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Steuerberater-Kosten: Was er kostet und welche Alternativen es gibt

Ein Steuerberater nimmt Dir die lästige Aufgabe ab, Deine Steuererklärung selbst zu erstellen. Wie hoch liegen aber die Kosten für einen Steuerberater? Wir verraten Dir, wann sich ein Steuerberater für Dich lohnt und warum eine Steuersoftware eine gute Alternative ist.

Was kostet ein Steuerberater?

Das Honorar für einen Steuerberater ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Grundsätzlich ist es davon abhängig,

  • welche Kosten die Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) vorgibt,
  • wie hoch Dein Einkommen ist,
  • wie viel Aufwand der Steuerberater mit Deiner Steuererklärung hat,
  • welche Zusatzkosten dem Steuerberater entstehen,
  • in welcher Region Deutschlands Du wohnst und
  • was Du mit Deinem Steuerberater vereinbarst.

Kosten für einen Steuerberater nach der Steuerberatervergütungsverordnung

Die Steuerberatervergütungsverordnung legt fest, wie hoch ein angemessenes Honorar ausfallen darf. Dafür nennt sie eine Kostenspanne zwischen minimalen und maximalen Beträgen, die Dir ein Steuerberater – zum Beispiel für das Anfertigen Deiner Einkommenssteuererklärung – berechnen darf. Der Steuerberater kann in diesem preislichen Rahmen selbst entscheiden, wie viel er Dir in Rechnung stellen will. Die Steuerberater-Gebührentabelle gibt dabei vor, wie hoch die Steuerberater-Kosten in Abhängigkeit von Deinem Einkommen liegen dürfen.

Gegenstandswert bis … Euro Volle Gebühr (10/10)
6.000 355
8.000 433
10.000 510
16.000 594 Euro
19.000 Euro 636 Euro
22.000 Euro 678 Euro
25.000 Euro 720 Euro
30.000 Euro 796 Euro
40.000 Euro 947 Euro
50.000 Euro 1.098 Euro
65.000 Euro 1.179 Euro

Aufwand für eine Steuererklärung

Wie hoch die Kosten für einen Steuerberater letztendlich ausfallen, ist auch davon abhängig, wie viel Arbeit er oder sie mit Deiner Steuererklärung hat. Muss der Steuerberater zum Beispiel selbst noch Belege von Dir einholen, steigt seine Arbeitszeit und damit auch die Steuerberatergebühren. Leistest Du jedoch bereits eine ausführliche Vorarbeit, so dass der Steuerberater Deine Daten und Belege nur noch zusammenfügen muss, entstehen Dir geringere Steuerberater-Kosten.

Entstandene Zusatzkosten

Beim Anfertigen Deiner Steuererklärung können dem Steuerberater zusätzliche Kosten entstehen. Das können zum Beispiel Kosten für Aufwendungen wie Post, Telefon, Fax und Kopien sein. Auch Fahrt- und Reisekosten können eine finanzielle Belastung für den Steuerberater sein. Diese zusätzlichen Steuerberater-Kosten darf er Dir ebenfalls in Rechnung stellen.

Marktumfeld und Region

Je nachdem, wo Du in Deutschland wohnst, bewegt sich Dein Steuerberater in einem anderen Marktumfeld. Das heißt: Regionen und Städte haben ein unterschiedliches Angebot an Steuerberatern und eine unterschiedliche Nachfrage von Kunden, die eine Steuererklärung machen lassen wollen. Das hat einen Einfluss auf die Steuerberater-Kosten. Grundsätzlich gilt: Größere Städte, wo die Mieten und Lebenshaltungskosten höher liegen, haben auch höhere Steuerberater-Kosten. Die Minimalgebühren gemäß der Steuerberatervergütungsverordnung berechnen Dir Steuerberater daher nur in ländlichen Regionen.

Vereinbarung mit dem Steuerberater

Der Gesetzgeber hat die Steuerberatervergütungsverordnung im Juli 2016 überarbeitet. Seitdem können Steuerberater mit ihren Mandanten vereinbaren, dass sie niedrigere oder höhere Steuerberater-Kosten berechnen, als es die gesetzlich festgelegten Werte vorschreiben. So kannst Du zum Beispiel ein besonders niedriges Steuerberater-Honorar vereinbaren, wenn Dein Steuerberater keine gerichtlichen Angelegenheiten lösen muss und er so nur wenig Arbeit mit Deiner Steuererklärung hat. Das gilt auch andersherum: Muss Dein Steuerberater für Dich vor Gericht, darf er Dir höhere Steuerberatungskosten berechnen.

Die vereinbarten Steuerberater-Kosten müssen trotzdem noch in einem angemessenen Verhältnis zur Leistung, der Verantwortung und dem Haftungsrisiko des Steuerberaters stehen. Daher darf ein Steuerberater auch nie umsonst für Dich arbeiten.

Vereinbarst Du mit Deinem Steuerberater niedrigere oder höhere Steuerberater-Preise, müsst ihr das schriftlich festhalten. Dabei reicht es aus, wenn Dich Dein Steuerberater in einer E-Mail darüber informiert und Du darauf mit einem einfachen „Okay“ antwortest. Auf diese Weise habt ihr die Voraussetzungen, dass Dir Dein Steuerberater einen anderen Preis als den gesetzlich vorgegebenen berechnen darf, erfüllt.

Wie hoch liegen Steuerberater-Kosten in der Praxis?

Was bedeuten diese Faktoren also für die Praxis? Wie hoch können Steuerberater-Kosten tatsächlich ausfallen? Sagen wir, Du willst eine Einkommensteuererklärung machen lassen. Du hast in dem betreffenden Jahr 30.000 Euro verdient. Die in der Steuerberater-Kostentabelle genannte volle Gebühr für diesen Betrag liegt bei 796 Euro. Der Steuerberater darf dann je nach den oben genannten Faktoren zwischen einem Zehntel und sechs Zehntel dieses Preises für Deine Steuererklärung erheben. Damit dürfen die Kosten des Steuerberaters für Deine Steuererklärung zwischen 79,60 Euro und 477,60 Euro liegen. In der Regel nehmen Steuerberater dann das Mittel von 3,5 Zehntel. Die Steuererklärungskosten für Deinen Steuerberater würden bei einem Einkommen von 30.000 Euro also 278,60 Euro (plus Umsatzsteuer) betragen.

Wie hoch die Gebühren für Deinen Steuerberater letztendlich liegen, weißt Du in der Regel erst, wenn die Steuererklärung fertig ist. Die meisten Steuerberater teilen Dir vorher jedoch eine ungefähre Preisspanne mit, damit Du weißt, was in etwa auf Dich zukommt.

Kann ich die Steuerberaterkosten senken?

Die Kosten pro Stunde für einen Steuerberater liegen damit sehr hoch. Du kannst die Steuerberater-Kosten jedoch senken, indem Du die Zeit und den Aufwand, den Dein Steuerberater für Deine Steuererklärung aufwenden muss, möglichst klein hältst. Dafür solltest Du vor allem Belege und Nachweise wie

miteinreichen. Auf diese Weise ersparst Du es dem Steuerberater, Dich nach entsprechenden Bescheinigungen zu fragen. Das spart ihm Zeit und damit Dir Geld.

Darüber hinaus solltest Du darauf achten, dass Du Dir in einem Erstgespräch mit einem Steuerberater nur allgemeine Informationen geben lässt. Denn: Sobald Dich ein Steuerberater inhaltlich berät, entstehen Dir Steuerberater-Kosten. Bist Du unsicher, was bereits als eine gebührenpflichtige Beratung gilt, frage am besten vorher den Steuerberater, damit Du hier Missverständnisse vermeiden kannst.

Lohnt sich ein Steuerberater?

Ob sich ein Steuerberater für Dich lohnt, ist von der Art Deiner Arbeit und dem Aufwand für Deine Steuererklärung abhängig. Da die Preise für einen Steuerberater sehr hoch liegen, lohnt sich daher ein Engagement nur, wenn Du tatsächlich auf das Expertenwissen eines Steuerberaters angewiesen bist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Du

  • ein Arbeitnehmer bist, der teilweise oder ganz im Ausland beschäftigt ist,
  • Kapitalanleger bist, der im Ausland Geld anlegt und die Quellensteuer zurückholen will,
  • Eigenheimbesitzer bist, der über eine Solaranlage Strom produziert und ins Netz einspeist und daher unter Umständen eine Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung machen muss,
  • Geld in Denkmalschutzobjekte, geschlossene Fonds oder andere Steuersparmodelle investiert hast,
  • einen Erbfall klären musst oder
  • als Elternteil Dein Vermögen zu Lebzeiten verschenken möchtest.

Komplizierte Fälle wie diese erfordern in der Regel das Engagement eines Steuerberaters. Die Kosten für einen Steuerberater liegen zwar hoch, unterm Strich kann sich das jedoch lohnen. Denn: Da ein Steuerberater genau weiß, wie er welche Kosten geltend machen kann, stehen die Chancen, eine Steuerrückzahlung zu erhalten, sehr hoch. Das Statistische Bundesamt hat herausgefunden, dass im Jahr 2013 von den 13,2 Millionen Steuerpflichtigen 11,5 Millionen eine Steuererstattung erhalten haben. Der durchschnittliche Betrag lag dabei bei 935 Euro. 60 Prozent der Steuerpflichtigen kamen auf eine Erstattung zwischen 100 und 1.000 Euro.

Bist Du nicht auf die Expertise eines Steuerberaters angewiesen, weil Du zum Beispiel einen regulären Angestelltenjob in Deutschland ausübst, liegen die Kosten für einen Steuerberater schlichtweg zu hoch, als dass sich das für Dich lohnt. Du kannst Deine Steuerklärung dann besser selbst machen und die Steuerberater-Kosten einsparen.

Welche Alternativen zum Steuerberater gibt es?

Damit Du beim Anfertigen Deiner Steuererklärung nicht ganz ohne Hilfe auskommen musst, findest Du am Markt zahlreiche Alternativen für einen Steuerberater. Diese weisen deutlich niedrigere Kosten als ein Steuerberater auf und helfen Dir dennoch kompetent dabei, Deine Steuererklärung schnell und unkompliziert abzuschließen.

Besonders günstig und praktisch ist dabei eine Steuersoftware. Sie bietet viele Vorteile, die Dich ohne Probleme auf einen Steuerberater und damit auch auf die Steuerberater-Kosten verzichten lassen:

Portal

Logo_studentensteuererklärung
in Kooperation mit myStipendium

Features

  • komplett online
  • Live-Steuerrechner
  • Werbekostenpauschalen hinterlegt
  • Steuererklärung bzw. Verlustvortrag auch komplett ohne Einkommen möglich
  • Automatische Anrechnung aller Pauschalen

Konditionen

  • Steuererklärung erstellen: 0 €*
  • Online einreichen: 34,99 €

* Hinweis: Du kannst zunächst alle deine Daten in die Steuererklärung eintragen und siehst anhand des Erstattungsrechners, ob sich die Abgabe einer Steuererklärung für Dich lohnt. Wenn Du Zugriff auf Deine fertige Erklärung haben und diese ans Finanzamt senden willst, fällt eine Gebühr von 34,99 € an.

Welche Vorteile hat eine Steuersoftware?

Eine Steuersoftware unterstützt Dich im gesamten Prozess der Datenerhebung für Deine Steuererklärung:

Nützliche Steuertipps
Hast Du noch nie eine Steuererklärung abgegeben, weißt Du in der Regel nicht, welche Posten Du wo angeben musst, um diese abzusetzen. Eine intelligente Steuersoftware steht Dir hierbei zur Seite. Dabei versorgt sie Dich immer wieder mit hilfreichen Tipps, die Dir einen Überblick verschaffen. So weißt Du genau, wo Du zum Beispiel Deine Fahrtkosten eintragen kannst, damit das Finanzamt diese anerkennt. Und: Eine Steuersoftware führt auch einen Optimierungscheck aus, so dass Du keine getätigten Ausgaben vergisst. Das hilft Dir dabei, wirklich alle getätigten Ausgaben geltend zu machen.
Pauschalen ohne Nachweise
Damit Du nicht lange nach den Nachweisen für verschiedene Ausgaben suchen musst, hat eine Steuersoftware wie Wundertax bereits viele Pauschalen hinterlegt. Du musst diese nur noch auswählen. Das Programm rechnet Dir die Pauschalen dann automatisch an. Und dank einer Aktualisierung der Steuerregeln musst Du die Nachweise für Deine Ausgaben gar nicht mehr erbringen. Du musst diese nur noch vorlegen, wenn Dich das Finanzamt konkret danach fragt.
Live-Steuerrechner
Ein Steuerberater kann Dir in der Regel erst sagen, wie hoch die Steuerberater-Kosten und Deine Steuerzahlungen liegen werden, wenn er Deine Steuererklärung bereits fertig hat. Eine Steuersoftware verleiht Dir von Anfang an einen Durchblick. Sie zeigt Dir mit jedem Schritt, den Du in Deiner Steuererklärung gehst, welche Steuerzahlung Du erwarten kannst. Dafür sorgt ein integrierter Live-Steuerrechner.
Ohne Installation
Auch wenn die Steuersoftware ein Programm für den PC ist – Du musst die Software nicht erst installieren, um mit Deiner Steuererklärung loslegen zu können. Du kannst Dich einfach online in das Programm einloggen. Auf diese Weise verlierst Du keine wertvolle Zeit.
Sicherer Datenschutz
Eine gute Steuersoftware arbeitet gemäß den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung. Das heißt für Dich: Deine Daten landen verschlüsselt im Netz, so dass Du Dir keine Sorgen um Deine Privatsphäre oder einen Datenmissbrauch machen musst.
Datenspeicherung
Eine Steuersoftware erinnert sich an Dich. Denn: Hast Du einmal Deine Daten und Angaben in eine Steuererklärung eingetragen, speichert das Programm diese. Die Folge: Setzt Du Dich im darauffolgenden Jahr wieder an Deine Steuererklärung, stehen Dir alle bereits eingetragenen Daten zur Verfügung. Du musst dann bei den meisten Feldern nur noch Deine alten Daten anklicken. Da spart Dir viel Tipparbeit und damit viel Zeit.
Technischer Kundendienst
Solltest Du mal Fragen zur Software haben, kannst Du auf einen Kundendienst zurückgreifen, der eventuelle Probleme löst. Auf diese Weise musst Du Dich nicht mit technischen Fragen beschäftigen, sondern kannst Dich voll und ganz Deiner Steuererklärung widmen – und diese so in wenigen Minuten abschießen.