Die Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) gehört zu den 13 Begabtenförderungswerken in Deutschland und steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Ihre Grundwerte sind Solidarität, Geschlechtergerechtigkeit sowie die Förderung von Migranten. Knapp 1.650 Stipendiaten werden während des Studiums oder der Promotion von der hbs unterstützt. 30% der Stipendiatenschaft haben einen Migrationshintergrund. Aus einer nichtakademischen Familie kommen fast 40% aller Stipendiaten. Jedes Jahr werden ca. 200 neue Stipendien vergeben.
Die Stipendien
Die Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) fördert deutsche und internationale Studenten und Doktoranden. Stipendiaten erhalten pro Monat zwischen 992 € und bis zu 1.155 € bzw. zwischen 1.500 € und bis zu 1.750 €. Folgende Voraussetzungen müssen in der Regel erfüllt sein:
- höchstens im 3. Fachsemester (Bachelor) bzw. Anfangsphase der Promotion
- sehr gute Leistungen
- soziales Engagement
- Identifikation mit den Werten der Heinrich-Böll-Stiftung sowie Kritik- und Reflexionsfähigkeit und ein Bewusstsein gegenüber Diskriminierungen
Stipendium für Studenten
Die Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) fördert Studenten mit bis zu 1.155 € monatlich. Ausserhalb der finanziellen Unterstützung erhalten die Stipendiaten ein umfassendes ideelles Förderangebot.
Auch internationale Studenten werden von der hbs gefördert. Sie erhalten monatlich 992 € und profitieren ebenfalls vom Veranstaltungsprogramm sowie den Arbeitsgruppen usw.
Stipendium für Promovierende
Promovierende unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) für drei Jahre mit bis zu 1.750 € pro Monat. Daneben umfasst das Stipendium eine ideelle Förderung.
Weiterhin werden internationale Promovenden von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt. Für ebenfalls 3 Jahre erhalten die Stipendiaten monatlich 1.500 € sowie eine umfangreiche ideelle Förderung.
Hintergrund und weitere Informationen
Die Heinrich-Böll-Stiftung unterteilt sich organisatorisch in 16 Landesstiftungen der einzelnen Bundesländer. Die Arbeit der hbs findet in zahlreichen Abteilungen und Einrichtungen statt, nämlich:
- dem Studienwerk
- demGunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie
- der Grünen Akademie
- der Weiterbildungsakademie GreenCampus
- dem Archiv Grünes Gedächtnis mit Bibliothek (ca. 50.000 Medien)
- dem Heinrich-Böll-Haus Langenbroich
- dem Freundeskreis der hbs (Vernetzung & Projektförderung)
- den 32 Auslandsbüros 100 Projekte in 60 Ländern
- der angegliederten „TuWas - Stiftung für Gemeinsinn“
Die Stiftung organisiert außerdem Bildungsreisen, Podiumsdiskussionen und vergibt Preise. Sie publiziert jährlich den Fleischatlas sowie mehrere Podcasts und Blogs. Themenschwerpunkte der Stiftung sind z.B. das 50-jährige Jubiläum der 68er-Bewegung, Klimaschutz und Seenotrettung von Geflüchteten.
Die hbs hat ihren Hauptsitz in Berlin und betreibt dort auch ein Konferenzzentrum. Sie ist nach dem Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll (1917-1985) benannt. Bereits seit 1983 gab es mehrere kleine Stiftungen, die der damals noch jungen Partei Die Grünen nahestanden. 1996 fand die endgültige Zusammenführung in die einheitliche Heinrich-Böll-Stiftung statt. Zu den Alumni der Stiftung gehören der ehem. afghanische Außenminister Dr. RanginDadfarSpanta, der Regisseur Robert Thalheim sowie mehrere Bundestagsabgeordnete der Grünen.