Anzahl Stipendien
4
Auslandsstipendien
Ja
Zielgruppen
Bachelor, Master, Promotion

Estnische Regierung : Alle Informationen im Überblick

Estlands Bevölkerung ist sehr vielfältig – die nur 1,3 Millionen Einwohner haben estnische, russische, ukrainische, weißrussische und finnische Wurzeln. Auch die Deutschen haben historisch bedingt bis zum 19. Jahrhundert einen Einfluss auf die estnische Kultur gehabt. Erst seit 1991 ist das Land von der damaligen Sowjetunion unabhängig. Trotz dieser ethnischen Vielfalt und bewegten Geschichte kommen nicht einmal 3% der 50.000 Studenten in Estland aus dem Ausland.

Dabei gibt es viele Gründe, die für ein Studium in Estland oder zumindest einen Auslandsaufenthalt sprechen. Dazu gehören die Stipendien, die die estnische Regierung an ausländische Studenten vergibt. Vor allem Forscher und Promovierende haben gute Chancen, mit mehreren hundert Euro monatlich für bis zu 10 Monate gefördert zu werden. Die Lebenshaltungskosten sind in Estland ähnlich hoch wie in Westeuropa. Viele Hochschulen bieten zudem Wohnheimplätze an.

Das Studium in estnischer Sprache ist grundsätzlich gebührenfrei. Für einen der 130 englischsprachigen Studiengänge fallen hingegen Studiengebühren an. Zur Auswahl stehen den Studenten und Nachwuchswissenschaftlern insgesamt 23 Hochschulen in ganz Estland: sieben Universitäten (fast alle staatlich), 16 Fachhochschulen und zwei berufspraktische Institutionen. Die größte Universität ist mit 13.400 Studenten die in Tartu. Insgesamt bestehen 180 deutsch-estnische Hochschulpartnerschaften.

Estland ist ein vielfältiges Land, dessen Fläche zu 50% aus Wald besteht, das aber gleichzeitig einer der Vorreiter in Sachen Digitalisierung ist. Viele Verwaltungsprozesse laufen online ab, es gibt eine große Start-Up-Szene und fast überall kostenloses WLAN. Das Projekt studyinestonia bietet internationalen Studenten sogar eine eigene App mit wichtigen Infos zum Studium. Einen Nebenjob dürfen Studenten aus dem Ausland problemlos ausführen – das Land ist also besonders interessant für diejenigen, die schon während des Studiums z.B. in der IT-Branche Berufserfahrung sammeln wollen. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Bio- und Umwelttechnologien sowie der Materialforschung. Über 50% der Ingenieur- und Naturwissenschaftler sind inzwischen Frauen.

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