Mit den Promotionsstipendien aus der Landesgraduiertenförderung (LGF M-V) bekommst Du 1.500 € monatlich für Deine Promotion an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern vergibt die Stipendien aus Landesmitteln. Die Förderung läuft drei Jahre und kann in begründeten Ausnahmefällen um höchstens sechs Monate verlängert werden. Hast Du Kinder, bekommst Du zusätzlich 150 € monatlich für das erste Kind und 100 € für jedes weitere. Das Stipendium ist steuerfrei.
Nebenher darfst Du bis zu zehn Stunden pro Woche in Forschung und Lehre an der Hochschule arbeiten oder bis zu fünf Stunden einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen. Brauchst Du für Deine Promotion einen längeren Auslandsaufenthalt, kannst Du das Stipendium mit einem Aufstockungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) kombinieren.
Während der Förderung reichst Du einen Zwischenbericht mit einer Stellungnahme Deines Betreuers ein, in der Regel nach etwa 18 Monaten. Nach dem Ende weist Du nach, dass Du Deine wissenschaftliche Arbeit eingereicht hast. Hast Du bis dahin noch nicht abgegeben, musst Du bis zu drei Jahre lang jährlich berichten.
Du bewirbst Dich selbst mit dem Antragsformular der jeweiligen Ausschreibung. Den Antrag schickst Du an die Verwaltung Deiner Hochschule, nicht an das Ministerium. Zuständig sind die einzelnen Hochschulen im Land, etwa die Universität Rostock oder die Universität Greifswald.
Die Hochschulen schreiben die Stipendien in der Regel einmal pro Semester aus. Die Förderung beginnt zum 1. April oder zum 1. Oktober. Die Bewerbungsphase liegt im Mai/Juni für das Wintersemester und im November/Dezember für das Sommersemester; an anderen Hochschulen kann das abweichen.
Das Auswahlverfahren hat zwei Stufen und umfasst ein Auswahlgespräch. Über die Vergabe entscheidet eine Kommission Deiner Hochschule. Ihr gehören die Hochschulleitung, mehrere Professoren, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und ein Vertreter der Studierenden oder Doktoranden an.
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.