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Private Krankenversicherung für Beamte: Vergleich der Anbieter

Eine private Krankenversicherung ist für Beamte fast immer die bessere Wahl im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Denn nur die PKV bietet für Beamte maßgeschneiderte, günstige Ergänzungstarife an. Doch beim Abschluss hast Du die Qual der Wahl: Es gibt hunderte von Tarifen mit sehr unterschiedlichem Leistungsspektrum. Wir erklären Dir, woran Du gute Verträge erkennst und warum Vorerkrankungen kein Hindernis sein müssen, um eine günstige private Krankenversicherung für Beamte zu finden.

Welche private Krankenversicherung ist für Beamte die beste?

Fast 50 Prozent der Mitglieder in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind Beamte, ehemalige Beamte und deren Angehörige. Für die PKV sind Beamte somit ein wichtiges Kundenklientel, das mit zahlreichen Tarif-Varianten umworben wird.

Das erleichtert es Dir einerseits, eine günstige und leistungsstarke private Krankenversicherung für Beamte zu finden. Oft sind Premium-Leistungen wie Chefarzt-Behandlungen, Einzelzimmer im Krankenhaus oder eine 100-prozentige Kostenübernahme bei Zahnersatz schon um kleines Geld zu haben. Andererseits ist der Tarif-Dschungel schwer zu überblicken und es kann viel Zeit kosten, sich durch verschiedene Angebots- und Leistungsvarianten zu kämpfen. Nicht zuletzt, da sich im Kleingedruckten auch Einschränkungen verbergen können, die im Nachhinein für Ärger sorgen.

Wir empfehlen Dir, über das Online-Tool auf dieser Seite einen unverbindlichen Tarif-Vergleich einzuholen, wenn Du eine private Krankenversicherung für Beamte abschließen möchtest. Das funktioniert bequem mit nur wenigen Klicks. Du erhältst sofort eine umfangreiche Vergleichstabelle mit Leistungen, Preisen und anderen wichtigen Konditionen zahlreicher Anbieter. So findest Du rasch heraus, welche private Krankenversicherung für Beamte für Dich persönlich die beste Wahl ist. Umfassende Info-Materialien kann Du anschließend direkt bei ausgewählten Anbietern anfordern.

Wie ist die Krankenversicherung für Beamte gesetzlich geregelt?

Im Jahr 2009 ist in Deutschland eine allgemeine Krankenversicherungspflicht in Kraft getreten, die auch für Beamte und gleichgestellte Berufsgruppen wie Richter gilt. In der Krankenversicherung haben Beamte aber einen Sonderstatus. Denn Bund, Länder und Gemeinden übernehmen als Dienstherren bereits einen Teil der Kosten im Krankheitsfall. Auch für Pflegeleistungen wird ein Anteil bezahlt.

Der staatliche Zuschuss zu Gesundheitsleistungen nennt sich Beihilfe. Die genauen Bedingungen sind durch verschiedene Bundes- und Landesgesetze geregelt. Enge Familienangehörige sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls beihilfeberechtigt.

Die staatliche Beihilfe deckt aber nur einen Teil der Krankheitskosten. Für den verbleibenden Anteil müssen Beamte selbst eine Krankenversicherung abschließen. Der Großteil entscheidet sich dabei für eine private Krankenkasse. Denn die private Krankenversicherung bietet für Beamte spezielle beihilfekonforme Ergänzungstarife an. Diese Restkostenversicherungen stocken die staatliche Beihilfe auf. Sie sind dabei wesentlich günstiger als eine Vollversicherung, da die Krankenversicherung für Beamte ja nur einen Teil der Kosten übernehmen muss.

Je nach Berufsgruppe und Dienstherr ist die staatliche Beihilfe im Detail unterschiedlich geregelt. Sonderregeln gelten etwa für Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten. Die private Krankenversicherung bietet für Beamte maßgeschneiderte Tarife an, die sich an den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben orientieren.

Bundesbeamte

Die Beihilfe-Ansprüche von Bundesbeamten und ihren Angehörigen werden durch die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) definiert. Der Gesetzestext beschreibt unter anderem, wer beihilfeberechtigt ist, wie hoch die Beihilfe ist und welche Leistungen bezahlt werden.

Berechtigte Berufsgruppen

Auf Bundesebene haben folgende Gruppen Anspruch auf staatliche Beihilfe zu Gesundheitsleistungen:

  • Beamte, egal ob in Voll- oder Teilzeit beschäftigt
  • Beamte auf Zeit, Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf
  • Richter
  • Soldaten
  • Beamte, Richter und Soldaten im Ruhestand
  • Ehepartner mit einem Einkommen von weniger als 17.000 Euro pro Jahr
  • Kinder, für die Kindergeld-Anspruch besteht
  • Hinterbliebene von Beihilfeberechtigten (Witwer und Waisen)

Beihilfesätze

Die Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) definiert außerdem die genauen Beihilfesätze - also den Anteil an den Krankheitskosten, den der Staat übernimmt. Die Beihilfesätze orientieren sich u.a. am Familienstand:

  • Beamte mit höchstens 1 Kind: 50 %
  • Beamte mit 2 oder mehr Kindern: 70 %
  • Beamte im Ruhestand: 70 %
  • Ehepartner oder Witwer: 70 %
  • Kinder (bei Bezug von Kindergeld): 80 %
  • Halb- oder Vollwaisen: 80 %

Für den verbleibenden Anteil müssen Beamte eine Krankenversicherung abschließen. Dafür bieten private Krankenkassen spezielle Tarife an, die man als Restkostenversicherungen oder beihilfekonforme Ergänzungstarife bezeichnet.

Wenn sich im Laufe des Lebens der Beihilfesatz ändert, können Beamte ihre private Krankenversicherung problemlos anpassen, ohne dass sie einen neuen Vertrag abschließen müssen. Das ist wichtig, weil so eine neuerliche Gesundheitsprüfung entfällt.

Leistungsumfang der Beihilfe

Nach § 6 BBhV soll die staatliche Beihilfe für "notwendige" und "wirtschaftlich angemessene" Leistungen aufkommen. Im Klartext bedeutet das, dass nicht alle medizinischen Leistungen durch die Beihilfe abgedeckt sind. Keine oder nur geringe Beihilfeleistungen gibt es beispielsweise für Sehbehelfe (Brillen, Kontaktlinsen) oder Material- und Laborkosten beim Zahnarzt.

In bestimmten Leistungsbereichen müssen Beamte einen kleineren Teil der Kosten (meist 5 bis 10 Euro) selbst tragen. Eigenbehalte wurden u.a. für folgende Leistungen eingeführt:

  • Arzneimittel
  • Hilfsmittel (Prothesen, Krankenfahrstühle etc.)
  • stationäre Aufenthalte
  • Reha-Maßnahmen

Beamte der Länder und Kommunen

Bei Beamten auf Landes- oder Kommunalebene greifen die Beihilfeverordnungen des jeweiligen Bundeslandes. Die Landesgesetze orientieren sich inhaltlich zwar an der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV), können in Details aber davon abweichen. Beispielsweise wurden in zahlreichen Bundesländern sogenannte Kostendämpfungspauschalen eingeführt. Das bedeutet im Wesentlichen, dass Leistungen gekürzt oder Eigenanteile erhöht wurden. In einigen Bundesländern haben Beamte während ihrer Vorbereitungszeit keinen Anspruch auf Beihilfe zu Zahnersatz oder Kuren.

Eine wesentliche Neuerung wurde im August 2018 in Hamburg eingeführt: Beamte bekommen dort von ihrem Dienstgeber einen Zuschuss von 50 Prozent, wenn sie eine gesetzliche Krankenversicherung abschließen - ähnlich wie Angestellte. Dadurch soll die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte attraktiver werden. Die Regelung hat aber auch Nachteile: So ist die Wahl der Krankenkasse für Beamte endgültig, ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist später nicht mehr möglich. Das kann zum Problem werden, wenn Du später in ein anderes Bundesland ziehen willst.

Ähnliche Regelungen wie in Hamburg sollen im Jahr 2020 auch in Bremen und Brandenburg in Kraft treten.

Freie Heilfürsorge für gefährliche Berufe

Für Berufsgruppen, die einen risikoreichen Job im öffentlichen Dienst ausüben, gelten spezielle Regeln: Der Staat übernimmt nicht nur einen Teil, sondern 100 Prozent der medizinischen Kosten. Diese Leistung nennt man freie Heilfürsorge. Der Grund ist, dass Beamte für die Krankenversicherung deutlich mehr bezahlen müssten, wenn sie risikoreiche Berufe ausüben. Freie Heilfürsorge erhalten

  • Polizisten
  • Feuerwehrleute
  • Justizvollzugsbeamte

Angehörige haben allerdings keinen Anspruch auf Heilfürsorge. Sie erhalten die übliche staatliche Beihilfe und benötigen daher eine zusätzliche Krankenversicherung.

Eine ergänzende private Krankenversicherung ist für Beamte, die Heilfürsorge erhalten, zwar nicht verpflichtend. Gehen sie in Ruhestand, dann erlischt jedoch der Anspruch auf Heilfürsorge. Der Staat gewährt dann nur die ganz normale Beihilfe, wie sie allen Beamten zusteht. Eine zusätzliche Versicherung ist für Beamte im Ruhestand daher verpflichtend, auch wenn sie zuvor Heilfürsorge bezogen haben.

Die private Krankenversicherung sollten Beamte in gefährlichen Berufen möglichst schon während ihrer aktiven Zeit abschließen. Dafür gibt es spezielle, vergünstigte Anwartschaftstarife. Die Anwartschaftsversicherung lässt sich im Ruhestand in eine normale Krankenversicherung für Beamte umwandeln, ohne dass eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Dadurch ist die private Krankenversicherung für Beamte im Ruhestand vergleichsweise günstig.

Sonderfall Soldaten

Auch Soldaten der Bundeswehr bekommen staatliche Heilfürsorge. Sie ist aber etwas anders organisiert als für Polizisten, Feuerwehrleute und Justizbeamte. Als Soldat erhältst Du eine kostenlose truppenärztliche Versorgung. Eine private Krankenversicherung wie für Beamte in anderen Berufen ist daher während der aktiven Zeit nicht zwingend nötig. Im Ruhestand erhältst Du aber nur die ganz normale staatliche Beihilfe für Beamte. Um eine Krankenversicherung kommst Du daher nicht herum.

Warum ist eine private Krankenversicherung für Beamte sinnvoller als eine gesetzliche?

Rund 94 Prozent aller Beamten entscheiden sich für eine private Krankenversicherung. Grundsätzlich können sich Beamte aber auch gesetzlich versichern, indem sie als freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse beitreten.

Doch die gesetzliche Krankenversicherung ist für Beamte nur selten sinnvoll. Denn anders als bei Angestellten übernimmt der Staat hier (mit Ausnahme von Hamburg) keinen Arbeitgeber-Anteil. Deshalb müssen Beamte die Krankenversicherung zu 100 Prozent selbst bezahlen, ähnlich wie Selbstständige. Und die gesetzliche Krankenversicherung bietet für Beamte keine vergünstigte Restkostenversicherung an, es bleibt nur eine Vollversicherung. Deshalb ist für Beamte eine private Krankenversicherung meist kostengünstiger als eine gesetzliche.

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für Beamte nur in wenigen Ausnahmefällen sinnvoll:

  • Alleinverdiener oder viele Kinder: In der gesetzlichen Krankenversicherung können Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen kostenlos mitversichert werden. Bei privaten Krankenversicherungen braucht hingegen jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag. Da auch Angehörige Anspruch auf staatliche Beihilfe haben, sind diese Verträge zwar sehr günstig. Bei einer großen Anzahl von Kindern kann dennoch die kostenlose Familienversicherung in der GKV die bessere Wahl sein.
  • Geringverdiener: In der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beiträge einkommensabhängig berechnet. Bei privaten Anbietern zählen hingegen die Leistungen. Wer sehr wenig verdient, z.B. aufgrund von Teilzeit-Arbeit, zahlt möglicherweise für die private Krankenversicherung höhere Beiträge als für eine gesetzliche.
  • Schwere Vorerkrankungen: Personen mit ernsthaften Vorerkrankungen zahlen bei privaten Krankenversicherungen Risikoaufschläge, in der GKV jedoch nicht. Doch auch in der privaten Krankenversicherung sind für Beamte nach derzeitigem Recht Sonderregelungen vorgesehen. Die Höhe der Risikoaufschläge ist gedeckelt und keine private Krankenkasse darf Beamte wegen Vorerkrankungen ablehnen. In Einzelfällen kann trotzdem eine gesetzliche Versicherung für Beamte mit gesundheitlichen Beschwerden günstiger sein.

Welche Tarife bietet die private Krankenversicherung für Beamte an?

Die private Krankenversicherung bietet für Beamte spezielle Tarife an, welche die staatlichen Leistungen aufstocken. Das hat den Vorteil, dass Du für die Krankenversicherung nicht mehr bezahlst als nötig. Du hast die Wahl zwischen diesen Tarif-Varianten:

Beihilfekonforme Ergänzungstarife

Die klassische private Krankenversicherung für Lehrer, Verwaltungsangestellte, Richter und andere Staatsdiener ist eine Restkostenversicherung. Sie deckt den verbleibenden Anteil von 20 bis 50 Prozent der Krankheitskosten ab, für die der Staat nicht aufkommt. In bestimmten Leistungsbereichen, etwa bei Zahnleistungen, sieht auch die private Krankenversicherung für Beamte oft Selbstbehalte vor. Es kann daher sein, dass Du einen mehr oder weniger hohen Restbetrag aus eigener Tasche zahlst.

Wahlleistungstarife

Um solche Lücken zu schließen, bietet die private Krankenversicherung für Beamte Zusatzversicherungen an. Durch Wahlleistungstarife stockst Du den Basis-Krankenschutz auf und erhältst bessere Leistungen, wie etwa

  • Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Chefarzt-Behandlungen
  • Höhere Erstattungen beim Zahnarzt
  • Heilpraktiker-Behandlungen

Dafür zahlst Du zusätzliche Prämien, deren Höhe vom Anbieter und Deinen persönlichen Voraussetzungen abhängt. Wenn Dir Wahlleistungen wichtig sind, ist es meist besser, die Zusatzversicherung sofort mit Deiner Verbeamtung abzuschließen. Entscheidest Du Dich erst später für einen Wahlleistungstarif, musst Du oft eine neuerliche Gesundheitsprüfung durchlaufen und zahlst bei gesundheitlichen Beschwerden mehr.

Anwärtertarife

Beamter auf Lebenszeit bist Du nicht sofort. Fast immer ist in der Beamtenlaufbahn ein Vorbereitungsdienst oder Referendariat vorgesehen, das bis zu 3 Jahre dauern kann. Während des Vorbereitungsdienstes bist Du entweder:

  • in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis: Das gilt etwa für Rechtsreferendare (Ausnahme: Thüringen) und in einigen Bundesländern für Lehramts-Anwärter. Während Deiner Vorbereitungszeit hast Du keinen Anspruch auf staatliche Beihilfe. Du bist normalerweise in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert.
  • Beamter auf Widerruf oder auf Probe: In diesem Fall hast Du Anspruch auf staatliche Beihilfe. Du kannst daher schon während Deiner Vorbereitungszeit eine private Krankenversicherung für Beamte abschließen.

Während Deiner Vorbereitungszeit beziehst Du noch kein volles Beamten-Gehalt. Daher bietet die private Krankenversicherung für Lehrer im Referendariat und andere Beamte in Ausbildung spezielle Anwärtertarife an, die günstiger sind als eine normale Versicherung für Beamte auf Lebenszeit. In der Regel sind diese Anwärtertarife aber an bestimmte Altersgrenzen geknüpft. Je nach Anbieter darfst Du das 34. bis 39. Lebensjahr nicht überschritten haben.

Anwärtertarife sind günstiger, weil sie noch keinen Sparanteil für das Alter (sogenannte Altersrückstellungen) enthalten. Bestehst Du Deine Laufbahnprüfung, dann endet der Anwärtertarif und wird auf eine normale Krankenversicherung für Beamte umgestellt. Da ab diesem Zeitpunkt Altersrückstellungen gebildet werden, zahlen Beamte für ihre Krankenversicherung nach dem Vorbereitungsdienst höhere Prämien.

Eine neuerliche Gesundheitsprüfung ist aber nicht vorgesehen. Hast Du inzwischen ein paar gesundheitliche Beschwerden, dann musst Du somit keine Risikoaufschläge befürchten.

Anwartschaftsversicherung

Nicht mit Anwärtertarifen zu verwechseln ist die sogenannte Anwartschaftsversicherung! Der Unterschied: Eine Anwartschaftsversicherung bietet keinen Krankenversicherungsschutz. Du sicherst Dir damit lediglich Deinen Platz in der privaten Krankenversicherung in späteren Jahren - jedoch zu den heute geltenden Bedingungen. Das heißt, Du musst später keine Gesundheitsprüfung durchlaufen, wenn Du die Anwartschaft in eine vollwertige private Krankenversicherung für Beamte umwandelst. Dafür bezahlst Du eine stark reduzierte Prämie, die meist nur die Verwaltungskosten abdeckt.

Eine Anwartschafts-Versicherung für Beamte ist in diesen Situationen sinnvoll:

  • Heilfürsorge: Während Deiner aktiven Zeit als Polizist, Feuerwehrmann, Justizbeamter oder Soldat übernimmt der Staat 100 Prozent der Krankheitskosten. Nach Deiner Pensionierung benötigst Du aber eine zusätzliche private Krankenversicherung für Beamte. Am besten schließt Du die Anwartschafts-Krankenversicherung für Beamte möglichst frühzeitig ab, solange Du Dich zu guten Konditionen versichern kannst.
  • Gesetzlich versicherte Referendare: Bist Du während Deiner Vorbereitungszeit in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis, dann ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Dich zuständig. Du kannst aber bereits jetzt eine private Krankenversicherung für Beamte abschließen, um Dir einen guten Vertrag zu sichern.

Die Anwartschafts-Krankenversicherung für Beamte gibt es entsprechend in zwei Varianten:

  • Große Anwartschaft: Diese Tarife enthalten neben dem Verwaltungskosten-Anteil auch einen Sparanteil für das Alter. Sie sind daher etwas teurer, dafür bleibt die Prämie in späteren Jahren relativ stabil. Sinnvoll ist sie für Beamte, die eine private Krankenversicherung erst in der Rentenzeit brauchen, weil sie staatliche Heilfürsorge beziehen.
  • Kleine Anwartschaft: Diese Tarife sind besonders günstig, weil sie keine Altersrückstellungen enthalten. Sie sind sinnvoll, um kurze Übergangszeiten zu überbrücken - etwa wenn Du eine private Krankenversicherung als Lehrer im Referendariat oder Beamter im Vorbereitungsdienst abschließen möchtest.

Auf welche Tarifmerkmale sollten Beamte bei der Krankenversicherung achten?

Wenn Du eine private Krankenversicherung für Beamte abschließen willst, ist ein gründlicher Anbieter-Vergleich unerlässlich. Denn während die Basisleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) staatlich vorgegeben sind, können private Versicherungen ihre Leistungen wesentlich individueller gestalten. Die folgenden Tarifmerkmale unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter teils beträchtlich:

Leistungsumfang

Beamte können bei der Krankenversicherung meist zwischen günstigen Basis- und höherpreisigen Premium-Tarifen wählen. Doch eine teure Versicherung muss nicht automatisch bessere Leistungen bieten! Prüfe daher unbedingt im Detail, was die Krankenversicherung für Beamte bezahlt und was nicht.

Ambulante Arztbehandlungen

Jede private Krankenversicherung für Beamte bezahlt ambulante Behandlungen beim Haus- oder Facharzt. Unterschiede gibt es aber in Bezug auf die maximale Erstattungshöhe. Wie viel Ärzte verlangen dürfen, ist in Deutschland gesetzlich geregelt: Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) legen Regelsätze für einzelne Behandlungen fest. Ärzte dürfen diese Regelsätze ohne ausdrückliche Vereinbarung maximal bis zum 3,5-fachen Betrag überschreiten. Das ist der sogenannte Regelhöchstsatz. Fast immer erstattet die private Krankenversicherung für Beamte ambulante Arztleistungen bis zum Regelhöchstsatz.

Privatärzte dürfen mehr in Rechnung stellen, wenn Du als Patient zustimmst. Leistungsstarke Versicherungen bezahlen auch Arzthonorare, die den Regelhöchstsatz überschreiten.

Stationäre Leistungen

Für öffentliche Spitäler legen die Bundespflegesatzverordnung und das Krankenhausentgeltgesetz die zulässigen Gebühren fest. Die staatliche Beihilfe umfasst in der Regel nur diese Basisleistungen. Durch eine private Krankenversicherung für Beamte kannst Du die Leistungen im Krankenhaus aufstocken. Je nach Tarif übernimmt die private Krankenkasse für Beamte

  • Chefarzt-Behandlungen
  • Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer
  • Vor- und Nachbehandlungen, die durch die Beihilfe nicht gedeckt sind

Auch die Vereinbarung von Krankenhaus-Tagegeld ist in der privaten Krankenversicherung für Beamte möglich. Du bekommst für jeden Tag im Krankenhaus einen bestimmten Geldbetrag, den Du frei verwenden kannst.

Zahnleistungen

Im Bereich der Zahnleistungen ist die staatliche Beihilfe sehr lückenhaft! Beispielsweise zahlen Beamte ihren Zahnersatz und die Laborkosten beim Zahnarzt zum Großteil aus eigener Tasche. Umso wichtiger ist es, welche Zahnarzt-Kosten Beamte mit der Krankenversicherung abrechnen können. Prüfe unbedingt die folgenden Details:

Zahnstaffel

Hinter dem Begriff "Zahnstaffel" verbergen sich Leistungsbegrenzungen in den ersten Jahren. In der Regel kannst Du unmittelbar nach Versicherungsabschluss bestimmte jährliche Höchstbeträge ausschöpfen, alles darüber hinaus bezahlst Du selbst. Die Höchstbeträge werden von Jahr zu Jahr angehoben. Es stehen Dir beispielsweise im ersten Jahr 1.000 Euro zur Verfügung und mit jedem weiteren Jahr 1.000 Euro mehr.

Zahnersatz und Implantate

Schon ein einziges Zahnimplantat kann mehrere 1.000 Euro kosten! Eine gute private Krankenversicherung für Beamte trägt die Kosten zu 100 Prozent, bei vielen Tarifen sind aber Eigenanteile zwischen 10 und 25 Prozent vorgesehen. Da hochwertiger Zahnersatz sehr teuer ist, können hier schon 5 Prozent mehr oder weniger einen stattlichen Betrag ausmachen.

Füllungen (Inlays)

Bei Basis-Tarifen sind oft nur die Kosten von Amalgam-Füllungen abgedeckt. Leistungsstarke Tarife erstatten dagegen auch die Kosten hochwertiger Kunststoff- oder Keramik-Füllungen.

Kieferorthopädie

Viele Versicherungen übernehmen kieferorthopädische Behandlungen nur bei Kindern und Jugendlichen. Eine gute private Krankenversicherung für Beamte sollte die Kosten auch im Erwachsenenalter tragen. Denn kieferorthopädische Behandlungen können beispielsweise nach Unfällen erforderlich werden.

Vorsorgeleistungen

Für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) gibt es keine staatliche Beihilfe. Die private Krankenversicherung für Beamte kann diese wichtige Vorsorgeleistung jedoch einschließen.

Laborkosten

Laborkosten machen bei Zahnersatz oder Füllungen oft einen großen Anteil an der Zahnarzt-Rechnung aus. Die staatliche Beihilfe kommt dafür nicht vollständig auf. Prüfe daher, ob die private Krankenversicherung für Beamte die Restkosten trägt!

Medikamente

Üblicherweise bezahlt eine private Krankenversicherung für Beamte alle rezeptpflichtigen Medikamente, für die Beihilfe-Anspruch besteht. Günstige Versicherungen zahlen Dir manchmal nur Generika - also wirkstoffgleiche Medikamente, die billiger sind als das Original. Auch Selbstbehalte kommen vereinzelt vor. Leistungsstarke Versicherungen übernehmen andererseits auch die Kosten von Präparaten, für die es keine staatliche Beihilfe gibt.

Hilfsmittel

Unter medizinischen Hilfsmitteln versteht man u.a.

  • Sehbehelfe (Brillen, Kontaktlinsen)
  • Prothesen
  • Krankenfahrstühle
  • Dialyse- und Beatmungsgeräte
  • Blindenhunde

Wichtig für Brillen- und Kontaktlinsen-Träger: Bei einer "normalen" Sehschwäche gibt es für Sehbehelfe keine staatliche Beihilfe! Prüfe daher, ob die Krankenversicherung für Beamte die Kosten trägt und wenn ja, in welcher Höhe.

High-Tech-Geräte oder Prothesen kosten rasch einen 5-stelligen Eurobetrag. Gut ist es, wenn die private Krankenversicherung für Beamte die staatliche Beihilfe auf 100 Prozent aufstockt. Manchmal sind Selbstbehalte oder jährliche Obergrenzen vorgesehen. Einige Versicherungen bezahlen nur die Miete der Geräte, was aber in der Regel ausreicht.

Heilmittel

Unter den Begriff "Heilmittel" fallen Behandlungen wie

  • Massagen
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie

Die staatliche Beihilfe deckt meist nicht die vollen Kosten. Oft stockt die Krankenversicherung für Beamte die Leistungen auf, leistungsstarke Tarife übernehmen bis zu 100 Prozent. Das ist wichtig, denn die Physiotherapie nach einem Unfall oder Bandscheibenvorfall kann ein langwieriges Unterfangen sein. Falls Du Deine Kinder privat versicherst, dann achte besonders auf den Baustein "Logopädie".

Alternativmedizin

Die staatliche Beihilfe deckt auch Behandlungen beim Heilpraktiker oder bestimmte alternativmedizinische Methoden wie Homöopathie anteilig ab. Um die Erstattung auf 100 Prozent aufzustocken, können Beamte eine private Krankenversicherung mit der Wahlleistung "Alternativmedizin" abschließen. Je nach Anbieter werden oft auch Methode übernommen, für die es mangels wissenschaftlicher Belege keine staatliche Beihilfe gibt. Achte auf jährliche Höchstgrenzen!

Selbstbeteiligungen

Wie bei jeder Versicherung sind Selbstbeteiligungen in der privaten Krankenversicherung für Beamte eine Möglichkeit, Prämien zu sparen. Selbstbeteiligungen bedeuten, dass die private Krankenkasse für Beamte die staatliche Beihilfe nicht auf 100 Prozent aufstockt. Ob ein Selbstbehalt-Tarif für Dich vorteilhaft ist oder eher nicht, hängt davon ab, wie oft Du zum Arzt gehst. Bist Du relativ gesund, dann kommen Dir Selbstbehalte oft insgesamt günstiger.

Bedenke aber, dass sich Dein Gesundheitszustand mit zunehmendem Alter ändern kann! Möchtest Du später in einen anderen Tarif wechseln, dann ist meist eine neuerliche Gesundheitsprüfung erforderlich. Wenn Du zu diesem Zeitpunkt bereits ein paar Beschwerden hast, wird die Versicherung teurer.

Oft sind Selbstbehalte in der privaten Krankenversicherung für Beamte aber nur in bestimmten Leistungsbereichen vorgesehen. Wichtig ist in erster Linie, wieviel Du zu teuren Behandlungen zuzahlen musst. Einen Eigenanteil bei Brillen kannst Du wesentlich leichter verschmerzen als Zuzahlungen zu teuren Zahnimplantaten.

Höchstbeträge

Eine andere mögliche Leistungseinschränkung sind Höchstbeträge. In diesem Fall bezahlen Beamte in der Krankenversicherung zwar keinen generellen Selbstbehalt, doch die jährlichen Erstattungssummen sind gedeckelt. Bis zum Höchstbetrag stockt die private Krankenversicherung für Beamte die staatliche Beihilfe auf 100 Prozent auf.

Höchstbeträge sind meist unbedeutend, solange Du keine kostspieligen oder langwierigen Behandlungen brauchst. Bei schweren oder chronischen Erkrankungen können sie aber zu einer großen finanziellen Belastung werden.

Freie Arztwahl

Manchmal setzt die Krankenkasse voraus, dass Du zunächst zum Hausarzt gehst, der Dich bei Bedarf an einen Facharzt überweist. Das nennt man auch "Primärarztprinzip". Wenn Dir die private Krankenversicherung für Beamte freie Arztwahl gewährt, kannst Du hingegen sofort zum Facharzt gehen. Das erspart Dir Zeit und macht Dich in der Arztwahl flexibler.

Offener Leistungskatalog

Achte darauf, ob die private Krankenversicherung für Beamte bei der Erstattung von Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln einen offenen Katalog anwendet. Du kannst dann auch Geld für Leistungen bekommen, die nicht ausdrücklich im Leistungskatalog der Beihilfeverordnung enthalten sind. Das sichert Dir eine Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau.

Leistungen im Ausland

Gehst Du im Ausland zum Arzt, dann gibt es dafür nicht in jedem Fall volle staatliche Beihilfe! Laut § 11 Abs. 1 BBhV sind Leistungen in EU-Ländern genauso zu behandeln wie Leistungen in Deutschland. Außerhalb der EU werden Leistungen dagegen nur bis zu der Höhe erstattet, wie sie in Deutschland entstanden und beihilfefähig wären.

Da andere Länder im Gesundheitswesen oft ganz andere Abrechnungssysteme haben, kann das bedeuten, dass Du auf einem erheblichen Teil der Kosten sitzen bleibst. Es ist daher wichtig darauf zu achten, dass die private Krankenversicherung für Beamte die staatliche Beihilfe möglichst vollständig aufstockt - auch außerhalb der EU.

Wie viel kostet die private Krankenversicherung für Beamte?

Die private Krankenversicherung für Beamte muss nur die Restkosten abdecken, die nach Abzug der staatlichen Beihilfe verbleiben. Deshalb sind die Versicherungsprämien entsprechend günstiger als eine Vollversicherung für Angestellte oder Selbstständige. Wie viel Beamte für die Krankenversicherung zahlen, hängt u.a. vom Beihilfesatz ab:

  • 70 Prozent: Die Restkosten-Krankenversicherung für Beamte mit einem Beihilfe-Anspruch von 70 Prozent wird ab ca. 150 Euro monatlich angeboten.
  • 50 Prozent: Trägt der Staat 50 Prozent der Krankheitskosten, müssen Beamte für die Krankenversicherung mindestens 200 Euro veranschlagen.
  • 80 Prozent: Bei Kindern macht die staatliche Beihilfe 80 Prozent aus. Für die Restkosten-Krankenversicherung müssen Beamte mit Prämien ab ca. 30 Euro monatlich rechnen.

Beachte, dass es sich bei diesen Angaben nur um grobe Richtwerte handelt! Wie viel die private Krankenversicherung für Beamte im Einzelfall kostet, hängt stark vom Anbieter, vom gewählten Tarif und von den persönlichen Voraussetzungen ab.

Entscheidend sind diese Faktoren:

Leistungsumfang

Je leistungsstärker die private Krankenversicherung für Beamte sein soll, desto teurer wird sie im Schnitt. Wie stark die Prämien steigen, hängt aber ganz vom Anbieter ab. Oft gibt es bei gleichen Leistungen enorme Preisunterschiede! In Einzelfällen kannst Du bis zu 70 Prozent sparen, wenn Du online Preise vergleichst und Dich für den günstigsten Anbieter entscheidest.

Alter bei Vertragsabschluss

Je jünger Du eine private Krankenversicherung für Beamte abschließt, desto geringere Prämien bezahlst Du. Es lohnt sich daher, möglichst frühzeitig der PKV beizutreten. Wenn Du die private Krankenversicherung als Lehrer im Referendariat oder als Beamter in der Vorbereitungszeit abschließt, profitierst Du außerdem von vergünstigten Anwärter-Tarifen.

Beziehst Du staatliche Heilfürsorge, dann solltest Du die Möglichkeit der Anwartschaftsversicherung nutzen. Schließt Du die private Krankenversicherung für Beamte erst mit der Pensionierung ab, zahlst Du womöglich hohe Aufschläge.

Risikozuschläge

Treten Beamte in die private Krankenversicherung ein, dann müssen sie - genauso wie andere Antragssteller - Gesundheitsfragen beantworten. Die Versicherungsgesellschaft möchte so das individuelle Risiko und damit die voraussichtlichen Kosten feststellen. Vorerkrankungen können dazu führen, dass die Krankenversicherung einen Risikozuschlag einhebt. Bei besonders schweren Erkrankungen können private Krankenversicherung einen Antrag prinzipiell auch ablehnen.

Kleinere oder akute Erkrankungen spielen dabei keine Rolle. Es geht vor allem um chronische Krankheiten wie

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Herzbeschwerden
  • Übergewicht
  • Asthma
  • Multiple Sklerose
  • Krebs

Risikozuschläge können ein private Krankenversicherung sehr teuer machen. Die PKV hat für Beamte aber Sonderregeln eingeführt. Dadurch soll eine private Krankenversicherung auch für Beamte mit gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen bezahlbar bleiben. Die wichtigsten Eckpunkte dieser sogenannte "Öffnungsaktion" der PKV für Beamte mit Vorerkrankungen sind:

  • Aufnahmeanspruch: Die Versicherung darf Beamte nicht aufgrund von Vorerkrankungen oder Behinderungen ablehnen.
  • Kein Höchstalter: Beamte können der Krankenversicherung in jedem beliebigen Alter beitreten.
  • Keine Leistungsbeschränkungen: Die Krankenkasse darf Beamte mit Vorerkrankungen nicht von bestimmten Leistungen ausschließen.
  • Maximal 30 Prozent Zuschlag: Die erlaubten Risikozuschläge sind auf 30 Prozent des Normaltarifs begrenzt.
Wichtig

Diese Sonderregeln gelten nur, wenn Du die Versicherung innerhalb von 6 Monaten nach Deiner Verbeamtung abschließt! Das betrifft auch die Mitversicherung von Familienangehörigen.

Seit 2019 gelten diese Regeln auch für Beamte auf Widerruf. Damit ist die private Krankenversicherung auch für Lehrer im Referendariat oder andere Beamtenanwärter unabhängig von ihrem Gesundheitszustand offen.

Altersrückstellungen

Ältere Menschen ab 60 nehmen im Schnitt wesentlich mehr medizinische Leistungen in Anspruch als jüngere. Würden die Prämien entsprechend steigen, wäre eine private Krankenversicherung für Beamte im Alter unbezahlbar. Die privaten Versicherungen haben daher Altersrückstellungen eingeführt: Darunter versteht man einen zusätzlichen Sparanteil an der Versicherungsprämie, den Du schon in jungen Jahren bezahlst. Im Alter steht Dir das angesparte Geld zur Verfügung und sorgt dafür, dass Deine Kosten im Zeitverlauf relativ stabil bleiben.

Doch natürlich verteuern Altersrückstellungen in jungen Jahren die Prämie. Berücksichtige das unbedingt, wenn Du eine dauerhaft günstige Krankenversicherung für Beamte abschließen willst! Immer wieder bieten Versicherungen sehr preisgünstige "Lockvogel"-Tarife an, die aber nur einen geringen Sparanteil enthalten. Erst im Kleingedruckten zeigt sich, dass die Prämien mit den Jahren stark steigen. Prüfe auch bei Anwärtertarifen, die ausdrücklich noch keine Altersrückstellungen enthalten, unbedingt die spätere Preisentwicklung!

FAQs

Was ist die Beihilfe bei Beamten?

Die Beihilfe bei Beamten ist ein finanzieller Zuschuss des Staates zu medizinischen Behandlungskosten (inklusive Geburtskosten und Pflegekosten). Bund, Länder und Kommunen übernehmen als Dienstherren zwischen 50 und 80 Prozent der Krankheitskosten. Anspruch auf Beihilfe haben Beamte, Richter, Soldaten, Beamtenanwärter sowie Beamte im Ruhestand. Auch Ehepartner und Kinder sind unter bestimmten Voraussetzungen beihilfeberechtigt.

Was ist die beste private Krankenversicherung?

Was die beste private Krankenversicherung für Beamte ist, kannst Du mit dem Online-Vergleich auf dieser Seite ganz einfach selbst überprüfen. Die genauen Konditionen und Preise einer Krankenversicherung für Beamte hängen nicht nur vom Anbieter, sondern auch von individuellen Voraussetzungen ab. Deshalb ist es wichtig, dass Du ein personalisiertes Vergleichsangebot einholst.

Wie teuer ist eine private Krankenversicherung?

Wie teuer eine private Krankenversicherung für Beamte ist, hängt vom gewählten Tarif, den persönlichen Voraussetzungen und dem Beihilfesatz ab.

  • 50 Prozent Beihilfeanspruch: Für die zusätzliche private Krankenversicherung müssen Beamte mit mindestens 200 Euro monatlich rechnen.
  • 70 Prozent Beihilfeanspruch: Die private Krankenversicherung ist ab ca. 150 Euro monatlich zu haben.
  • 80 Prozent Beihilfeanspruch: Für beihilfeberechtigte Kinder können Beamte eine Krankenversicherung ab ca. 30 Euro im Monat abschließen.

Kann man sich als Beamter gesetzlich versichern?

Als Beamter kann man sich grundsätzlich auch gesetzlich versichern. Doch das ist nur in wenigen Fällen sinnvoll. Denn die gesetzliche Krankenversicherung bietet für Beamte keine vergünstigten, beihilfekonformen Ergänzungstarife an. Es bleibt nur eine teure Vollversicherung. Der Staat übernimmt in der GKV auch keinen Dienstgeber-Anteil, so dass Beamte die Krankenversicherung zu 100 Prozent selbst bezahlen.

Eine Ausnahme gilt seit August 2018 in Hamburg: Dort beteiligt sich der Dienstgeber an einer gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte mit 50 Prozent.