Was verdient eine Arzthelferin?
Das Arzthelferin-Gehalt liegt im Durchschnitt bei 3.270 € im Monat. Zu dieser Zahl kommt das Statistische Bundesamt. Bei einer Arbeitswoche von 38 Stunden ergibt dieses Arzthelferin-Gehalt einen Stundenlohn von 21,51 €.
Öffentlicher Dienst
Falls Du in einem Betrieb des Öffentlichen Dienstes angestellt bist, wie beispielsweise in einem staatlichen Krankenhaus, dann erhältst Du je nachdem, wie viel Berufserfahrung Du bereits besitzt, in der Entgeltgruppe 5 von 2.928 € bis zu 3.570 € im Monat.
Wenn Du anfängst in dem Beruf zu arbeiten, wirst Du in Stufe eins eingeteilt, nach einem Jahr gelangst Du in Stufe zwei, nach zwei Jahren in Stufe zwei erreichst Du in der Regel Stufe drei. Bei überdurchschnittlich guter Leistung, kannst Du die jeweils höhere Stufe allerdings auch früher erreichen. Ansonsten kommst Du nach drei Jahren in Stufe drei in Stufe vier, nach vier Jahren dort, erreichst Du Stufe fünf, und die letzte, sechste Stufe, erreichst Du nach fünf Jahren in Stufe fünf.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass Du ein Arzthelferin-Gehalt in der Entgeltgruppe 6 bekommst. Dafür musst Du allerdings „schwierige Aufgaben” übernehmen, oder aber andere Arzthelfer oder Beschäftigte allgemein unter Dir haben, mindestens zwei, beispielsweise als Stationsleiterin. Dann kannst Du mit einem Gehalt als Arzthelferin von 3.042 € bis 3.708 € im Monat rechnen.
| Arzthelferin Gehalt |
Entgeltgruppe 5 (EUR) |
Entgeltgruppe 6 (EUR) |
| Stufe 1 |
2928,99 |
3042,04 |
| Stufe 2 |
3117,67 |
3236,55 |
| Stufe 3 |
3245,11 |
3372,94 |
| Stufe 4 |
3380,06 |
3507,92 |
| Stufe 5 |
3505,47 |
3640,49 |
| Stufe 6 |
3570,28 |
3708,02 |
Manteltarifvertrag
Es gibt noch einen weiteren Gehaltstarifvertrag als Arzthelferin, nach dem Du bezahlt werden kannst. Dieser sogenannte Manteltarifvertrag zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelfer und dem Verband medizinischer Fachberufe hat einen Tarif beschlossenen, der in vielen ambulanten Arbeitseinrichtungen gilt. Also beispielsweise in Arztpraxen, die nach dem Tarifvertrag zahlen.
Nach diesem Manteltarifvertrag erhältst Du zwischen rund 2.700 und 3.200 € im Monat in Tarifgruppe I. Du verdienst also etwa 8 bis 10 % weniger, als wenn Du ein Arzthelferin-Gehalt nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes erhalten würdest.
Auch hier gibt es Stufen, allerdings dauert es länger, von einer Stufe in die andere zu gelangen. Für die achte und letzte Stufe musst Du beispielsweise insgesamt mindestens 29 Jahre in dem Beruf tätig sein, die erste Stufe geht nicht nur ein Jahr lang, sondern bis zum vierten Berufsjahr. Zusätzlich erhältst Du dafür aber, egal in welcher Stufe Du eingeteilt bist, laut dem Tarifvertrag als Arzthelferin ein dreizehntes, volles Monatsgehalt, also ein hohes Weihnachtsgeld. Wenn Du Bereitschaftsdienst machst, wird dieser mit 60 % des normalen Stundenlohnes entlohnt, und wenn Du Dich in Rufbereitschaft befindest, werden laut dem Tarifvertrag als Arzthelferin 30 % dieser Zeit mit Deinem gewöhnlichen Stundenlohn entlohnt.
Wenn Du nur in Teilzeit arbeitest, wird diese Berechnungsformel für Dein Arzthelferin-Gehalt nach dem Manteltarifvertrag zu Grunde gelegt: Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung geteilt durch Stundenanzahl im Monat, mal Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung, mal 4,33 ergibt gleich das Bruttogehalt in Teilzeitbeschäftigung. Wenn Du in Vollzeit also beispielsweise 3.000 € bei 40 Stunden verdienen würdest, liegt Dein Gehalt als Arzthelferin in Teilzeit bei 20 Stunden in der Woche bei 1.623,75 €.
Erfolgsbeteiligung
Darüber hinaus erhalten laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland 16 % aller nach Tarif bezahlten Arzthelfer eine Erfolgsbeteiligung. Laut dem Zentralinstitut werden in Norddeutschland, im Westen Deutschlands, sowie in den südlichen Bundesländern 60 % aller neuen Arzthelferverträge nach einen der beiden Tarife abgeschlossen, in Ostdeutschland jedoch nur 47 %.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt einer Arzthelferin?
Wenn Du in einer staatlichen Einrichtung angestellt wirst, erhältst Du einen Verdienst als Arzthelferin von anfangs 2.928 € im Monat. Bei einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 38 Stunden hast Du dann also einen Stundenlohn als Arzthelferin von 19,26 €.
Wirst Du in einer privatgeführten Arztpraxis angestellt, die sich an den Manteltarifvertrag hält, kannst Du zu Beginn Deiner Karriere mit einem Arzthelferin-Gehalt von 2.700 € im Monat rechnen. Das macht einen Stundenlohn als Arzthelferin von 17,76 €.
Falls Du in einem privat geführten Betrieb anfängst, der nicht nach dem Manteltarifvertrag zahlt, kann es auch sein, dass Du ein geringeres Gehalt als Arzthelferin zu Beginn Deiner Laufbahn erhältst. Mindestens stehen Dir jedoch nach der gesetzlichen Mindestlohnregelung bei einer 38-Stunden-Woche rund 2.287 € Arzthelferin-Gehalt im Monat zu.
Welche Faktoren beeinflussen das Arzthelferin Gehalt?
Neben der Art des Tarifvertrages, beziehungsweise ob Du überhaupt nach einem Tarif bezahlt wirst oder nicht, haben auch andere Faktoren noch einen Einfluss auf die Höhe von Deinem Arzthelferin-Verdienst.
Gehalt nach Bundesland
In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen erhältst Du im Durchschnitt ein niedrigeres Gehalt als Arzthelferin als in den übrigen Bundesländern: zwischen 2.870 und 3.011 € erhältst Du in diesen Bundesländern im Osten von Deutschland. Laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland kommt das geringere Arzthelferin-Gehalt im Osten auch durch die Arbeitsverträge nach Tarif zu Stande. Im Osten gibt es demnach nämlich auch mit Tarif oft um 24 % weniger Weihnachtsgeld.
Im Saarland, in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und in Nordrhein-Westfalen liegt das mittlere Arzthelferin-Gehalt zwischen 3.190 und 3.654 € im Monat. Am meisten Gehalt als Arzthelferin gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hamburg: Bis zu 3.774 € erhältst Du dort.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Auch die Mitarbeiteranzahl von dem Unternehmen, bei dem Du beschäftigt bist, hat einen Einfluss auf Dein Gehalt als Arzthelferin. Je mehr Mitarbeiter das Unternehmen beschäftigt, desto höher fällt Dein Arzthelferin-Gehalt aus. In Krankenhäusern verdienst Du also tendenziell mehr als in Arztpraxen.
In kleinen Unternehmen erhältst Du etwa 1.000 € weniger Arzthelferin-Gehalt als in einem großen Unternehmen. Das macht einen Unterschied von rund 39 %! Auch wenn man das Gehalt als Arzthelferin von einem kleinen mit dem von einem mittelgroßen Unternehmen vergleicht, gibt es einen Unterschied von 22 %. Nicht ganz so groß ist die Gehaltsdifferenz zwischen einem mittleren und einem großen Unternehmen: In einem großen verdienst Du ein um etwa 14 % höheres Gehalt als Arzthelferin.
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Kleine Unternehmen |
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€2.571 |
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Mittlere Unternehmen |
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€3.124 |
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Große Unternehmen |
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€3.564 |
Gehalt nach Geschlecht
Die Daten zeigen, dass männliche Arzthelfer mehr verdienen als Frauen. Diese erhalten demnach ein durchschnittliches Gehalt von 3.606 € und Frauen bekommen 3.137 € im Monat. Laut dem Statistischen Bundesamt verdienen Männer sonst bei gleicher Arbeit, mit ähnlicher Qualifikation 18 % mehr als Frauen.
Im Schnitt verdienen Frauen 3.137 € pro Monat und Männer 3.606 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 15 % mehr als Frauen
Gehalt nach Betriebszugehörigkeit
Besonders in den ersten zehn Berufsjahren steigt Dein Verdienst als Arzthelferin stark an. Etwa 18 Prozent kann Dein Arzthelferin-Gehalt in diesem Zeitraum ansteigen, im Vergleich zu Deinem Verdienst als Arzthelferin am Anfang Deiner beruflichen Laufbahn. Danach steigt Dein Gehalt als Arzthelferin nur noch langsam an. Das liegt daran, dass Du je höher Deine Entgeltstufe nach Tarif ist, Du in dieser immer länger verweilen musst, um in die nächst höhere Stufe aufzusteigen.
Gehälter in ähnlichen Berufen