Der Boehringer Ingelheim Fonds (BIF) fördert Doktoranden in der biomedizinischen Grundlagenforschung mit bis zu 3.800 € pro Monat für maximal 42 Monate. Der Betrag setzt sich aus einer Grundförderung, einer Pauschale für kleinere projektbezogene Kosten und einem Länderzuschlag zusammen. Wie viel Du bekommst, hängt deshalb davon ab, in welchem Land Du promovierst. In Deutschland sind es beispielsweise rund 2.400 €, in Spanien 2.200 €, in Österreich 2.450 €, in den Niederlanden und Großbritannien 2.900 €, in der Schweiz 3.500 € und in den USA 3.800 €. Das Stipendium ist in der Regel steuerfrei. Je nach persönlicher Situation kannst Du zusätzlich einen Kinderbetreuungszuschuss von bis zu 500 € monatlich und einen Zuschuss von 200 € monatlich für Deinen Ehepartner bekommen.
Das Stipendium läuft zunächst 24 Monate und kann einmal um bis zu 18 Monate verlängert werden. Im Krankheitsfall bekommst Du das Geld für zwei Monate weiter.
Du bekommst Reisekostenzuschüsse, etwa um Deine Ergebnisse auf internationalen Konferenzen zu präsentieren, an Methodenkursen teilzunehmen oder in kooperierenden Laboren zu forschen.
Bei den BIF-Seminaren stellst Du Dein Projekt vor und diskutierst es: Das jährliche Progress-Seminar findet in Hirschegg in Österreich statt, für Stipendiaten in Nordamerika in Woods Hole bei Boston. Dazu kommt ein fünftägiges Kommunikationstraining, in dem Experten Schreiben, Rhetorik und die Gestaltung wissenschaftlicher Grafiken vermitteln.
Auch über die Förderung hinaus gehörst Du zu einem weltweiten Netzwerk aus über 1.900 aktuellen und ehemaligen Stipendiaten, für das der BIF jährliche Alumni-Treffen organisiert. Das BIF-Team betreut Dich persönlich und individuell.
Du bewirbst Dich selbst über das Online-Portal des BIF, vollständig auf Englisch. Pro Jahr gibt es drei Stichtage, jeweils im Februar, Juni und Oktober. Du brauchst zwei Empfehlungsschreiben: eines von Deinem Promotionsbetreuer und eines vom Betreuer Deiner Abschlussarbeit. Beide Betreuer schicken ihr Schreiben selbst separat als PDF per E-Mail an den BIF.
Die Auswahl erfolgt in zwei Stufen, in denen Fachkollegen Deine Bewerbung begutachten. Etwa sechs Wochen nach dem Stichtag prüft der BIF in der Vorauswahl, ob Du die formalen Voraussetzungen erfüllst. Anschließend begutachten Mitglieder des Kuratoriums Deine Unterlagen.
In der Endauswahl bewerten externe Experten Dein Projekt. Außerdem führt ein Mitarbeiter des BIF ein Gespräch mit Dir, möglichst persönlich. Rund fünf Monate nach dem Stichtag steht die Entscheidung fest.
Weniger als 10 % der Bewerber bekommen ein Stipendium. Entscheidend sind Deine bisherigen Leistungen, die wissenschaftliche Qualität Deines Projekts und die Qualität des Labors, in dem Du forschen willst.
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.