Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) unterstützt internationale Studierende, die für ihr Masterstudium nach Deutschland kommen, mit einem Grundstipendium von bis zu 992 € pro Monat. Dazu kommen eine Studienkostenpauschale von 300 € pro Monat und gegebenenfalls Zuschläge, etwa für die Krankenversicherung oder die Kinderbetreuung. Die Förderung läuft über die Regelstudienzeit, also rund 24 Monate, und kann in begründeten Fällen verlängert werden. Das Geld stellt das Auswärtige Amt bereit.
Die RLS bietet auch ein Stipendium für inländische Studierende und das Programm Lux like an. Du kannst Dich nur für eines der drei Programme bewerben. Nicht gefördert werden ein zweites Vollstudium, ein Teilzeit- oder berufsbegleitendes Studium, ein Meisterschülerstudium, Auslandsaufenthalte und ein Fachwechsel im Master.
Auch EU-Bürger können sich bewerben. Bevorzugt werden Bewerber aus Entwicklungs- und Schwellenländern (Länderliste des Entwicklungsministeriums), die bei der Bewerbung noch in ihrem Heimatland leben.
Für die Sprachkenntnisse und die Aufenthaltsdauer gibt es Ausnahmen: Hast Du zum Bewerbungsschluss noch kein B2-Zeugnis, reicht ein B1-Zeugnis zusammen mit der Anmeldung zu einem B2-Kurs, der gerade läuft oder bald beginnt. Die Grenze von 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland gilt nicht, wenn Du hier schon studiert hast, zum Beispiel im Bachelor, oder Dich gezielt auf das Studium vorbereitet hast.
Die RLS steht der Partei DIE LINKE nahe. Sie organisiert Workshops, Seminare, Sommerschulen, Arbeitskreise, Treffen und Coachings. Dabei begleiten Dich Vertrauensdozenten, also Hochschullehrer, die mit der Stiftung zusammenarbeiten. Von Dir wird erwartet, dass Du die Angebote aktiv nutzt. Das Einführungsseminar ist für alle neuen Stipendiaten verpflichtend.
Du bewirbst Dich ausschließlich über das Online-Portal der RLS und lädst dort Deine Unterlagen als PDF hoch. Eine Bewerbung per Post oder E-Mail ist nicht möglich. Es gibt eine Bewerbungsrunde pro Jahr: Das Portal öffnet im August, Bewerbungsschluss ist im Herbst.
Das Studienwerk prüft zunächst, ob Du die formalen Voraussetzungen erfüllst, und trifft eine Vorauswahl. Die Mitglieder des Auswahlausschusses bestätigen diese online. Kommst Du weiter, führt ein Vertrauensdozent ein Gespräch mit Dir. Die Einladungen kommen meist zwischen Mitte November und Mitte Januar. Individuelle Terminwünsche werden nicht berücksichtigt. Das Gesprächsprotokoll gibt den Ausschlag für die Auswahl.
Eine erste Rückmeldung bekommst Du ab etwa Anfang Dezember, Absagen kommen rund drei Monate nach Bewerbungsschluss. Endgültig entscheidet Anfang März der Auswahlausschuss. Ihm gehören Vertrauensdozenten, aktuelle und ehemalige Stipendiaten sowie Vertreter der Stiftung an.
Planst Du Dein Masterstudium in Deutschland, findest Du im Überblick Begabtenförderungswerke einen Vergleich der staatlich anerkannten Förderwerke – inklusive der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.