nicht nur für die Wettervorhersage im Fernsehen.

Kannst Du diese Eigenschaften bei Dir entdecken und mit Deinem ausgeprägten Interesse an den physikalischen und chemischen Vorgängen in der Erdatmosphäre in Einklang bringen, ist der Berufsweg des Meteorologen genau der richtige für Dich.