Mit dem Doktorandenprogramm der Fulbright-Kommission verbringst Du vier bis sechs Monate an einer US-Hochschule oder einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung, um Dein Promotionsthema fachlich zu vertiefen. Du bekommst 2.400 € monatlich für maximal sechs Monate. Reisen Angehörige mit, zahlt die Kommission Zuschläge: 276 € für den Partner, 400 € für das erste Kind und 100 € für jedes weitere.
Dazu kommen eine Kranken- und Unfallversicherung über das Fulbright-eigene Programm sowie ein gebührenfreies J-1-Visum. Die Kommission hilft Dir beim Visumantrag. Du wirst außerdem Teil des internationalen Fulbright-Netzwerks und nimmst am Fulbright Berlin Seminar teil, einem mehrtägigen Treffen mit anderen Stipendiaten.
Die Kommission ermutigt Dich ausdrücklich zur Bewerbung, wenn Du als Erster in Deiner Familie studiert hast oder Dein Studium oder Deine Promotion selbst finanzierst. Sie bevorzugt Bewerber, die in Deutschland leben und forschen. Lebst Du im Ausland, solltest Du begründen, wie Dein Vorhaben die Wissenschaft in Deutschland stärkt.
Du bewirbst Dich über das Online-Portal der Fulbright-Kommission. Die Bewerbungsphase liegt im Herbst.
Die Kommission prüft zunächst, ob Du die formalen Voraussetzungen erfüllst, und trifft dann anhand Deiner Unterlagen eine Vorauswahl. Kommst Du weiter, lädt sie Dich zu einem Online-Interview ein. Die Gespräche finden meist im Januar statt. Die Ergebnisse gibt die Kommission ab dem Frühjahr bekannt.
Nach dem Programm musst Du für mindestens zwei Jahre in Dein Heimatland zurückkehren, bevor Du bestimmte US-Visa erneut beantragen kannst (Two-Year Home-Country Residency Requirement).
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.