Im Zentrum stehen Zivilrecht, Strafrecht und öffentliches Recht, jeweils mit Fallbearbeitung in kleinen und großen Übungen aus Hausarbeit und Klausur, dazu ein Überblick über die Prozessrechte. Hinzu kommen Grundlagenfächer wie Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, juristische Methodenlehre, allgemeine Staatslehre, Rechtssoziologie und Rechtsvergleichung. Anwälte übernehmen einen Teil der Lehre, ergänzt um Schlüsselqualifikationskurse und einen anwaltsorientierten Moot Court.
Nach der Zwischenprüfung wählst Du einen von zehn Schwerpunktbereichen, darunter:
- Kriminalwissenschaften
- Steuerrecht
- Unternehmensrecht
- Völkerrecht
Die Zulassung läuft über ein Punkteverfahren: Gewertet werden der Abiturschnitt, die Noten in Deutsch, Mathematik und der ersten fortgeführten Fremdsprache sowie bestimmte abgeschlossene Berufsausbildungen - etwa als Rechtspfleger, Bezirksnotar, im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst, in einer Banklehre oder als Versicherungskaufmann. Wartezeit bringt zusätzliche Punkte, Praktika und Motivationsschreiben bleiben unberücksichtigt. Eine feste Grenze gibt es damit nicht, die Punktzahl entscheidet im Vergleich zu den Mitbewerbern. Der Start ist nach Angabe der Fakultät zum Winter- und zum Sommersemester möglich.
Auf das Examen bereitet das Programm „HeidelPräp!" vor: Arbeit in Kleingruppen, Kurse zur Klausurtechnik, individuelle Auswertung von Probeklausuren und Prüfungssimulationen, die von tatsächlichen Examensprüfern abgenommen werden.

