Einstiegsgehalt 
2.200
Durchschnittsgehalt 
3.806
Ausbildung 
Ausbildung
24
Freie Jobs als
Vermessungstechniker
in unserer Jobbörse ico-arrowRightSlim

Was ist ein Vermessungstechniker?

Vermessungstechniker führen Lagen- und Höhenvermessungen im Gelände durch. Die hierbei gewonnenen Daten werten sie im Anschluss aus, um Pläne, Karten und Kataster zu erstellen bzw. zu aktualisieren.

Was macht ein Vermessungstechniker?

Egal ob Grundstücksgrenzen für das Katasteramt erfasst oder Baumaßnahmen vorbereitet werden müssen: Wann immer man einen genauen Überblick über ein Gelände braucht, kommst Du ins Spiel. Im Außendienst sammelst Du Daten bspw. über Richtungen, Höhen, Neigungen oder Distanzen. Dabei verwendest Du spezielle optische und elektronische Messgeräte (z. B. den für die Winkelmessung zuständigen Theodoliten). Auch der Einsatz von GPS oder von Vermessungsdrohnen gehört zu Deinem Arbeitsalltag. Im Anschluss an Deine Tätigkeit im Gelände rechnest Du die Ergebnisse, die Du gesammelt hast, am Computer um und erstellst mit ihrer Hilfe Pläne und Karten.

Das heute wichtigste Instrument im Berufsalltag ist das Tachymeter. Es ist eine Weiterentwicklung des Theodoliten und kombiniert die Winkelmessung mit einer elektronischen Distanzmessung. Während ein reiner Theodolit nur Winkel erfasst, aber keine Strecken misst, bestimmst Du mit einem Tachymeter Winkel und Strecken in einem einzigen Gerät und kannst damit die x-, y- und z-Koordinaten eines Punktes ermitteln.

Wie wird man Vermessungstechniker?

Der Weg in den Beruf führt über eine Ausbildung als Vermessungstechniker. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Einen Teil wirst Du dabei in einem Ausbildungsbetrieb absolvieren, den anderen in der Berufsschule. Als schulische Voraussetzung für die Vermessungstechniker-Ausbildung solltest Du mindestens einen Realschulabschluss mitbringen. Noch besser sind Deine Aussichten auf einen Ausbildungsplatz jedoch mit der Fachhochschul- oder Hochschulreife.

Das erste Ausbildungsjahr ist inhaltsgleich mit dem Ausbildungsberuf Geomatiker: In diesem Jahr werden für beide Berufe gemeinsame Qualifikationen vermittelt, und der Berufsschulunterricht kann gemeinsam stattfinden. Die Spezialisierung in die Fachrichtungen Vermessung oder Bergvermessung erfolgt beim Vermessungstechniker erst im dritten Ausbildungsjahr.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule stehen vor allem viel Mathe- und Erdkundeunterricht auf dem Stundenplan. Im Einzelnen werden Dir vor allem folgende Unterrichtsinhalte begegnen:

  • Geodaten erfassen und bearbeiten
  • Geoinformationssysteme verwenden und präsentieren
  • Objekte geometrisch erfassen und visualisieren
  • Bauabsteckungen durchführen
  • Liegenschaftsvermessungen durchführen
  • Planungsunterlagen erstellen
  • Bodenordnungen bearbeiten und Wertermittlungen begleiten

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im betrieblichen Teil Deiner Vermessungstechniker-Ausbildung lernst Du vor allem die praktische Seite Deines Berufs kennen und übernimmst konkrete Aufgaben in der Vermessungstechnik. Den Verlauf Deiner Ausbildung dokumentierst Du in einem Berichtsheft, das Du Deinem Ausbilder regelmäßig zur Überprüfung vorlegst. Im Betrieb kommen vor allem folgende Schwerpunkte auf Dich zu:

  • Grundlagen der Geoinformationstechnologie
  • Berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften
  • Einzelprozesse des Geodatenmanagements
  • Ganzheitliche Prozesse des Vermessungswesens und Geodatenmanagements
  • Liegenschaftskataster und Grundbuch
  • Bauordnung, Bodenordnung und Grundstückswertermittlung
  • Durchführung von technischen Vermessungen

Meisterprüfung

Wie in vielen anderen Berufen kannst Du nach Deiner Ausbildung als Vermessungstechniker eine Meisterausbildung machen. Der Meistertitel berechtigt Dich, ein eigenes Vermessungsbüro aufzumachen und selbst Nachwuchskräfte auszubilden.

Quereinstieg

Abgesehen von einer Vermessungstechniker-Ausbildung kannst Du Dich auch auf eine Stelle in diesem Bereich bewerben, wenn Du über eine Ausbildung in einem der folgenden Berufe verfügst:

Viele Ausbildungsinhalte in diesen Berufsfeldern überschneiden sich mit der Ausbildung als Vermessungstechniker und bieten Dir das nötige Knowhow.

Auch wenn Du als Vermessungsgehilfe arbeitest, kannst Du nach einigen Jahren Erfahrung und entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen einen Wechsel in den Vermessungstechniker-Beruf angehen.

Wo arbeitet ein Vermessungstechniker?

Viele Vermessungstechniker arbeiten nach ihrer Ausbildung im öffentlichen Dienst. Zu den häufigsten Arbeitgebern gehören hier:

  • Landesvermessungsämter
  • Kommunale Kataster- und Vermessungsämter
  • Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaften

In der Privatwirtschaft findest Du Jobs vor allem bei Vermessungs- und Ingenieurbüros und bei Unternehmen der Bauwirtschaft. Darüber hinaus kannst Du Dich mit einem eigenen Büro selbstständig machen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Auch wenn Du in Deinem Job einen festen Aufgabenbereich hast: Dank der vielen unterschiedlichen Projekte, die Du betreust, gleicht kaum ein Arbeitstag dem anderen. Z. B. folgendes Szenario wäre denkbar:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wenn Du am Schreibtisch arbeitest, bist Du meist von mehreren Computerbildschirmen gleichzeitig umgeben. Dass die Auswertung von Messergebnissen einen ziemlichen technischen Aufwand erfordert, macht sich nicht zuletzt in der Einrichtung und Ausstattung Deines Büros bemerkbar. Bist Du hier nicht anzutreffen, findet man Dich im Freien. Messungen können an allen möglichen Orten stattfinden, daher ist Dein Outdoor-Arbeitsplatz nicht nur in der Stadt, sondern auch manchmal mitten in der Natur, möglicherweise sogar in unwegsamem Gelände.

Was verdient ein Vermessungstechniker?

Beruf

Mit welchem Einstiegsgehalt Du nach Deiner Vermessungstechniker-Ausbildung rechnen kannst, hängt vor allem davon ab, ob Du einen Job in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst antrittst. Im öffentlichen Dienst wirst Du meist in die Entgeltgruppe 5 TVöD (bzw. TV-L) eingegliedert. Das entspricht zu Beginn einem monatlichen Bruttogehalt von rund 3.124 €, das mit steigender Erfahrungsstufe bis auf etwa 3.783 € ansteigt. In der Privatwirtschaft liegen die Einstiegsgehälter beim Berufseinstieg meist bei rund 28.000 bis 36.000 € brutto im Jahr, je nach Region. Über die Jahre steigt Dein Verdienst als Vermessungstechniker deutlich: Der Median liegt bei rund 3.806 € brutto im Monat.

Ausbildung

Schon während Deiner Ausbildung erhältst Du eine Vergütung. Wie hoch diese ausfällt, richtet sich danach, ob Du Deine Ausbildung im öffentlichen Dienst oder in einem privaten Betrieb machst. Im öffentlichen Dienst fällt sie dabei deutlich höher aus als in der Privatwirtschaft. Momentan liegen die Sätze etwa in folgenden Spannen:

  • 1. Ausbildungsjahr: 950-1.370 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.100-1.420 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.250-1.465 €

Wo finde ich einen Job als Vermessungstechniker?

Seiten

  • Seite
  • of 4
  • >

Wie sind die Berufsaussichten für Vermessungstechniker?

Die Berufsaussichten sind in Deutschland ausgesprochen gut. Im Vermessungswesen herrscht ein ausgeprägter Fachkräftemangel, vor allem für Bau-, Infrastruktur- und Klimaschutzprojekte. Die Nachfrage in diesem Bereich übersteigt derzeit das Angebot an Absolventen. Wenn Du Dich für eine Ausbildung in diesem Bereich entschließt, hast Du also fast schon eine Jobgarantie. Es deutet auch nichts darauf hin, dass sich dieser Trend in der nächsten Zeit ändern könnte.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Eine besondere Spezialisierung ist die Bergvermessung. Hierbei führst Du Vermessungen von Rohstoffvorkommen durch und nimmst deren geologische Verhältnisse auf. Auch in der Bergvermessungstechnik visualisierst Du die gewonnenen Geodaten in Form von Karten und Plänen und pflegst bergmännische Risse.

Passt der Beruf Vermessungstechniker zu mir?

In der Schule waren Mathematik und Physik schon immer Lieblingsfächer von Dir. Mit Computern bist Du ebenso vertraut wie mit anderen technischen Geräten. Das sind schon mal gute Voraussetzungen. Noch besser ist es, wenn Du Dich auch in folgenden Eigenschaften wiederfindest:

Genauigkeit und Sorgfalt
Einfach mal eine Null vergessen? Das sollte Dir in Deinem Beruf nicht passieren, die Erstellung von Geländekarten und -plänen erfordert eine große Akribie.
Räumliches Vorstellungsvermögen
Um Messdaten eines bestimmten Geländes auf eine abstrakte Darstellung zu übertragen, muss man ziemlich um die Ecke denken können. Idealerweise siehst Du hinter einzelnen Zahlen schon ein Bild vor Deinem geistigen Auge auftauchen.
Handwerkliches Geschick
Eine Deiner Aufgaben besteht in der richtigen Hege und Pflege der Messinstrumente, und nicht zuletzt in ihrer richtigen Einstellung. Mit zwei linken Händen würdest Du dabei schnell an Deine Grenzen kommen.
Wetterfestigkeit
Neben einer gewissen Sportlichkeit, die Du brauchst, um auch in unwirtlichem Gelände zu bestehen, solltest Du auch nicht aus Zucker sein. Wind, Kälte und Regen nehmen üblicherweise wenig Rücksicht auf Deine Messtätigkeit im Freien.

Verfügst Du über diese Eigenschaften, steht Dir der Weg frei zu diesem interessanten und abwechslungsreichen Beruf.