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Renteneintrittsalter: Tabelle & Berechnung

Wer bereits einige Jahre lang gearbeitet hat, fragt sich früher oder später wann eigentlich die Zeit der Rente beginnt. Doch es gibt nicht nur einen starren Zeitpunkt für das Renteneintrittsalter. Theoretisch besteht seit dem Jahr 2012 die Möglichkeit, bereits vor dem Erreichen der gesetzlich festgelegten Rentenaltersgrenze in Rente zu gehen. Doch wann ist das Renteneintrittsalter eigentlich erreicht und mit welchen Abschlägen muss man bei vorzeitigem Renteneintritt rechnen? Diese Fragen werden Dir hier beantwortet.

Was ist das Renteneintrittsalter?

Definition

Das Renteneintrittsalter ist das Alter, ab dem Du als Versicherter der deutschen Rentenversicherung Deine Rente beziehst. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Deine Altersrente geht, um eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder um eine Rente wegen Todes.

Unterschied zur Regelaltersgrenze

Unter der Regelaltersgrenze wird der Zeitpunkt verstanden, ab dem Du rechtlich als Versicherter in der Deutschen Rentenversicherung einen Anspruch auf Deine Rente im Alter ohne Abzüge hast.

Wenn Du also genau dann Deinen Renteneintritt vollziehst wenn Du die Regelaltersgrenze erreicht hast, bekommst Du monatlich Deinen Rentenanspruch ohne Abzüge ausgezahlt. Sobald Du die für Dich geltende Regelaltersgrenze erreicht hast und die allgemein vorgeschriebene Wartezeit von fünf Jahren erfüllst, erhältst Du die volle Altersrente. Zu der fünf jährigen Wartezeit zählen die Zeiträume, in denen Du in der gesetzlichen Rentenversicherung Mitglied warst. Es werden dabei sowohl die Monate gewertet, in denen Du Geld in die Rentenversicherung eingezahlt hast, wie auch Monate der sogenannten Ersatzzeiten, in denen Dir eine Einzahlung nicht möglich war. Dies trifft beispielsweise dann auf Dich zu, wenn Du in der DDR politisch verfolgt wurdest.

Du hast allerdings die Möglichkeit bereits vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze Deine gesetzliche Rente zu beziehen. Du musst dann allerdings mit Abzügen rechnen.

Durch den demographischen Wandel, also durch das Altern der Gesellschaft, wurde und wird die Regelaltersgrenze schrittweise angehoben. Das Rentenalter in Deutschland steigt dadurch nach und nach an.

Wann kann ich in Rente gehen?

Renteneintrittsalter-Tabelle

Seit dem Jahr 2012 wird das Renteneintrittsalter in Deutschland monatlich erhöht. Ab dem Jahr 2024 erhöht sich das Renteneintrittsalter dann nur noch alle zwei Monate. So kannst Du Dein Renteneintrittsalter einfach berechnen.

Um Dein Renteneintrittsalter berechnen zu können startest Du nun also bei dem Jahrgang 1946 und bei 65 Jahren als Renteneintrittsalter und addierst solange Monate für jeden Jahrgang hinzu, bis Du bei Deinem Jahrgang angekommen bist. Dies gilt allerdings nur für Dich, wenn Du zwischen dem 01.01.1947 und dem 01.01.1963 geboren bist.

Wenn Du nach dem 01.01.1964 geboren bist liegt der reguläre Renteneintritt für Dich bei 67 Jahren. Falls Du in einen der Jahrgänge fällst für die das Renteneintrittsalter allmählich ansteigt, kannst Du Dein Renteneintrittsalter statt es zu berechnen auch einfach in unserer Tabelle nachsehen. Das Renteneintrittsalter in der Tabelle bezieht sich auf den Zeitpunkt, ab dem Du abschlagsfrei Altersrente beziehen kannst.

Geburtsjahrgang Rentenbezug im Alter von
1946 65 Jahre
1947 65+1 Monat
1948 65+2 Monate
1949 65+3 Monate
1950 65+4 Monate
1951 65+5 Monate
1952 65+6 Monate
1953 65+7 Monate
1954 65+8 Monate
1955 65+9 Monate
1956 65+10 Monate
1957 65+11 Monate
1958 66 Jahre
1959 66+2 Monate
1960 66+4 Monate
1961 66+6 Monate
1962 66+8 Monate
1963 66+10 Monate
ab 1964 67 Jahre

Durchschnittliches Renteneintrittsalter

Als durchschnittliches Renteneintrittsalter wird das Alter bezeichnet in dem die meisten Menschen in Deutschland ihre Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen.

Dieser Wert verändert sich von Jahr zu Jahr. Die Tendenz geht dazu, länger zu arbeiten und später als noch vor einigen Jahren in Rente zu gehen. Das Rentenalter in Deutschland steigt demnach an.

Die Deutsche Rentenversicherung hat das Renteneintrittsalter der letzten Jahre genauer unter die Lupe genommen und gibt an, dass 1994 das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei Alter 59,2 Jahren lag. Daran hat sich bis zu dem Jahr 2004 nicht viel dran geändert. In diesem Jahr lag das Renteneintrittsalter der Deutschen bei durchschnittlich 59,1 Jahren.

In dem Jahr 2012 fand der Renteneintritt der Deutschen im Durchschnitt mit 60 Jahren in statt. In dem Jahr 2017 lag das durchschnittliche Renteneintrittsalter hingegen bereits bei 61,5 Jahren.

Es gibt aber auch sowohl regionale Unterschiede bei dem Renteneintrittsalter, wie auch minimale Unterschieden zwischen den Geschlechtern.

Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt aber immer noch unter der Regelaltersgrenze. Das liegt vor allem daran, dass einige Menschen früher in Rente gehen und dafür die Abzüge in Kauf nehmen.

Wie viel Rente bekomme ich?

Wenn Du wissen möchtest, wie viel Rente Du voraussichtlich bekommen wirst, empfehlen wir Dir den kostenlosen Rentenschätzer von der Plattform finanzen.de zu nutzen.

Der onlinebasierte Rentenschätzer zeigt Dir an, wie viel Rente Dir wahrscheinlich zusteht, wenn Du mit 63 Jahren in Rente gehst, mit 65 Jahren sowie mit 67 Jahren. Außerdem wird Dir auch angezeigt, wie hoch Deine Erwerbsminderungsrente und Deine Hinterbliebenenrente voraussichtlich ausfallen könnten.

Wann ist das Renteneintrittsalter von Frauen und Männern im Vergleich?

Früher war es so, dass für Frauen ein früheres Renteneintrittsalter als für Männer galt. Heute ist das Renteneintrittsalter für Frauen ebenso gleich wie für Männer. Die Regelaltersgrenze kennt keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern.

Im Durchschnitt lag das Renteneintrittsalter von Frauen in den letzten paar Jahren im Durchschnitt allerdings zwei bis sieben Monate hinter dem Renteneintrittsalter der Männer.

Wo es noch gravierende Unterschiede gibt ist in der Höhe der Rente. Im Durchschnitt erhalten Männer eine um ein Drittel höhere Rente als Frauen!

Das hängt damit zusammen, dass Frauen immer noch viel öfter als Männer eine Auszeit von ihrer Arbeit für die Betreuung der Kinder nehmen, nur in Teilzeit arbeiten und grundsätzlich auch bei gleichem Job schlechter bezahlt werden.

Da die Rente nach dem Einkommen und nach den Jahren der Erwerbstätigkeit berechnet wird, haben Frauen dann durchschnittlich auch im Alter weniger Geld als Männer zur Verfügung. Wahrscheinlich entscheiden Frauen sich daher auch durchschnittlich für ein etwas späteres Renteneintrittsalter als Männer.

Hier haben wir für Dich eine Renteneintrittsalter-Tabelle angefertigt, in der Du die unterschiedlichen Rentenalter von Frauen und Männern im Verlauf der letzten Jahre nachsehen kannst.

Jahr

1995

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

52,7

Frauen

50,9

Alters

Männer

62,3

Frauen

62,5

Renten Insgesamt

Männer

59,8

Frauen

60,5

Jahr

2000

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

52,2

Frauen

50,3

Alters

Männer

62,2

Frauen

62,3

Renten Insgesamt

Männer

59,8

Frauen

60,5

Jahr

2005

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

50,5

Frauen

49,2

Alters

Männer

63,1

Frauen

63,2

Renten Insgesamt

Männer

60,7

Frauen

61

Jahr

2010

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

50,9

Frauen

49,8

Alters

Männer

63,8

Frauen

63,3

Renten Insgesamt

Männer

60,7

Frauen

60,7

Jahr

2015*

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

52,1

Frauen

51,2

Alters

Männer

63,9

Frauen

64,9

Renten Insgesamt

Männer

61,9

Frauen

62,7

Jahr

2017

Renten wegen

Erwerbsminderung

Männer

52,4

Frauen

51,4

Alters

Männer

64,0

Frauen

64,1

Renten Insgesamt

Männer

61,7

Frauen

61,9

*inkl. Sondereffekt durch die zusätzlichen Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder

Quelle: Wikipedia

Wie kann ich früher in Rente gehen?

ohne Abschläge

Frauen

Wenn Du vor dem 1. Januar 1952 geboren worden bist konntest Du als Frau bereits mit 60 Jahren in Rente gehen wenn Du bestimmte Bedingungen erfüllt hast.

Du musstest mindestens 15 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, davon musstest Du zehn Jahre nach Deinem 40. Geburtstag in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt haben. Außerdem galten die Jahre, in denen Du Deine Kinder erzogen hast, ebenfalls als Jahre der Einzahlung in die gesetzliche Rentenkasse.

Die letzten Frauen die vor 1952 geboren worden konnten diese Regelung spätestens im Jahr 2012 anwenden. Da alle vor 1952 geborenen bereits das 60. Lebensjahr überschritten haben, ist dieses Gesetz der Rente für Frauen heute nicht mehr anwendbar.

Arbeitslose

Wenn Du arbeitslos bist, dann kannst Du eventuell ein früheres Renteneintrittsalter haben, als das regulär für Deinen Jahrgang geltende. Du kannst dann manchmal schon mit 60 Jahren in Rente gehen. Dafür müssen diese Faktoren auf Dich zutreffen:

  • Du musst mindestens 15 Jahre in der deutschen Rentenversicherung gewesen sein.
  • Davon müssen acht Jahre direkt vor Deinem Renteneintrittsalter liegen.
  • Du musst mindestens 52 Wochen seit Deinem 58. Lebensjahr arbeitslos sein.
  • Du musst vor Dezember 1948 geboren sein.

Falls Du zwischen Dezember 1948 und dem 31.12.1951 geboren wurdest, erreichst Du als Arbeitsloser Dein Renteneintrittsalter mit frühestens 63 Jahren.

Schwerbehinderte

Vor dem Jahr 1952 geborenen mit einer Schwerbehinderung durften bis vor ein paar Jahren noch mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen. Heute ist dies erst ab einem Alter von 65 Jahren möglich.

Bergarbeiter

Auch für Bergarbeiter gibt es eine Ausnahme für das abschlagfreie Renteneintrittsalter. Vor dem Jahr 1952 geborene durften bereits mit 60 Jahren in Rente gehen, nach dem Jahr 1952 geborene Menschen die als Bergarbeiter tätig sind, dürfen ohne Abschlag nach Erreichen von dem 62. Lebensjahr in Rente gehen.

Erwerbsminderungsrente

Falls Du durch eine Krankheit oder durch eine Behinderung erwerbsunfähig bist oder wirst, hast Du eventuell ein Recht auf eine Erwerbminderungsrente. Für diese ist es egal wie alt Du bist. Ausschlaggebend für den Erhalt ist allerdings, dass Du täglich höchstens sechs Stunden lang arbeiten kannst. Und zwar sowohl nicht in Deinem aktuellen Beruf, wie auch in keinem anderen Beruf.

Ob Du nur eine teilweise Erwerbsminderungsrente oder die volle Erwerbsminderungsrente erhältst hängt davon ab, wie viele Stunden täglich Du noch arbeiten kannst. Bei einer teilweisen Erwerbsminderung kannst Du noch zwischen drei und sechs Stunden täglich arbeiten, bei einer vollen Erwerbsminderung bist Du nur noch in der Lage täglich unter drei Stunden lang zu arbeiten. Dies wird von der Deutschen Rentenversicherung anhand von ärztlichen Aussagen oder Gutachten entschieden.

Neben diesen medizinischen Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente musst Du auch noch folgende versicherungsrechtliche Bedingung erfüllen: In den fünf Jahren vor der Erwerbsminderung musst Du mindestens drei Jahre lang in die Deutsche Rentenversicherung Pflichtbeiträge eingezahlt haben.

vor 1952 geboren

Solltest Du vor dem Jahr 1952 geboren worden sein, so gilt für Dich gar nicht die Erhöhung des abschlagfreien Renteneintrittsalter bis zu dem 67. Lebensjahr. Falls Du mindestens 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast bist Du dazu berechtigt, mit dem Erreichen des 63. Lebensjahres abschlagfrei in Rente zu gehen. Die gesetzliche Rente zu beziehen ist also nach 45 Arbeitsjahren möglich.

mit Abschläge

Rente mit 63

Wenn keiner der oben genannten Gründe für ein früheres Renteneintrittsalter ohne Abschlag für das Regeleintrittsalter auf Dich zutriffst, kannst Du trotzdem mit Abschlägen früher in die Rente gehen.

Sobald Du Dein 63. Lebensjahr beendet hast, kannst Du Dir Deine Rente aus der gesetzlichen Versicherung auszahlen lassen. Allerdings wird Dir von Deinem Rentenanspruch für jeden Monat, den Du früher als Dein Regelalter in Rente gehst, 0,3 Prozent abgezogen. Und das nicht nur bis Du Dein Regelrentenalter erreichst, sondern für den Rest Deines Lebens.

Rente mit 60

Das Rentenalter bei Frauen lag früher niedriger als das für Männer. Falls Du damals die Rente bereits mit 60 Jahren beziehen wolltest, wurden Dir monatlich 0,3 Prozent von Deinem Rentenanspruch abgezogen. Allerdings ist die Rente mit 60 heute sowieso nicht mehr möglich, da die berechtigten Jahrgänge bereits ein höheres Alter erreicht haben.

Heute ist es nur noch unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich, die Rente mit 60 Jahren zu beziehen. Dies geht etwa manchmal mit einer Schwerbehinderung oder wenn Du arbeitslos bist.

Wie hoch sind die Abschläge bei frühzeitigem Renteneintritt?

Wenn Du von Deinem 63. Jahr an Deine gesetzliche Rente beziehen möchtest, werden Dir von Deiner Rente monatlich 0,3 Prozent als Abschlag abgezogen. Falls Deine Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegt, kannst Du also insgesamt mit einer Verringerung von Deiner Rente von insgesamt 14,4 Prozent rechnen. Wenn Du erst mit 65 Jahren frühzeitig in Rente gehst, verringert sich der Abschlag Deiner Rente entsprechend.

Da der Abschlag jeden Monat bis an Dein Lebensende erfolgt, steigt Dein Verlust der Rente, weiter an, je länger Du noch lebst.

Bei einem frühzeitigen Renteneintrittsalter wird Dir aber nicht nur etwas von der Dir zustehenden Rente abgezogen, sondern Du erhältst auch unabhängig von dem Abzug eine geringere Rente. Die Höhe der Rente wird schließlich durch sogenannte Entgeltpunkte berechnet, die sich aus der Höhe von Deinem Einkommen sowie der Anzahl der Arbeitsjahre ergeben.

Wenn Du nun vier Jahre früher in Rente gehst, hast Du insgesamt auch vier Jahre weniger gearbeitet und weniger in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt. Du besitzt zum Renteneintrittsalter also weniger Entgeltpunkte und hast einen geringeren Rentenanspruch.

In der Renteneintrittsalter-Tabelle kannst Du noch einmal nachsehen, wann Dein reguläres Renteneintrittsalter ist und für welchen Jahrgang dieses um wie viele Monate angehoben wurde.

Geburtsjahr Anhebung um Monate auf Alter Renteneintritt ab
1949
Januar 1 Monate 65 Jahre + 1 Monate 2014
Februar 2 Monate 65 Jahre + 2 Monate 2014
März – Dezember 3 Monate 65 Jahre + 3 Monate 2014
1950 4 Monate 65 Jahre + 4 Monate 2015
1951 5 Monate 65 Jahre + 5 Monate 2016
1952 6 Monate 65 Jahre + 6 Monate 2017
1953 7 Monate 65 Jahre + 7 Monate 2018
1954 8 Monate 65 Jahre + 8 Monate 2019
1955 9 Monate 65 Jahre + 9 Monate 2020
1956 10 Monate 65 Jahre + 10 Monate 2021
1957 11 Monate 65 Jahre + 11 Monate 2022
1958 12 Monate 66 Jahre 2024
1959 14 Monate 66 Jahre + 2 Monate 2025
1960 16 Monate 66 Jahre + 4 Monate 2026
1961 18 Monate 66 Jahre + 6 Monate 2027
1962 20 Monate 66 Jahre + 8 Monate 2028
1963 22 Monate 66 Jahre + 10 Monate 2029
ab 1964 24 Monate 67 Jahre 2031

Kann ich neben der Rente noch etwas dazuverdienen?

Seit dem 1. Juli 2017 gelten neue Grenzen für den Zuverdienst im Rentenalter. Denn nur weil Du Dein Renteneintrittsalter erreicht hast bedeutet dies nicht, dass Du nicht mehr arbeiten darfst. Wenn Du Dich für einen vorzeitigen Einstieg in die Rente entschieden hast, darfst Du jedes Jahr 6.300 Euro zu Deiner Rente dazuverdienen. Das sind 525 Euro im Monat. Dieser Betrag ist vollständig frei von Abzügen.

Erst wenn Du mehr dazuverdienst, wird die Differenz zwischen dem Freibetrag und Deinem tatsächlichen Zuverdienst zu 40 Prozent auf Deine Rente angerechnet.

Falls Du nicht frühzeitig in Rente gehst, sondern zu dem Zeitpunkt Deiner Regelaltersrente, dann kannst Du etwas dazu verdienen ohne für Dein Gehalt Sozialabgaben zahlen zu müssen. Du bist dann also von den Beiträgen für die Arbeitslosenversicherung und von den Beiträgen zu der Rentenversicherung. Nur die Krankenkassenbeiträge musst Du dann noch von Deinem Zuverdienst zahlen.

Wie kann ich später in Rente gehen?

Ebenso wie es möglich ist, ein früheres Renteneintrittsalter zu wählen als das Regelalter, so kannst Du auch später in Rente gehen. Wenn Du Spaß an Deiner Arbeit hast, gesundheitlich nicht eingeschränkt bist und Dein Arbeitgeber mit einer längeren Beschäftigung einverstanden ist spricht nichts dagegen.

Für jeden Monat, den Du länger als Dein Regelrentenalter arbeitest, erhöht sich Dein Rentenanspruch um 0,5 Prozent. Darüber hinaus erhöhen sich auch Deine Entgeltpunkte für die Rente, da Du ja entsprechend länger in die deutsche Rentenversicherung einzahlst.

Falls Du also zum Beispiel nach 45 Jahren Arbeit einen Rentenanspruch von 1.500 Euro hast und ein Jahr lang länger arbeitest, erhöht sich Dein Rentenanspruch um 90 Euro. Allerdings musst Du während dem Jahr in dem Du länger arbeitest ja auch weiterhin Beiträge an die deutsche Rentenversicherung zahlen. Trotzdem kann sich die Erhöhung der Rente um sechs Prozent für jedes Jahr, das Du länger arbeitest.

Wer braucht eine private Altersvorsorge?

Ob Du eine private Altersvorsorge abschließen solltest oder nicht, ist eine individuelle Frage. Da hängt je nachdem davon ab, in was für einer Lebenssituation Du Dich befindest und ob Du risikofreudig bist.

Eine private Rentenversicherung ist in der Regel so aufgebaut, dass Du nur einen Teil Deiner Einzahlungen sicher im Alter ausgezahlt bekommst. Der zweite Teil Deiner Einzahlung wird als Gewinnrente bezeichnet und kann je Versicherer im schlimmsten Fall komplett wegfallen oder geringer ausfallen.

Für manche Menschen kann es Sinn machen eine Riester-Rente oder eine Rürup-Rente abzuschließen. Diese beiden Arten der Altersvorsorge sind zwar ebenfalls privat, werden aber staatlich gefördert. Die Riester-Rente lohnt sich laut der Verbraucherzentrale am ehesten für Familien mit Kindern und für Geringverdiener. Aber auch hier kommt es auf den Einzelfall drauf an. Für gutverdienende Selbstständige kann hingegen die Rürup-Rente sinnvoll sein.

Außerdem besteht noch die Möglichkeit, eine fondsgebundene Altersvorsorge abzuschließen. Bei dieser Form der Vorsorge investierst Du in Aktien oder Immobilienfonds, die Du im Alter wieder weiterverkaufen kannst. Ob Du dann allerdings einen Gewinn gemacht hast ist nicht garantiert. Du alleine trägst das Risiko.

Am besten ist es, wenn Du Dich bezüglich der privaten Altersvorsorge von einem unabhängigen Experten beraten lässt. Du kannst einen sogenannten Vorsorgeexperten oder einen Versicherungsmakler damit beauftragen, die für Dich am besten geeignetste Art der privaten Altersvorsorge zu finden. Wir empfehlen Dir, den Experten für seine Hilfe zu bezahlen und keinen Experten zu beauftragen, der für eine bestimmte Altersversicherung arbeitet.

Zunächst solltest Du Dir erst einmal darüber Gedanken machen, was Du wahrscheinlich für einen finanziellen Bedarf im Alter haben wirst und wie hoch Deine reguläre Rente voraussichtlich sein wird. Dazu gehört auch die Frage, wann Du Dein reguläres Rentenalter in Deutschland erreicht hast. Dies kannst Du in unserer Renteneintrittsalter-Tabelle weiter oben auf dieser Seite herausfinden. Um zu sehen wie viel Rente Du erhalten wirst, kannst Du den kostenfreien onlinebasierten Rentenschätzer von der Website finanzen.de nutzen.