Geologe: Ausbildung & Beruf

6 Semester Bachelorkein NC an fast allen Unis23.000 Erwerbstätige5.393 € mittleres Gehalt
5Freie Jobs als Geologe in unserer Jobbörse
AnzeigeVerdiene Geld mit Deiner MeinungYouGov*Kostenlos · kurze Umfragen, nur mit E-Mail
  • Bezahlte Online-Umfragen: Du bestimmst selbst, wann Du mitmachst
  • Für die Anmeldung brauchst Du nur Deine E-Mail-Adresse
  • Neben Schule, Ausbildung oder Job möglich

Jetzt anmelden ›Kostenlos und unverbindlich

Inhalt13 Abschnitte
  1. Wie wird man Geologe?
  2. Welche Voraussetzungen brauchst Du?
  3. Wo kannst Du Geologie studieren?
  4. Gibt es eine Ausbildung zum Geologen?
  5. Kann man ohne Abitur Geologe werden?
  6. Wie geht es nach dem Studium weiter?
  7. Was macht ein Geologe?
  8. Wo arbeiten Geologen?
  9. Welche Spezialisierungen gibt es?
  10. Was verdient ein Geologe?
  11. Wie sind die Berufsaussichten?
  12. Passt der Beruf zu Dir?
  13. Weiter zu Studium und Gehalt

Geologen sind Naturwissenschaftler, die erforschen, wie die Erde aufgebaut ist und wie Gesteine entstehen. Im Beruf prüfen sie vor allem den Untergrund: ob er ein Bauwerk trägt, wo Grundwasser fließt und wo Rohstoffe oder Erdwärme stecken.

Wie wird man Geologe?

Geologe wirst Du über ein Studium: meist ein Bachelor in Geowissenschaften oder Geologie an einer Universität, danach oft ein Master mit Schwerpunkt, etwa Hydrogeologie oder Ingenieurgeologie. Geschützt ist die Bezeichnung Geologe nicht, ohne abgeschlossenes Studium der Geowissenschaften stellt Dich aber kaum ein Arbeitgeber ein. Für Spezialaufgaben und Leitung brauchst Du laut Bundesagentur für Arbeit meist den Master, für die Forschung oft die Promotion. Diese drei Wege führen ins Studium:

Dein Weg in 4 Schritten

  1. vor dem StudiumHochschulreifeMeist das Abitur. Die Fachhochschulreife reicht für die TH in Bochum, ohne beides geht es mit Meister, Techniker oder Ausbildung plus Berufspraxis.
  2. 6 SemesterBachelorGeowissenschaften, Geologie oder Angewandte Geologie, mit Gelände, Labor und Praktikum. Tatsächlich dauert er im Mittel 7,7 Semester.
  3. meist 4 SemesterMastermit Schwerpunkt, zum Beispiel Hydrogeologie, Ingenieurgeologie oder Rohstoffe. In den Naturwissenschaften studieren fast 80 % nach dem Bachelor weiter.
  4. danachEinstieg oder PromotionIngenieurbüro, Amt, Rohstoff- und Energiefirma oder Promotion für die Forschung, im Schnitt in 4,6 Jahren.
Kurz beantwortet
Was braucht man, um Geologe zu werden?Ein Studium der Geowissenschaften, meist mit MasterDazu Freude an Mathe, Physik und Chemie, Englisch für die Fachliteratur und Lust auf Arbeit im Gelände.
Wie lange dauert es?Rund 5 Jahre bis zum MasterBachelor 6 und Master 4 Semester laut Studienordnung. Wer forschen will, hängt die Promotion an.
Gibt es eine Ausbildung zum Geologen?Nein, nur ein StudiumNah dran sind Ausbildungen wie Brunnenbauer oder Baustoffprüfer. Mehr dazu weiter unten.
Darf sich jeder Geologe nennen?Ja, der Beruf ist nicht reglementiertArbeitgeber verlangen trotzdem ein abgeschlossenes Studium. Mit einem Abschluss aus dem Ausland brauchst Du keine Anerkennung.
Gibt es noch den Diplom-Geologen?Nein, heute studierst Du Bachelor und MasterDie Unis haben auf die gestuften Abschlüsse umgestellt.
Was heißt Geologe auf Englisch?geologistSo steht es als englische Berufsbezeichnung bei der Bundesagentur für Arbeit.
Stellenangebote für Geologen
Aktuelle Anzeigen aus unserer Jobbörse, vor allem aus Ingenieur- und Umweltbüros
YouGov
Verdiene Geld mit Deiner Meinung
YouGov* · kostenlos

Mit kurzen Umfragen verdienst Du nebenbei etwas dazu. Kostenlos, nur mit Deiner E-Mail-Adresse.

Jetzt anmelden

Welche Voraussetzungen brauchst Du?

Für das Studium brauchst Du die Hochschulreife, eine bestimmte Abiturnote verlangen fast keine Unis. Einen Numerus clausus musst Du kaum fürchten. Wichtiger ist, ob Dir Naturwissenschaften und die Arbeit draußen liegen:

Das brauchst Du für das Studium
SchulabschlussAbitur, je nach Hochschule auch fachgebundene HochschulreifeAn der TH Georg Agricola in Bochum reicht die Fachhochschulreife.
NC28 von 29 Bachelor in Geowissenschaften und Geologie sind zulassungsfreiNur eine private Uni wählt selbst aus. Einen NC hatte keiner der Studiengänge.
SchulfächerMathe, Physik, Chemie, dazu Erdkunde, Biologie und EnglischDiese Fächer nennt die Bundesagentur für Arbeit als hilfreich für das Studium.
Englischgut lesen könnenFachliteratur ist oft englisch, manche Master unterrichten ganz auf Englisch. Einige Unis verlangen einen Nachweis.
Fitnessrobuste Gesundheit für die Arbeit im GeländeDu arbeitest bei Wind und Wetter, oft gebückt oder kniend, und musst Gelände gut überblicken können.

Ist Geologie ein schweres Studium?

Leicht ist es nicht. Am Anfang stehen viel Mathe, Physik und Chemie, erst danach geht es richtig um Gesteine. Die Zahlen:

60 %
Studienabbruch
im Uni-Bachelor Physik und Geowissenschaften, Abschlussjahrgang 2020
35 %
über alle Fächer
im Uni-Bachelor, zum Vergleich
7,7 Semester
statt 6
so lange dauert der Bachelor Geowissenschaften im Mittel
Quellen: DZHW Brief 05/2022, Tabelle A1 (eine Quote nur für die Geowissenschaften gibt es nicht); Statistisches Bundesamt, Prüfungsjahr 2024

Dein Weg in die Geologie

Wir schicken Dir Stipendien, andere Finanzierungsmöglichkeiten, Hochschulen und Jobangebote per E-Mail.

  • Einladungen zu Karriere-Events bekannter Arbeitgeber
  • Stipendien und Förderprogramme
  • Praktika und Trainee-Programme
  • Gratis-Aktionen und Geld-Angebote

Kostenlos. Du bekommst zuerst eine E-Mail zum Bestätigen, abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick.

Wo kannst Du Geologie studieren?

Geologie studierst Du an Universitäten, praxisnah mit Fachhochschulreife auch an der TH Georg Agricola in Bochum. Die meisten Bachelor heißen Geowissenschaften, nur wenige Geologie. Auf Geologie spezialisierst Du Dich dann im Lauf des Studiums oder im Master. Eine Auswahl, Stand Oktober 2026:

HochschuleStudiengangDas ist besonders
FU BerlinGeologische Wissenschaften, B.Sc., 6 SemesterStart im Winter, zuletzt zulassungsfrei, Berufspraktikum im Studium
Uni HamburgGeo­wissen­schaften, B.Sc., 6 Semesterzulassungsfrei, Start im Winter, Kartierübung und Pflichtpraktikum im 5. Semester
LMU und TU MünchenGeo­wissen­schaften, B.Sc., 6 Semestergemeinsamer Studiengang beider Unis, Start nur im Winter, Einschreibung an der TU
Uni GöttingenGeo­wissen­schaften, B.Sc., 6 Semesterzulassungsfrei, Start im Winter und im Sommer
Uni TübingenGeo­wissen­schaften, B.Sc., 6 Semesterzulassungsfrei, mindestens 20 Tage Exkursionen
Uni HalleAngewandte Geo­wissen­schaften, B.Sc., 6 Semesterohne NC, Gelände­übungen auch in unwegsamem Gelände, Probestudium ohne Abitur möglich
TH Georg Agricola BochumGeotechnik und Angewandte Geologie, B.Sc., 6 SemesterFach­hoch­schul­reife reicht, Start im Winter und Sommer, auch mit Ausbildung im Praxisverbund

Quellen: Studiengangsseiten und Ordnungen von FU Berlin, Uni Hamburg, LMU München, Uni Göttingen, Uni Tübingen, Uni Halle und TH Georg Agricola; Hochschulkompass; Stand Oktober 2026.

Mehr Hochschulen, Master und Inhalte findest Du in den Artikeln Geologie-Studium und Geowissenschaften-Studium.

Was lernst Du im Studium?

Das erwartet Dich
GrundlagenMathe, Physik und ChemieSie stehen vor allem am Anfang und sind für viele die größte Hürde.
Gesteine und ErdgeschichteMinerale bestimmen, Schichten lesenDazu kommen Tektonik, Geochemie und die Fossilien als Zeitmarker.
GeländeKartieren und ExkursionenDu zeichnest selbst geologische Karten und bist bei jedem Wetter draußen.
PraxisPflichtpraktikum in vielen StudiengängenIn Hamburg zum Beispiel ein Berufspraktikum im 5. Semester, in Halle ein Praktikum über 10 Leistungspunkte.

Gibt es eine Ausbildung zum Geologen?

Nein, Geologe ist ein Studienberuf. Nah dran bist Du mit einer dualen Ausbildung, die Dir später sogar den Weg ins Studium öffnen kann. Einen Ausbildungsberuf wie Geologielaborant gibt es nicht. Mit diesen Berufen arbeitest Du aber direkt am Untergrund, oft zusammen mit Geologen:

BerufWas Du machstDauer und Geld
Brunnenbauerbohrst nach Grundwasser und Erdwärme, baust Brunnen und Grundwasser­mess­stellen3 Jahre dual, im Baugewerbe 1.122 € bis 1.610 € im Monat
Baustoff­prüferprüfst Böden, Fels und Baustoffe und bohrst, um die Tragfähigkeit des Baugrunds zu bestimmen3 Jahre dual, in Ingenieurbüros 857 € bis 1.325 € im Monat
Bergbau­technologe Tief­bohr­technikbohrst je nach Gestein mit verschiedenen Verfahren in die Tiefe und machst geotechnische Messungen3 Jahre dual, Beispiel Baugewerbe 1.122 € bis 1.610 €
Techniker Geologie­technikuntersuchst Lagerstätten für Kies, Sand und Ton, Grundwasser und Altlasten2 Jahre Fachschule in Vollzeit, nach Ausbildung und Berufspraxis

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Brunnenbauer/in, Baustoffprüfer/in, Bergbautechnologe/-technologin - Tiefbohrtechnik, Techniker/in - Geologietechnik); Vergütung je nach Tarif und Ausbildungsjahr, Stand 2026.

Ausbildung und Studium verbinden

An der TH Georg Agricola in Bochum geht beides zusammen. Du beginnst eine Ausbildung, etwa als Brunnenbauer oder Spezialtiefbauer, und hast den Studienplatz in Geotechnik und Angewandte Geologie von Anfang an sicher. Im letzten Lehrjahr greifen Ausbildung und Studium ineinander, deshalb dauert beides zusammen kürzer. Während des Studiums bleibst Du bei Deinem Betrieb angestellt, bekommst weiter Gehalt und arbeitest dort in den Semesterferien. Am Ende hast Du zwei Abschlüsse. Studiengebühren verlangt die Hochschule nicht, nur den Semesterbeitrag.

Kann man ohne Abitur Geologe werden?

Ja, über den Beruf: Mit Ausbildung und Berufserfahrung kannst Du auch ohne Abitur Geowissenschaften studieren. Die Grundregeln hat die Kultusministerkonferenz 2009 für alle Länder festgelegt:

So kommst Du ohne Abitur ins Studium
Mit Meister oder TechnikerDu darfst jedes Fach studieren.Nah an der Geologie ist der Techniker für Geologietechnik. Er öffnet laut Bundesagentur für Arbeit zum Beispiel ein Studium der Geotechnologie.
Mit Ausbildung und BerufserfahrungDu darfst ein passendes Fach studieren.Du brauchst mindestens 2 Jahre Ausbildung in einem verwandten Bereich und 3 Jahre Berufspraxis, dazu eine Eignungsprüfung oder ein Probestudium von einem Jahr.
Beispiel Uni HalleProbestudium in Angewandte GeowissenschaftenMit Ausbildungsnote 2,5 oder besser und 3 Jahren Arbeit im Fach. Wer nach zwei Semestern die Hälfte der Leistungspunkte schafft, bleibt eingeschrieben.
Mit Fachhochschulreifean der TH Georg AgricolaDort reicht sie für Geotechnik und Angewandte Geologie. Auch beruflich Qualifizierte können sich bewerben.
Welche Ausbildung passt?Das entscheidet die Hochschule.Die Länder dürfen weitergehende Regeln treffen. Frag vorher bei der Studienberatung nach.

Wie geht es nach dem Studium weiter?

Nach dem Master gehst Du in den Beruf oder promovierst. Später kannst Du Dich als Sachverständiger zulassen lassen. Viele steigen nach dem Master direkt in einem Ingenieurbüro oder einem Amt ein. Mit Berufserfahrung kommen dann Zulassungen und Titel dazu:

  1. im Schnitt 4,6 JahrePromotion, wenn Du forschen willstIn DFG-Projekten der Geologie bekommen Doktoranden meist bis zu 75 % einer Stelle in Entgeltgruppe 13, zum Start rund 3.570 € brutto monatlich.
  2. nach 5 Jahren PraxisSachverständiger für Boden und AltlastenIn Bayern brauchst Du dafür ein Studium und mindestens 5 Jahre Praxis, davon 3 eigenverantwortlich. Die Zulassung gilt 5 Jahre und kostet 2.425 € je Sachgebiet.
  3. nach 8 JahrenTitel European GeologistDen europäischen Fachtitel bekommst Du mit geowissenschaftlichem Abschluss, mindestens 8 Jahren Berufserfahrung und regelmäßiger Weiterbildung.
  4. jederzeitSelbstständig machenals Gutachter oder Berater für Unternehmen, Behörden und Verbände

Quellen: Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2025; DFG-Vordruck 55.02; TV-L ab 01.04.2026; Bayerisches Landesamt für Umwelt (VSU); Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler; BERUFENET.

Kontakte knüpfst Du am besten schon im Studium. Die Deutsche Geologische Gesellschaft hat mehr als 3.600 Mitglieder und gibt Studierenden Reisebeihilfen für Tagungen, Exkursionen und Kurse. Ab dem Bachelor kannst Du Dich mit BAföG und Stipendien wie dem Deutschlandstipendium finanzieren.

Was macht ein Geologe?

Ein Geologe untersucht Boden, Gestein und Grundwasser und sagt, was der Untergrund trägt und was in ihm steckt. Wie Dein Alltag aussieht, hängt stark vom Arbeitgeber ab. Typisch sind diese Aufgaben:

So sieht Dein Alltag aus
Baugrund prüfenBevor eine Straße, ein Tunnel, eine Brücke oder eine Deponie gebaut wird, prüfst Du den Untergrund.Du nimmst Bodenproben, lässt Bohrungen machen und sagst im Gutachten, ob und wie gebaut werden kann.
Grundwasser erkundenDu findest heraus, wo Grundwasser fließt und wie sauber es ist.Dafür nimmst Du Proben an Messstellen und zeichnest Pläne, die zeigen, wie hoch das Grundwasser steht.
Altlasten bewertenDu prüfst, ob ein Grundstück mit Schadstoffen belastet ist.Die Messwerte wertest Du in Tabellen aus und schreibst ein Gutachten für Eigentümer oder Behörden.
Rohstoffe und Erdwärme suchenDu erkundest Lagerstätten von Erzen, Sand und Kies, Erdöl und Erdgas oder für Geothermie.Mit Messungen und 3-D-Modellen schätzt Du ab, wie viel sich lohnt zu fördern.
Bohrungen begleitenFür geologische Untersuchungen gelten Fristen.Sie müssen spätestens zwei Wochen vor Beginn der Behörde gemeldet werden, Arbeiten bis ins Grundwasser schon einen Monat vorher.
Forschen und lehrenAn Unis und Instituten erforschst Du, wie die Erde entstanden ist und sich verändert.Du schreibst Anträge, veröffentlichst Fachartikel und hältst Vorlesungen.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Du wechselst zwischen Gelände, Labor und Büro. Draußen arbeitest Du bei Kälte, Hitze und Nässe, mit Geologenhammer, Kompass und Bohrstock, manchmal in unwegsamem Gelände und länger weg von zu Hause. Im Labor untersuchst Du Proben und Bohrkerne, am Computer erstellst Du Karten mit Geoinformationssystemen und schreibst Gutachten. Die Arbeitszeiten können unregelmäßig sein, etwa je nach Wetter und Licht. Wie lange eine Erkundung dauern kann, zeigt eine Bohrung des Geologischen Dienstes NRW: 71 Tage, bis 802 Meter Tiefe erreicht waren.

Wo arbeiten Geologen?

Zwei von drei Geologen arbeiten bei Dienstleistern wie Ingenieur- und Gutachterbüros, die übrigen vor allem in Ämtern, an Hochschulen und in der Industrie. So verteilen sich die 5.079 angestellten Geologen mit Vollzeitstelle:

Wo Geologen angestellt sind
sozialversicherungspflichtig in Vollzeit, Deutschland 2025
Dienstleisterdarunter Ingenieur- und Gutachterbüros3.380
Verwaltung, Bildung, GesundheitÄmter, Hochschulen, Institute812
Industrie ohne BauBergbau, Rohstoffe, Energie563

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2025, Geologie auf Expertenebene; Beamte sind nicht mitgezählt.

ArbeitgeberWas Du dort machst
Ingenieur- und GutachterbürosBaugrund, Altlasten, Grundwasser
Untersuchungen und Gutachten für Bauherren, Firmen und Behörden
Geologische DiensteDen Untergrund kartieren und Daten sammeln
Die Bundesanstalt für Geo­wissen­schaften und Rohstoffe in Hannover hat rund 800 Beschäftigte und ist auch Erdbebendienst des Bundes. Dazu kommen die Landesämter, etwa in Niedersachsen und NRW.
EndlagersucheEinen sicheren Ort für Atommüll finden
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung hat rund 2.400 Beschäftigte. Das Gesetz strebt einen Standort bis 2031 an, die Gesellschaft selbst hält einen Abschluss 2046 für möglich.
Rohstoffe und EnergieLagerstätten erkunden
Sand, Kies und Erze, Öl und Gas, immer öfter Erdwärme
Wasserwirtschaft und PlanungWasser schützen, Flächen planen
in Wasserwirtschafts- und Stadtplanungsämtern
Hochschulen und InstituteForschung und Lehre
meist mit Promotion und befristeten Verträgen
SelbstständigGutachten und Beratung
für Unternehmen, Behörden, Verbände oder Forschung

Quellen: BERUFENET Geologe/Geologin; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe; Bundesgesellschaft für Endlagerung (Diskussionsvorschlag vom 30.01.2025); Standortauswahlgesetz § 1; Stand Oktober 2026.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du spezialisierst Dich auf einen Teil des Untergrunds oder auf eine Methode. Die Richtung wählst Du meist im Master. Die Fachgebiete der Geologie:

SpezialisierungWorum es geht
HydrogeologieGrundwasser finden, schützen und nutzen
IngenieurgeologieBaugrund für Tunnel, Brücken, Straßen und Deponien beurteilen
Umweltgeologiebelastete Böden und Altlasten untersuchen und sanieren
LagerstättenkundeRohstoffe wie Erze, Kies, Öl und Gas aufspüren und bewerten
GeothermieErdwärme aus dem Untergrund zum Heizen und für Strom nutzen
Mineralogie und PetrologieMinerale und Gesteine bestimmen und ihre Entstehung klären
SedimentologieAblagerungen wie Sand, Ton und Kalk und ihre Schichten deuten
Tektonikdie Bewegung von Erdplatten, Gebirgsbildung und Erdbeben
Geochemiedie chemische Zusammensetzung von Gestein und Wasser
PaläontologieFossilien, also Reste von Lebewesen der Vorzeit, auch zur Datierung von Schichten
Meeresgeologieden Meeresboden und seine Ablagerungen erforschen

Eigene Berufe neben dem Geologen sind laut Bundesagentur für Arbeit unter anderem Geophysiker, Mineraloge, Geoökologe, Hydrologe und Paläontologe.

Was verdient ein Geologe?

Als Geologe verdienst Du im Mittel 5.393 € brutto im Monat. Einstiegsgehalt, Gehalt nach Abschluss, Bundesland und Unternehmensgröße findest Du im Artikel Geologe-Gehalt.

Wie sind die Berufsaussichten?

Ordentlich, aber kein Selbstläufer: Arbeitgeber suchen lange, gleichzeitig gab es 2025 weniger gemeldete Stellen. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet in der Berufsgruppe Geologie, Geografie und Meteorologie bis 2040 mehr Erwerbstätige. Schon 2023 brauchten Arbeitgeber dort überdurchschnittlich lange, um eine Stelle zu besetzen.

23.000
Erwerbstätige
in Geografie, Geowissenschaften und Meteorologie, 2025
knapp 900
Arbeitslose
suchten 2025 eine Stelle in diesen Berufen
knapp 300
offene Stellen
im Monatsschnitt bei der Arbeitsagentur, Neumeldungen 20 % weniger als 2024
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademikerinnen und Akademiker, August 2026

Rückenwind kommt von der Wärmewende. Der Bund will bis 2030 mindestens 100 zusätzliche Projekte der tiefen Geothermie anstoßen, Ende 2025 hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das den Ausbau beschleunigen soll. Für die Erkundung des Untergrunds braucht es Geologen. Dazu kommt der Generationswechsel: 19 % der Geologen mit Vollzeitstelle sind 55 oder älter.

Kurz beantwortet
Sind Geowissenschaftler gefragt?Ja, aber nicht überallArbeitgeber suchen lange nach Fachkräften, in unserer Jobbörse vor allem in Hydro- und Ingenieurgeologie. In der Forschung sind feste Stellen knapp.
Wo finde ich Stellen?In unserer Jobbörse oben und in FachbörsenDie Bundesagentur für Arbeit nennt unter anderem den Berufsverband BDG, GEOjobs.de, earthworks-jobs.com und greenjobs.de.
Ersetzt KI den Geologen?Dazu gibt es keine belastbaren ZahlenDie Bundesagentur für Arbeit nennt KI, Drohnen, Laserscanning und 3-D-Simulation als Werkzeuge, mit denen Geologen heute arbeiten.
Welche Berufe gibt es im Bereich Geologie?Geologe, Hydrogeologe, Ingenieurgeologe und viele mehrMit dem Studium arbeitest Du zum Beispiel auch als Gutachter, Laborleiter, Umweltanalytiker oder Dozent.

Passt der Beruf zu Dir?

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern rechnest und Mathe, Physik und Chemie magst
  • Dir Dinge räumlich gut vorstellen kannst, etwa Gesteinsschichten im Untergrund
  • sorgfältig misst und Ergebnisse genau dokumentierst
  • gern draußen bist, auch bei schlechtem Wetter
  • Kunden Deine Ergebnisse verständlich erklären kannst
Eher nicht, wenn Du ...
  • nur im Büro arbeiten möchtest
  • ungern reist oder länger von zu Hause weg bist
  • Laborarbeit mit Chemikalien meiden willst
  • keine Lust auf englische Fachtexte hast

Weiter zu Studium und Gehalt

Quellen dieses Artikels Beruf, Aufgaben, Arbeitsorte, Zugang, Prognose: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET (Geologe/Geologin, Geowissenschaften, Brunnenbauer/in, Baustoffprüfer/in, Bergbautechnologe/-technologin - Tiefbohrtechnik, Techniker/in - Geologietechnik) · Studium: Hochschulkompass (eigene Auszählung Oktober 2026); FU Berlin, Uni Hamburg, LMU München, Uni Göttingen, Uni Tübingen, Uni Halle, TH Georg Agricola Bochum; Statistisches Bundesamt (Prüfungen 2024); DZHW Brief 05/2022 · Ohne Abitur: Kultusministerkonferenz (Beschluss vom 06.03.2009), Uni Halle, TH Georg Agricola · Nach dem Studium: Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2025, DFG (Vordruck 55.02), TV-L, Bayerisches Landesamt für Umwelt (VSU), Bundes-Bodenschutzgesetz § 18, Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler, Deutsche Geologische Gesellschaft - Geologische Vereinigung · Recht und Arbeitgeber: Geologiedatengesetz § 8, Wasserhaushaltsgesetz § 49, Standortauswahlgesetz § 1, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Bundesgesellschaft für Endlagerung, Geologischer Dienst NRW · Geothermie: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Eckpunkte Geothermie), Deutscher Bundestag (04.12.2025) · Gehalt und Arbeitsmarkt: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas 2025, Blickpunkt Arbeitsmarkt Akademikerinnen und Akademiker, August 2026)

* Individuelle Ergebnisse können je Portal und je nach Deinem Profil variieren. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn Du auf einen Affiliate-Link klickst, bekommt myStipendium.de von dem betreffenden Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis bzw. das Angebot nicht. Dein Klick hilft bei der Finanzierung unserer kostenfreien Seite.