Mit dem Deutschen Balint-Preis für Studierende zeichnet die Deutsche Balint-Gesellschaft e.V. (DBG) Studierende aus, die im Studium selbst mit Patienten oder Klienten arbeiten und darüber einen persönlichen Text schreiben. Der Preis hieß früher Deutscher Studenten-Balintpreis und ist mit 1.000 € dotiert. Ein bestimmtes Fach ist nicht mehr vorgeschrieben. Entscheidend ist, dass Du an einer Universität im deutschen Sprachraum eingeschrieben bist und eine eigene professionelle Beziehung zu Patienten oder Klienten gestaltest.
Wenn Du gewinnst, kannst Du eine englische Fassung Deiner Arbeit zusätzlich beim internationalen Ascona-Preis einreichen. Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Februar auf der Balint-Tagung der DBG in Göttingen statt. Die eingeladenen Preisträger stellen ihren Text dort persönlich vor.
Im Mittelpunkt Deiner Arbeit steht eine Begegnung mit einem Patienten oder Klienten aus Deinem Studium oder dem Praktischen Jahr, die Dich oder euch beide nachhaltig bewegt hat. Der Text umfasst etwa 10 Seiten und höchstens 10.000 Wörter.
Die DBG gibt dafür einen Aufbau vor: Zuerst schilderst Du Deine eigene Erfahrung. Dann denkst Du darüber nach, allein oder in einer Gruppe wie einer Anamnesegruppe oder einer Junior-Balint-Gruppe. Dabei kannst Du auch die Beziehungen zwischen Dir, dem Pflegepersonal und den Ärzten auf den verschiedenen Hierarchiestufen in Klinik oder Praxis betrachten. Anschließend beschreibst Du, welche Schlüsse Du daraus für Dein Studium ziehst. Zum Schluss gehst Du darauf ein, wie Du Deine eigenen Gefühle und Phantasien in Deine Verantwortung als Studierender einbeziehen kannst.
Du schickst Deine Arbeit als Word-Dokument per E-Mail an die Geschäftsstelle der DBG. Einsendeschluss ist jeweils im Herbst. Die Preisträger werden zur Tagung im Februar eingeladen.
Unser Tipp: Nutze Muster und Formulierungsbaukasten, um Dich von anderen Bewerbern abzuheben.