Während des Bachelors wurde viel damit geworben, dass man sich den Master sehr individuell gestalten kann. Viele Module, aus denen man sich die interessantesten aussuch
...weiterlesen
Während des Bachelors wurde viel damit geworben, dass man sich den Master sehr individuell gestalten kann. Viele Module, aus denen man sich die interessantesten aussucht. Von 10 Modulen sind nur zwei Pflichtfächer, bei denen man nicht selbst über das Thema entscheidet.
In der Realität sieht es aber anders aus. Das sehr verklausulierte Modulhandbuch zwingt einen oft dazu, zwischen Pest und Cholera zu wählen. Wegen der immer weiter sinkenden Zahl der Fahrzeugbaustudenten finden einige Kurse auch gar nicht statt.
Inhaltlich sind die meisten Fächer auch sehr oberflächlich. Alles zusammen fühlt sich der Master nach einer Beschäftigungstherapie an, die zumindest nicht lange dauert.
Den meisten Profs. möchte ich keinen Vorwurf machen. Es gibt sehr engagierte Dozenten, die ihren Job gut machen. Man merkt aber, wie ihnen immer mehr die Hände gebunden sind. Seitdem es im Fahrzeuglabor gebrannt hat, gibt es quasi keine praktischen Tätigkeiten mehr - etwas, womit nach außen immer geworben wurde und teils noch wird.
Auf dem Campus (Berliner Tor) ist eigentlich nie irgendwas los. Kaum Veranstaltungen, alles sehr anonym. Das war vor Corona wahrscheinlich mal anders. An anderen Unis wird mehr geboten, was das angeht.
Das größte Problem, und das mit Abstand: Die Mitarbeiter in der Hochschulverwaltung! Es ist eine Zumutung, sich mit diesen Menschen auseinandersetzen zu müssen. Man kann es nicht deutlich genug ausdrücken! Egal worum es geht, man ist denen einfach ausgeliefert, wenn man von ihnen etwas möchte. Auf sein ausgedrucktes Bachelorzeugnis wartet man viele Monate! Erst wenn mit rechtlichen Schritten gedroht wird, machen diese Leute einen Finger krumm. Dann geht es komischerweise aber sehr schnell.
Auch der Dekan trifft fragwürdige Entscheidungen. Bspw. dass nun an der HAW promoviert werden kann, dürfte kaum für jemanden irgendeine Relevanz haben. Lieber wünscht man sich wieder ein funktionierendes Labor oder wieder eine höhere Qualität der Lehre...