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Rentenberechnung: Rente berechnen mit Rentenrechner

Die Rentenberechnung ist eine ziemlich komplizierte Angelegenheit - selbst wenn Du in Mathe immer gut aufgepasst hast. Hier erklären wir Dir, wovon Deine spätere Rentenhöhe abhängt und was alles bei der Berechnung der Rente eine Rolle spielt. Finde jetzt mit dem Online-Rentenrechner heraus, wieviel Geld Dir im Alter bleibt und wie Du es schaffst, Dir einen angemessenen Lebensstandard zu sichern!

Wie kann ich meinen persönlichen Rentenanspruch berechnen?

Die Ansprüche bei der staatlichen Rente berechnen sich im Wesentlichen nach den eingezahlten Beiträgen. Wer länger Beiträge geleistet hat oder mehr eingezahlt hat, soll später auch mehr herausbekommen. Zusätzlich spielen Faktoren wie Kindererziehungszeiten, Ausbildungszeiten und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in die Rentenberechnung mit hinein. Eine genaue Berechnung der Rente ist erst am Ende Deiner Berufslaufbahn möglich. Trotzdem lässt sich schon heute abschätzen, wieviel Geld Dir im Alter bleibt.

Mit dem Online-Rentenrechner findest Du in wenigen Sekunden heraus, welche Rentenhöhe Dich später ungefähr erwartet. Beachte, dass der Rentenrechner nur einen Schätzwert ermittelt! Wenn Du es ganz genau wissen willst, wie die Rentenberechnung funktioniert, erklären wir Dir die Formel der gesetzlichen Rentenversicherung weiter unten im Detail.

So funktioniert der Renten-Rechner

Um Deine persönliche Rente zu berechnen, benötigt der Online-Rentenrechner einige wenige Eckdaten:

  • Dein Geburtsdatum
  • Dein Geschlecht
  • Deinen Familienstand
  • das Bundesgebiet (Ost oder West)
  • Dein Jahres-Bruttoeinkommen

Die Rentenberechnung funktioniert auf der Basis von statistischen Daten. Um Deine persönliche Rente zu berechnen, vergleicht der Rentenrechner Deine Angaben mit Durchschnittswerten in der deutschen Bevölkerung. Die exakte Höhe Deiner zukünftigen Rente kann der Rechner so zwar nicht bestimmen, er liefert Dir aber einen plausiblen Näherungswert.

Das sagt der Renten-Rechner aus

Wenn Du Deine Rente berechnen lässt, liefert Dir der Online-Renten-Rechner Ergebnisse für mehrere Rentenarten:

  • Reguläre Altersrente: Um eine reguläre Altersrente antreten zu können, musst Du mindestens 5 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben und ab 2029 ein Alter von 67 Jahren erreicht haben. Du kannst zwar auch in Rente gehen, noch bevor Du die reguläre Altersgrenze erreicht hast. Dann musst Du bei der Rentenberechnung aber Abschläge in Kauf nehmen, Du erhältst also weniger Rente.
  • Erwerbsminderungsrente: Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst und mindestens 5 Jahre rentenversichert warst, kannst Du eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Die volle Erwerbsminderungsrente steht Dir zu, wenn Du weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst - und zwar nicht nur in Deinem Beruf, sondern auch in jedem anderen. Wenn Du noch zwischen 3 und 6 Stunden arbeiten kannst, bekommst Du eine teilweise Erwerbsminderungsrente.
  • Hinterbliebenenrente ("Witwen-/Witwer-Rente"): Bist Du verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, dann hat Dein Partner nach Deinem Tod unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente. Das heißt, ein Teil Deiner gesetzlichen Rente wird auf ihn übertragen. Die exakte Höhe, die sich bei der Rentenberechnung ergibt, hängt u.a. vom Alter ab und davon, ob noch minderjährige Kinder zu versorgen sind.

Warum Du schon heute Deine gesetzliche Rente berechnen solltest?

Bis Du in Ruhestand gehen kannst, werden noch einige Jahre bis Jahrzehnte ins Land ziehen? Auch und gerade dann solltest Du schon heute Deinen Rentenanspruch berechnen! Denn wenn sich bei der Berechnung der Rente Beträge ergeben, die Dir oder Deiner Familie später im Alter nicht ausreichen werden, kannst Du rechtzeitig Vorkehrungen treffen.

Bereits jetzt beträgt das Standard-Rentenniveau in den alten Bundesländern nur etwa 48 Prozent - vor Abzug von Steuern. Das bedeutet: Die durchschnittliche Brutto-Rente beträgt etwas weniger als die Hälfte des Durchschnitts-Gehalts.

In Zukunft wird das Rentenniveau weiter sinken. Das liegt unter anderem am demografischen Wandel: Immer weniger aktive Beitragszahler müssen immer mehr Renten finanzieren. Die Deutsche Rentenversicherung schätzt, dass das Rentenniveau 2030 nur noch 44,3 Prozent betragen wird. Für die Zeit nach 2030 sind die Prognosen schwierig. Rein gesetzlich ist keine Untergrenze vorgesehen.

Wie kann man die exakte Höhe der Rente berechnen?

Der Renten-Rechner kann nur Deinen ungefähren Rentenanspruch berechnen. Die exakte Rentenberechnung ist relativ aufwendig, weil sie Deinen gesamten Lebenslauf berücksichtigt. Ob zukünftige Gehaltssteigerungen, Arbeitslosigkeit oder Kindererziehungszeiten - es gibt zahlreiche Punkte, die sich auf die Rentenberechnung auswirken. Und nicht nur persönliche Faktoren, auch die gesamte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat Einfluss darauf, was bei der Rentenberechnung am Ende herauskommt.

Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick, wie die Rentenberechnung genau funktioniert. Um Deine Rentenhöhe zu berechnen, sind 2 Schritte notwendig:

  • Brutto-Rente ausrechnen: Dazu braucht man die sogenannte Rentenformel.
  • Netto-Rente ausrechnen: Von der Brutto-Rente werden anschließend Sozialversicherungsbeiträge und Steuern abgezogen.

Hinweis: Um Dir einen realistischen Wert zu liefern, schätzt der Online-Rentenrechner die Netto-Bezüge.

Brutto-Rentenhöhe berechnen: Die Rentenformel

Das Herzstück der Rentenberechnung ist die sogenannte Rentenformel. Ihre gesetzliche Grundlage sind § 64 - 68 des Sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI).

Um die Rentenhöhe zu berechnen, sind 4 Faktoren entscheidend:

Monatliche Rentenhöhe = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenart-Faktor

Das klingt erst einmal kompliziert. Hinter den 4 Faktoren zur Rentenberechnung verbergen sich aber ganz konkrete Dinge wie Dein Einkommen, die Art der Pension oder die Beitragsjahre.

Entgeltpunkte (Rentenpunkte)

Die Entgeltpunkte nennt man umgangssprachlich auch Rentenpunkte. Sie sind eine Maßzahl für die Höhe Deines Einkommens über Dein Berufsleben hinweg. Entscheidend für die Rentenberechnung ist aber nicht die konkrete Zahl, die auf Deinem Gehaltszettel steht. Stattdessen wird Dein Einkommen mit dem durchschnittlichen Einkommen in der deutschen Bevölkerung verglichen. Wenn Du in einem Jahr exakt so viel wie der Durchschnitt verdient hast, bekommst Du 1 Entgeltpunkt. Am Ende Deiner Berufslaufbahn werden die gesammelten Entgeltpunkte addiert, um die staatliche Rente zu berechnen.

Ein Beispiel: Im Jahr 2019 wird das Jahres-Durchschnittsgehalt in Westdeutschland voraussichtlich bei 38.901 Euro (brutto) liegen. Wenn Du am Ende des Jahres exakt 38.901 Euro verdient hast, bekommst Du bei der Rentenberechnung 1 Entgeltpunkt gutgeschrieben. Hast Du nur die Hälfte von 38.901 Euro, also 19.450,50 Euro verdient, erhältst Du 0,5 Entgeltpunkte. Bei einem 1,5-fachen Einkommen (58.351,50 Euro) werden Dir 1,5 Entgeltpunkte berechnet. Falls Du 40 Jahre lang immer exakt so viel wie der Durchschnitt verdient hast, kommst Du auf 40 Entgeltpunkte.

Nach oben hin sind die Entgeltpunkte gedeckelt: Derzeit liegt der maximal mögliche Wert bei etwas mehr als 2. Verdienst du das 3-fache des Durchschnittsgehalts, werden also trotzdem nur ca. 2 Entgeltpunkte zur Rentenberechnung berücksichtigt.

Rentenpunkte sammelst Du nicht nur bei einer normalen Beschäftigung, sondern auch während

  • Schulbesuch, Ausbildung und Studium
  • Kindererziehungszeiten
  • Wehr- und Zivildienst
  • Arbeitslosigkeit

Diese Ersatzzeiten werden aber nur zeitlich begrenzt angerechnet, Kindererziehungszeiten etwa für maximal 3 Jahre pro Kind. Sie sind meist weniger wert als "normale" Arbeitsjahre. Tipp: Du bekommst einmal im Jahr eine Information von Deiner Rentenversicherung, wieviele Entgeltpunkte Du bisher gesammelt hast.

Zugangsfaktor

Der Zugangsfaktor steht für den Zeitpunkt des Renteneintritts. Wenn Du mit dem regulären Rentenalter aus dem Berufsleben austrittst, wird zur Berechnung der Rente der Zugangsfaktor 1,0 verwendet. Gehst Du schon früher in Rente, ist der Zugangsfaktor niedriger als 1,0. Bei einem späteren Renteneintritt er höher. Der Zugangsfaktor bestimmt also die Zu- oder Abschläge bei der Rentenberechnung, wenn Du vorzeitig in Rente gehst oder aber länger arbeitest. In Zukunft wird das reguläre Rentenalter bei 67 Jahren liegen. Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase: Seit 2012 wird die Altersgrenze schrittweise angehoben, von damals 65 Jahren auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Noch bis 2023 steigt das Eintrittsalter pro Jahr um einen Monat. Zwischen 2024 und 2029 wird es dann um jeweils 2 Monate pro Jahr steigen.

Wie hoch sind die Abschläge bei vorzeitiger Rente?

Bei einem früheren Rentenantritt gibt es wenige Rente. Die Abschläge auf die Rente berechnen sich nach dem genauen Zeitpunkt.

Konkret: Der Zugangsfaktor reduziert sich um 0,3 Prozent je Monat. Verabschiedest Du Dich 1 Monat vor Deinem 67. Geburtstag aus dem Berufsleben, dann wird zur Rentenberechnung also der Zugangsfaktor 0,997 herangezogen. Willst Du mit 65 Jahren in Ruhestand gehen, musst Du Abschläge von 7,2 Prozent in Kauf nehmen, der Zugangsfaktor beträgt 0,928. Bei einem Renteneintritt mit 62 Jahren reduziert sich der Zugangsfaktor bei der Rentenberechnung sogar auf den Wert 0,820. 5 Jahre kosten Dich also 18 Prozent Deiner Rente!

Die wirkliche Rentenhöhe reduziert sich sogar noch stärker, wenn Du frühzeitig in Rente gehst. Denn Du hast dann ja auch weniger lange Zeit, um Entgeltpunkte zu sammeln, die bei der Rentenberechnung zusätzlich eine Rolle spielen.

Die Abschläge bleiben Dir übrigens während Deiner gesamten Rentenzeit erhalten. Du bekommst also nicht mehr Geld, nachdem Du die reguläre Altersgrenze erreicht hast!

Wie hoch sind die Zuschläge, wenn ich länger arbeite?

Entscheidest Du Dich länger zu arbeiten, dann wird bei der Rentenberechnung ein höherer Zugangsfaktor angesetzt. Für jeden Monat werden Dir 0,005 Prozent gutgeschrieben. Mit 67 Jahren und 1 Monat beträgt der Zugangsfaktor also 1,005. Ein volles Jahr bringt Dir ein Plus von 6 Prozent (Zugangsfaktor 1,060). Mit 72 Jahren ist aber Schluss: Überschreitest Du die reguläre Altersgrenze um mehr als 5 Jahre, bringt Dir das bei der Rentenberechnung keine weiteren Zuschläge mehr. Der Zugangsfaktor kann den Wert 1,300 also nicht überschreiten.

Aktueller Rentenwert

Der aktuelle Rentenwert ist ein Faktor in der Rentenformel, den Du als Rentenversicherter nicht selbst beeinflussen kannst. Er spiegelt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wider. Angegeben wird der Rentenwert oft in Euro. Er drückt somit aus, wieviel ein Entgeltpunkt aktuell wert ist.

Der aktuelle Rentenwert wird jährlich, immer zum 1. Juli, an die aktuelle wirtschaftliche Lage angepasst. Das soll dafür sorgen, dass auch Rentner von einem wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Andererseits soll das staatliche Rentensystem auf Dauer finanzierbar bleiben. Berechnet wird der aktuelle Rentenwert mithilfe der sogenannten Rentenanpassungsformel. Dabei spielen 3 Faktoren eine Rolle:

  • Entwicklung der Löhne: Steigen die Löhne, dann steigen auch die Renten.
  • Beitragssatz in der Rentenversicherung: Je weniger die der derzeit Versicherten einzahlen, desto stärker sinken die Renten.
  • Nachhaltigkeitsfaktor: Er drückt das Verhältnis von aktuellen Beitragszahlern und Rentnern aus. Steigt die Zahl der Rentner schneller, dann dämpft das den Rentenanstieg.

Derzeit gelten für die alten und neuen Bundesländer noch unterschiedliche Rentenwerte. Bis 2024 sollen die bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West aber schrittweise abgebaut werden. Im Jahr 2018 lag der aktuelle Rentenwert in den alten Bundesländern bei 32,03 Euro, in den neuen Bundesländern bei 30,69 Euro.

Rentenart-Faktor

Der Rentenart-Faktor drückt aus, welche Art der Rente Du bekommst. Bei der regulären Altersrente hat er den Wert 1,0. Beziehst Du eine andere Art der Rente, dann wird zur Rentenberechnung ein abweichender Rentenart-Faktor verwendet. Jeder Rentenart ist ein bestimmter Rentenart-Faktor zugeordnet:

  • Volle Erwerbsminderungsrente: 1,0
  • Teilweise Erwerbsminderungsrente: 0,5
  • Erziehungsrenten: 1,0
  • Hinterbliebenenrente: die ersten 3 Monate 1,0; anschließend lebenslang 0,25 bis 0,55 (je nach Voraussetzungen)
  • Vollwaisenrente: 0,2
  • Halbwaisenrente: 0,1

Auch ohne den genauen Rentenanspruch zu berechnen, kannst Du anhand dieser Liste sofort erkennen, dass die Rentenzahlungen an Hinterbliebene oder Erwerbsgeminderte mit hohen Abschlägen verbunden sind!

Netto-Rentenhöhe berechnen: Abzüge von der Rente

Was bei der Rentenberechnung mit der Rentenformel herauskommt, ist noch nicht die wirkliche Höhe Deiner späteren Rente. Denn genauso wie bei Arbeitslöhnen gilt auch bei Renten: Brutto ist nicht gleich Netto! Du hast auch als Rentner Abgaben zu leisten, nämlich

  • Beiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung
  • ev. Einkommenssteuer (je nach Höhe der Rente)

Wieviel Dir von Deiner Brutto-Rente übrig bleibt, lässt sich nicht pauschal sagen, weil sich die Abgaben nach mehreren Faktoren wie Art und Höhe der Rente berechnen.

Hinweis: Um Dir einen aussagekräftigen Wert zu liefern, berechnet der Online-Rentenrechner die Netto-Bezüge. Die exakte Höhe von Sozialversicherungsbeiträgen kann aber im Zuge von Sozialreformen geringfügig verändert werden. Deshalb kann Dir der Netto-Rentenrechner nur einen Näherungswert liefern.

Wie hoch sind die Beiträge zur Krankenversicherung?

Genauso wie als aktiver Arbeitnehmer zahlst Du auch als Rentner Krankenversicherungsbeiträge. Ihre genaue Höhe hängt davon ab, wie Du versichert bist. Dabei gibt es grundsätzlich 3 Möglichkeiten:

  • Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
  • Freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung GKV
  • Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV)

Pflichtversichert in der GKV bist Du, wenn Du in der zweiten Hälfte Deines Erwerbslebens während mindestens 90 Prozent der Zeit Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung warst. Ist das nicht der Fall, kannst Du Dich unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig gesetzlich krankenversichern.

Gesetzliche Pflichtversicherung

Für gesetzlich pflichtversicherte Rentner liegt der Krankenversicherungsbeitrag genauso wie bei Arbeitnehmern bei einheitlich 14,6 Prozent. Die Hälfte davon, also 7,3 Prozent, bezahlst Du aus eigener Tasche. Die andere Hälfte übernimmt die Rentenversicherung - genauso wie früher der Arbeitgeber. Hast Du eine gesetzliche Rente von 1.000 Euro, dann musst Du also 73 Euro davon an die Krankenversicherung abführen. Darüber hinaus kann die Krankenkasse einen variablen Zusatzbeitrag einheben. Auch diesen Zusatzbeitrag teilen sich Rentner und Rentenversicherung.

Einige Rentner haben zusätzliche Versorgungsbezüge. Dazu zählen etwa Betriebsrenten, Renten aus Versorgungswerken, Pensionsfonds oder Beamtenpensionen. Auch auf diese Rente berechnen die Krankenkassen einen Beitrag von 14,6 Prozent, den Du zur Gänze selbst bezahlst.

Für zusätzliche Einnahmen in der Rente, etwa aus Vermietung, Kapitalanlagen oder einer privaten Altersvorsorge, zahlst Du dagegen keine Krankenversicherungsbeiträge.

Freiwillige gesetzliche Versicherung

Auch für freiwillig Versicherte gilt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent plus ein eventueller Zusatzbeitrag. Er wird sowohl auf die staatliche Rente als auch auf andere Versorgungsbezüge eingehoben. Im Unterschied zu Pflichtversicherten zahlst Du den Beitrag aber zunächst aus eigener Tasche. Die Rentenversicherung beteiligt sich daran nur, wenn Du einen entsprechenden Antrag stellst.

Ein weiterer Nachteil für freiwillig Versicherte ist, dass auch für sonstige Einnahmen wie Mieten oder private Renten ein Krankenkassenbeitrag anfällt!

Private Krankenversicherung

In der privaten Krankenversicherung bemessen sich die Beiträge nicht an Deinem Einkommen, sondern an dem gewählten Tarif. Privat Versicherte bezahlen in der Rente im Unterschied zu gesetzlich Versicherten also nicht niedrigere, sondern sogar eher höhere Krankenversicherungsbeiträge! Unter bestimmten Voraussetzungen können privat Versicherte aber um einen staatlichen Zuschuss ansuchen.

Wie hoch sind die Beiträge zur Pflegeversicherung?

Die Beiträge zur Pflegeversicherung trägst Du in Deiner Rente im Unterschied zu den Krankenversicherungsbeiträgen immer allein. Abgezogen werden 3,05 Prozent Deiner Rente, falls Du Kinder hast, und 3,30 Prozent bei Kinderlosen.

Wie lässt sich die Besteuerung der Rente berechnen?

Um die gesetzliche Rente zu berechnen, sind zuletzt noch die Steuern zu berücksichtigen: Auch Rentner zahlen grundsätzlich Einkommenssteuer. Die Steuern auf die Rente berechnen sich im Wesentlichen nach dem Renteneintrittsalter und der Rentenhöhe. Der Netto-Rentenrechner berücksichtigt diese beiden Faktoren bereits.

Wie hoch ist der Rentenfreibetrag?

Wer derzeit in Rente geht, muss nicht die gesamte Rente versteuern. Ein gewisser Anteil, der sogenannte Rentenfreibetrag, bleibt steuerfrei. Der Steuervorteil wird aber sukzessive abgebaut: Wer im Jahr 2005 in Ruhestand gegangen ist, musste nur 50 Prozent seiner Rente versteuern. Wer heuer (2019) in Rente geht, muss bereits 78 Prozent versteuern. Der Wert steigt jedes Jahr um 1 Prozent. Wenn Du erst 2040 oder später in Ruhestand gehst, zahlst Du auf 100 Prozent Deiner Rente Steuern.

Ab welcher Höhe wird die Rente versteuert?

Ob und wieviele Steuern auf die Rente zu berechnen sind, hängt aber von der Rentenhöhe ab. Jedem deutschen Bürger - egal ob Rentner oder nicht - steht der sogenannte Grundfreibetrag von jährlich 9.163 Euro (Stand 2019) zu. Ein Einkommen bis zu dieser Höhe bleibt immer steuerfrei, es entspricht dem sogenannten Existenzminimum. Erst für den Anteil der Rente, der den Grundfreibetrag übersteigt, zahlst Du Steuern. Der Grundfreibetrag gilt unabhängig vom Rentenfreibetrag!

Die Steuersätze auf die gesetzliche Rente berechnen sich genauso wie bei Arbeitnehmern nach der Einkommenshöhe: Je höher die Rente, desto höher ist der persönliche Steuersatz. Den genauen Steuersatz auf die gesetzliche Rente berechnen kann man nur mithilfe einer mathematischen Formel. Wenn Du mit dem Online-Rentenrechner die Netto-Rente berechnest, wird der jeweilige Steuersatz bereits näherungsweise berücksichtigt.

Wieviel Altersrente bekomme ich heraus?

Rentenformel, Sozialabgaben, Steuern: Die Rentenberechnung ist eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Ganz exakt lässt sich die Höhe Deiner zukünftigen Rente nicht berechnen. Der Netto-Rentenrechner liefert Dir aber einen Anhaltspunkt, mit welchem Betrag Du ungefähr rechnen kannst.

Wer 2018 in Westdeutschland mit dem regulären Rentenalter in Rente gegangen ist und 40 Jahre lang exakt so viel wie der Durchschnitt verdient hat, bekommt eine Brutto-Rente von 1281,20 Euro - der aktuelle Gegenwert von 40 Entgeltpunkten. Das ergibt netto mit dem Rentenrechner eine Rente in der Höhe von 1.136,76 Euro. Gehst Du früher in Rente oder hast Du nicht 40 Jahre lang gearbeitet, ergibt sich bei der Rentenberechnung ein geringerer Betrag! Auch die Hinterbliebenenund Erwerbsminderungsrenten fallen sehr viel dürftiger aus.

Wie kann ich meinen Lebensstandard im Alter halten?

Sicher willst Du Deinen Ruhestand nicht in Armut verbringen. Wie Dir der Online-Rentenrechner zeigt, ist die staatliche Rente oft nicht gerade üppig. Bei vielen jungen Menschen reicht die Rente, die der Rechner ermittelt, nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Prüfe daher unbedingt mit dem Rentenrechner das Netto-Einkommen, das Du in Deiner Rente erwarten kannst!

Falls die mit dem Rentenrechner ermittelten Rentenbeträge sehr niedrig sind, kannst Du Vorkehrungen treffen:

Denke über eine private Altersvorsorge nach

Durch eine zusätzliche private Altersvorsorge kannst Du Deinen staatlichen Rentenanspruch aufstocken. Es gibt staatlich geförderte Renten wie die Riester-Rente sowie verschiedene private Vorsorge-Angebote. Welche Altersvorsorge am besten zu Dir passt, hängt von Deinen Ansprüchen, Deinem Alter und Deiner Familiensituation ab.

Schließe eine Berufsunfähigkeits-Versicherung ab

Die vom Rentenrechner ermittelte reguläre Altersrente setzt voraus, dass Du bis 67 fit genug bist, um Deinen Job auszuüben. Das trifft längst nicht auf alle Arbeitnehmer zu: Bereits jetzt muss rund jeder 3. Beschäftigte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgeben.

Eine staatliche Erwerbsminderung in der vom Rentenrechner angezeigten Höhe steht Dir nur zu, wenn Du in keinem einzigen Beruf mehr arbeiten könntest. Das heißt, sie beinhaltet keinen Berufsschutz. Und selbst wenn Du eine Erwerbsminderungsrente bekommst, fällt die Rente, die der Rechner ermittelt hat, vermutlich sehr gering aus.

Um diese staatliche Versorgungslücke zu schließen, empfehlen wir Dir eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Du solltest sie möglichst schon in jungen Jahren abschließen, solange Du noch gesund bist.

Falls Du wegen Deines Berufs oder bestimmter Vorerkrankungen keine leistbare Berufsunfähigkeitsversicherung bekommst, kannst Du alternativ über eine private Arbeitsunfähigkeits- oder Unfallversicherung nachdenken.

Sichere Deine Familie ab

Falls Du eine Familie hast, solltest Du auch die Hinterbliebenen-Rente ausrechnen, die Deine Angehörigen beziehen, falls Dir einmal etwas zustößt. Gerade wenn Du in der Familie der Hauptverdiener bist, ist es gut vorzusorgen: Die Hinterbliebenen-Rente, die der Rechner für Deine Angehörigen ermittelt hat, würde wahrscheinlich einen drastischen finanziellen Einschnitt bedeuten. Eine Risikolebensversicherung kostet in der Regel nicht viel, kann Deine Angehörigen im Ernstfall aber vor großen finanziellen Sorgen bewahren.