Sonderfall MBA - Finanzierungswege des Ausbildungswegs

Verteilung Studenten auf Studienfächer

Bei dem Master of Business Administration handelt es sich um ein Studium, welches grundsätzlich alle Fertigkeiten vermittelt, welche für Tätigkeiten im Management von Belang sind. Er stellt eine zusätzliche Qualifikation zu einem bereits vollendeten Studium an einer Hochschule dar und ist damit kein Master im klassischen Sinne der Bologna-Reform. Neben den Aspekten des Managements, zählen auch die Wirtschafts-Wissenschaften zu den wesentlichen Kerninhalten des Studiengangs.

Besonders an diesem Studium, ist auch die hohe Praxisorientierung, womit es sich auch inhaltlich stark von anderen Master-Studiengängen der Wirtschaftswissenschaften unterscheidet. Auch die Karrierechancen stehen anders als nach einem klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Studium: Wer sich dafür entscheidet, seinen MBA zu machen, hat gute Chancen auf einen guten Verdienst.

Auch die Aussichten auf einen angesehenen, gehobenen Arbeitsplatz sehen nicht schlecht aus. Grund dafür ist die hohe Praxisorientierung im Studium, welche auch bereits während der Studienjahre interessante Erfahrungen und Möglichkeiten garantiert.

Viele Studierende eines MBAs entscheiden sich dafür, mindestens einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren. Denn so bietet der MBA noch mehr Möglichkeiten, seinen Lebenslauf aufzuhübschen: Eindrücke einer anderen Kultur, Fremdsprachenkenntnisse verbessern und wertvolle internationale Kontakte werden von Unternehmen gerne gesehen.

Möglichkeiten der Finanzierung

So lohnenswert der Abschluss auch erscheint, so steinig ist der Weg dorthin. Denn für einen MBA müssen Studierende tief in die Tasche greifen. Denn der Abschluss ist meist nur an teuren Business Schools zu erlangen, welche oftmals bis zu 6.000 Euro an Semesterbeiträgen verlangen. Zudem zählt der MBA nicht als reguläres Studium, sodass eine staatliche Förderung durch Bafoeg nicht möglich ist.

Auch deswegen sind viele Studienanfänger des MBAs ehemalige Berufstätige. Viele Studierende sparen deswegen schon lange vor Beginn des Studiums auf ihre neuerliche Studienzeit hin. Wem das nicht möglich war, der muss auf auf einen Studienkredit zurückgreifen oder darauf hoffen, ein Stipendium zu bekommen.

Aufnehmen eines Kredits zur Studienfinanzierung

Studenten können auch von örtlichen Unternehmen Kredite erhalten; diese kooperieren nämlich oft mit den ansässigen Business Schools. Oftmals gibt es besondere Studienkredite, welche von verschiedenen Banken angeboten werden. Hier werden nach der Aufnahme der Arbeit bestimmte Raten zurückgezahlt. Ein Vorteil dieser Finanzierungsart stellen insbesondere die niedrigen Zinsen dar, denn Studienkredite werden anders bezinst als andere Darlehensformen.

Die besten Chancen auf einen Kredit hat man in den USA, da dort eine gewisse Routine und Erfahrung mit Krediten für Absolventen des MBA vorhanden ist und die Bedenken einer Kreditgewährung deutlich geringer ausfallen. Aber auch in Deutschland ist es keine Unmöglichkeit, einen Kredit von einer Bank zu erhalten, da die Banken sich darüber bewusst sind, dass ein MBA-Abschluss meist mit einem hohen Gehalt einher geht und somit eine spätere Zurückzahlung kein Problem darstellen sollte.

Auch Bildungsfonds können eine Lösung für die finanziellen Schwierigkeiten darstellen. Nach dem Aufnehmen der Arbeit hat hier der Absolvent schon beim Abschluss des Vertrages einen Prozentsatz des Lohns festzulegen, der innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes an den Anbieter des Bildungsfonds zurückgezahlt werden muss. Da diese Form der Finanzierung gerade bei den Studierenden Sinn macht, welche viel verdienen, ist es für solche mit kleinerem Gehalt eher schwierig, auf diesem Weg Unterstützung zu erhalten und das Auswahlverfahren zu überstehen.

Die Anbieter solcher Bildungsfonds unterscheiden sich häufig in ihrer Herangehensweise. So nutzen manche beispielsweise ausführliche Online-Bewerbungsformulare, welches es für interessierte Studenten auszufüllen gibt, während andere mehr Wert auf gute Noten legen und so weniger aufwendige Bewerbungsverfahren haben. Die Kriterien, nach denen eine Auswahl erfolgt, unterscheiden sich oft stark voneinander, weswegen es sich lohnt, verschiedene Anbieter und deren Voraussetzungen näher zu betrachten und zu vergleichen.

Möglichkeiten der Finanzierung durch Stipendien und Sponsoring

Das Stipendium ist als Finanzierungsmöglichkeit deswegen so beliebt, da im Gegensatz zum Bildungsfond oder dem Kredit, das erhaltene Geld in der Regel nicht wieder zurückgezahlt werden muss. Es gibt allerdings auch Stipendien, welche lediglich einen Teil der Kosten übernehmen.

Das wohl beliebteste Stipendium für Auslandsaufenthalte ist das des DAAD. Voraussetzung für ein Jahresstipendium vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst, ist das der letzte Studienabschluss höchstens drei Jahre her ist und man bereit ist den MBA im Ausland zu absolvieren. Diese Entscheidung bringt viele Vorteile mit sich. Nicht nur das die Studiengebühren komplett übernommen werden, auch gibt es einen Zuschuss für Lebenshaltungskosten.

Natürlich kann man sich alternativ, direkt an die Business Schools zu wenden, welche ebenfalls Stipendien anbieten. Hier gibt es jedoch von Schule zu Schule andere Voraussetzungen, nach denen diese vergeben werden. Auch der Arbeitgeber kann einem bei der Finanzierung des Studiums helfen. Wer ohnehin Interesse daran hat, auch nach Beendigung des MBA in dem Unternehmen zu bleiben, hat hohe Chancen darauf, vom Arbeitgeber eine teilweise oder sogar komplette Kostenerstattung zu erhalten.

Die Finanzierung erscheint auf den ersten Blick zwar schwierig zu bewerkstelligen, ist allerdings mit etwas Engagement und Mühe durchaus zu bewältigen. Auch wenn es beispielsweise mit einem Stipendium nicht klappt, sollte man nicht direkt aufgeben, sondern es über einen Kredit, den Arbeitgeber oder einen Bildungsfond versuchen. Letztlich lohnt sich die Mühe und man hat nach dem MBA gute Aussichten auf einen erfolgsversprechenden, rentablen Job.