Einstiegsgehalt 
2.166
Durchschnittsgehalt 
2.839
Ausbildung 
Ausbildung
292
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Schlosser
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Was ist ein Schlosser?

Schlosser sind Experten für Metallarbeiten. Sie stellen beispielsweise Tore, Gitter, Geländer und Treppen her. Dazu löten, schweißen, härten, glühen und schmieden sie Metalle. Schlosser installieren Metallkonstruktionen sowie Maschinen und sind auch für deren Reparatur zuständig. Zudem fertigen sie Schlösser sowie Türen an und sind für deren Wartung und Reparatur verantwortlich.

Streng genommen gibt es den Beruf Schlosser nicht mehr. In 1989 wurden die Traditionsberufe Schlosser und Schmied zum Beruf Metallbauer zusammengefasst. Da sich aber im allgemeinen Sprachgebrauch und der allgemeinen Wahrnehmung die Berufsbezeichnung Schlosser bis heute gehalten hat, wird diese Berufsbezeichnung auch im folgenden Text genutzt.

Was macht ein Schlosser?

Der Schlosser-Beruf beziehungsweise der Beruf als Metallbauer ist sehr vielseitig. Man kann in grob in zwei verschiedene Bereiche unterteilen: Handwerk und Industrie. Im Handwerk umfassen die Schlosser-Aufgaben beispielsweise den Bau von Geländern und Türen, aber auch die Konstruktion und Reparatur von Schlössern. In der Industrie ist der Schlosser beziehungsweise Metallbauer zumeist für die Konstruktion von Anlagen- und Maschinenteilen sowie für deren Wartung zuständig. Auch die Fertigung von Konstruktionen gehört zu den Schlosser-Aufgaben.

Insgesamt fünf Fachbereiche umfasst heutzutage der Schlosser-Beruf. In der Konstruktionstechnik (früher Bauschlosser) stellen Schlosser Metallkonstruktionen aller Arten und Größen her. Dazu gehören beispielsweise Treppengeländer, Fassadenelemente, Sonnenschutzelemente und Überdachungen. Hierfür fertigst Du Skizzen und hältst Dich später beim Schneiden ganz genau daran, damit später auch alles passt. Oftmals arbeiten Schlosser noch ganz traditionell von Hand. Teilweise benutzen sie beim Schneiden der Teile auch computergesteuerte Fräs- und Zuschnitt-Maschinen. Wenn alles miteinander verlötet und verschraubt ist, behandelst Du die Konstruktion, um sie vor Korrosion zu schützen. In einem letzten Schritt wird schließlich alles montiert.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Fachrichtung Metallgestaltung (früher Kunstschmied oder Kunstschlosser). Hierbei handelt es sich um die kreativste der Fachrichtungen. Du bist für die Fertigung und Montage von dekorativen Gebrauchsgegenständen zuständig. Dazu gehören beispielsweise kunstvoll gestaltete Leuchten oder Zäune, die Du auf Kundenwunsch individuell anfertigst.

Im Fachbereich Nutzfahrzeugbau (früher Kfz-Schlosser) stellst Du Fahrwerke, Karosserien, Fahrzeugrahmen und Aufbauten für Maschinen und Nutzfahrzeuge her. Hier gehört auch dazu, dass Du alle elektrotechnischen Einrichtungen vornimmst und ihre Funktion ausgiebig überprüfst. Dazu gehören beispielsweise die Kühlsysteme oder auch die Bremsanlagen.

Bei der Fachrichtung Landtechnik geht es im Schlosser-Beruf um die Konstruktion und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen in der Land-und Forstwirtschaft. Last but not least gehört zu den Schlosser-Aufgaben auch noch die Fachrichtung Anlagen- und Fördertechnik. Hier bist Du mit der Konstruktion, Montage und Wartung von Förderanlagen, Kränen und Lastenaufzügen beschäftigt.

Wie wird man Schlosser?

Du willst Schlosser werden und interessierst Dich für die Ausbildung zum Metallbauer? Dies ist ein Ausbildungsberuf nach der deutschen Handwerksverordnung. Für die Schlosser-Ausbildung musst Du rund 3,5 Jahre einplanen.

Voraussetzungen

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung für die Schlosser-Ausbildung vorgeschrieben. Über die Hälfte der Auszubildenden hat einen Hauptschulabschluss. Rund ein Drittel der Lehrlinge einer Schlosser-Ausbildung hat einen mittleren Schulabschluss. Wie wichtig Noten und Schulabschlüsse für die Ausbildung zum Schlosser sind, ist vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb abhängig. Wenn Du wirklich gerne eine Schlosser-Ausbildung machen möchtest, dann lasse Dich nicht abschrecken, sondern gehe direkt zum Ausbildungsbetrieb, schildere Deine Motivation für die Schlosser-Ausbildung und erzähle, warum Du unbedingt eine Ausbildung zum Schlosser machen möchtest! Etwa weil Du Spaß am Handwerk hast und gerne mit Metallen arbeitest.

Ausbildung

Die Schlosser-Ausbildung läuft dual. Das bedeutet, dass Du Deine Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch in einem Ausbildungsbetrieb machst. Am besten absolvierst Du Deine Schlosser-Ausbildung in einem Handwerksbetrieb. Die Ausbildung zum Schlosser kann zwar auch in einem metallverarbeitenden Großunternehmen erfolgen, aber hier ist die Schlosser-Ausbildung meist sehr firmenspezifisch und inhaltlich nicht so breit gefächert wie in einem mittelständischen Handwerksbetrieb.

In der Berufsschule stehen beispielsweise folgende Lehrinhalte auf dem Stundenplan:

  • Schweißen von Metall
  • Spanen und Umformen von Metallen per Hand
  • Instandhaltung von Konstruktionen aus Metall
  • Montieren von Bauteilen
  • Elektrotechnik
  • Qualitätsmanagement

Im dritten Jahr Deiner Schlosser-Ausbildung entscheidest Du Dich für eine von drei Fachrichtungen. Konstruktionstechnik, Nutzfahrzeugbau und Metallgestaltung stehen zur Auswahl. In der Konstruktionstechnik lernst Du beispielsweise alles Wissenswerte über Schlösser, Türen und Metallkonstruktionen aller Art wie etwa Treppengeländer. Im Nutzfahrzeugbau dreht sich hingegen alles um Fahrzeuge beziehungsweise deren Karossieren und Aufbauten. In der Metallgestaltung geht es hingen um dekorative Produkte aus Metall.

Während der Schlosser-Ausbildung legt man zwei Prüfungen ab. Die erste Prüfung erfolgt nach dem zweiten Lehrjahr. Hierbei musst Du einen Kundenauftrag erfüllen sowie an einem Fachgespräch teilnehmen. Die zweite Prüfung der Schlosser-Ausbildung findet am Ende der Ausbildung statt. Diese letzte Prüfung legst Du vor der Handwerkskammer ab. Inhaltlich geht es dabei um den gesamten Stoff Deiner Schlosser-Ausbildung.

Wo arbeitet ein Schlosser?

Als Spezialisten für Metallarbeiten finden Schlosser überall dort einen Job, wo mit Metall gearbeitet wird. Sowohl im Handwerk als auch in der Industrie gibt es zahlreiche Tätigkeitsbereiche für den Schlosser-Beruf. Nachfolgend findest Du einige Beispiele, wo Du als Schlosser arbeiten kannst:

  • Metallbaubetriebe, die auf die Herstellung von Metallkonstruktionen, beispielsweise Geländer und Treppen aus Metall, spezialisiert haben
  • Schlossereien und Schweißereien, die Beschläge und Schlösser aus Metall herstellen
  • Beschlag- und Kunstschmieden für dekorative Gegenstände aus Metall
  • Bautischlerei- und schlosserei zur Konstruktion und zum Einbau von Türen und Geländern aus Metall
  • Klempnerei
  • Fahrzeugbaubetrieb zur Herstellung von Karosserien und Aufbauten
  • Betrieb im Maschinen- und Anlagenbau zur Konstruktion von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Du möchtest den Schlosser-Beruf ergreifen und Du interessierst Dich für den Alltag in diesem Beruf? Der ist natürlich ganz unterschiedlich und abhängig von der Branche, in der Du arbeitest. Der Arbeitsalltag von einem Schlosser in einer Schlosserei unterscheidet sich grundlegend vom Arbeitsalltag in einem Metallbaubetrieb. Hier findest Du ein Beispiel von einem Schlosser aus der Konstruktionstechnik:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wie Dein Arbeitsplatz aussieht, richtet sich natürlich ganz nach Deinem Arbeitgeber und Deiner Branche. In der Industrie arbeitest Du meistens in Werkstätten und Werkhallen. Auch Baustellen gehören zu den Arbeitsorten. Im Handwerk bist du oftmals unterwegs und arbeitest direkt beim Kunden. Als führende Industrienation verfügt Deutschland über zahlreiche metallverarbeitende Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Daher können Dich Montageaufträge auch durchaus ins Ausland führen.

Was verdient ein Schlosser?

Der monatliche Verdienst hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Deine berufliche Qualifikation, die Branche, der Arbeitgeber und der Standort. Daher lassen sich nur ungefähre Angaben über das monatliche Gehalt im Beruf Schlosser machen. Im ersten Ausbildungsjahr verdienst Du zwischen 530 und 700 Euro im Monat.

Während der Ausbildung zum Schlosser kann der monatliche Verdienst auf bis zu 950 Euro steigen.

In den ersten Jahren nach der Schlosser-Ausbildung bekommst Du ein durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen zwischen 1.800 und 2.200 Euro. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen kann der monatliche Bruttoverdienst auf 3.800 bis 4.200 Euro steigen. Mit Führungsverantwortung sind sogar noch höhere Gehälter möglich.

Wo finde ich einen Job als Schlosser?

Du hast schon erfolgreich eine Ausbildung zum Schlosser absolviert oder Du hast eventuell sogar schon Erfahrungen im Schlosser-Beruf gesammelt und suchst nun nach einem Job? Dann schau doch einmal in unsere Jobbörse. Die ist übrigens auch sehr hilfreich, wenn Du Dich erst einmal nur über den Beruf informieren möchtest. Die Jobangebote geben Dir einen spannenden Überblick über potenzielle Arbeitgeber, Branchen und geforderte Qualifikationen.