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Wissenschaftliches Arbeiten im Studium

Korrektes wissenschaftliches Arbeiten wird oft gefürchtet, dabei ist es gar nicht schwer. Wir geben Tipps und zeigen Dir, wie es richtig geht.
Eine junge Frau sitzt auf dem Boden. Auf ihrem Schoß befindet sich ein Laptop.

Wissenschaftliche Arbeit: Die wichtigsten Punkte

  • Beim wissenschaftlichen Arbeiten stellst Du unter Beweis, dass Du eine Fragestellung kritisch, objektiv und nachvollziehbar bearbeiten kannst.
  • In jedem wissenschaftlichen Text müssen Zitate kenntlich gemacht werden, um Plagiate zu vermeiden.
  • Du hältst Dich strikt an Formalitäten und Layout. Beides gibt Dir der Prüfer meistens vor.

Was ist eine wissenschaftliche Arbeit?

“Semesterferien? Für mich nicht, ich muss Hausarbeiten schreiben.“ Den Satz wirst Du von Kommilitonen oft zu hören kriegen. Während Du in der Schule Deine Endnoten überwiegend durch Klassenarbeiten, Tests und mündliche Noten kassiert hast, lernst Du an der Uni eine neue Prüfungsform kennen: Die oft gefürchtete wissenschaftliche Arbeit in Form von Seminararbeiten, Hausarbeiten oder der Abschlussarbeit. Sie ist zwar häufig mit tage- oder wochenlanger Arbeit in der Bibliothek verbunden, aber gar nicht so schlimm wie ihr Ruf. Schon früh im Studium fängst Du mit meist kürzeren Hausarbeiten klein an. Und mit jeder weiteren wissenschaftlichen Arbeit verinnerlichst Du Methoden, entwickelst immer mehr Routine und wirst bei Deiner Abschlussarbeit schon ein alter Hase auf dem Gebiet sein. Wir erklären Dir Schritt für Schritt, wie Du mit Deinen wissenschaftlichen Texten einen guten Eindruck machst – egal ob Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

Die Funktion wissenschaftlicher Arbeiten im Studium

Im Studium sollst Du durch Hausarbeiten fit im wissenschaftlichen Schreiben werden, um für den „Endgegner“, nämlich Deine Abschlussarbeit, gewappnet zu sein. Ziel ist es, dass Du lernst, Dir selbstständig und gezielt Wissen anzueignen, ein Thema zu durchdringen und für Dich und andere fachkundige aufzuarbeiten und gegebenenfalls zu ergänzen. Die Hausarbeit ist eine Trockenübung für spätere wissenschaftliche Publikationen: Du wirst sehen, dass Aufsätze oder größere Monographien einem ähnlichen Schema folgen. Natürlich handelt es sich gleichzeitig auch um eine Prüfungsleistung: Deine Arbeit wird benotet. Im Idealfall gibt Dir der Dozent Feedback, damit Du Deine Schreibkompetenz mit jeder Hausarbeit verbessern kannst.

Was ist das Besondere am wissenschaftlichen Schreiben?

Das wissenschaftliche Arbeiten basiert auf Forschung bereits vorhandener Erkenntnisse und der Beantwortung einer zentralen Fragestellung. Ziel ist immer ein Erkenntnisgewinn, also Einordnung, Erweiterung und teils auch Neubewertung des Status quo. Dazu bringst Du drei Ebenen unter einen Hut:

  • Die Gegenstandsebene: Um welchen wissenschaftlichen Gegenstand geht es?
  • Die Diskursebene: Was haben andere Wissenschaftler darüber schon herausgefunden und geschrieben?
  • Die Argumentationsebene: Was kannst Du zum aktuellen Kenntnisstand beitragen? Bietet der Gegenstand und Forschungsstand Potential für kritische Auseinandersetzung?

Du behandelst in der wissenschaftlichen Arbeit also eine konkrete Fragestellung zu einem bestimmten Thema. Gleichzeitig legst Du offen, was dazu bereits an Forschung vorliegt – hier ist vor allem Transparenz wichtig, um nicht in die Plagiatsfalle zu tappen. Die Königsdisziplin ist schließlich Dein eigener Beitrag zum Forschungsstand: Hier zeigst Du, dass Du Dich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen und Deinen eigenen Beitrag leisten kannst.

Vorsicht: Plagiate vermeiden

Plagiatsvorwürfe gegen Bundespolitiker machen seit Jahren immer wieder Schlagzeilen, allen voran der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der den Neologismus „guttenbergen“ (= abschreiben) prägte. Aber nicht nur Guttenberg hat geschummelt, sondern auch viele weitere Kollegen wie Annette Schavan oder Ursula von der Leyen. Keine guten Vorbilder. Damit Du Dich nicht einreihst, solltest Du folgenden Leitsatz stets beachten: Verkaufe niemals die Arbeit anderer als Deine eigene. Passagen und Inhalte aus anderen Texten müssen ganz klar als Zitate gekennzeichnet sein. Schließlich handelt es sich um das geistige Eigentum anderer. Ein Plagiat kann im schlimmsten Fall zur Exmatrikulation führen.

Merkmale des wissenschaftlichen Arbeitens

Wissenschaftliche Texte unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von anderen Textformen. Du gehst systematisch vor: Der Aufbau Deiner Arbeit muss nachvollziehbar sein, damit der Leser Deiner Argumentation folgen kann. Ein wichtiger Punkt ist die Objektivität. Die Darstellung Deiner Thematik darf nicht zu sehr durch Deine eigene Meinung gefärbt sein, sondern muss gleichermaßen gegensätzliche Standpunkte berücksichtigen. Formulierungen in der Ich-Form, Floskeln oder Umgangssprache haben in der wissenschaftlichen Arbeit nichts verloren. Du zeigst, dass Du Fachvokabular gewachsen bist und dieses mühelos anwenden kannst.

Für die wichtigsten Begriffe Deiner Arbeit musst Du Definitionen heranziehen und gegeneinander abwägen. Viele „große“ Bezeichnungen haben vor allem in den Sozial- oder Geisteswissenschaften eine mehrdeutige oder umstrittene Bedeutung (z.B. „Staat“, „Gesellschaft“, „Kultur“). Der Prüfer muss wissen, welcher Definition Du folgst und warum.

Die Formalitäten werden Dir meistens am Ende des Seminars oder durch die Prüfungsordnung vorgegeben: Dazu zählen beispielsweise Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstand, Seitenränder oder Zitierweise. Am Schluss der wissenschaftlichen Arbeit steht eine Eigenständigkeitserklärung, mit der Du versicherst, den Text allein und ohne unzulässige Hilfsmittel angefertigt zu haben.

Acht Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens

Egal, wie flott Du im Schreiben bist, so eine wissenschaftliche Arbeit verfasst Du eher nicht von heute auf morgen. Eine sinnvolle Aufteilung in Aufgaben und ein großzügiger Zeitplan sind deshalb Deine besten Freunde. Das optimale Vorgehen auf dem Weg zur fertigen Abhandlung lässt sich in acht einzelne Phasen beziehungsweise Arbeitsschritte unterteilen:

1: Die Orientierungsphase

Zunächst musst Du Dir klarmachen, um welche Form der wissenschaftlichen Arbeit es sich handelt und was für einen Arbeitsaufwand sie zulässt. Bei einer zehnseitigen Hausarbeit wirst Du das Rad nicht neu erfinden, sondern einen Einzelaspekt nur kurz beleuchten können. Bei einer Diplomarbeit oder Masterthesis hingegen sieht es schon anders aus: Hier kannst Du tiefer in die Materie einsteigen. Als Erstes geht’s an die Themensuche: Zu welchem konkreten Gegenstand willst Du gern forschen? Dazu verschaffst Du Dir einen Überblick über Deinen Themenbereich und die Forschungsliteratur. Sei nicht übereifrig: Du musst nicht die komplette Literatur zu dem Thema lesen, sondern ungefähr wissen, wo die Knackpunkte liegen. Deshalb richtest Du Deinen Fokus auf Hypothesen, Kontroversen und Forschungsergebnisse. Sobald Du eine Fragestellung entwickelt hast, solltest Du sie mit dem Prüfer absprechen. Für Deine Planung hilft Dir im Vorfeld die folgende Checkliste:

  • Ist die Quellenlage ausreichend?
  • Bietet das Thema interessante oder neue Aspekte?
  • Welches Hintergrundwissen musst Du Dir zusätzlich aneignen?
  • Schaffst Du eine umfassende Bearbeitung in der vorgesehenen Zeit und in der vorgegebenen Länge?

Meist rentiert es sich, ein bisschen mutiger zu sein und ein ausgefalleneres Thema zu bearbeiten. Die Prüfer freuen sich schließlich, wenn sie nicht jahrzehntelang die gleichen Arbeiten vorgelegt bekommen. Es kann zwar passieren, dass die Quellenlage spärlicher ausfällt, aber umso mehr Raum bleibt Dir für eigene Forschung, Analyse und letztlich Argumentation, womit Du wiederum punkten kannst. Entgegen der häufigen Annahme, dass das Literaturverzeichnis möglichst vollgestopft sein muss, erreichst Du auch mit wenigen Quellen eine sehr gute Note, denn es kommt auf Inhalt und Methode an. Bei abgegrasten Themen kann es hingegen passieren, dass Dich die Quellenlage fast erschlägt.

2: Literaturrecherche

Nun startest Du mit der Recherche: Anhand von Literaturlisten aus dem Seminar hast Du meistens schon eine gute Grundlage. Außerdem ziehst Du gängige Suchmaschinen für Fachliteratur heran und schaust in die populärsten Handbücher Deines Faches. Mache Dir Notizen, die erste Richtungsweiser für die Beantwortung Deiner Fragestellung sein können. Du findest nichts, was zu Deiner Forschungsfrage passt? Dann erweitere Deine Suchstrategie. Wende Hypothesen zu ähnlichen Themen analog zu Deinem Thema an. Wage bei der Recherche den Blick über den Tellerrand: Interdisziplinäre Forschung bewährt sich häufig. So kannst Du als angehender Historiker auch von der Soziologie profitieren, als Germanist von der Geschichte oder als Philosoph von der Theologie. Bleibe dabei aber besonders kritisch, schließlich kannst Du nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Im Zweifelsfall solltest Du besser Dozenten oder Tutoren fragen, ob Dein Vorgehen sinnvoll ist.

3: Ordnung schaffen

Jetzt hast Du alle Materialien beieinander und ordnest sie hierarchisch. Eine Mindmap mit Deiner Frage im Zentrum hilft Dir, Struktur in die angesammelte Literatur zu bringen. Wie verhält sich die Forschung gegenüber Deiner Fragestellung, welche Ansichten siehst Du kritisch, welchen stimmst Du zu? Aus Deinen Überlegungen kann sich eine erste grobe Unterteilung ergeben.

4: Die Gliederung entwickeln

Als Nächstes versuchst Du, den Inhalt Deiner Arbeit so gut wie möglich festzulegen. In welche Richtung soll Deine Arbeit gehen, welche Thesen sind Dir am wichtigsten, wo soll Dein Schwerpunkt liegen? Versuche, einen roten Faden zu entwickeln und die Gliederung so präzise wie möglich aufzustellen. Eine durchdachte Gliederung ist die halbe Miete: Jetzt musst Du „nur noch“ die Punkte mit Text versehen. Falls es nicht auf Anhieb mit der Gliederung klappt, keine Panik, sie muss nicht in Stein gemeißelt sein. Viele Studenten stellen die Gliederung auch während des Schreibens noch mehrmals um.

💡TIPP

Dekadische Klassifikation: Wer 1.1 sagt, muss auch 1.2 sagen

Die Abschnitte der Gliederung werden durch fortlaufende Unterpunkte versehen: Unter 1. folgt 1.1 und 1.2, darunter gegebenenfalls 1.2.1, 1.2.2, 1.2.3, usw. Dieses Schema nennt man dekadische Klassifikation. Ein typischer Fehler: Viele Studenten setzen einen einzelnen Unterpunkt und gehen dann zum nächsten Oberpunkt über (Beispiel: nach 1. folgt 1.1, dann 2.). Das ist nicht zulässig. Ein Unterpunkt darf nur gesetzt werden, wenn mindestens ein zweiter Unterpunkt folgt. Kommt nach 1. der Punkt 1.1, bedarf es also auch des Punktes 1.2.

5: Schreibphase

Ran an die Tasten: Du verfasst nun anhand Deiner Gliederung die Rohfassung Deiner Arbeit. Die muss nicht perfekt sein: Schreibe erst mal Deine Gedanken frei raus – halte Dich dabei aber trotzdem möglichst von Anfang an an die Sprache des wissenschaftlichen Schreibens. Vielen Studis hilft es bei anfänglichen Schreibblockaden, das gefürchtete weiße Blatt mit Entwürfen zu spicken. Bei Zitaten solltest Du aber auch in der Entwurfsphase schon präzise sein, damit die regelkonforme Schreibweise später nicht untergeht. Verliere den Fokus nicht aus den Augen. Die Bibliothek ist für viele der beste Schreibort, denn hier wird jegliche Ablenkung minimiert und die Fachliteratur ist in Reichweite.

6: Überarbeitung des wissenschaftlichen Textes

Jetzt soll ein Schuh draus werden: Du überarbeitest das Geschriebene. Für diesen Feinschliff solltest Du genügend Zeit einplanen. Es geht darum, Deine Formulierungen zu überprüfen und den roten Faden zu checken. Wichtige Kriterien können dabei sein:

  • Deine Fokussierung im Text macht deutlich, worauf Du hinaus willst.
  • Die Textstruktur ist sinnvoll (Reihenfolge Deiner Argumente, logischer Aufbau, keine Widersprüche).
  • Klarer Schreibstil wird beibehalten, konfuse Schachtelsätze vermieden.
  • Zitate sowie Vollständigkeit des Literaturverzeichnisses sind durchgecheckt.
  • Deine Thesen hast Du gut begründet.

Die Überarbeitung nimmt Konzentration in Anspruch, deshalb macht es Sinn, die Arbeit mehrmals durchzugehen und dazwischen auch mal ein paar Tage verstreichen zu lassen.

7: Lektorat und das Prüfen von Formalitäten

Kurz vor der Abgabe muss eine sorgfältige Korrekturlese vorgenommen werden. Auch, wenn Du immer eine 1+ in Rechtschreibung hattest: Lass Deine Arbeit von einer anderen Person auf Fehler korrigieren. Beim intensiven Schreiben wird man gern blind für eigene Fehler. Die können aber die Lesbarkeit für den Prüfer erschweren und Deine Note runterziehen. Es kann darüber hinaus hilfreich sein, die wissenschaftliche Arbeit von einer fachfremden Person auf sinnvolle Argumentationsstruktur hin korrigieren zu lassen.

Wenn die Korrektur durch ist und am Text nichts mehr verändert wird, steht die Überprüfung des Layouts an: Ist die Formatierung den Vorgaben entsprechend? Checke nochmal die Seitenränder, Schriftart und –größe (auch im Fußnotenapparat), Seitenzahlen, Titelblatt und – ganz wichtig! – ob Du den Namen und Titel des Prüfers richtig geschrieben hast. Es kann peinlich für Dich enden, wenn Du eine Professorin nur als „Dr.“ aufführst und Du sie obendrein „Gabi“ statt „Gisela“ nennst.

8: Abgabe

Gratulation: Die Arbeit ist fertig! Nun will sie nur noch ihrem Adressaten übergeben werden. Die Prüfer wünschen sich in der Regel eine ausgedruckte Version. Wenn sie 50 Hausarbeiten korrigieren müssen, ist es praktikabler, wenn sie die Arbeiten schriftlich vorliegen haben. Die Wenigsten korrigieren am Rechner. Doppelt gemoppelt kann dennoch besser halten: Im besten Fall gibst Du ein ausgedrucktes Exemplar und ein PDF ab. Sollte die Druckversion verschwinden, kannst Du mit der E-Mail nachweisen, dass Du fristgerecht abgegeben hast. Im Titel des PDF sollte Dein Name stehen, damit der Dozent es zuordnen kann. Bei Abschlussarbeiten wird in der Regel gefordert, dass Du mehrere gebundene Exemplare einreichst. Das kannst Du in lokalen Copyshops machen lassen, die hier meistens viel Erfahrung haben und Dich gut beraten können.

Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Kreativität steht erst mal hinten an: Beim Aufbau Deiner Arbeit musst Du Dich an einige Formalitäten halten.

Deckblatt

Die erste Seite ist das Deckblatt. Bei einer Hausarbeit gehören folgende Punkte auf die erste Seite, sofern nicht anders vorgegeben:

  • Name von Uni, Institut, Semester, Dozent und Seminar
  • Titel der Arbeit
  • Dein Name, Adresse, Matrikelnummer und Abgabedatum

Auf dem Titelblatt steht keine Seitenzahl. Besonders bei Abschlussarbeiten gibt es aber häufig bestimmte Vorgaben zum Deckblatt, die von Uni zu Uni unterschiedlich sind. Achtung: Die erste Seite ist nicht der Ort, um Deine Grafik-Skills unter Beweis zu stellen. Verzichte auf Spielereien wie Grafiken, bunte Farben oder ausgefallene Schriftarten.

Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis bildet Deine Gliederung versehen mit Seitenzahlen ab. Die meisten Schreibprogramme haben eine praktische Funktion, die automatisch Überschriften ins Inhaltsverzeichnis übernimmt und mit der passenden Seitenzahl versieht. Es rentiert sich gerade bei längeren Abschlussarbeiten, diese Funktionen in Anspruch zu nehmen, um Formatierungschaos zu vermeiden. In das Inhaltsverzeichnis gehören auch Eigenständigkeitserklärung und Literaturverzeichnis.

Einleitung

Die Einleitung soll dem Prüfer Lust auf das Weiterlesen machen. Damit ist sie quasi die Visitenkarte für Deine Arbeit. Du umreißt die Forschungslage und arbeitest problemorientiert auf Deine Fragestellung hin. Ein häufiger Fehler liegt darin, in der Einleitung eine detaillierte Vorgehensweise aufzuführen, indem die Gliederung nochmal verschriftlicht wird („Als Erstes ..., dann wird Thema X beleuchtet, um anschließend...“). Das ist hinfällig – der Prüfer hat sich zuvor das Inhaltsverzeichnis angesehen und weiß, wohin Deine Reise gehen soll.

Hauptteil

Der Hauptteil ist das Herzstück Deiner Arbeit. Hier arbeitest Du Dich in Unterkapiteln an der Forschungslage entlang und entwickelst Deine eigenen Thesen. Den roten Faden darfst Du nicht aus den Augen verlieren: Achte darauf, dass Deine Kapitel logisch aufeinander aufbauen. Vermeide große Gedankensprünge. Ob Du dem Hauptteil ein Theoriekapitel mit den wichtigsten Forschungsergebnissen voranstellst oder diese in Deine Kapitel einarbeitest, ist Geschmackssache.

Fazit und Ausblick

Das letzte Kapitel Deiner Arbeit ist ein Fazit. Hier fasst Du Deine wichtigsten Ergebnisse pointiert zusammen und ziehst ein Resümee. Du führst auch offen gebliebene Fragen auf. Ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten zu Deiner Fragestellung ist vor allem dann hilfreich, wenn Du aufgrund der niedrigen Seitenzahl nur einen Bruchteil bearbeiten konntest. So kannst Du beweisen, dass Du dennoch einen Blick für weitere potentielle Problemfelder hast.

Eigenständigkeitserklärung

In der Eigenständigkeits- oder auch Plagiatserklärung versicherst Du mit wenigen Zeilen, dass Du die Arbeit selbst und ohne fremde Hilfsmittel verfasst hast und dass Zitate als solche kenntlich gemacht worden sind. Darunter setzt Du Deine Unterschrift.

Literaturverzeichnis

Am Schluss steht das Literaturverzeichnis. Hier führst Du die gesamten Quellen auf, die Du in Deiner Arbeit zitiert hast. Literatur, die Du zwar für das Thema gelesen, aber nicht zitiert hast, hat im Verzeichnis nichts verloren. Schließlich lässt sich nicht überprüfen, ob Du die Werke tatsächlich gelesen hast.

Literaturtipps rund um das Thema "Wissenschaftliche Arbeiten schreiben"

Für eine Vertiefung zum Unterfangen des wissenschaftlichen Arbeitens ist es nie zu spät: Auch kurz vor der Masterarbeit ist noch Luft nach oben vorhanden und es lohnt sich, einen Blick in vertiefende Lektüre zu werfen. Ein Klassiker für viele Studienfächer fernab von dröger Theorie ist das Werk „Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt“ von Umberto Ecco. Als hilfreich erwiesen hat sich auch „Lesen Schreiben Denken“ von Markus Krajewski. Was sich zunächst simpel anhört, gibt Dir hilfreiche Tipps bei leidlichen Angelegenheiten wie Themenfindung, Erstellung einer sinnvollen Gliederung oder Schreibblockaden. Letztere bekämpft auch Otto Kruse mittlerweile schon in der 12. Auflage: „Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium“ verschafft Abhilfe, wenn die Sätze einfach nicht kommen wollen.