Einstiegsgehalt 
1.800
Durchschnittsgehalt 
4.000
Ausbildung 
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Schlosser
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Was ist ein Schlosser?

Schlosser sind Experten für Metallarbeiten. Sie stellen beispielsweise Tore, Gitter, Geländer und Treppen her. Dazu löten, scheißen, härten, glühen und schmieden sie Metalle. Schlosser installieren Metallkonstruktionen sowie Maschinen und sind auch für deren Reparatur zuständig. Zudem fertigen sie Schlösser sowie Türen an und sind für deren Wartung und Reparatur verantwortlich.

Streng genommen gibt es den Beruf Schlosser nicht mehr. Im Jahr 1989 wurden die Traditionsberufe Schlosser und Schmied zum Beruf Metallbauer zusammengefasst. Da sich aber im allgemeinen Sprachgebrauch und der allgemeinen Wahrnehmung die Berufsbezeichnung Schlosser bis heute gehalten hat, wird diese Berufsbezeichnung auch im folgenden Text genutzt.

Was macht ein Schlosser?

Der Schlosser-Beruf beziehungsweise der Beruf als Metallbauer ist sehr vielseitig. Man kann grob in zwei verschiedene Bereiche unterteilen: Handwerk und Industrie. Im Handwerk umfassen die Schlosser-Aufgaben beispielsweise den Bau von Geländern und Türen, aber auch die Konstruktion und Reparatur von Schlössern. In der Industrie ist der Schlosser beziehungsweise Metallbauer zumeist für die Konstruktion von Anlagen- und Maschinenteilen sowie deren Wartung zuständig. Auch die Fertigung von Konstruktionen gehört zu den Schlosser-Aufgaben.

Insgesamt fünf Fachbereiche umfasst heutzutage der Schlosser-Beruf. In der Konstruktionstechnik (früher Bauschlosser) stellen Schlosser Metallkonstruktionen aller Arten und Größen her. Dazu gehören beispielsweise Treppengeländer, Fassadenelemente, Sonnenschutzelemente und Überdachungen. Hierfür fertigst Du Skizzen und hältst Dich später beim Schneiden ganz genau an sie, damit später auch alles passt. Oftmals arbeiten Schlosser noch ganz traditionell von Hand. Teilweise benutzen sie beim Schneiden der Teile auch computergesteuerte Fräs- und Zuschnitt-Maschinen. Wenn alles miteinander verlötet und verschraubt ist, behandelst Du die Konstruktion, um sie vor Korrosion zu schützen. In einem letzten Schritt wird schließlich alles montiert.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Fachrichtung Metallgestaltung (früher Kunstschmied oder Kunstschlosser). Hierbei handelt es sich um die kreativste aller Fachrichtungen. Du bist für die Fertigung und Montage von dekorativen Gebrauchsgegenständen zuständig. Dazu gehören beispielsweise kunstvoll gestaltete Leuchten oder Zäune, die Du auf Kundenwunsch individuell anfertigst.

Im Fachbereich Nutzfahrzeugbau (früher Kfz-Schlosser) bist Du stellst Du Fahrwerke, Karosserien, Fahrzeugrahmen und Aufbauten für Maschinen und Nutzfahrzeuge her. Hier gehört auch dazu, dass Du alle elektrotechnischen Einrichtungen vornimmst und ihre Funktion ausgiebig überprüfst. Dazu gehören beispielsweise die Kühlsysteme oder auch die Bremsanlagen.

Bei der Fachrichtung Landtechnik geht es im Schlosser-Beruf um die Konstruktion und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen in der Land-und Forstwirtschaft. Last but not least gehört zu den Schlosser-Aufgaben auch noch die Fachrichtung Anlagen- und Fördertechnik. Hier bist Du mit der Konstruktion, Montage und Wartung von Förderanlagen, Kränen und Lastenaufzügen beschäftigt.

Wie wird man Schlosser?

Du willst Schlosser werden und interessierst Dich jetzt für die Ausbildung zum Schlosser? Schlosser beziehungsweise Metallbauer ist ein Ausbildungsberuf nach der deutschen Handwerksverordnung. Für die Schlosser-Ausbildung musst Du rund 3,5 Jahre einplanen.

Voraussetzungen

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung für die Schlosser-Ausbildung vorgeschrieben. Über die Hälfte der Auszubildenden hat einen Hauptschulabschluss. Rund ein Drittel der Lehrlinge einer Schlosser-Ausbildung hat einen mittleren Schulabschluss. Wie wichtig Noten und Schulabschlüsse für die Ausbildung zum Schlosser sind, ist vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb abhängig. Wenn Du wirklich unbedingt eine Schlosser-Ausbildung machen willst, dann lasse Dich nicht von irgendwelchen Zahlen abschrecken, sondern gehe direkt auf den Ausbildungsbetrieb, schildere Deine Motivation für die Schlosser-Ausbildung und erzähle, warum Du unbedingt eine Ausbildung zum Schlosser machen möchtest! Etwa weil Du Spaß am Handwerk hast und gerne mit Metallen arbeitest.

Ausbildung

Die Schlosser-Ausbildung funktioniert dual. Das bedeutet, dass Du Deine Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch in einem Ausbildungsbetrieb machst. Am besten absolvierst Du Deine Schlosser-Ausbildung in einem Handwerksbetrieb. Die Ausbildung zum Schlosser kann zwar auch in einem metallverarbeitenden Großunternehmen erfolgen. Hier ist die Schlosser-Ausbildung allerdings sehr firmenspezifisch und inhaltlich nicht so breit gefächert wie in einem mittelständischen Handwerksbetrieb.

In der Berufsschule stehen beispielsweise folgende Lehrinhalte auf dem Stundenplan:

  • Schweißen von Metall
  • Spanen und Umformen von Metallen per Hand
  • Instandhaltung von Konstruktionen aus Metall
  • Montieren von Bauteilen
  • Elektrotechnik
  • Qualitätsmanagement

Im dritten Jahr Deiner Schlosser-Ausbildung entscheidest Du Dich für eine von drei Fachrichtungen. Konstruktionstechnik, Nutzfahrzeugbau und Metallgestaltung stehen zur Auswahl. In der Konstruktionstechnik lernst Du beispielsweise alles Wissenswerte über Schlösser, Türen und Metallkonstruktionen aller Art wie etwa Treppengeländer. Im Nutzfahrzeugbau dreht sich hingegen alles Fahrzeuge beziehungsweise deren Karossieren und Aufbauten. In der Metallgestaltung geht es hingen um dekorative Produkte aus Metall.

Während der Schlosser-Ausbildung legen angehende Schlosser zwei Prüfungen ab. Die erste Prüfung erfolgt nach dem zweiten Lehrjahr. Hierbei musst Du einen Kundenauftrag erfüllen sowie an einem Fachgespräch teilnehmen. Die zweite Prüfung der Schlosser-Ausbildung findet am Ende der Ausbildung statt. Diese letzte Prüfung legst Du vor der Handwerkskammer an. Inhaltlich geht es dabei um den gesamten Stoff Deiner Schlosser-Ausbildung.

Wo arbeitet ein Schlosser?

Als Spezialisten für Metallarbeiten finden Schlosser überall dort einen Job, wo mit Metall gearbeitet wird. Sowohl im Handwerk als auch in der Industrie gibt es zahlreiche Tätigkeitsbereiche für den Schlosser-Beruf. Nachfolgend findest Du einige Beispiele, wo Du als Schlosser arbeiten kannst:

  • Metallbaubetriebe, die auf die Herstellung von Metallkonstruktionen, beispielsweise Geländer und Treppen aus Metall, spezialisiert haben
  • Schlossereien und Schweißereien, die Beschläge und Schlösser aus Metall herstellen
  • Beschlag- und Kunstschmieden für dekorative Gegenstände aus Metall
  • Bautischlerei- und schlosserei zur Konstruktion und zum Einbau von Türen und Geländern aus Metall
  • Klempnerei
  • Fahrzeugbaubetrieb zur Herstellung von Karosserien und Aufbauten
  • Betrieb im Maschinen- und Anlagenbau zur Konstruktion von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Du möchtest den Schlosser-Beruf ergreifen und Du interessierst Dich für den Alltag in diesem Beruf? Der ist natürlich ganz unterschiedlich und abhängig von der Branche, in der Du arbeitest. Der Arbeitsalltag von einem Schlosser in einer Schlosserei unterscheidet sich grundlegend vom Arbeitsalltag in einem Metallbaubetrieb. Hier findest Du ein Beispiel von einem Schlosser aus der Konstruktionstechnik:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Wie Dein Arbeitsplatz aussieht richtet sich natürlich ganz nach Deinem Arbeitgeber und Deiner Branche. In der Industrie arbeitest Du meistens in Werkstätten und Werkhallen. Auch Baustellen gehören zu den Arbeitsorten. Im Handwerk bist du oftmals unterwegs und arbeitest direkt beim Kunden. Als führende Industrienation verfügt Deutschland über zahlreiche metallverarbeitende Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen ins Ausland. Daher können Dich Montageaufträge auch durchaus ins Ausland führen.

Was verdient ein Schlosser?

Der monatliche Verdienst hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise Deine berufliche Qualifikation, die Branche, der Arbeitgeber und der Standort. Daher lassen sich nur ungefähre Angaben über das monatliche Gehalt im Beruf Schlosser machen. Im ersten Ausbildungsjahr verdienst Du ungefähr 750 Euro im Monat.

Während der Ausbildung zum Schlosser kann der monatliche Verdienst auf bis zu 950 Euro steigen.

In den ersten Jahren nach der Schlosser-Ausbildung bekommst Du ein durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen zwischen 1.800 und 2.200 Euro. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen kann der monatliche Bruttoverdienst auf 3.800 bis 4.200 Euro steigen. Mit Führungsverantwortung sind sogar noch höhere Gehälter möglich.

Wo finde ich einen Job als Schlosser?

Du hast schon erfolgreich Ausbildung zum Schlosser absolviert oder Du hast eventuell sogar schon Erfahrungen im Schlosser-Beruf gesammelt und suchst nun nach einem Job? Dann schau doch einmal in unsere Jobbörse. Die ist übrigens auch sehr hilfreich, wenn Du Dich erst einmal nur über den Beruf informieren möchtest. Die Jobangebote geben Dir einen spannenden Überblick über potenzielle Arbeitgeber, Branchen und geforderte Qualifikationen.

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Wie sind die Berufsaussichten für Schlosser?

Deutsche Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Nachwuchskräften. Das ist in der Metallverarbeitung nicht anders. Zudem sind vor allem technische Berufe gefragt. In nahezu jeder Branche benötigen Unternehmen und Privatkunden Metallkonstruktionen verschiedenster Art. Die Berufsaussichten sind für Schlosser daher als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Allerdings ist der Beruf Schlosser konjunkturell sehr unterschiedlich. Vor allem der Nutzfahrzeugbau ist von der gesamtwirtschaftlichen Situation und dem Export abhängig. Die besten Chancen bestehen in der Konstruktionstechnik. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten durch den Ausbau der Solartechnik.

Als Schlosser kannst Du zudem in so ziemlich jedem anderen Metallbaubetrieb eine Anstellung finden und Dich mit anderen Produkten und Bereichen beschäftigen. Darüber hinaus kannst Du überall in Deutschland und auch im Ausland einen Job finden, weil Deine Kenntnisse und Fähigkeiten als qualifizierter Spezialist gefragt sind.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Als Schlosser gibt es einige Möglichkeiten, in der Karriere voranzukommen. Wichtig sind ein hohes Engagement im Job und die Bereitschaft, an Weiterbildungen teilzunehmen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise Ausbildung zum Metallbauermeister. Diese befähigt Dich, selbst Lehrlinge auszubilden oder Dich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen. Eine andere Möglichkeit ist eine Ausbildung zum Betriebs- oder Fachwirt. Dadurch kannst Du viele administrative Tätigkeiten im Büro mitübernehmen. Darunter fallen beispielsweise die Akquise und der Einkauf. Oder Du machst eine Fortbildung zum Techniker und bist neben Deiner handwerklichen Tätigkeit auch in die Planung und Qualitätssicherung eingebunden. Hier siehst Du nochmal einige Beispiele im Überblick:

  • Metallbauermeister
  • Betriebs- oder Fachwirt
  • Techniker
  • Selbstständigkeit

Passt der Beruf Schlosser zu mir?

Dich interessiert der Schlosser-Beruf, aber Du fragst Dich, ob er wirklich zu Dir passt? Du solltest am besten folgende Voraussetzungen erfüllen:

Handwerkliches Geschick
In Deinem Berufsalltag musst Du präzise handwerkliche Arbeiten ausführen. Diese sind nicht immer ungefährlich und Fehler können schlimme Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar Verletzungen nach sich ziehen. Es ist daher von Vorteil, wenn Du über eine ruhige Hand und handwerkliches Geschick verfügst.
Mathematische Fähigkeiten
Als Grundlage Deiner Arbeit dienen oftmals technische Zeichnungen. Es ist daher von Vorteil, wenn Du fit in Mathematik bist und diese Skizzen mühelos verstehst und umsetzen kannst.
Spaß daran, mit den Händen zu arbeiten
Die Kopfarbeit kommt als Schlosser sicherlich nicht zu kurz. Allerdings setzt bist Du die meiste Zeit des Tages damit beschäftigt, mit Deinen Händen zu arbeiten. Das sollte Dir Spaß machen.
Freude am Umgang mit Kunden
Als Schlosser hast Du relativ oft Kundenkontakt. Dir sollte es daher keine Probleme bereiten, freundlich zu sein und kundenorientiert zu arbeiten.