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BAföG-Verdienstgrenze: Finanzielle und berufliche Beschränkung

Als Student kannst Du bis zu 861 € im Monat durch BAföG bekommen. Das ist abhängig vom Einkommen Deiner Eltern und von Deinem eigenen Einkommen. Dabei gibt es gesetzliche Höchstbeträge zu beachten, die auch für Deinen Nebenjob wichtig sind. Auch bei der Anstellung als Werkstudent solltest Du nicht mehr als 20 Stunden arbeiten, um nicht zu hohe Abzüge zu riskieren.

Viele Studenten beziehen während des Studiums BAföG. Abhängig vom Gehalt der Eltern und vom eigenen Einkommen kann die Zahlung bis zu 861 € betragen. Einer unserer Berichte zum Thema Studenten-BAföG informiert ausführlich darüber, was BAföG ist, wer es wann bekommt und welche finanziellen Rahmendaten gelten. Allerdings beziehen nur wenige tatsächlich den BAföG-Höchstsatz, viele Studenten müssen zusätzlich arbeiten gehen. Welche Fallstricke sich für Studenten aus der herrschenden Rechtslage ergeben, zeigt dieser Beitrag.

Gesetzliche Höchstbeträge beachten

Um sich mit dem Zuverdienst aus dem Nebenjob nicht selbst zu schaden, sollten sich Studenten an die Verdienstgrenzen halten. Innerhalb des Bewilligungszeitraums dürfen momentan jährlich 5.400 € brutto dazu verdient werden. Das sind umgerechnet 450 € im Monat. Es ist dabei unwichtig, ob die 5.400 € im Zuge einer mehrwöchigen Tätigkeit in den Semesterferien oder über das Jahr verteilt erarbeitet werden.

Jeder vierte Student bezieht derzeit BAföG. Grundsätzlich sind Vollzeitstudenten unter 30 Jahren förderbar.

Werkstudentenstellen – Gut für die Praxis, schlecht für den Geldbeutel

Aber nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus beruflichen Gründen ist es für Studenten notwendig, Berufserfahrung zum Beispiel durch eine Werkstudentenstelle zu sammeln. Ohne praktische Erfahrungen ist ein Einstieg in die Berufswelt nach dem abgeschlossenen Studium äußerst schwierig. Die Konkurrenz um begehrte Arbeitsplätze ist groß, überzeugen kann nur, wer bereits über erste Erfahrungen verfügt. Diese können beispielsweise in Praktika gesammelt werden, häufig bieten sich aber auch Werkstudentenstellen dafür an. Dort sind Studenten insgesamt zeitlich flexibler, können gleichzeitig Geld verdienen und echte Berufsluft schnuppern. Da dort der Verdienst meist viel höher ausfällt als 450 € im Monat, ist die Anzahl der maximal möglichen Arbeitsstunden deutlich eingeschränkt. Oftmals werden für 450 € überhaupt keine studentischen Stellen angeboten. Das Problem liegt auf der Hand: Beträge über der Freigrenze müssen ans BAföG-Amt zurückgezahlt werden. Studenten müssen sich also am Ende des Tages entscheiden, ob sie am Existenzminimum leben oder quasi umsonst arbeiten wollen.