Einstiegsgehalt 
1.844
Durchschnittsgehalt 
2.422
Ø Stundenlohn
14
Ø Jahresgehalt
29.064
214
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Arzthelferin
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Was verdient eine Arzthelferin?

Das Arzthelferin-Gehalt liegt im Durchschnitt bei 2.029 Euro im Monat. Zu dieser Zahl kommt die Lohnspiegel-Erhebung von der Hans-Böckler-Stiftung. Bei einer Arbeitswoche von 38 Stunden ergibt dieses Arzthelferin-Gehalt einen Stundenlohn von 13,34 Euro.

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Öffentlicher Dienst

Falls Du in einem Betrieb des Öffentlichen Dienstes angestellt bist, wie beispielsweise in einem staatlichen Krankenhaus, dann wirst Du nach der Entgeltgruppe 5 von dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes bezahlt. Du erhältst dann je nachdem, wie viel Berufserfahrung Du bereits besitzt, von 2.249,11 Euro bis zu 2.864,67 Euro im Monat.

Wenn Du anfängst in dem Beruf zu arbeiten, wirst Du in Stufe eins eingeteilt, nach einem Jahr gelangst Du in Stufe zwei, nach zwei Jahren in Stufe zwei erreichst Du in der Regel Stufe drei. Bei überdurchschnittlich guter Leistung, kannst Du die jeweils höhere Stufe allerdings auch früher erreichen. Ansonsten kommst Du nach drei Jahren in Stufe drei in Stufe vier, nach vier Jahren dort, erreichst Du Stufe fünf, und die letzte, sechste Stufe, erreichst Du nach fünf Jahren in Stufe fünf.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Du ein Arzthelferin-Gehalt nach der Entgeltgruppe 6 erhältst. Dafür musst Du allerdings „schwierige Aufgaben“ übernehmen, oder aber andere Arzthelfer oder Beschäftigte allgemein unter Dir haben, mindestens zwei, beispielsweise als Stationsleiterin. Dann kannst Du mit einem Gehalt als Arzthelferin von 2.343,03 Euro, bis 2.988,53 Euro im Monat rechnen.

Arzthelferin Gehalt Entgeltgruppe 5 (EUR) Entgeltgruppe 6 (EUR)
Stufe 1 2249,11 2343,03
Stufe 2 2480,74 2586,00
Stufe 3 2598,39 2709.84
Stufe 4 2716,05 2827,51
Stufe 5 2802,74 2908,02
Stufe 6 2864,67 2988,53

Manteltarifvertrag

Es gibt noch einen weiteren Gehaltstarifvertrag als Arzthelferin, nach dem Du bezahlt werden kannst. Dieser sogenannte Manteltarifvertrag zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelfer und dem Verband medizinischer Fachberufe hat einen Tarif beschlossenen, der in vielen ambulanten Arbeitseinrichtungen gilt. Also beispielsweise in Arztpraxen, die nach dem Tarifvertrag zahlen.

Nach diesem Manteltarifvertrag erhältst Du zwischen rund 1.843,89 Euro und 2.422,47 Euro im Monat. Du verdienst also etwa 15 bis 18 Prozent weniger, als wenn Du ein Arzthelferin-Gehalt nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes erhalten würdest.

Auch hier gibt es Stufen, allerdings dauert es länger, von einer Stufe in die Andere zu gelangen. Für die fünfte und letzte Stufe musst Du beispielsweise insgesamt mindestens 17 Jahre in dem Beruf tätig sein, die erste Stufe geht nicht nur ein Jahr lang, sondern bis zum vierten Berufsjahr. Zusätzlich erhältst Du dafür aber, egal in welcher Stufe Du eingeteilt bist, laut dem Tarifvertrag als Arzthelferin ein dreizehntes, volles Monatsgehalt, also ein hohes Weihnachtsgeld. Wenn Du Bereitschaftsdienst machst, wird dieser mit 60 Prozent des normalen Stundenlohnes entlohnt, und wenn Du Dich in Rufbereitschaft befindest, werden laut dem Tarifvertrag als Arzthelferin 30 Prozent dieser Zeit mit Deinem gewöhnlichen Stundenlohn entlohnt.

Wenn Du nur in Teilzeit arbeitest, wird diese Berechnungsformel für Dein Arzthelferin-Gehalt nach dem Manteltarifvertrag zu Grunde gelegt: Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung geteilt durch Stundenanzahl im Monat, mal Wochenstundenzahlt der Teilzeitbeschäftigung, mal 4,33 ergibt gleich das Bruttogehalt in Teilzeitbeschäftigung. Wenn Du in Vollzeit also beispielsweise 2.000 Euro bei 40 Stunden verdienen würdest, liegt Dein Gehalt als Arzthelferin in Teilzeit bei 20 Stunden in der Woche bei 1.082,5 Euro.

Erfolgsbeteiligung

Darüber hinaus erhalten laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland 16 Prozent aller nach Tarif bezahlten Arzthelfer eine Erfolgsbeteiligung. Laut dem Zentralinstitut werden in Norddeutschland, im Westen Deutschlands, sowie in den südlichen Bundesländern 60 Prozent aller neuen Arzthelferverträge nach einen der Beiden Tarife abgeschlossen, in Ostdeutschland jedoch nur 47 Prozent.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt einer Arzthelferin?

Wenn Du in einer staatlichen Einrichtung angestellt wirst, erhältst Du einen Verdienst als Arzthelferin von anfangs 2.249,11 Euro im Monat. Bei einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 38 Stunden hast Du dann also einen Stundenlohn als Arzthelferin von 14,79 Euro.

Wirst Du in einer privatgeführten Arztpraxis angestellt, die sich an den Manteltarifvertrag hält, kannst Du zu Beginn Deiner Karriere mit einem Arzthelferin-Gehalt von 1.844 Euro im Monat rechnen. Das macht einen Stundenlohn als Arzthelferin von 12,13 Euro.

Falls Du in einem privat geführten Betrieb anfängst, der nicht nach dem Manteltarifvertrag zahlt, kann es auch sein, dass Du ein geringeres Gehalt als Arzthelferin zu Beginn Deiner Laufbahn erhältst. Mindestens stehen Dir jedoch nach der gesetzlichen Mindestlohnregelung bei einer 38-Stunden-Woche rund 1.421 Euro Arzthelferin-Gehalt im Monat zu.

Wie hoch ist das Gehalt in der Ausbildung zur Arzthelferin?

Im Durchschnitt bekommst Du während Deiner Ausbildung ein Arzthelferin-Gehalt von 803,33 Euro im Monat. Allerdings bekommst Du im ersten Lehrjahr fünf Prozent weniger, als im zweiten Lehrjahr, und knapp zehn Prozent weniger, als in dem letzten Ausbildungsjahr.

Nach dem Manteltarifvertrag zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelfer und dem Verband medizinischer Fachberufe erhältst Du im ersten Lehrjahr sogar ein Arzthelferin-Gehalt von 805 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr 850 Euro, und in dem dritten Jahr der Ausbildung 900 Euro monatlich.


Verdienst in der Ausbildung als Arzthelferin

Welche Faktoren beeinflussen das Arzthelferin Gehalt?

Neben der Art des Tarifvertrages, beziehungsweise ob Du überhaupt nach einem Tarif bezahlt wirst oder nicht, haben auch andere Faktoren noch einen Einfluss auf die Höhe von Deinem Arzthelferin-Verdienst.

Gehalt nach Bundesland

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen erhältst Du im Durchschnitt ein niedrigeres Gehalt als Arzthelferin, als in den übrigen Bundesländern: 2.388,40 Euro erhältst Du in diesen Bundesländern im Osten von Deutschland. Laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland kommt das geringere Arzthelferin-Gehalt im Osten auch durch die Arbeitsverträge nach Tarif zu Stande. Im Osten gibt es demnach nämlich auch mit Tarif um 24 Prozent weniger oft Weihnachtsgeld.

In Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, und in Schleswig-Holstein beträgt das mittlere Arzthelferin-Gehalt 2.858,80 Euro im Monat. Das sind also durchschnittlich 470,40 Euro monatlich mehr, als in den ostdeutschen Bundesländern. Am meisten Gehalt als Arzthelferin gibt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, und in Nordrhein-Westfalen: Circa 3.184,66 Euro erhältst Du dort durchschnittlich. Das sind 796,26 Euro mehr, als in den am schlechtesten bezahlten Bundesländern, und immer noch 325,86 Euro mehr im Monat, als in den Bundesländern mit dem mittleren Arzthelferin-Gehalt.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Auch die Mitarbeiteranzahl von dem Unternehmen, bei dem Du beschäftigt bist, hat einen Einfluss auf Dein Gehalt als Arzthelferin. Je mehr Mitarbeiter das Unternehmen beschäftigt, desto höher fällt Dein Arzthelferin-Gehalt aus. In Krankenhäusern verdienst Du also tendenziell mehr, als in Arztpraxen.

In kleinen Unternehmen erhältst Du etwa 1.358 Euro weniger Arzthelferin-Gehalt, als in einem großen Unternehmen. Das macht einen Unterschied von rund 39 Prozent! Auch wenn man das Gehalt als Arzthelferin von einem kleinen mit dem von einem mittelgroßen Unternehmen vergleicht, gibt es einen Unterschied von 26 Prozent. Nicht ganz so groß ist die Gehaltsdifferenz zwischen einem mittleren und einem großen Unternehmen: In einem großen verdienst Du ein um etwa 18 Prozent höheres Gehalt als Arzthelferin.

Kleine Unternehmen
€2.104
Mittlere Unternehmen
€2.840
Große Unternehmen
€3.462

Gehalt nach Geschlecht

Die Lohnspiegel-Erhebung von der Hans-Böckler-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass männliche Arzthelfer nur 3,4 Prozent mehr verdienen, als Frauen. Diese erhalten demnach bei einer 38-Stunden-Woche ein durchschnittliches Gehalt von 2.030 Euro, und Frauen bekommen 1.961 Euro im Monat. Damit liegt der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern um 2,6 Prozent niedriger, als durchschnittlich in allen Berufen. Laut dem Statistischen Bundesamt verdienen Männer sonst bei gleicher Arbeit, mit ähnlicher Qualifikation sechs Prozent mehr, als Frauen.

Andere Statistiken, die bereits Sonderzahlungen, Nachtzuschläge, Bonuszahlungen usw. berücksichtigt haben, ermitteln einen Gehaltsunterschied von 21 Prozent.

Im Schnitt verdienen Frauen 2.823 € pro Monat und Männer 3.408 € pro Monat. Damit verdienen Männer durchschnittlich 21% mehr als Frauen

Gehalt nach Berufserfahrung

Besonders in den ersten zehn Berufsjahren steigt Dein Verdienst als Arzthelferin stark an. Etwa 22 Prozent kann Dein Arzthelferin-Gehalt in diesem Zeitraum ansteigen, im Vergleich zu Deinem Verdienst als Arzthelferin am Anfang Deiner beruflichen Laufbahn. Danach steigt Dein Gehalt als Arzthelferin nur noch langsam an. Das liegt daran, dass Du je höher Deine Entgeltstufe nach Tarif ist, Du in dieser immer länger verweilen musst, um in die nächst höhere Stufe aufzusteigen.

Gehälter in ähnlichen Berufen

Im Vergleich zu einem Arzt bekommst Du etwa 4.680 Euro weniger im Monat. Ein Psychologe erhält immer noch etwa 2.058 Euro monatlich mehr, als Du als Arzthelferin. Auch andere medizinische Ausbildungsberufe, werden in der Regel besser bezahlt, als Arzthelfer. Ein Physiotherapeut bekommt circa 363 Euro mehr, ein Logopäde 341 Euro, und ein Heilpraktiker erhält durchschnittlich 258 Euro mehr Gehalt, als das Arzthelferin-Gehalt.