Zimmerer: Ausbildung & Beruf

3 Jahre duale Ausbildung4.650 neue Azubis 202524,4 % neue Wohnhäuser aus Holz3.883 € mittleres Gehalt
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Inhalt13 Abschnitte
  1. Wie wird man Zimmerer?
  2. Wie lange dauert die Ausbildung und was verdienst Du?
  3. Was brauchst Du, um Zimmerer zu werden?
  4. Geht es auch als Quereinsteiger?
  5. Was macht ein Zimmerer?
  6. Wo und wann arbeiten Zimmerer?
  7. Zimmerer, Zimmermann, Tischler: Was ist der Unterschied?
  8. Warum gehen Zimmerer auf die Walz?
  9. Was verdient ein Zimmerer?
  10. Welche Weiterbildungen gibt es?
  11. Hat der Beruf Zimmerer Zukunft?
  12. Passt der Beruf zu Dir?
  13. Weiter zu Ausbildung und Holzberufen

Zimmerer, auch Zimmermann oder Zimmerin genannt, bauen Dachstühle, Holzhäuser und Hallen: Sie bereiten Balken und ganze Wände in der Werkhalle vor, montieren sie auf der Baustelle und sanieren alte Holzkonstruktionen.

Wie wird man Zimmerer?

Zimmerer oder Zimmerin wirst Du mit einer dualen Ausbildung von 3 Jahren in einer Zimmerei oder einem Holzbaubetrieb. Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Einen Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor. Seit dem 1. August 2026 gilt für die Bauberufe eine neue Ausbildungsordnung. Diese vier Wege führen in den Beruf:

So läuft die Ausbildung zum Zimmerer ab

  1. 1. JahrBetrieb, Berufsschule, AusbildungszentrumDu lernst an drei Orten: in Deinem Betrieb, in der Berufsschule und 13 Wochen lang in einem überbetrieblichen Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft.
  2. 2. JahrGesellenprüfung Teil 1Nach weiteren 11 Wochen im Ausbildungszentrum kommt im vierten Halbjahr Teil 1: eine Arbeitsaufgabe von 8 Stunden mit Dokumentation und 120 Minuten schriftlich. Teil 1 zählt schon 40 % der Endnote.
  3. 3. JahrMehr Zeit im BetriebNur noch 6 Wochen bist Du im Ausbildungszentrum, sonst im Betrieb, in der Werkhalle und auf der Baustelle.
  4. Nach 3 JahrenGesellenprüfung Teil 2In 8 Stunden stellst Du Holzbauteile her. Schriftlich geht es um Dachkonstruktionen, Holzkonstruktionen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Holzbauteile musst Du auf jeden Fall bestehen.

Erst Ausbaufacharbeiter, dann Zimmerer

Die frühere Stufenausbildung am Bau gibt es seit August 2026 nicht mehr. Du kannst aber zuerst die zweijährige Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter machen und ein Jahr Zimmerer anhängen. Die 24 Monate zählen dann mit, und Teil 1 der Gesellenprüfung fällt weg. Umgekehrt gilt: Bestehst Du die Zimmerer-Prüfung nicht, kannst Du den Abschluss als Ausbaufacharbeiter beantragen.

Quellen: Ausbauberufeausbildungsverordnung (AusbauBAusbV) §§ 2, 11, 24 bis 36, in Kraft seit 1. August 2026; BIBB, Neuordnung der Bauberufe; § 8 Berufsbildungsgesetz; § 37 Handwerksordnung; § 180 SGB III.

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Wie lange dauert die Ausbildung und was verdienst Du?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Dein Ausbildungsgehalt nach Tarif ist seit April 2026 im ganzen Bundesgebiet gleich. Ausbildungsplätze, Berufsschule und Inhalte findest Du im Artikel Zimmerer-Ausbildung.

Ausbildungsvergütung nach Tarif
brutto im Monat, Bauhauptgewerbe, seit 1. April 2026
1. Jahr1.122 €
2. Jahr1.351 €
3. Jahr1.610 €

Quellen: IG BAU, Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen im Baugewerbe; BERUFENET Zimmerer/in.

Gut zu wissen
Kann ich die Ausbildung verkürzen?Mit Abitur, Fachabitur oder einem ersten Beruf um bis zu 12 Monate, mit mittlerem Abschluss um bis zu 6 Monate.Du und Dein Betrieb beantragen das gemeinsam. Mindestens 18 Monate bleiben.
Und mit sehr guten Leistungen?Dann kann Dich die Kammer früher zur Prüfung zulassen.Vorher hört sie Deinen Betrieb und die Berufsschule an.
Gibt es Zuschläge?60 € im Monat mehr, wenn Du in eine Landes- oder Bundesfachklasse gehst.So steht es im Tarifvertrag.
Und ohne Tarifvertrag?Dann gilt mindestens die Mindestvergütung: 724 €, 854 € und 977 €.für Ausbildungen, die 2026 beginnen
Wo finde ich einen Ausbildungsplatz?In unserer Jobbörse: Ausbildungsplätze als ZimmererDort schickst Du Deine Bewerbung direkt an den Betrieb. Ende September 2025 waren noch 456 Plätze frei.

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Was brauchst Du, um Zimmerer zu werden?

Vorgeschrieben ist kein Schulabschluss: Die Betriebe entscheiden selbst, wen sie ausbilden. So sah es 2024 bei den neuen Azubis aus:

Schulabschluss der neuen Azubis 2024
Zimmerer/in, 4.497 neue Verträge
Mittlerer AbschlussRealschulabschluss45 %
Abitur oder FachabiturStudienberechtigung32 %
Erster Schulabschlussfrüher Hauptschulabschluss22 %
Ohne Abschluss1 %

Quelle: BIBB, DAZUBI-Datenblatt Zimmerer/-in, Berichtsjahr 2024.

Das solltest Du mitbringen
Welche Fächer helfen?Mathe, Physik, Werken oder TechnikMit Mathe rechnest Du jeden Tag Maße, Winkel und den Bedarf an Holz aus.
Was ist körperlich wichtig?Kraft, Geschick und SchwindelfreiheitDu trägst schwere Balken und arbeitest auf Gerüsten, Leitern und Dachbalken.
Bist Du unter 18?Dann brauchst Du eine ärztliche Erstuntersuchung.Ohne sie darf Dich kein Betrieb beschäftigen (§ 32 Jugendarbeitsschutzgesetz).
Wie schwer ist die Ausbildung?Etwa jeder fünfte Vertrag wird vorzeitig gelöst.Lösungsquote 2024: 19,0 %. Dazu zählt auch, wer nur den Betrieb wechselt.

Geht es auch als Quereinsteiger?

Ja, über eine Umschulung oder die Externenprüfung. Für die Arbeit als Zimmerer verlangen Betriebe in der Regel einen Gesellenbrief.

Quereinstieg und Umschulung
Wie lange dauert eine Umschulung?In Vollzeit in der Regel höchstens 24 Monate.Damit die Arbeitsagentur sie fördert, muss sie ein Drittel kürzer sein als die Ausbildung (§ 180 SGB III).
Wer bezahlt sie?Mit einem Bildungsgutschein übernehmen Arbeitsagentur oder Jobcenter die Kosten.Gefördert wird auch, wer einen Berufsabschluss nachholt (§ 81 SGB III).
Ich arbeite schon auf dem Bau. Reicht das?Nach 4,5 Jahren im Beruf kannst Du ohne Lehrvertrag zur Gesellenprüfung.Das ist das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit (§ 37 Handwerksordnung).
Geht es bei der Bundeswehr?Ja, als Soldat: Die Bundeswehr nennt Zimmerer unter den Ausbildungsberufen ihrer Laufbahnen.Quelle: Bundeswehr-Karriere, Stand Juli 2025

Was macht ein Zimmerer?

Zimmerer errichten Dachstühle, Holzhäuser und Hallen, bauen Treppen, Fenster und Verkleidungen ein und sanieren alte Holzbauteile. Fast die Hälfte des Geldes verdienen Zimmereien heute an Häusern, die schon stehen:

Woran Zimmereien arbeiten
Anteil am Umsatz der Holzbaubetriebe, Geschäftsjahr 2024
Bauen im BestandSanierung und Umbau45 %
NeubauZimmerarbeiten wie Dachstühle19 %
Holzhausbauganze Häuser aus Holz17 %
ZweckbauHallen und Gewerbebauten11 %
Restaurierunghistorische Holzkonstruktionen7 %
Ingenieurholzbaugroße Tragwerke, etwa Brücken1 %

Quelle: Holzbau Deutschland, Lagebericht 2026.

Vom Plan zum fertigen Dachstuhl

  1. Schritt 1Pläne lesenDu arbeitest nach den Plänen von Architekten und Ingenieuren, prüfst Maße und Winkel und rechnest aus, wie viel Holz Du brauchst.
  2. Schritt 2Abbinden in der WerkhalleBalken, Latten und Platten schneidest Du zu, oft an CNC-Maschinen, die ihre Daten aus dem Holzbauprogramm am Computer bekommen. Abbinden heißt: Alle Teile werden so vorbereitet, dass sie später genau ineinanderpassen.
  3. Schritt 3VorfertigenIn der Halle setzt Du Wände, Decken oder Dachelemente zusammen und schützt das Holz gegen Feuchtigkeit, Schädlinge und Feuer.
  4. Schritt 4Montieren auf der BaustelleEin Kran hebt die fertigen Teile an ihren Platz. Du richtest sie aus, verankerst sie und prüfst mit Wasserwaage, Lot und Winkel, ob alles stimmt. Dann kommt die Dämmung gegen Kälte, Hitze und Lärm.
Was Zimmerer noch machen
Am AltbauDu tauschst morsche Fachwerkbalken aus und sanierst alte Dachstühle.Bauen im Bestand ist das größte Arbeitsfeld.
Im InnenausbauDu baust Treppen, Trennwände und Verkleidungen ein.Manche Zimmerer arbeiten in Treppenbaufirmen.
Am RohbauDu baust Schalungen, in die Beton gegossen wird.Auch das gehört laut Arbeitsagentur zum Beruf.
Auf dem DachDu montierst Unterkonstruktionen für Solaranlagen.zum Beispiel für Solarthermie

Wo und wann arbeiten Zimmerer?

Du wechselst zwischen Werkhalle und Baustelle. Auf der Baustelle arbeitest Du oft in großer Höhe und bei jedem Wetter. Holzbaubetriebe sind im Schnitt klein: Auf einen Betrieb kommen gut 6 Personen.

12.033
Holzbaubetriebe
in Deutschland, 2025
74.957
Menschen arbeiten dort
alle Berufe im Holzbau, 2025
53.417
Beschäftigte
in Berufen der Zimmerei, Ende 2025
Quellen: Holzbau Deutschland, Lagebericht 2026; Bundesagentur für Arbeit, Beschäftigte nach Berufen.
Arbeitgeber und Arbeitszeit
Wer stellt Zimmerer ein?Zimmereien und Holzbaubetriebe, dazu Ingenieurholzbau, Treppen- und Fassadenbau.Auch Dienstleistungsbetriebe von Städten und Gemeinden beschäftigen Zimmerer.
Wie viele Stunden?41 Stunden pro Woche von April bis November, 38 Stunden von Dezember bis März.Im Jahresschnitt sind es 40 Stunden, so regelt es der Tarifvertrag am Bau.
Was passiert im Winter?Fällt Arbeit wegen Frost oder Schnee aus, gibt es Saison-Kurzarbeitergeld.Die Schlechtwetterzeit geht vom 1. Dezember bis 31. März (§ 101 SGB III).
Bist Du oft unterwegs?Ja, Montage auf entfernten Baustellen gehört dazu.Die Arbeitsagentur nennt häufige Abwesenheit vom Wohnort.
Ist es laut?In der Werkhalle oft, dort laufen Sägen und Hobelmaschinen.Schutzkleidung und Sicherheitsregeln gehören deshalb dazu.

Zimmerer, Zimmermann, Tischler: Was ist der Unterschied?

Zimmerer und Zimmermann meinen denselben Beruf. Amtlich heißt er Zimmerer und Zimmerin. Zimmermann ist der alte Name, den viele im Handwerk weiter benutzen. Leicht verwechseln kannst Du den Beruf mit dem Tischler, der ebenfalls mit Holz arbeitet:

BerufWas Du baust
Zimmerer/inDachstühle, Holzhäuser und Hallen, Wände und Decken, dazu Treppen und Verkleidungen
Tischler/inMöbel, Türen, Fenster und Innenausbau, meist als Einzelstück nach Maß
Kurz beantwortet
Wie heißt ein weiblicher Zimmermann?ZimmerinSo steht es in der Ausbildungsordnung. Man hört auch Zimmerfrau.
Sind Zimmermann und Zimmerer das Gleiche?JaZimmerer ist der amtliche Name, Zimmermann der traditionelle.
Wie viele Frauen arbeiten als Zimmerin?Noch wenige: 3,2 % der Beschäftigten Ende 2025.Unter den neuen Azubis sind es schon 7,1 %.

Warum gehen Zimmerer auf die Walz?

Auf der Walz ziehen junge Gesellen mehrere Jahre von Ort zu Ort, lernen bei fremden Betrieben neue Arbeitsweisen und sammeln Lebenserfahrung. Die meisten Wandergesellen, die heute unterwegs sind, haben Zimmerer gelernt. Seit 2014 steht die Walz im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission.

Die Regeln der Walz
Wie lange?Üblich sind drei Jahre und ein Tag.Die UNESCO-Kommission spricht von mehrjähriger Wanderschaft.
Wer darf los?Gesellen unter 30, die ledig und schuldenfrei sind.So beschreibt es die Deutsche UNESCO-Kommission als Regel.
Darf ich nach Hause?Nein: Den Umkreis von 50 km um Deinen Heimatort darfst Du nicht betreten.Ein eigenes Auto ist auch nicht erlaubt.
Was trägt man?Die Kluft: schwarzer Hut mit breiter Krempe, Jackett, Weste mit acht weißen Knöpfen, Schlaghose.Dazu kommen Wanderstock (Stenz) und Bündel (Charlottenburger).

Was verdient ein Zimmerer?

Als Zimmerer verdienst Du im Mittel 3.883 € brutto im Monat. Einstiegsgehalt, Gehalt nach Bundesland und nach Abschluss findest Du im Artikel Zimmerer-Gehalt.

Welche Weiterbildungen gibt es?

Am Bau steigst Du in drei Stufen auf: Vorarbeiter, Werkpolier, Polier. Der Meister öffnet Dir den eigenen Betrieb. Für jede Stufe zählt Deine Berufspraxis mitsamt der Ausbildung:

  1. ab 4 Jahren PraxisVorarbeiterDu führst einen kleinen Trupp auf der Baustelle. Die Prüfung beruht auf einer Vereinbarung der Tarifpartner am Bau.
  2. ab 5 Jahren PraxisWerkpolierDu leitest die Arbeit auf der Baustelle. Für Zimmerer gibt es den Schwerpunkt Holzbau und Bauen im Bestand. Mit Vorarbeiterprüfung reicht 1 Jahr weniger.
  3. ab 5 Jahren PraxisGeprüfter PolierBundesweit geregelte Prüfung: Du planst und überwachst Baustellen und führst die Mannschaft. Du brauchst dafür das Können eines Werkpoliers.

Der Zimmerermeister: Dein Weg zum eigenen Betrieb

Kurz beantwortet
Wozu?Für einen eigenen Betrieb, denn Zimmerer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk.Ausnahme: 6 Jahre als Geselle, davon 4 in leitender Stellung (§ 7b Handwerksordnung).
Wie lange?In Vollzeit 12 Monate, neben dem Beruf etwa 20 Monate.Beispiele: Meisterschule Reutlingen und Handwerkskammer Trier. Zugelassen wirst Du mit dem Gesellenbrief.
Was kostet das?Bei der HWK Trier 8.200 € Kurs plus 1.130 € Prüfung. Mit Aufstiegs-BAföG ist die Hälfte ein Zuschuss.Bestehst Du, wird die Hälfte des Restdarlehens erlassen. Bayern zahlt 3.000 € Meisterbonus.
Was bringt der Titel noch?Du darfst Lehrlinge ausbilden und ohne Abitur studieren.Die Prüfung hat vier Teile, einer davon ist Berufs- und Arbeitspädagogik. Meister führen auch den Titel Bachelor Professional.

Weitere Wege nach oben

WeiterbildungWas Du damit machst
Restaurator im Zimmerer­handwerkDenkmäler und historische Holzbauten erhalten. Zugang mit Meisterprüfung, Abschluss Master Professional.
Gebäude­energie­berater (HWK)Hausbesitzer zu Dämmung und Energie beraten. Zugang meist als Meister, 2 bis 15 Monate.
Staatlich geprüfter TechnikerFachrichtung Holztechnik oder Bautechnik, 2 Jahre in Vollzeit oder 3 bis 4 Jahre neben dem Beruf.
Studiumetwa Holzbau und Ausbau (TH Rosenheim) oder Holzingenieurwesen (HNEE Eberswalde), je 7 Semester bis zum Bachelor.

Als Meister darfst Du jedes Fach studieren. Als Geselle reichen 3 Jahre Berufspraxis für ein passendes Fach, wenn Du eine Eignungsprüfung oder ein Probestudium bestehst. Mit Abitur geht es auch zusammen: An der Hochschule Biberach verbindest Du Zimmererlehre und Bachelor Holzbau-Projektmanagement und kommst in fünfeinhalb Jahren bis zum Bachelor, auf Wunsch auch zum Meister.

Quellen: Handwerksordnung §§ 1, 7, 7b, 22b, 49, 51 und Anlage A; Zimmerermeisterverordnung; Verordnung Geprüfter Polier; Holzbau Deutschland, Prüfungsordnungen Vorarbeiter und Werkpolier; Restaurator-Prüfungsverordnung; KMK-Beschluss Hochschulzugang 2009; Aufstiegs-BAföG; Kursseiten HWK Trier, Meisterschule Reutlingen, TH Rosenheim, HNEE, HS Biberach; Stand Oktober 2026.

Hat der Beruf Zimmerer Zukunft?

Ja: Fast jedes vierte neue Wohnhaus entsteht aus Holz, so viele wie nie zuvor. Und es wird wieder mehr gebaut: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 15,1 % mehr Wohnungen genehmigt als ein Jahr zuvor.

24,4 %
neue Wohnhäuser aus Holz
2025, in Baden-Württemberg 38,6 %
126.300
genehmigte Wohnungen
1. Halbjahr 2026, plus 15,1 %
163 Tage
bleibt eine Stelle offen
im Mittel, Zimmerer-Fachkräfte 2025
Quellen: Holzbau Deutschland, Lagebericht 2026; Statistisches Bundesamt; Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025.

Als Engpassberuf führt die Bundesagentur für Arbeit Zimmerer 2025 nicht mehr, sondern im Beobachtungsbereich. 2024 waren sie noch Engpassberuf. Immer mehr junge Frauen lernen den Beruf:

Frauen unter den neuen Azubis
neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Zimmerer/in
2015von 3.636 neuen Verträgen78
2020von 4.491 neuen Verträgen177
2024von 4.497 neuen Verträgen318

Quelle: BIBB, Datensystem Auszubildende (DAZUBI).

Passt der Beruf zu Dir?

Was solltest Du mitbringen?

Das passt zu Dir, wenn Du ...
  • gern draußen arbeitest, auch bei Kälte, Hitze und Regen
  • schwindelfrei bist und Dich auf Gerüsten und Dachbalken sicher bewegst
  • Dir einen Plan räumlich vorstellen kannst
  • mit Zahlen klarkommst, etwa bei Maßen, Winkeln und Material
  • körperlich fit bist und schwere Balken tragen kannst
  • gern im Team arbeitest, mit Kranführern, Maurern und der Bauleitung
Eher nicht, wenn Du ...
  • lieber am Schreibtisch sitzt
  • Höhe oder schlechtes Wetter nicht magst
  • nicht auch mal für eine Montage weiter weg fahren willst
  • Maschinenlärm nicht verträgst

Weiter zu Ausbildung und Holzberufen

Quellen dieses Artikels Beruf: BERUFENET Zimmerer/in, Tischler/in, Zimmerermeister/in, Gebäudeenergieberater/in, Techniker/in Holztechnik · Ausbildung: Ausbauberufeausbildungsverordnung 2024 (in Kraft 1.8.2026), BIBB Neuordnung der Bauberufe, BIBB-Empfehlung 129, Berufsbildungsgesetz §§ 8, 17, 45, Handwerksordnung §§ 27c, 37, Jugendarbeitsschutzgesetz § 32, SGB III §§ 81, 101, 180 · Azubis und Schulabschlüsse: BIBB, Datensystem Auszubildende 2024 und Erhebung zum 30.09.2025 · Ausbildungsvergütung: IG BAU, Tarifverträge Bauhauptgewerbe 2024 und 2026; Mindestausbildungsvergütung 2026 · Arbeitszeit: Bundesrahmentarifvertrag Bau · Gehalt: Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung · Weiterbildung: Zimmerermeisterverordnung, Polier-Prüfungsverordnung, Restaurator-Prüfungsverordnung, Holzbau Deutschland, KMK, Aufstiegs-BAföG, Bayerisches Wirtschaftsministerium, Kursseiten der Kammern und Hochschulen · Walz: Deutsche UNESCO-Kommission, Holzbau Deutschland · Markt: Holzbau Deutschland Lagebericht 2026, Statistisches Bundesamt (Baugenehmigungen), Bundesagentur für Arbeit (Fachkräfteengpassanalyse 2025, Beschäftigte nach Berufen)

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