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Inhalt11 Abschnitte
- Wie wird man Friseurin?
- Wie lange dauert die Ausbildung?
- Was brauchst Du, um Friseurin zu werden?
- Geht es auch ohne Ausbildung?
- Eigener Salon oder mobil: Brauchst Du den Meister?
- Was macht eine Friseurin?
- Was verdient eine Friseurin?
- Welche Weiterbildungen gibt es?
- Wie sind die Berufsaussichten?
- Passt der Beruf zu Dir?
- Weiter zu Friseur und Beauty
Friseurinnen beraten ihre Kundschaft zu Frisur und Haarpflege, schneiden, färben, wellen und stylen Haare, formen Bärte und Augenbrauen und gestalten Make-ups. Friseur ist ein Ausbildungsberuf im Handwerk.
Wie wird man Friseurin?
Friseurin wirst Du mit einer dualen Ausbildung im Friseurhandwerk. Sie dauert 3 Jahre, Du lernst im Salon und in der Berufsschule und schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Einen Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Ausbildungsplätze, Bewerbung und Inhalte im Detail findest Du im Artikel Friseurin-Ausbildung.
So läuft die Ausbildung ab
- VorherBei einem Salon bewerbenDu schließt einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb. Darin legt Ihr auch Deinen Schwerpunkt fest: Visagistik, Langhaarfrisuren, Haarersatz oder Coloration.
- Jahr 1Waschen, schneiden, beratenDu lernst Haar und Kopfhaut zu beurteilen und zu pflegen, klassische Schnitte, Dauerwellen und den Umgang mit Kunden. In die Berufsschule gehst Du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Block.
- Mitte Jahr 2Teil 1 der GesellenprüfungDu frisierst eine Dame mit Dauerwelle und Einlegetechnik und schneidest und föhnst einen Herrn. Dazu kommen 60 Minuten Fragen auf Papier. Das Ergebnis zählt zu 25 %.
- Jahr 2 und 3Farbe, Make-up, SchwerpunktDu vertiefst Färben und Blondieren, moderne Schnitte, Make-up und Maniküre, lernst Deinen Schwerpunkt und übernimmst Verkauf und Organisation im Salon.
- Ende Jahr 3Teil 2 der GesellenprüfungDu stylst eine Dame für einen besonderen Anlass samt Make-up und einen Herrn, führst ein Beratungsgespräch und schreibst drei Prüfungen. Teil 2 zählt zu 75 %.
Quellen: Verordnung über die Berufsausbildung zum Friseur/zur Friseurin (2008, geändert 2022); BERUFENET.

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Wie lange dauert die Ausbildung zur Friseurin?
Die Ausbildungsdauer beträgt regulär 3 Jahre. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen geht es schneller, mindestens aber 18 Monate. Ein Gesellenbrief in 6 Monaten oder einem Jahr ist nicht vorgesehen. Wer kürzere Kurse anbietet, bescheinigt Dir den Kurs, aber keinen Berufsabschluss.
Quellen: §§ 27b, 27c und 37 Handwerksordnung; BIBB-Empfehlung 129; § 17 Berufsbildungsgesetz und BIBB, Mindestausbildungsvergütung 2026; BIBB, Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025; BERUFENET.
Was brauchst Du, um Friseurin zu werden?
Vor allem einen Ausbildungsplatz. Einen bestimmten Schulabschluss verlangt das Gesetz nicht, die Salons wählen selbst aus. 2024 hatte die Hälfte der neuen Azubis einen Hauptschulabschluss. Wer unter 18 ist, braucht außerdem eine ärztliche Bescheinigung über die Erstuntersuchung.
Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende, Berichtsjahr 2024.
Quelle: BERUFENET Friseur/in.
Geht es auch ohne Ausbildung?
Als Angestellte darfst Du auch ohne Abschluss Haare schneiden, der Beruf ist nicht geschützt. Wer erst einmal üben will, kann das mit einem Fernkurs tun:
In der Praxis verlangen die meisten Salons die abgeschlossene Ausbildung. Für einen eigenen Salon reicht sie allein ohnehin nicht, mehr dazu im nächsten Abschnitt. Ohne Ausbildungsvertrag führen drei Wege zum Gesellenbrief:
Quellen: BERUFENET; § 37 Handwerksordnung; §§ 81, 87a und 180 Sozialgesetzbuch III; Anbieterseite Laudius.
Eigener Salon oder mobil: Brauchst Du den Meister?
Für einen eigenen Salon in der Regel ja: Friseur ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Selbstständig arbeiten darf nur, wer mit seinem Betrieb in der Handwerksrolle steht, und dafür brauchst Du meist den Meisterbrief.
Was gilt für mobile Friseurinnen?
Mobil arbeitest Du bei Kunden zu Hause, im Seniorenheim oder bei Hochzeiten, oft abends, weil Du Dich nach Deinen Kunden richtest. Rechtlich zählt, wer den Termin anstößt.
| Wie der Auftrag entsteht | Was gilt | Was Du brauchst |
|---|---|---|
| Die Kundin ruft an oder bucht einen Termin | stehendes Gewerbe, auch ohne Salon | Eintrag in die Handwerksrolle, also Meister oder Ausnahme |
| Folgetermine bei Stammkunden | gilt als Auftrag der Kundin | ebenfalls Eintrag in die Handwerksrolle |
| Du sprichst Kunden unangemeldet an | Reisegewerbe | Reisegewerbekarte vom Gewerbeamt |
Wer mobil fest mit Terminen arbeiten will, plant also wie für einen Salon. Im Zweifel berät Dich die Handwerkskammer.
Quellen: §§ 1, 7, 7b, 8 und 49 Handwerksordnung; § 55 Gewerbeordnung; Handwerkskammer zu Leipzig, Abgrenzung Handwerksordnung und Reisegewerbe (2026); BERUFENET.
Was macht eine Friseurin?
Eine Friseurin berät Kundinnen und Kunden, wäscht, schneidet, färbt und stylt Haare, setzt Extensions ein, rasiert und formt Bärte und färbt Augenbrauen und Wimpern. Neben der Arbeit am Kopf verkaufst Du Pflegeprodukte, kassierst, vergibst Termine und hältst Werkzeug und Salon sauber.
Die Aufgaben einer Friseurin bei einem Termin im Salon
- AnkommenEmpfangen und beratenDu fragst nach dem Wunsch, prüfst Haar und Kopfhaut und schlägst Schnitt und Farbe vor, die zu Kopfform und Hautton passen. Manche Salons zeigen das Ergebnis vorher in einer App.
- VorbereitenWaschen und Farbe anmischenDu legst den Umhang um, wäschst die Haare, massierst die Kopfhaut und mischst die Farbe nach Rezept.
- HauptteilSchneiden, färben, wellenJe nach Auftrag schneidest Du, färbst, blondierst, machst Strähnen, eine Dauerwelle oder glättest. Bei Farbe überwachst Du die Einwirkzeit.
- FinishFöhnen und stylenDu föhnst, frisierst aus und fixierst die Frisur, auf Wunsch mit Make-up.
- Zum SchlussKasse und TerminDu empfiehlst Pflegeprodukte, kassierst, vergibst den nächsten Termin und räumst Deinen Platz auf.
Wo arbeiten Friseurinnen?
Meist im Friseursalon. Die Bundesagentur für Arbeit und das BIBB nennen auch Hotels und Wellnessbereiche, Kreuzfahrtschiffe, Krankenhäuser, Altenheime und Reha-Kliniken, Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen, Fotoshootings und Modenschauen. Dazu kommen Drogerien, Parfümerien und die Haarkosmetik-Industrie, etwa als Fachberaterin.
Welche Schwerpunkte gibt es?
Einen Schwerpunkt wählst Du schon in der Ausbildung. Rund 8 Wochen der Ausbildung entfallen auf ihn:
| Schwerpunkt | Was Du dort lernst |
|---|---|
| Visagistik | Make-up typgerecht gestalten, künstliche Wimpern anbringen |
| Langhaarfrisuren | Flechten, toupieren, Haarteile und Haarschmuck einarbeiten |
| Haarersatz | Perücken und Haarteile anpassen und einarbeiten, etwa mit Integrationstechnik |
| Coloration | Farbe und Strähnen gestalten, Farbkorrekturen |
Später spezialisierst Du Dich nach Kundschaft und Ort, etwa als Damen- oder Herrenfriseurin, im Barbershop, für Kinder, mobil oder für Bühne und Film.
Quellen: BERUFENET; BIBB, Berufsprofil Friseur/-in; Ausbildungsverordnung 2008, Abschnitt B; BGW, Gefährdungsbeurteilung im Friseurhandwerk und Gesunde Friseure.
Was verdient eine Friseurin?
Als Friseurin verdienst Du im Mittel 2.340 € brutto im Monat. Was Du als Einsteigerin, als Meisterin, pro Stunde, netto und in Deinem Bundesland verdienst, steht im Artikel Friseurin-Gehalt.
Welche Weiterbildungen gibt es für Friseurinnen?
Neben dem Meister kannst Du Dich in Make-up, Farbe und Stil spezialisieren. Diese Fernkurse eignen sich dafür neben dem Job:
| Kurs | Dauer | Praxis und Abschluss |
|---|---|---|
| ILS: Farb-, Typ- und Stilberatung | 9 Monate, etwa 4 Stunden pro Woche | ILS-Zeugnis; ein Praxisseminar von 3 oder 4 Tagen ist freiwillig |
| SGD: Geprüfte Visagistin | 9 Monate, etwa 7 Stunden pro Woche | 3 Tage Pflichtseminar mit Abschlussprüfung, dann SGD-Zertifikat |
Wie Du die Förderung beantragst, steht im Artikel Aufstiegs-BAföG.
Quellen: §§ 45 und 49 Handwerksordnung; BERUFENET; aufstiegs-bafoeg.de; Anbieterseiten von ILS und SGD.
Wie sind die Berufsaussichten?
Salons suchen lange nach Fachkräften: Eine Stelle für Friseure war 2025 im Mittel 176 Tage offen. Zugleich kamen auf eine gemeldete Stelle gut 6 Arbeitsuchende, ein Engpassberuf ist Friseur laut Bundesagentur für Arbeit deshalb nicht.
Quellen: BIBB, Datensystem Auszubildende (Datenblatt Friseur/-in, 2024); BERUFENET, Berufsdossier.
Quellen: BERUFENET; BIBB, Zeugniserläuterung Friseur/Friseurin; § 45 Handwerksordnung.
Passt der Beruf zu Dir?
Warum Friseurin werden?
- gern mit Menschen sprichst und Smalltalk magst, auch mit schüchternen Kunden
- Trends verfolgst und ein Auge dafür hast, welcher Schnitt und welche Farbe zu wem passen
- geschickte Hände hast und genau arbeitest
- abends sehen willst, was Du geschafft hast, und Dich über zufriedene Kunden freust
- empfindliche Haut oder Allergien gegen Farbe und Pflegemittel hast
- Rücken- oder Knieprobleme hast, denn Du stehst fast den ganzen Tag
- samstags lieber frei hättest
- vor allem viel Geld verdienen willst, denn Ausbildung und Gehalt liegen weit unten
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