Nebenjob für das Studium: So funktioniert die Finanzierung

Studium und Nebenjob

Die HIS und das Deutsche Studentenwerk befragten 2012 mehr als 15.000 Studenten zu ihren Finanzierungsquellen, die sie für ihr Studium in Anspruch nehmen.

Finanzierungsquelle Anteil in %
Eltern 87
Eigener Verdienst 63
BAföG 32
Verwandte, Bekannte 23
Eigene Ersparnisse 20
Studienkredit der KfW 4
Stipendium 4
Waisengeld/ -rente 3
Partner/in 3
Bildungskredit von KfW 1
Privatkredit zur Studienfinanzierung 1
Sonstige Quellen 4

Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2009 fällt auf, dass der Anteil der Elternleistung gleich geblieben ist. Die Finanzierungsquelle eigener Verdienst hat um zwei Prozentpunkte abgenommen, das BAföG um drei Prozentpunkte zugenommen.

Der 450-Euro-Job: Keine Sozialabgaben

Der sogenannte Minijob ist die beliebteste Jobart der Studenten, da bis zu einem Gehalt von 450 Euro pro Monat (seit 1.1.2013; früher 400 Euro) keine Steuern und keine Sozialabgaben (Pflege-, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt lediglich 15 Prozent Rentenversicherung und 13 Prozent Krankenversicherung. Der Fiskus kassiert hingegen zwei Prozent.

Es spricht nichts dagegen, mehrere Minijobs parallel zu führen. Dennoch darf die Summe dieser Minijobs die magische Grenze von 450 Euro pro Monat nicht übertreffen.

Minijobber haben übrigens dasselbe Recht auf Zulagen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld wie jeder andere Mitarbeiter. Dieser willkommene Bonus hat aber auch einen Nachteil: Überschreiten Minijobber aufgrund der Sonderzahlungen die monatliche 450-Euro-Grenze, hochgerechnet auf ein Jahr entspricht sie 5.400 Euro, zahlen sie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf ihren Verdienst.

Für Verdienste zwischen 450 und 800 Euro gilt die sogenannte Gleitzone. In diesem Fall wird nicht der volle Rentenversicherungsbeitrag fällig, sondern nur ein reduzierter Beitragsanteil. Praktisch ist es auch, nur im Semester zu jobben: Bleibt es bei weniger als 20 Wochenstunden, bleibt der Verdienst ebenfalls versicherungsfrei.

Einen passenden Nebenjob finden

Die aktuelle Erhebung »Studierendensurvey«, welche im Auftrag des Bundesforschungsministeriums erstellt wurde, erhoffen sich Studenten durch ihr Studium bessere Aussichten auf einen Arbeitsplatz.

Viele Studierende suchen allerdings bereits während des Studiums nach einem Job, der ihnen Sicherheit bietet. Diese Sicherheit haben sie dringend notwendig, schließlich müssen Studierende viele Rechnungen begleichen und nebenbei einiges lernen. Auf der Jobsuche wählen die meisten Studenten das Internet: Dieses Medium bietet die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Auf können Studierende bspw. ein persönliches Profil erstellen und sich direkt auf Jobsuche begeben. Zusätzlich können sie sich über zu ihrem Profil passende Stellenangebote informieren lassen.

Grundsätzlich bietet ein Online-Stellenmarkt viele verschiedene Arbeitsplätze. Studenten sollten jedoch nach Jobs suchen, die ihrer späteren Karriere nutzen könnten. So ist das Kellnern zum Beispiel ein klassischer Studentenjob, einem Journalismus-Studenten wird dieser Job jedoch nicht mit seiner Karriere weiterhelfen. Besser wäre es, als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung zu arbeiten.