Mathematiker: Ausbildung & Beruf

8 Semester bis zum Bachelor2,9 % Arbeitslosenquote32.000 Erwerbstätige5.451 € mittleres Gehalt
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Inhalt15 Abschnitte
  1. Wie wird man Mathematiker?
  2. Wo kannst Du Mathematik studieren?
  3. Was lernst Du im Mathematik-Studium?
  4. Wie schwer ist das Mathe-Studium?
  5. Gibt es eine Ausbildung zum Mathematiker?
  6. Geht es ohne Abitur oder als Quereinsteiger?
  7. Wie wirst Du Mathelehrer?
  8. Wie geht es nach dem Studium weiter?
  9. Was macht ein Mathematiker?
  10. Wo arbeiten Mathematiker?
  11. Welche Spezialisierungen gibt es?
  12. Was verdient ein Mathematiker?
  13. Wie sind die Berufsaussichten?
  14. Passt der Beruf zu Dir?
  15. Weiter zu Studium und Gehalt

Mathematiker lösen Probleme mit Mathematik: Sie entwickeln Modelle, Formeln und Algorithmen und setzen sie ein, etwa um Risiken für Versicherungen zu berechnen, Software zu bauen oder große Datenmengen auszuwerten. In der Forschung bringen sie die Mathematik selbst weiter.

Wie wird man Mathematiker?

Mathematiker wirst Du über ein Mathematik-Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Für den Einstieg reicht der Bachelor, für Führungsaufgaben und Spezialstellen brauchst Du meist den Master, für die Forschung die Promotion. Geschützt ist die Berufsbezeichnung nicht. Arbeitgeber verlangen laut Bundesagentur für Arbeit aber in der Regel ein abgeschlossenes Studium in Mathematik. Diese drei Wege führen zu einem Beruf mit Mathe:

Dein Weg in 4 Schritten

  1. vor dem StudiumAbitur oder FachhochschulreifeFür die Uni brauchst Du die Hochschulreife, für eine Fachhochschule reicht die Fachhochschulreife. Mathe solltest Du sehr gut können, Englisch hilft bei der Fachliteratur.
  2. 6 bis 8 SemesterBachelorAnalysis, Lineare Algebra, Stochastik, Numerik und Programmieren. Im Schnitt brauchen Studierende 8 Semester bis zum Abschluss.
  3. 2 bis 4 SemesterMasterDu vertiefst ein Gebiet, etwa Finanzmathematik, Kryptografie oder Statistik. Für Führungs- und Spezialaufgaben ist er meist Voraussetzung.
  4. danachEinstieg oder PromotionBanken, Versicherungen, IT, Beratung oder Forschung. Die Promotion dauert in Mathe und Naturwissenschaften im Schnitt 4,6 Jahre.
Kurz beantwortet
Darf sich jeder Mathematiker nennen?Ja, der Beruf ist nicht reglementiertArbeitgeber verlangen trotzdem ein Mathe-Studium. Einen Abschluss aus dem Ausland musst Du nicht anerkennen lassen.
Reicht ein Bachelor?Für den Einstieg jaFührungsaufgaben und spezialisierte Stellen setzen laut Bundesagentur für Arbeit meist einen Master voraus.
Wie lange dauert das Studium?6 bis 8 Semester bis zum BachelorIm Schnitt sind es 8 Semester. Der Master dauert weitere 2 bis 4 Semester.
Gibt es Praktika?Ja, je nach Hochschule auch als PflichtTypisch sind Praktika in IT-Firmen. Unsere Jobbörse zeigt auch Praktika, etwa in der Finanzberatung.
Gibt es den Diplom-Mathematiker noch?Ja, als AusnahmeDie Bundesagentur für Arbeit nennt das Diplom neben dem Bachelor. Die meisten studieren heute Bachelor und Master.
Was heißt Mathematiker auf Englisch?mathematicianIn der Forschung auch research scientist (maths), so steht es bei der Bundesagentur für Arbeit.
Stellenangebote für Mathematiker
Aktuelle Anzeigen aus unserer Jobbörse, vor allem von Banken, Versicherern und Beratungen

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Wo kannst Du Mathematik studieren?

Mathematik kannst Du an Universitäten und Fachhochschulen studieren, vor Ort, als Fernstudium oder dual. Neben dem klassischen Fach gibt es Studiengänge mit Schwerpunkt, etwa Wirtschafts-, Finanz- oder Technomathematik. Was Du vor der Wahl wissen solltest:

Das Studium im Überblick
AbschlussBachelor of Science oder Bachelor of ArtsDanach folgt meist der Master of Science. Daneben gibt es noch das Diplom.
HochschuleUni oder FachhochschuleFür die Uni brauchst Du die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, für die FH reicht die Fachhochschulreife.
Zulassungje nach HochschuleManche Hochschulen wählen mit eigenem Verfahren aus. Welche einen NC haben, zeigt unsere Übersicht weiter unten.
FernstudiumJa, zum Beispiel an der FernUni HagenDer Bachelor Mathematik dort hat 180 Leistungspunkte. Vor dem Start gibt es einen Vorkurs und einen Brückenkurs.
Duales StudiumJa, etwa als MATSE in AachenAusbildung plus Bachelor Angewandte Mathematik und Informatik an der FH Aachen: zwei Abschlüsse in 3 Jahren.
GeldKein Gehalt im StudiumDu finanzierst Dich zum Beispiel mit BAföG. Praxisphasen können bezahlt sein.

Alle Hochschulen und Studiengänge findest Du im Artikel Mathematik-Studium, welcher Schnitt zuletzt gereicht hat unter Mathematik NC. Mit mehr Wirtschaft im Studium geht es über Wirtschaftsmathematik oder Finanzmathematik.

Dein Weg in die Mathematik

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Was lernst Du im Mathematik-Studium?

Im Mathe-Studium rechnest Du weniger als in der Schule. Du lernst, Aussagen sauber zu beweisen, und setzt Mathe mit dem Computer ein. Diese Pflichtmodule nennt die Bundesagentur für Arbeit als typisch:

Das erwartet Dich im Bachelor
GrundlagenAnalysis, Lineare AlgebraDazu analytische Geometrie sowie Maß- und Integrationstheorie.
Zufall und DatenStochastikWahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, die Basis für Versicherungen, Banken und Datenanalyse.
Rechnen am ComputerNumerik und OptimierungDazu gewöhnliche Differenzialgleichungen und lineare Optimierung.
InformatikProgrammieren, Algorithmen, DatenstrukturenAls Wahlfächer kommen etwa Kryptografie, Zahlentheorie oder mehr Informatik dazu.
Praxisje nach HochschulePraktika, Praxismodule oder ein Praxissemester, zum Beispiel in IT-Firmen.

Im Master suchst Du Dir einen Schwerpunkt, zum Beispiel Finanzmathematik, Kryptografie, mathematische Statistik oder Modellierung und Simulation. Für die Zulassung verlangen die Hochschulen meist einen Bachelor in Mathematik. Manche wählen aus oder wollen Englisch sehen.

Wie schwer ist das Mathe-Studium?

Ob Mathe das schwerste Studium ist, lässt sich nicht messen. Die Abbruchquote gehört aber zu den höchsten: Mehr als die Hälfte bricht den Bachelor an der Uni ab, nur in Physik und Geowissenschaften sind es mit 60 % ähnlich viele. Die größte Umstellung ist das Beweisen. Die Uni Erlangen-Nürnberg sagt es so: Schon am Anfang verlangt das Studium Denk- und Arbeitsweisen, die sich deutlich von der Schule unterscheiden. Die Zahlen dazu:

59 %
Studienabbruch
im Uni-Bachelor Mathematik, Anfangsjahrgänge 2016/17
35 %
über alle Fächer
im Uni-Bachelor, zum Vergleich
8 Semester
bis zum Bachelor
brauchen Studierende im Schnitt, bei 6 bis 8 Semestern Regelstudienzeit
Quellen: DZHW Brief 05/2022, Tabelle A1; Bundesagentur für Arbeit nach Statistischem Bundesamt, Prüfungen 2024

Gegen den harten Start helfen Vor- und Brückenkurse. Die FernUni Hagen etwa wiederholt im Vorkurs den Schulstoff der Sekundarstufen I und II und führt im Brückenkurs in die Denkweise und Sprache der Hochschulmathematik ein. Im Beruf brauchst Du laut Bundesagentur für Arbeit vor allem Ausdauer: An einer schwierigen Formel arbeitest Du manchmal lange.

Gibt es eine Ausbildung zum Mathematiker?

Nein, eine Ausbildung zum Mathematiker gibt es nicht. Am nächsten dran ist die dreijährige Ausbildung zum Mathematisch-technischen Softwareentwickler, kurz MATSE. Als MATSE entwickelst Du Software auf Basis mathematischer Modelle. Mathematiker bist Du damit nicht, an manchen Orten kombinierst Du die Ausbildung aber mit einem Bachelor. Die zwei Ausbildungen im Vergleich:

MATSEMathematisch-technischer Assistent
Artduale Aus­bildung im Betrieb, IHK-Ab­schlussschulische Aus­bildung an einer Berufs­fach­schule
Dauer3 Jahremeist 1 bis 2 Jahre, mit Fach­hoch­schul­reife 3
Schulekeine Vorgabe, 2024 hatten 95 % Abiturmeist mittlerer Ab­schluss, in Hessen Abitur
GeldBeispiel Metall- und Elektro­industrie: rund 1.240 bis 1.490 € im Monatkeine Vergütung
AufgabenSoftware planen, program­mieren, testen, Nutzer schulenProgramme entwickeln, Rechner vernetzen, Daten­banken pflegen
Mit Studiumals duales Studium mit Bachelor, etwa in Aachendanach ist ein Studium möglich

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in, Mathematisch-technische/r Assistent/in), Vergütung nach WSI-Tarifarchiv, Stand April 2026; matse-ausbildung.de.

Beim dualen MATSE in Aachen gehst Du nicht zur Berufsschule, die Ausbildung steckt im Studium Angewandte Mathematik und Informatik der FH Aachen. Nach 3 Jahren hast Du zwei Abschlüsse und kannst einen Master anhängen. Ausbilder sind etwa die RWTH Aachen, das Forschungszentrum Jülich und IT-Firmen der Region. Freie Lehrstellen sammelt die Seite matse-ausbildung.de.

Geht es ohne Abitur oder als Quereinsteiger?

Ohne Abitur kommst Du über Beruf und Berufserfahrung an die Hochschule. Quereinsteiger mit anderem Studium haben es schwerer: Für den Mathe-Master setzen die Hochschulen meist einen Bachelor in Mathematik voraus. Die Regeln hängen vom Bundesland und von der Hochschule ab. Die wichtigsten Wege:

So kommst Du zur Mathematik
Mit Meister oder TechnikerDu darfst jedes Fach studieren, auch Mathematik.So hat es die Kultusministerkonferenz 2009 für alle Länder beschlossen.
Mit Ausbildung und BerufserfahrungDu darfst ein passendes Fach studieren.Nach mindestens 2 Jahren Ausbildung und 3 Jahren Praxis, dazu Eignungsprüfung oder ein Jahr Probestudium.
Ohne UmzugFernstudiumDen Bachelor Mathematik der FernUni Hagen studierst Du von zu Hause aus.
Mit Studium in Physik oder Informatikmeist nicht direkt in den Mathe-MasterFür die Aktuarausbildung reichen dagegen 90 Leistungspunkte in Mathe oder eine Zulassungsprüfung.
Ganz ohne Studium?Als Mathematiker kaumMathe im Job geht auch mit einer Ausbildung als MATSE oder Mathematisch-technischer Assistent.

Wie wirst Du Mathelehrer?

Mathelehrer wirst Du über ein Lehramtsstudium mit Mathematik und danach das Referendariat. Fast die Hälfte aller Abschlüsse in Mathematik sind Lehramtsprüfungen: 2024 waren es 47 %. Gesucht werden Mathelehrer laut Kultusministerkonferenz besonders in der Sekundarstufe I, aber auch am Gymnasium. Mit einem Mathe-Abschluss ohne Lehramt kommst Du in manchen Ländern über den Quereinstieg an die Schule:

Lehramt und Quereinstieg
StudiumLehramt mit MathematikJe nach Land mit Master of Education oder Staatsexamen.
Referendariat12 bis 24 MonateMeist sind es 18 Monate. Danach hast Du die volle Lehrbefähigung.
Quereinstieg BerlinMathe ist MangelfachMit Master oder Diplom machst Du den Vorbereitungsdienst 18 Monate lang neben dem Unterricht.
Quereinstieg Baden-WürttembergDirekteinstieg am GymnasiumMathematik gehört zu den Fächern, mit denen Du dort ohne Lehramtsstudium einsteigen kannst.
Q-MasterMaster of Education nach dem FachstudiumDiesen Weg hat die Kultusministerkonferenz 2024 beschrieben: Lehramts-Master nach einem Abschluss ohne Lehramt.

Alles zu Studium, Referendariat und Gehalt steht im Artikel Lehrer werden.

Wie geht es nach dem Studium weiter?

Nach dem Bachelor hängen die meisten einen Master an. Danach steigst Du in den Beruf ein, promovierst oder machst eine Zusatzausbildung, etwa zum Aktuar. Diese Stationen sind typisch:

  1. nach dem BachelorMasterIn Mathematik und den Naturwissenschaften studieren fast 80 % nach dem Bachelor weiter.
  2. im Schnitt 4,6 JahrePromotionfür Forschung und Hochschule. In Mathe-Projekten der DFG bekommst Du meist bis zu 75 % einer Stelle. Weniger als 10 % der neuen Stellen in der Wissenschaft sind unbefristet.
  3. im Job, rund 2,5 JahreAktuar DAVFür Versicherungsmathematik gibt es die Ausbildung der Deutschen Aktuarvereinigung mit 8 Prüfungen neben dem Job.
  4. mit ErfahrungLeitung oder SelbstständigkeitFührungsaufgaben setzen meist den Master voraus. Selbstständig berätst Du zum Beispiel Software- und Systemhäuser.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit (Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademiker 2026, BERUFENET); Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2025; DFG-Vordruck 55.02; Statistisches Bundesamt, Prüfungen 2024; Deutsche Aktuarvereinigung.

Kontakte knüpfst Du in der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, die sich seit 1890 für das Fach einsetzt und eine eigene Studierendenkonferenz ausrichtet. Dein Studium finanzierst Du mit BAföG oder Stipendien wie dem Deutschlandstipendium. Den Weg in die Versicherung erklärt der Artikel Aktuar werden.

Was macht ein Mathematiker?

Ein Mathematiker übersetzt Fragen aus Wirtschaft, Technik oder Medizin in Mathematik, löst sie mit Modellen und dem Computer und erklärt das Ergebnis so, dass andere damit arbeiten können. Mit Kopfrechnen hat das wenig zu tun. Wie Dein Tag aussieht, hängt stark von der Branche ab. Typische Aufgaben:

So sieht Dein Alltag aus
Daten auswertenDu entwickelst statistische Verfahren und wertest große Datenmengen aus.Etwa in der Markt- und Meinungsforschung oder im Controlling, immer öfter mit künstlicher Intelligenz.
Risiken berechnenDu schätzt mit Wahrscheinlichkeiten ab, wie groß ein Risiko ist.Bei Banken und Versicherungen geht es um Schäden, Ausfälle und Kursentwicklungen.
Tarife entwickelnDu berechnest Beiträge und Tarife, zum Beispiel für Versicherungen.Hier muss jede Zahl stimmen, Sorgfalt ist das Wichtigste.
Modelle und SimulationenDu bildest reale Abläufe in Modellen ab und rechnest sie am Computer durch.Zum Beispiel für technische Fragen in Ingenieurbüros, für Medizin und Biotechnologie oder den Umweltschutz.
Software und AlgorithmenDu programmierst Algorithmen und Anwendungen und machst sie besser.Bis 2040 wird sie laut Bundesagentur für Arbeit das häufigste Arbeitsfeld für Menschen mit Mathe-Abschluss.
BeratenDu erklärst Kunden, was Deine Rechnungen bedeuten.In der Unternehmensberatung bist Du dafür auch beim Kunden vor Ort.
Forschen und lehrenAn Hochschulen erforschst Du etwa Algebra, Geometrie oder Zahlentheorie.Dazu kommen Fachartikel, Vorlesungen, Prüfungen und Anträge auf Forschungsgeld.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Meist sitzt Du im Büro am Computer und arbeitest mit Programmen für Modelle und Simulationen. Je nach Stelle bist Du auch im Rechenzentrum, im Hörsaal oder beim Kunden. Teils geht Homeoffice. Auf Tagungen und in internationalen Teams sprichst Du oft Englisch.

Wo arbeiten Mathematiker?

Mathematiker arbeiten vor allem bei Banken und Versicherungen, in der IT, in Beratungen, in der Industrie und an Hochschulen. Gebraucht werden sie überall, wo viele Daten und Wahrscheinlichkeiten im Spiel sind. Wer was macht:

ArbeitgeberWas Du dort machst
Banken und VersicherungenRisiken, Tarife, Kurse
Statistiken, Tarife, Risiken und Kursentwicklungen analysieren, auch bei Pensionskassen und Zentralbanken
Software- und IT-FirmenSoftware und KI
Anwendungen, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen entwickeln, auch in IT-Abteilungen großer Unternehmen
UnternehmensberatungenAnalysen für Kunden
Daten bewerten, Abläufe verbessern, Ergebnisse erklären
Markt- und MeinungsforschungStatistik
Umfragen und Daten auswerten
IndustrieEntwicklung
in Biotechnologie, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie in Ingenieurbüros
Pharma und MedizintechnikPrognosen
mit Biomathematik Daten aus Medizin und Pharmaforschung auswerten
Öffentlicher DienstAmtliche Statistik
zum Beispiel in statistischen Ämtern
Hochschulen und InstituteForschung und Lehre
meist mit Promotion
SchulenUnterricht
mit Lehramtsstudium und Referendariat

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Mathematiker/in, Biomathematiker/in); Stand Oktober 2026.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du spezialisierst Dich auf ein Anwendungsfeld wie Wirtschaft, Technik oder Medizin oder bleibst in der reinen Mathematik. Viele Richtungen gibt es als eigenen Studiengang oder als Schwerpunkt im Master:

SpezialisierungWorum es geht
WirtschaftsmathematikAbläufe, Lager und Standorte optimieren, Chancen und Risiken in Versicherung und Finanzplanung abschätzen
Finanz- und VersicherungsmathematikKapitalanlagen, Tarife und Rückstellungen, der Weg zum Aktuar
TechnomathematikModelle für technische und naturwissenschaftliche Probleme, gerechnet am Computer
BiomathematikFragen aus Biologie und Medizin mathematisch lösen, Prognosen für Pharma und Biotechnologie
Computermathematikzwischen Mathe und Informatik, etwa in IT-Firmen, Banken und Verwaltung
Statistik und Data Sciencegroße Datenmengen auswerten, auch als eigener Master
Operations ResearchAbläufe und Entscheidungen mathematisch optimieren
Reine MathematikAlgebra, Geometrie, Topologie und Zahlentheorie, Grundlagenforschung an der Hochschule

Nah verwandt sind laut Bundesagentur für Arbeit Berufe wie Statistiker, Data Scientist, Demograf und Informatiker.

Was verdient ein Mathematiker?

Als Mathematiker verdienst Du im Mittel 5.451 € brutto im Monat. Einstiegsgehalt, Gehalt nach Bundesland und wie viel mehr Du promoviert und mit den Jahren im Beruf verdienst, findest Du im Artikel Mathematiker-Gehalt.

Wie sind die Berufsaussichten?

Gut: Die Arbeitslosenquote für Absolventen in Mathematik lag 2025 bei 2,9 %. Arbeitslos ist man laut Bundesagentur für Arbeit meist nur kurz, während der Suche. Die Zahl der Arbeitslosen stieg 2025 zwar um 17 % auf etwa 800, die Bundesagentur bewertet den Markt aber weiter als grundsätzlich gut. Bis 2040 erwartet sie mehr Erwerbstätige in Mathematik und Statistik. Gleichzeitig kommen weniger Fachkräfte nach, als aus dem Beruf ausscheiden.

32.000
Erwerbstätige
in Mathematik und Statistik, 2025
2,9 %
Arbeitslosenquote
für Absolventen in Mathematik und Statistik, 2025
rund 200
offene Stellen
im Monatsschnitt bei der Arbeitsagentur, 2025
Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademikerinnen und Akademiker (August 2026) und BERUFENET
Kurz beantwortet
Wo werden Mathematiker gebraucht?Bei Banken, Versicherungen, IT-Firmen und BeratungenDazu in Industrie, Pharma, Behörden, Hochschulen und Schulen. 2023 brauchten Arbeitgeber überdurchschnittlich lange, um eine Stelle zu besetzen.
Ersetzt KI den Mathematiker?Dazu gibt es keine belastbare PrognoseDie Bundesagentur rechnet bis 2040 mit mehr Erwerbstätigen in Mathematik und Statistik. KI-Systeme zählen dort schon heute zu den Kompetenzen.
Wo finde ich Stellen?In unserer Jobbörse und in FachbörsenDie Bundesagentur für Arbeit nennt etwa Math-Jobs, aktuar.de, heise jobs und golem.

Passt der Beruf zu Dir?

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • Mathe magst und auch an kniffligen Beweisen dranbleibst
  • logisch denkst und Probleme gern in kleine Schritte zerlegst
  • sorgfältig arbeitest und Fehler nicht durchgehen lässt
  • gern programmierst und mit Daten arbeitest
  • Ergebnisse so erklären kannst, dass auch Laien sie verstehen
Eher nicht, wenn Du ...
  • schnelle Erfolge brauchst
  • mit Rückschlägen schlecht umgehen kannst
  • lieber draußen oder mit den Händen arbeitest
  • keine Lust auf englische Fachtexte hast

Weiter zu Studium und Gehalt

Quellen dieses Artikels Beruf, Aufgaben, Arbeitgeber, Zugang, Prognose: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Mathematiker/in, Mathematik grundständig und weiterführend, Wirtschafts-, Techno-, Bio- und Computermathematiker/in) · Ausbildung: BERUFENET (Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in und Assistent/in), matse-ausbildung.de, RWTH Aachen IT Center (Über MATSE) · Studium: Statistisches Bundesamt (Prüfungen 2024), DZHW Brief 05/2022, FernUniversität in Hagen (Studienangebot Wintersemester 2026/27), FAU Erlangen-Nürnberg (Vorstudium Mathematik) · Ohne Abitur und Lehramt: Kultusministerkonferenz (Beschlüsse vom 06.03.2009 und 13.06.2024, Dokumentation 247), Senatsverwaltung Berlin, Kultusministerium Baden-Württemberg · Nach dem Studium: Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2025, DFG (Vordruck 55.02), Deutsche Aktuarvereinigung, Deutsche Mathematiker-Vereinigung · Gehalt und Arbeitsmarkt: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit (Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademikerinnen und Akademiker, August 2026)

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