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Krankenkassenbeitrag 2019: Wie hoch ist er?

Eine Krankenversicherung zu haben ist sehr wichtig. Durch die Zahlung von dem Krankenkassenbeitrag stellst Du sicher, dass Du bei Krankheit medizinisch abgesichert und versorgt bist. Wie hoch der Krankenkassenbeitrag ausfällt, und wie Du durch die Wahl Deiner Krankenkasse jeden Monat Geld sparen kannst, erfährst Du hier.

Was ist der Beitrag zur Krankenversicherung?

In Deutschland besteht seit dem Jahr 2009 die Pflicht, in einer Krankenversicherung versichert zu sein. Du hast dabei die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung. In die private darfst Du allerdings nur eintreten, wenn Du Beamter bist, als Selbstständiger arbeitest, oder ein Einkommen aus einem angestellten Verhältnis von über 4.950 Euro monatlich erhältst.

Die meisten Menschen in Deutschland sind in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Diese finanziert sich aus dem Krankenversicherungsbeitrag der einzelnen Versicherten, sowie aus Zuschüssen des Bundes.

Damit Du einen bestehenden Krankenversicherungsschutz besitzt, musst Du Krankenkassenbeiträge zahlen. Der Schutz sichert Dich in einem Krankheitsfall ab und beinhaltet diese Leistungen:

  • Vollständige oder teilweise Übernahme von Kosten für Therapien bei einem Krankheitsfall.
  • Kosten durch einen Unfall mit Krankheitsfolgen.
  • Absicherung von Folgerisiken einer Krankheit: Arbeitsausfall, Pflege und weiterführende Heilbehandlungen.

Wie hoch Dein Beitrag zur Krankenversicherung ist, hängt von der von Dir gewählten Krankenversicherung und vor allem auch von der Höhe Deines Einkommens ab. Die Beitragssätze der Krankenkassen setzen sich zusammen aus einem immer gleich hohen Prozentsatz Deines Einkommens, sowie aus einem variablen Zusatzbeitrag.

Wie hoch ist der Krankenkassenbeitrag?

Die Beiträge bemessen sich nach einem Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen sowie aus einem Zusatzbeitrag.

Übersicht: Beitragssatz in der GKV (Stand 2019)
Allgemeiner Beitragssatz 14,6 Prozent
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 0,9 Prozent

Zu dem beitragspflichtigen Einkommen zählen diese Posten, wenn Du pflichtversichert bist:

  • Dein Arbeitsentgelt.
  • Dein Urlaubsgeld sowie Dein Weihnachtsgeld.
  • Deine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Deine Pensionen und Beamtenbezüge.
  • Sachbezüge.
  • Deine Versorgungsbezüge, beispielsweise Deine Betriebsrente oder Deine Direktversicherungen (die Waisenrente zählt nicht zu den Einnahmen).

Falls Du eine Rente oder Versorgungsbezüge beziehst, und Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit bekommst, zählen auch diese zu den beitragspflichtigen Einnahmen für den Krankenkassenbeitrag.

Wenn Du freiwillig versichert bist, werden alle Deine Einnahmen für die Berechnung von dem Krankenkassenbeitrag genutzt. Dazu zählen neben Deinem Gehalt und Deiner Rente, sowie Deine Versorgungsbezüge auch diese Posten:

  • Unterhaltszahlungen.
  • Einnahmen aus Vermietung oder aus Verpachtung.
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen, beispielsweise Zinsen und Dividenden.

Wie hoch dieser Prozentsatz ist, hängt davon ab, ob Du den allgemeinen Krankenkassenbeitrag, oder den ermäßigten Krankenkassenbeitrag zahlen musst. Wenn Du in einem angestellten Beschäftigungsverhältnis arbeitest, zahlt Dein Arbeitgeber die Hälfte von Deinem Krankenkassenbeitrag. Auch wenn Du Rente beziehst, musst Du nur die eine Hälfte von dem Krankenkassenbeitrag zahlen. Die andere Hälfte übernimmt Dein Rentenversicherungsträger.

Der allgemeine Krankenversicherung-Beitragssatz

Der allgemeine Krankenkassenbeitrag beträgt 14,6 Prozent von Deinem Bruttoeinkommen. Dein Arbeitgeber bezahlt davon 7,3 Prozent – so musst Du ebenfalls nur diesen Prozentsatz als Krankenkassenbeitrag von Deinem Bruttoeinkommen zahlen.

Dieser Krankenkassenbeitrag gilt für alle Pflichtversicherten, sowie für freiwillig Versicherte, die einen Anspruch auf Krankengeld besitzen.

Als freiwillig versicherter mit Anspruch auf Krankengeld giltst Du dann, wenn Du Selbstständig bist, aber Dich in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert hast, und einen Antrag auf den Anspruch auf Krankengeld gestellt hast.

Außerdem gilt dieser allgemeine Krankenkassenbeitrag auch für Rentner, sowie für Empfänger von Versorgungsbezügen.

Der ermäßigte Krankenkassenbeitrag

Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 Prozent von Deinen beitragspflichtigen Einnahmen. Dieser gilt für freiwillig versicherte Selbstständige, die keinen Antrag auf den Anspruch auf Krankengeld gestellt haben.

Aber für Dich gilt auch der ermäßigte Krankenkassenbeitrag, wenn Du zu einer von diesen Personengruppen angehörst:

  • Hausfrau oder Hausmann.
  • Über 30 Jahre alter Student, oder Student über dem 14. Fachsemester: Du musst Dich in diesem Fall freiwillig gesetzlich versichern. Während einer sechs Monate langen Übergangsphase während der Du nur einen ermäßigten Krankenkassenbeitrag von 96,58 Euro zahlen musst, beträgt Dein Beitrag anschließend 132,30 Euro im Monat. Für diese Vergünstigung darfst Du allerdings kein Einkommen über 945 Euro monatlich erhalten. Wenn Du Dein 37. Lebensjahr beendet hast, gilt der vergünstigte Betrag nicht mehr.

Auch in diesen Fällen wird Dir kein Krankengeld gewährt. Dieses erhalten lediglich Angestellte, die den allgemeinen Krankenkassenbeitrag zahlen, sowie freiwillig Versicherte, die einen Antrag auf Bewilligung von Krankengeld gestellt haben, und den regulären Prozentsatz zahlen. Krankengeld gibt es ab dem 43. Tag der Krankheit.

In dieser Tabelle sind die Krankenkassenbeiträge noch einmal für die einzelnen Gruppen zusammengefasst:

Versichertengruppe Beitragssatz
Allgemeiner Beitragssatz mit Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag 14,6 %
Ermäßigter Beitragssatz ohne Anspruch auf Krankengeld 14,0 %
Beitragssatz aus Versorgungsbezügen 14,6 %
Beitragssatz aus gesetzlicher Rente 14,6 %
Pflegeversicherung 2,55 %
Pflegeversicherung für Kinderlose 2,8 %

Wo liegt die Bemessungsgrenze für den Krankenkassenbeitrag

Deine Einkünfte werden sowohl dann, wenn Du pflichtversichert bist, wie auch, wenn Du freiwillig versichert bist, nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze berücksichtigt. Diese wird regelmäßig angepasst, und betrug für das Jahr 2018 jährlich 53.100 Euro, beziehungsweise 4.425 Euro im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2019 liegt bei 54.450 Euro im Jahr, beziehungsweise bei 4.537,50 Euro im Monat.

Es gibt aber nicht nur eine Höchstgrenze für die Berechnung von dem Krankenkassenbeitrag, sondern es gibt für die Krankenkasse auch einen Mindestbeitrag. Dieser wird ebenfalls regelmäßig verändert. In dem Jahr 2019 beträgt der Mindestbeitrag zur Krankenkasse 1.038 Euro im Monat. Wenn Du weniger als diesen Mindestbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung verdienst, wird Dein Krankenkassenbeitrag trotzdem so berechnet, als wenn Du 1.038 Euro monatlich verdienen würdest.

Wenn Du selbstständig Tätig bist, und ein geringfügiges Einkommen erzielst, gilt für Dich ein anderer Mindestbeitrag zur Krankenversicherung:

  • In dem Jahr 2018 betrug diese 2.283,75 Euro im Monat.
  • In dem Jahr 2019 beträgt der Mindestbeitrag zur Krankenversicherung nur noch 1.038,33 Euro.

Bis zu dem Jahr 2019 war es noch möglich, als Selbstständiger, der Gründungszuschuss erhält, oder aber als Selbstständiger mit geringem Einkommen, eine besondere Mindestbemessungsgrenze von 1.522,50 Euro zu beantragen. Dadurch, das seit dem 01.01.2019 die Mindestbemessungsgrenze so stark gesenkt wurde, ist der Antrag auf die besondere Mindestbemessungsgrenze nicht mehr möglich.

Der Zusatzbeitrag

Der Zusatzbeitrag wird sowohl bei dem ermäßigten Krankenkassenbeitrag, wie auch bei dem allgemeinen Krankenkassenbeitrag zusätzlich fällig. Die Krankenkassen haben Gestaltungsraum für die prozentuale Höhe von diesem Zusatzbeitrag. Dies soll den Wettbewerb unter den Krankenkassen fördern. Seit dem Jahr 2015 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen diese individuellen Zusatzbeiträge erheben. Diese müssen von jedem beitragspflichtigem Kassenmitglied gezahlt werden. Ausgenommen von der Zahlung des Zusatzbeitrages sind:

  • Kinder bis zu einem Alter von unter 25 Jahren, die über ihre Familie mitversichert sind.
  • Ehepartner die über den erwerbstätigen Partner mitversichert sind.

Wann sind Kinder über die Familie krankenversichert?

Kinder sind immer automatisch bis zu ihrem 18. Lebensjahr in der Familienversicherung krankenversichert, und müssen daher für die Krankenversicherung keinen Beitrag zahlen. Dies gilt für eigenen Kinder ebenso, wie für Kinder, die wie ein eigenes gesetzlich gleichgestellt sind:

  • Enkel und Stiefkinder, wenn Du für diese mehr als die Hälfte ihres Lebensunterhaltes aufbringst.
  • Adoptivkinder.
  • Pflegekinder.

Ebenfalls sind Deine Kinder von dem Krankenkassenbeitrag befreit, wenn sie mit Vollendung des 18. Lebensjahres noch kein eigenes Einkommen haben, beziehungsweise dieses nur geringfügig ist. Dann können sie noch bis zu dem Ende ihres 23. Lebensjahres in der Krankenversicherung sein, ohne einen Beitrag zu zahlen.

Wenn Dein Kind nach dem 23. Lebensjahr noch eine Ausbildung ausübt, studiert, oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr macht, dann ist es ebenfalls von dem Krankenkassenbeitrag befreit. Die Beitragsfreiheit endet mit der Vollendung von dem 25. Lebensjahr.

Wer zahlt die Krankenkassenbeiträge für Arbeitslose?

Wenn Du Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II beziehst, bezahlen die Bundesagentur für Arbeit und der Bund Deine Krankenkassenbeiträge vollständig. Dies gilt auch dann, wenn Du Unterhaltsgeld bekommst.

Ab dem Zeitpunkt Deiner Bewilligung des Arbeitslosengeldes bist Du von der eigenen Beitragszahlung befreit. Du kannst auch rückwirkend von der Beitragspflicht befreit werden.

Wer zahlt die Krankenkassenbeiträge für Studenten und Auszubildende?

Wenn Du studierst, musst Du nur den ermäßigten Krankenkassenbeitrag von 10,22 Prozent zahlen. Dies gilt auch nur dann, wenn Du nicht mehr über Deine Familie mitversichert bist.

Bist Du zurzeit in einer Ausbildung, und verdienst in dieser weniger als 325 Euro monatlich, dann musst Du gar keine Krankenkassenbeiträge zahlen. Dein Ausbildungsbetrieb muss alle kosten für Dich übernehmen.

Welche Krankenkasse hat den niedrigsten Zusatzbeitrag?

Welche Krankenkasse im Moment die niedrigsten Beiträge hat, ändert sich fortlaufend. Allgemein beläuft sich die Spanne von dem Zusatzbeitrag zwischen etwa 0,1 Prozent und 1,7 Prozent. Im Durchschnitt betrug der Zusatzbeitrag laut dem Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2018 0,9 Prozent. Durch die Wahl einer Krankenkasse mit niedrigen Zusatzbeiträgen, kannst Du bis zu ungefähr 300 Euro im Jahr sparen!

Auf der aktuell für Februar 2019 von dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung herausgegebene Krankenkassenliste wird festgestellt, dass die VIACTIV Krankenkasse, sowie die TUI BKK im Moment mit 1,7 Prozent den höchsten Zusatzbeitrag verlangen. Besonders günstige Krankenkassenbeiträge haben oft die betriebsinternen Kassen. Diese sind allerdings auch auf die Mitarbeiter von dem jeweiligen Betrieb beziehungsweise der jeweiligen Firma beschränkt.

Du hast die freie Wahl, in welche Krankenkasse Du eintrittst, und kannst auch die Krankenkassen wechseln. Es wird zwischen diesen Krankenkassen unterschieden:

  • Ersatzkassen.
  • Allgemeine Ortskrankenkassen.
  • Betriebskrankenkassen.
  • Innungskrankenkassen.
  • Landwirtschaftliche Krankenkassen.
  • Knappschaft.

Du darfst in jede dieser Krankenkassenarten eintreten, mit Ausnahme von den Landwirtschaftlichen Kassen. In diese gelangst Du nur als Landwirt. Laut dem dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung gab es in dem Jahr 2018 insgesamt 110 gesetzliche Krankenkassen.

Um einen möglichst geringen Krankenkassenbeitrag zu zahlen, solltest Du die Zusatzbeiträge der einzelnen Krankenkassen miteinander vergleichen. Dies kannst Du ganz einfach und kostenfrei mit diesem Online-Tarifvergleich für die gesetzliche Krankenversicherung machen.

Dabei wird Deine Einkommenshöhe berücksichtigt, Dein Beruf, und ob Du selbstständig Tätig bist, angestellt bist, oder zum Beispiel noch studierst. So erfährst Du ganz konkret, welche Krankenkasse für Dich am günstigsten ist. Dir wird nach der Eingabe von diesen Daten eine Liste gezeigt, auf der die Krankenkassen nach der Höhe der Beiträge nacheinander angezeigt werden. Dadurch kannst Du schnell auf einen Blick erkennen, welche Krankenkassenbeiträge im Vergleich am günstigsten für Dich sind.

Bei der Wahl Deiner Krankenkasse solltest Du allerdings nicht nur auf die Höhe von dem Beitrag achten! Die einzelnen Krankenkassen unterscheiden sich auch durch ihr Leistungsangebot. Manche Krankenkassen zahlen Dir Zusatzleistungen, in anderen musst Du hingegen einen eigenen Anteil für diese Leistungen bezahlen. Einige Kassen zahlen Sonderbehandlungen wie zum Beispiel professionelle Zahnreinigungen, Andere hingegen nicht. Die Online-Software für die Krankenkassenbeiträge vergleicht nicht nur die Höhe der Beitragszahlungen, sondern berücksichtigt auch die Leistungsangebote der einzelnen Kassen!

Entscheidungshilfe für Selbstständige und Beamte

Das Online-Tool für den Krankenkassenvergleich der Beiträge ist besonders auch dann für Dich nützlich, wenn Du vor der Entscheidung stehst, ob Du Dich privat versichern willst, oder in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben willst. Wenn Du den Beitragsrechner nutzt, wird Dir auch bei dann angezeigt, was für Dich am günstigsten ist.

Als Angestellter hast Du diese Wahlfreiheit erst dann, wenn Du mehr als 4.950 Euro im Monat verdienst.

Wie wechsele ich die Krankenkasse?

Falls Du Deine Krankenkasse wechseln willst, dann kannst Du dies sehr einfach machen. Durch den Online-Tarifvergleich für die gesetzliche Krankenversicherung findest Du schnell heraus, wo der Beitrag für die Krankenversicherung am geringsten ist. Wenn Du Dich also für eine neue Kasse entschieden hast, musst Du als erstes Deine bisherige Krankenkasse kündigen. Dies machst Du einfach durch einen schriftlichen Antrag.

Du hast eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende hin. Deine Kasse ist dazu verpflichtet, Dir innerhalb von zwei Wochen eine Bestätigung Deiner Kündigung zuzuschicken. Du brauchst keine Sorgen haben, dass Du nach der Kündigung nicht mehr krankenversichert bist, denn falls die Kasse, in die Du neu eintreten möchtest Dich nicht aufnehmen sollte, bleibst Du automatisch in Deiner bisherigen Krankenkasse.

Nach der Kündigung stellst Du einen Beitrittsantrag an die neue Krankenkasse. In diesem Antrag musst Du Deinen gewünschten Beitrittstermin ebenso benennen, wie den Namen Deiner bisherigen Krankenkasse. Falls Du von einer gesetzlichen Krankenkasse in eine andere gesetzliche Kasse wechseln willst, dann muss diese Dich ganz unabhängig von Deiner Gesundheit oder von Deinem Alter aufnehmen!

Wenn Dein Wechsel auf Grund von einem höheren Zusatzbeitrag Deiner bisherigen Krankenkasse erfolgt, dann hast Du sogar ein Sonderkündigungsrecht! Du musst dann nicht die zwei Monate lange Frist abwarten. Die Erhöhung von dem Zusatzbeitrag müssen die Kassen einen Monat im Voraus bekannt geben.

Ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht ohne Frist besitzt Du in diesen Fällen:

  • Wenn Du freiwillig in Deiner gesetzlichen Krankenkasse bist.
  • Wenn Dein Betrieb eine Betriebskrankenkasse oder eine Innungskrankenkasse neu eröffnet.

Was hat sich seit Anfang 2019 bei den Krankenkassenbeiträgen geändert?

Seit dem 01.01.2019 hat sich einiges durch das Gesetz zur Beitragsentlastung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung geändert:

  • Die Finanzierung von dem Zusatzbeitrag: Dieser wird von diesem Zeitpunkt an anteilig zur Hälfte von dem Arbeitgeber bezahlt. Für die Rentner übernimmt die Hälfte des Zusatzbeitrages der Rentenversicherungsträger. Bisher war es so, dass nur der allgemeine Beitragssatz der Krankenversicherung zur Hälfte übernommen wurde. Also die Hälfte von den 14,6 Prozent. Der Zusatzbeitrag musste hingegen komplett von dem Versicherten gezahlt werden.
  • Krankenkassen dürfen ihren Zusatzbeitrag nicht mehr ändern, wenn sie Finanzreserven über dem Umfang von einer Monatsausgabe oder mehr verfügen.
  • Der geringste Krankenkassenbeitrag für Kleinselbstständige wird halbiert. Dieser beträgt jetzt nur noch 171 Euro im Monat.

Durch das neue Gesetz ändern sich Deine Beiträge zur Krankenversicherung also zum Positiven: Du sparst Geld. Wenn Du zum Beispiel einen Bruttolohn von 3.000 Euro im Monat bekommst, dann hast Du dadurch, dass Dein Arbeitgeber die Hälfte von Deinem Zusatzbeitrag bezahlt, circa 15 Euro mehr im Monat. Falls Du in Rente bist, und diese 1.200 Euro beträgt, sparst Du etwa sechs Euro im Monat ein.