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Altersentlastungsbetrag

Wenn Du das 64. Lebensjahr beendet hast, erhältst Du durch den Altersentlastungsbetrag einen Steuerfreibetrag. Wie hoch dieser Freibetrag im Alter ist, wie Du diesen bekommst, und ob der Entlastungsbetrag auch dann gewährt wird, wenn Du bereits in Rente bist, erfährst Du hier.

Was ist der Altersentlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag im Alter ist ein Steuerfreibetrag, der Dir von dem Finanzamt von Deiner Einkommensteuer abgezogen wird. Dieser wird zusätzlich zu anderen Freibeträgen gewährt. Der Altersentlastungsfreibetrag wurde eingeführt, um die Besteuerung im Alter gerechter zu gestalten. Denn bei Leibrenten wird nur der Ertragsanteil versteuert, und bei Beamtenpensionen wird ein Versorgungsfreibetrag abgezogen. Dies würde also ohne den Entlastungsbetrag im Alter zu einer Benachteiligung von manchen Arbeitnehmern führen.

Bis zu dem Jahr 2040 wird schrittweise eine volle Steuerpflicht für Versorgungsbezüge eingeführt. Bis dahin gibt es den Altersentlastungsbetrag, der jedes Jahr um 1,6 Prozent abgesenkt wird. Wenn Dein Geburtsjahr nach dem Jahr 1974 war, profitierst Du deshalb nicht mehr von dem Altersentlastungbetrag.

Wer erhält den Altersentlastungsbetrag?

Alle Arbeitnehmer, die über das 64. Lebensjahr hinaus einen Lohn erhalten, bekommen den Entlastungsbetrag im Alter. Wenn Du also mit 65 noch einen Arbeitslohn bekommst, wird darauf der Freibetrag im Alter angewandt.

Aber es gibt auch manchmal den Altersentlastungsbetrag für Rentner. Dies ist dann der Fall, wenn Du einen dieser anderen Einkünfte zusätzlich zu Deiner Rente oder Deiner Pension bekommst:

  • Einkünfte aus Kapitalvermögen.
  • Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit.
  • Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung.

Deine Einkünfte müssen für den Altersentlastungsbetrag auf die Rente jedoch insgesamt einen positiven Betrag ergeben. Versorgungsbezüge sowie Leibrenten, die nur zum Teil besteuert werden, gehören nicht zu den Beträgen, bei denen dieser Freibetrag angewendet werden kann. Auch einen Altersentlastungsbetrag auf die gesetzliche Rente gibt es nicht.

Wie hoch ist der Altersentlastungsbetrag?

Da sich die Höhe bei dem Entlastungsbetrag jährlich ändert, kommt der Betrag Deiner Entlastung darauf an, ab welchem Jahr Du zuerst einen Anspruch auf diesen hattest. Als Grundlage wird immer das Jahr genommen, welches nach Deinem 64. Geburtstag kommt.

Wenn Du also beispielsweise in dem Jahr 2018 65 Jahre alt geworden bist, dann gilt für Dich der Altersentlastungsbetrag 2018. Dieser liegt bei 19,2 Prozent von Deinen Einkünften. Der maximale Freibetrag beträgt dabei jedoch 912 Euro im Jahr. Auch die folgenden Jahre gilt für Dich dann dieser Höchstbetrag. Allerdings kann sich die Höhe von Deinem Freibetrag natürlich jedes Jahr ändern. Das ist dann der Fall, wenn Du nicht immer das gleiche Einkommen hast. Verdienst Du in einem Jahr also mehr Geld, als in dem Jahr davor, ändert sich auch Dein Freibetrag.

Falls Du den Altersentlastungsbetrag 2017 erhältst, unterliegen 20,8 Prozent Deiner Einkünfte dem Alterssteuerfreibetrag. Höchstens kannst Du jedoch 988 Euro jährlich absetzen.

Wenn Du den Altersentlastungsbetrag 2016 erhältst, werden Dir 22,4 Prozent Deiner Einkünfte steuerfrei gelassen. Hier beträgt der maximale Steuerfreibetrag dann 1.064 Euro.

Konkret wird Dein Entlastungsbetrag im Alter folgendermaßen berechnet:

  • Der jeweils gültige Prozentsatz von Deinem Arbeitslohn, ohne Deine Versorgungsbezüge.
  • Der jeweilige Prozentsatz von Deinen positiven Einkünften mit Ausnahmen von Deiner Leibrente. Also zum Beispiel Zusatzeinnahmen aus der Vermietung einer Wohnung, oder aber zusätzliches Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit.
  • Der maximal geltende Höchstbetrag von dem Jahr, in welchem Dir der Altersentlastungsbetrag erstmalig zusteht.

Damit Du Dir Deinen Altersentlastungsbetrag berechnen kannst, erklären wir Dir dies hier anhand von einem konkreten Beispiel: Angenommen, Du hast in dem Jahr 2016 Dein 64. Lebensjahr beendet. Für Dich gilt dann ab dem darauf folgendem Jahr der Freibetrag. Für Dich wird für die Berechnung also der Altersfreibetrag 2017 herangezogen. Wenn Du nun im Jahr 2017 zum Beispiel einen Jahresarbeitslohn von 30.000 Euro erhalten hast, und davon 19.000 Euro Versorgungsbezüge abgehen, dann bleiben Dir 11.000 Euro. Von diesen 11.000 Euro wird nun der Prozentsatz für 2017 abgezogen. Das sind 20,8 Prozent, also 2.288 Euro.

Da der maximale Altersentlastungsbetrag für das Jahr 2017 allerdings 988 Euro beträgt, erhältst Du diese Summe als Steuerfreibetrag.

In dieser Tabelle findest Du die Tabelle der jeweiligen Prozentsätze für das Jahr, das auf der Beendigung von Deinem 64. Lebensjahr folgt:

Das auf die Vollendung des 64. Lebensjahres folgende Kalenderjahr Altersentlastungsbetrag in Prozent der Einkünfte Höchstbetrag in Euro
2005 40,0 1900
2006 38,4 1824
2007 36,8 1748
2008 35,2 1672
2009 33,6 1596
2010 32,0 1520
2011 30,4 1444
2012 28,8 1368
2013 27,2 1292
2014 25,6 1216
2015 24,0 1140
2016 22,4 1064
2017 20,8 988
2018 19,2 912
2019 17,6 836
2020 16,0 760
2021 15,2 722
2022 14,4 684
2023 13,6 646
2024 12,8 608
2025 12,0 570
2026 11,2 532
2027 10,4 494
2028 9,6 456
2029 8,8 414
2030 8,0 380
2031 7,2 342
2032 6,4 304
2033 5,6 266
2034 4,8 228
2035 4,0 190
2036 3,2 152
2037 2,4 114
2038 1,6 76
2039 0,8 38
2040 0,0 0

Wenn Du verheiratet bist, und eine Zusammenveranlagung, also das Ehegattensplitting veranlasst hast, hat dies keinen Einfluss auf die Höhe von Deinem Entlastungsbetrag. Der Freibetrag wird immer nur auf die jeweiligen Einkünfte von der Einzelperson angewandt.

Wie bekomme ich den Altersentlastungsbetrag?

Um den Entlastungsbetrag zu erhalten, musst Du nichts weiter machen. Die Finanzämter berücksichtigen diesen Steuerfreibetrag bei Dir automatisch. Du siehst auf Deinem Einkommensteuerbescheid, wie der Freibetrag bei Dir berücksichtigt wurde. Es kann vorkommen, dass dieser einmal vergessen wurde zu berücksichtigen. Dann brauchst Du nichts weiter zu tun, als dies Deinem zuständigen Finanzamt schriftlich mitzuteilen. Der Fehler wird dann automatisch behoben.

Obwohl der Altersfreibetrag automatisch berücksichtigt wird, lohnt es sich für Dich zusätzlich trotzdem, eine freiwillige Steuererklärung abzugeben. Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es dann nämlich im Durchschnitt Steuern in Höhe von 935 Euro zurück. Allerdings ist es als Laie ziemlich zeitaufwändig und kompliziert, alle absetzbaren Kosten auch wirklich in die Steuererklärung einzutragen. Deshalb empfehlen wir Dir hierfür eine Steuersoftware. Diese fragt Dich automatisch alle möglichen Posten ab, bei denen Du Steuern wiederbekommen könntest. Deine Steuerersparnis wird also maximiert! Außerdem werden Deine Angaben von der Software in die richtige Stelle der Steuererklärung eingetragen. So umgehst Du viele Fehlerquellen! Ein weiterer Vorteil von der Steuersoftware ist es, dass Du mit Hilfe von dieser in nur knapp 15 Minuten fertig mit der Steuer bist.

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