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Ökostrom: Konditionen im Vergleich

Du möchtest mit Deinem Geld keinen Strom aus konventionellen Energiequellen mehr unterstützen? Stattdessen willst Du mit Deiner Stromzahlung den Ausbau von erneuerbarer Energie fördern? Dann ist ein Wechsel zu einem nachhaltigen Stromtarif für Dich die beste Entscheidung.

Was Ökostrom überhaupt von konventionellem Strom unterscheidet, worauf Du bei der Wahl von Deinem Stromanbieter achten solltest, was den Preis von nachhaltigem Strom beeinflusst, und wie Du den für Dich besten Ökostromanbieter findest, erfährst Du in diesem Artikel.

Was unterscheidet Ökostrom von normalem Strom?

Grüner Strom und normaler Strom unterschieden sich ausschließlich durch die Art der Gewinnung. Der normale Strom wird aus fossilen Energieträgern gewonnen. Zu den fossilen Energieträgern gehören alle endlichen, also nicht unendlich verfügbaren Ressourcen aus denen Strom gewonnen werden kann:

  • Steinkohle
  • Braunkohle
  • Erdöl
  • Erdgas

Neben der Endlichkeit von den fossilen Brennstoffen, haben diese außerdem noch den Nachteil, dass sie diese für den Umwandlungsprozess in Strom die Umwelt stark belasten. Für die Gewinnung von Strom werden die fossilen Brennstoffe verbrannt und setzen dabei viele Stoffe frei, die schlecht für die Umwelt sind. Darunter fallen etwa:

  • Kohlenstoffdioxid
  • Stickstoffoxide
  • Feinstaub und schwermetallhaltiger Staub
  • Methan (bei Erdgas)

Deshalb trägt die Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen zu einem großen Teil dazu bei, dass die Treibhausgasemissionen ansteigen. Dies führt wiederrum zu der menschengemachten globalen Erwärmung.

Eine Sonderform der fossilen Energiegewinnung stellt die Kernenergie dar. Bei der Herstellung von dieser werden keine chemischen Schadstoffe wie Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Trotzdem ist die Kernenergie nicht umweltfreundlich: Es wird radioaktiven Stoffen verunreinigtes Wasser produziert und radioaktive Abluft. Außerdem stellt die Lagerung der radioaktiven Abfallprodukte ein großes Problem für die Umwelt dar.

Ökostrom wird hingegen aus nachhaltigen und erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Dazu zählt die Gewinnung von Energie aus:

  • Biomasse
  • Wasserkraft
  • Wind
  • Solar

Diese belasten die Umwelt nicht mit schädlichen Stoffen und sind mit Ausnahme von der Biomasse unendlich vorhanden. In dem Jahr 2018 machten erneuerbare Energien bei der Stromerzeugung in Deutschland 40,6 Prozent des Gesamtstroms aus.

Wie finde ich den besten Ökostrom-Anbieter?

Wenn Du nicht weiter mit Deiner monatlichen Stromzahlung die Nutzung von fossilen Energieträgern unterstützen willst, bietet sich ein Umstieg auf einen Tarif von Grünstrom an. Diese sind im Durchschnitt nicht viel teurer als ein herkömmlicher Stromanbieter. Du solltest vor dem Wechsel allerdings verschiedene Anbieter von Ökostrom miteinander vergleichen.

Jeder Haushalt ist zunächst automatisch bei dem örtlichen Grundversorger angemeldet. Im Vergleich zu diesem kannst Du mit einem Anbieter von erneuerbaren Strom sogar bis zu 430 Euro im Jahr an Stromkosten sparen. Um den günstigsten Anbieter zu finden, empfehlen wir Dir die Ökostromanbieter kostenlos und schnell miteinander zu vergleichen. Das kannst Du mit dem onlinebasierten Vergleichsrechner machen. Du musst dafür lediglich angeben, wo Du wohnst, wie viele Menschen in Deinem Haushalt wohnen, wie hoch Dein bisheriger Stromverbrauch war und ob Du einen Anbieter willst, der ausschließlich grüne Energie anbietet.

So kannst Du schnell den billigsten Ökostrom finden und anschließend unkompliziert online Deinen Stromanbieter wechseln.

Wonach sollte ich den Ökostrom-Anbieter auswählen?

Nicht jeder Stromanbieter, der sich selbst den Namen Öko gibt, erfüllt die gleichen Anforderungen wie andere Anbieter von Naturstrom. Es gibt bisher keine gesetzlich festgeschriebene Definition und keine einheitlichen Standards für Naturstrom. Der Begriff ist nicht geschützt. Stattdessen gibt es zahlreiche Labels, die unterschiedliche eigene Standards vorschreiben. Ebenso gibt es Anbieter von Grünstrom, die nicht einmal ein kontrolliertes Label besitzen. Worauf Du bei Deiner Wahl besonders achten solltest hängt davon ab, was Du genau möchtest. Im Folgenden findest Du ein paar Kriterien, nach denen Du Deinen neuen Stromanbieter auswählen kannst.

Nachhaltigkeit

Hier kommt es darauf an, wie hoch Deine Ansprüche an einen Ökotarif sind. Es gibt einerseits Anbieter, die ausschließlich nachhaltigen Strom verkaufen, andererseits aber auch Anbieter, die sowohl konventionellen, als auch ökologischen Strom verkaufen.

Außerdem kann man bei der Nachhaltigkeit von Grünstromtarifen noch unterscheiden, ob diese den Ausbau regenerativer Stromproduktion unterstützen. Die beiden Ökostromlabels Ok-Power und Grüner Strom Label werden nur an Stromanbieter vergeben, die in wesentlicher Menge ihren Gewinn in den Ausbau von der lokalen Ökostromproduktion investieren. Entscheidend für die Vergabe der Siegel ist dabei, dass die Investition in erneuerbare Stromgewinnung über den sowieso staatlich vorgeschriebenen Ausbau hinausgeht. Darüber hinaus wird durch diese Labels garantiert, dass der jeweilige Stromanbieter nichts mit Atomkraftwerken sowie den Braunkohleabbau zu tun hat.

Preis

Der Preis von Stromanbietern unterscheidet sich mitunter sehr stark voneinander. Es kann sogar gut sein, dass Du jetzt mit Deinem herkömmlichen Stromanbieter mehr zahlst als Du bei einem nachhaltigen Stromanbieter zahlen würdest. Aber auch innerhalb der Ökostromanbieter gibt es große Preisunterschiede.

Strompreise werden in Cent pro Kilowattstunde angegeben. Viele Stromanbieter haben auch unterschiedliche Tarife. Die einzelne Kilowattstunde ist dann günstiger, je mehr Strom Du insgesamt über ein Jahr verbrauchst.

Der durchschnittliche Strompreis beträgt in dem Jahr 2019 in Deutschland 30,5 Cent pro Kilowattstunde.

Bonus

Manche Anbieter von Grünstrom bieten Dir einen finanziellen Bonus an, wenn Du zu ihnen wechselst. Es gibt teilweise Sofortboni in Form von Geld, das an Dich ausgezahlt wird. Außerdem gibt es teilweise einen Neukundenbonus, bei dem Dir der Bonus von Deiner ersten Stromrechnung abgezogen wird.

Laufzeit

Meistens dauert die Laufzeit von Deinem Stromvertrag zwölf Monate lang. Du musst dann innerhalb dieser Zeit in dem Vertrag bleiben. Erst danach kannst Du dann wieder den Stromanbieter wechseln. Manche Anbieter von Strom aus erneuerbarer Energie bieten allerdings auch eine Vertragslaufzeit von drei Monaten oder sogar von nur einem Monat an.

Allerdings gilt in der Regel: Je kürzer die Laufzeit, desto teurer der Preis pro Kilowattstunde.

Kündigungsfrist

In der Regel beträgt die Kündigungsfrist einen Monat lang. Wenn Du diesen Zeitpunkt verpasst, läuft Dein Stromvertrag automatisch weiter. Wenn Du allerdings umziehst, ist es meistens kein Problem, Deinen bestehenden Vertag mitzunehmen.

Bei einigen Verträgen ist es auch möglich, genau zu dem Umzug den Vertrag zu kündigen. Du solltest in diesem Fall Deinen Stromanbieter für Ökostrom jedoch rechtzeitig über Deinen Umzug und die gewünschte Vertragskündigung informieren.

kWh-Pakete

Ein Kilowattstunden-Paket ist günstiger, als wenn Du kein Paket kaufst. Es gibt je nach dem, welchen Stromanbieter für Ökostrom Du wählst, unterschiedliche Paketgrößen. Du kannst das Paket danach wählen, wie hoch Dein Stromverbrauch der letzten Jahre war. Diesen findest Du auf Deinen alten Stromrechnungen.

Wenn Du beispielsweise ein Strompaket von 600 Kilowattstunden kaufst, dann zahlst Du einen festen Betrag in einem Jahr, egal, ob Du genau die 600 Kilowattstunden verbrauchst, oder zum Beispiel nur 550 Kilowattstunden. Das lohnt sich in der Regel dann, wenn Du nicht mehr als zehn Prozent weniger Strom verbrauchst, als in Deinem Paket enthalten ist. Du zahlst trotzdem weniger, als wenn Du ohne Strompaket 600 Kilowattstunden in dem Jahr bezahlen würdest. Allerdings wird es meist teuer, falls Du doch einen höheren Stromverbrauch hast, als in Deinem Paket enthalten ist.

Preisgarantie

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der Wahl von dem Ökostromanbieter ist die Preisgarantie. Diese garantiert für einen bestimmten Zeitraum einen festen Preis pro Kilowattstunde. Dadurch bist Du in diesem Zeitraum von einer Preiserhöhung verschont. Das garantiert Dir eine gewisse Planungssicherheit.

Allerdings kannst Du in der Regel Deinen Stromtarif nicht wechseln, wenn Du in einem Tarif mit Preisgarantie bist.

Art der Preisgarantie

Es gibt zwei Arten der Preisgarantie:

  • Vollständige Preisgarantie: Du zahlst auf jeden Fall für den Zeitraum der Preisgarantie den anfangs angegebenen Preis für eine Kilowattstunde Strom. Die einzige Ausnahme besteht dann, wenn die Mehrwertsteuer oder die Stromsteuer erhöht wird.
  • Eingeschränkte Preisgarantie: Diese Art der Preisgarantie legt nur fest, dass Dein Stromanbieter den Preis für die Energiekosten und den Preis für die Netznutzungsentgelte an sich für den Zeit der Preisgarantie für Dich nicht erhöht. Allerdings können Erhöhungen von staatlicher Seite auf Dich umgelegt werden. Dazu gehört nicht nur eine Erhöhung der Steuern auf den Strom, sondern auch die Abgaben oder die Umlagen. Das kann dann selbst in dem Zeitraum der Preisenergie für Dich bedeuten, dass sich der Kilowattpreis entsprechend erhöht.

Dauer der Preisgarantie

Meistens gilt die Strompreisgarantie sofern diese überhaupt angeboten wird, nur für einen Zeitraum von einem Jahr bis maximal zwei Jahren. Wenn der Zeitraum abgelaufen ist, erhöht sich der Preis pro Kilowattstunde meistens.

Deshalb solltest Du nicht zu sehr auf den Kilowattpreis während der Preisgarantie achten, sondern darauf, wie hoch der Preis pro Kilowattstunde ohne diese Preisgarantie bei den jeweiligen Stromanbietern ist. Um dies herauszufinden kannst Du den kostenlosen Ökostrom Vergleich nutzen. Bei manchen Anbietern kannst Du optional eine Preisgarantie auswählen und dann in dem Rechner beide Optionen einmal anklicken und durchrechnen lassen.

Was beeinflusst den Preis beim Grünstrom?

Verbrauch

Wie hoch der Preis ist, den Du Monat für Monat Deinem Stromanbieter zahlst, hängt natürlich neben dem Preis pro Kilowattstunde auch von Deinem Stromverbrauch ab. Strom sparen kannst Du durch bewussteren Konsum wie etwa durch das Nutzen einer Steckdosenleiste die Du mit einem Knopf ausschalten kannst. Denn auch im Stand-By-Modus verbrauchen elektrische Geräte Strom. Außerdem kannst Du auf diese Punkte achten wenn Du Deinen Stromverbrauch reduzieren willst:

  • Bei neuen Geräten: Auf eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse achten.
  • Wasserverbrauch: Warmwasser durch einen Sparduschkopf reduzieren. Waschmaschine und Geschirrspüler nur anstellen, wenn beides wirklich voll ist.
  • Fenster und Türen: Isolieren gegen den Wärmeverlust.

Wohnort

Der gleiche Stromanbieter kann in einer Region in Deutschland günstigere Preise pro Kilowattstunde anbieten, als in anderen Regionen. Das liegt daran, dass die Entgelte für die Stromnetznutzung sich regional unterscheiden. Die Höhe der Entgelte hängt davon ab, welche Maßnahmen in der jeweiligen Region für den Ausbau oder die Erhaltung von dem Stromnetz nötig sind. In Gegenden in denen wenige Menschen pro Quadratkilometer wohnen, ist das Entgelt für die Stromnetznutzung meist besonders teuer. Auch in dem Osten von Deutschland sind die Entgelte höher, als beispielsweise im Süden oder im Westen.

Ebenfalls einen Einfluss auf den Strompreis hat es, wie viele Stromanbieter es in der Region gibt. Wenn viele Stromanbieter miteinander konkurrieren sinkt der Strompreis. Auch das Wechselverhalten der Bevölkerung beeinflusst die Preise. Wenn viele bei dem Grundversorger bleiben, dann bleiben die Preise pro Kilowattstunde auch eher höher, als wenn die Bevölkerung in einer Region oft die Anbieter wechseln.

Laufzeit

Wenn Du einen langen Mindestzeitraum bei Deinem Ökostromanbieter wählst, zahlst Du meist weniger pro Kilowattstunde als bei kurzen Laufzeiten. Dies ist auch ein Grund, warum der örtliche Grundversorger in der Regel sehr teuer ist. Diesen kannst Du normalerweise innerhalb eines Monats kündigen und bist nicht an eine bestimmte Laufzeit gebunden.

Wenn Du in der nächsten Zeit also sowieso nicht mehr den Stromtarif ändern willst, wähle besser eine längere Mindestlaufzeit. Falls Du innerhalb des Mindestzeitraumes umziehst kannst Du Deinen bestehenden Stromvertrag einfach mit in die neue Wohnung nehmen. Allerdings funktioniert das nur dann, wenn der Anbieter den Strom auch in Deiner neuen Umgebung beliefert. Ist dies nicht möglich, so kannst Du von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Bei manchen Stromanbietern erlischt die Mindestlaufzeit aber auch automatisch, wenn Du als Kunde umziehst. Die genauen Bedingungen der Mindestlaufzeit solltest Du vor dem Unterschreiben des neuen Vertrages in diesem nachlesen.

Haupt- und Nebenzeit-Tarife

Zwar ist es heute nicht mehr so geläufig wie noch vor einigen Jahren, aber manche Stromanbieter für Ökostrom unterscheiden immer noch zwischen Tarifen in der Hauptzeit sowie in der Nebenzeit.

Als Nebenzeit wird dabei oft die Zeit zwischen 18 Uhr oder 20 Uhr bis 6 Uhr morgens verstanden. In diesem Zeitraum ist der Preis pro Kilowattstunde günstiger, als am Rest des Tages. Statt die Nachtzeit kann aber auch das Wochenende als Nebenzeit gelten. Das hängt von dem jeweiligen Stromanbieter ab.

Diese Art der Stromabrechnung bietet sich für Dich besonders dann an, wenn Du in der Nebenzeit einen hohen Stromverbrauch hast. Das kann zum Beispiel sein, wenn Du mit Strom heizt. Du benötigst allerdings einen zweiten Stromzähler, um einen Haupt- und Nebenzeit-Tarif wählen zu können.

Kundengruppe

Es wird unter zwei Kundengruppen bei Anbietern von Naturstrom unterschieden. Zu den gewerblichen Kunden gehörst Du dann, wenn selbstständig tätig bist und den Strom für Deinen Büroraum oder für Dein Geschäft oder für Deine Werkstatt oder Deine Lagerhalle nutzen möchtest. Ansonsten gehörst Du zu den privaten Kunden.

Wie wechsele ich den Ökostrom-Anbieter?

Zunächst solltest Du mehrere Anbieter von Ökostrom miteinander vergleichen. Am einfachsten ist dies, wenn Du dafür den kostenfreien Ökostromvergleichsrechner nutzt. Mit diesem kannst Du anschließend auch ganz einfach online Deinen Anbieterwechsel oder die Neuanmeldung beantragen.

Du füllst dafür einfach online den Stromvertrag aus. Dafür benötigst Du den Namen von Deinem bisherigen Stromanbieter, den Netzbetreiber, Deine Kundennummer bei dem bisherigen Stromversorger und die Zählernummer von Deinem Stromzähler. Diese ganzen Daten findest Du auf Deiner letzten Stromrechnung.

Du erhältst nach der Eingabe aller Daten die Unterlagen per E-Mail. Ansonsten musst Du nichts weiter machen! Du kannst Dich entspannt zurücklehnen und Dein neuer Stromanbieter erledigt für Dich die Kündigung bei Deinem bisherigen Anbieter und meldet Dich bei dem Netzbetreiber um. Von Deinem bisherigen Stromanbieter erhältst Du anschließend noch eine schriftliche Bestätigung der Kündigung sowie die Abschlussrechnung. Wenn Du einen zu hohen Abschlag gezahlt hast oder im Vorhinein schon die nächsten Monate gezahlt hast, erhältst Du das Geld automatisch zurück.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung von dem Service von Wechselpilot. Dieser wechselt einmal jährlich automatisch für Dich Deinen Stromanbieter. Dadurch bist Du immer in dem günstigsten Tarif und musst Dich selber um gar nichts kümmern!

Bei Wechselpilot musst Du erst eine geringe Gebühr zahlen, wenn Du Geld eingespart hast. Falls Du also beispielsweise durch den durch Wechselpilot vorgeschlagenen Stromtarif in einem Jahr 200 Euro im Vergleich zu Deinen vorherigen Stromkosten eingespart hast, erhält Wechselpilot als Serviceleistung lediglich 20 Prozent von Deinem gesparten Geld, also in dem Fall 40 Euro. Du hast also immer noch 160 Euro eingespart.

Wechselpilot

Ersparnis

bis 800 €/Jahr

Anzahl Tarife

12.500

automatischer Online-Tarifwechsel

Woran erkenne ich einen guten Ökostromanbieter?

Nachhaltig

Es gibt zahlreiche Parameter für guten Ökostrom. Darunter zählt beispielsweise, welche Ausgleichsmaßnahmen von dem Stromanbieter für die Energiebilanz vorgenommen werden, ob neue Erneuerbare-Energie-Anlagen gefördert werden, wo diese gefördert werden, ob der Anteil von nachhaltigem Strom in dem gesamten Unternehmen und nicht nur in dem einen Ökostrom Tarif ausgebaut wird und durch wen die Einhaltung der selbst festgelegten Standards überprüft wird.

Außerdem gibt es Anbieter von Naturstrom die versichern, keine Atomkraftwerke und keine Kohlekraftwerke zu unterstützen. Dies gilt dann für alle Tarife des Anbieters und nicht nur für den Ökostromtarif. Ebenso gibt es Anbieter die selbst innerhalb ihres Angebotes von nachhaltigem Strom auf Deponiegas oder Mischfeuerungsanlagen verzichten.

moderne Kraftwerke

Am wichtigsten für guten Naturstrom ist es natürlich, dass der Stromanbieter auch wirklich den Strom aus modernen Kraftwerken, also aus nachhaltigen Kraftwerken bezieht. Darunter fallen alle Kraftwerke, die regenerative Energie herstellen.

Es gibt auch einige Anbieter von grünen Strom die garantieren, dass die genutzten Kraftwerke nicht älter als eine bestimmte Jahreszahl sind. Wenn Du darauf achtest, stellst Du sicher, dass sich der Stromanbieter um einen Ausbau von erneuerbarer Energieproduktion kümmert.

Geld fließt in Ausbau von Anlagen

Es gibt Anbieter von Grünstrom, die lediglich Strom aus Anlagen nutzen, die schon seit Jahren abbezahlt sind. Der Strom würde also so oder so in das Stromnetz eingespeist werden, ganz egal, wie viele Menschen für grünen Strom zahlen.

Wenn Du also mit Deinen Stromzahlungen die nachhaltige Energiewende unterstützen möchtest, solltest Du darauf achten, dass Dein gewählter Stromanbieter einen Teil der Gewinne in den Ausbau von neuen Anlagen für die Gewinnung von regenerativer Energie investiert. Du kannst bei dem onlinebasierten Rechner für den Ökostrom Vergleich einstellen, dass Du ausschließlich solche nachhaltigen Anbieter von Ökostrom miteinander vergleichen möchtest.

Zertifikate

Erzeugungszertifizierung

Seit dem Jahr 2013 muss jeder Stromanbieter Herkunftsnachweise für die Deklaration von Strom nutzen. Darüber hinaus darf laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz Grünstrom nur dann als solcher deklariert werden, wenn der Stromanbieter auch entsprechende Herkunftsnachweise in dem Herkunftsregister des Umweltbundesamtes belegt hat. Diese Herkunftsnachweise dienen der Zertifizierung darüber, woher der Strom kommt.

Die Nachweise sagen nichts darüber aus, wie nachhaltig der Strom wirklich ist. Es handelt sich bei der Erzeugungszertifizierung lediglich um eine Aufschlüsselung darüber, zu wie viel Prozent der Strom beispielsweise aus Solarenergie oder aus Windenergie gewonnen wird. Es ist ebenfalls nicht festgeschrieben, dass der Strom des Unternehmens zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen muss!

Beispiel:

Ein Anbieter von Ökostrom kann also folgendermaßen vorgehen: Er zahlt einen Teil der Gewinne an alte Kraftwerke, dessen Naturstrom so oder so in den Stromkreislauf geflossen wären. Zum Beispiel kann es sein, dass der Stromanbieter Wasserkraftwerke in Norwegen einen Teil der Gewinne zahlt, um somit den eigenen Strom in Deutschland als Ökostrom bezeichnen zu dürfen.

Die Menschen in Norwegen bekommen dadurch dann weniger Strom aus dem Wasserkraftwerk, sondern erhalten stattdessen sozusagen im Austausch Strom aus deutschen Kohlekraftwerken. Der Strom wird aber natürlich nicht von Norwegen nach Deutschland geleitet und umgekehrt, sondern es handelt sich um einen theoretischen Austausch, der durch Bilanzierungsvorgänge abgewickelt wird. Dadurch wird weder in Norwegen, noch in Deutschland mehr Ökostrom produziert.

Die Erzeugerzertifizierung ist also kein Qualitätsmerkmal für Naturstrom.

Ökostromproduktzertifizierung

Umso wichtiger sind die Produktzertifizierungen von Ökostrom. Es gibt verschiedene Label, die prüfen, ob jeweils festgelegte Standards in Bezug auf die Nachhaltigkeit von dem Strom eingehalten werden.

Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Institutionen zur Nachhaltigkeitsforschung. Das Öko-Institut hat die verschiedenen Strom-Siegel untersucht. Am besten abgeschnitten haben dabei die Siegel ok-power und EcoTopTen. Diese Siegel garantieren und Prüfen regelmäßig, ob der jeweilige Anbieter von Naturstrom zu einer Umweltentlastung beiträgt. Dazu gehört für die Vergabe dieser Siegel, dass der Ökostromanbieter an einer zusätzlichen Ausweitung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beitragen muss.

Nicht ganz so hohe Umweltstandards aber immer noch als gut bewertet sind die Siegel Grüner Strom Label in Gold und Grüner Strom Label in Silber.

Nicht empfehlenswert sind laut dem Öko-Institut Anbieter mit den Siegeln TÜV EE01 und TÜV EE02. Die Siegel garantieren keine Umweltentlastung und investieren kaum beziehungsweise nicht in neue Anlagen für erneuerbare Energie.

Neben den Siegeln gibt es auch Zertifikate wie zum Beispiel RECS, die Stromanbieter nutzen, um Ökostrom vorzugaukeln wo keiner ist. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind diese Zertifikate nicht geschützt und die Anbieter werden nicht auf nachhaltige Standards hin überprüft. Diese Zertifikate können für wenige Cent von den Stromunternehmen gekauft werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie die Bilanz der erneuerbaren Energie aussieht. Du solltest um einen Anbieter von Naturstrom, der sich mit einem solchen Zertifikat auszeichnet, einen Bogen machen.

Auf der sicheren Seite für wirklich nachhaltigen Strom bist Du dann, wenn Du den Onlinevergleichsrechner nutzt und das Feld nachhaltig auswählst.

Weiterempfehlungsrate

Wenn Du unterschiedliche Anbieter von Ökostrom mit dem Onlinerechner vergleichst, solltest Du auch auf die Bewertung von anderen Kunden achten. Diese werden Dir automatisch zu jedem Vorschlag angezeigt.

Schließlich sind auch Komponenten wie der Kundenservice und die Kundenzufriedenheit wichtig, um zu entscheiden, ob der jeweilige Anbieter von Ökostrom für Dich passend ist.

Warum sollte ich Ökostrom wählen?

Schont die Umwelt

Wirklich nachhaltige Anbieter von Ökostrom tragen durch den Ausbau von Anlagen für erneuerbare Energie dazu bei, dass schneller mehr Naturstrom in Deutschland vorhanden ist, als es der Gesetzgeber sowieso vorschreibt.

Durch nachhaltige Stromproduktion wird die Umwelt nicht wie bei fossilen Energiequellen durch schädliche Stoffe belastet. Außerdem wird dadurch kein Kohlenstoffdioxid produziert.

Wenn Du auf Ökostrom umsteigst treibst Du den Klimawandel also nicht mehr länger durch Deinen Stromkonsum mit voran. Darüber hinaus trägst Du dazu bei, dass durch Dich nicht noch mehr giftiger Atommüll entsteht.

nicht teurer

Auch guter und nachhaltiger Ökostrom ist nicht unbedingt teurer als der Strom aus konventionellen Energiequellen. Vor allem wenn Du bisher Deinen Strom von dem regionalen Grundversorger beziehst, sparst Du mit einem Umstieg auf einen Ökostromanbieter sicher einiges an Geld. Bis zu 430 Euro kannst Du so jedes Jahr sparen. Vor allem die Basistarife mit Ökostrom sind in der Regel sogar günstiger als konventionelle Stromtarife.

Besonders nachhaltige Tarife sind hingegen nicht ganz so günstig. Aber wenn Du die Tarife von Grünstrom mit dem kostenfreien Rechner vergleichst, findest Du schnell den günstigsten Anbieter von Naturstrom. Obendrauf gibt es, je nach dem für welchen Anbieter Du Dich entscheidest, bis zu 350 Euro Sofortbonus nach dem Wechsel. Dadurch kann sich sogar ein Wechsel auf einen besonders nachhaltigen Tarif mit Ökostrom finanziell für Dich lohnen.

Erhalte ich Naturstrom auch aus der Steckdose?

Es gibt nur ein Stromnetz innerhalb Deutschlands. An dieses Stromnetz sind alle Stromerzeugungsanlagen angeschlossen. Da sich Grünstrom und normaler Strom von den physikalischen Eigenschaften nicht unterscheiden, werden beide Stromsorten über das gleiche Stromnetz zu den Haushalten transportiert. Ökostrom kommt also quasi vermischt mit konventionellem Strom aus Deiner Steckdose.

Egal ob der Strom beispielsweise aus Solarenergie oder Kohle gewonnen wurde: Beides wird in das Stromnetz eingespeist und vermischt sich dort miteinander. Was den größten Stromanteil in Deiner Region ausmacht hängt davon ab, ob Du in zu Beispiel in einer Region mit vielen Windrädern wohnst oder in der Nähe von einem Atomkraftwerk.

Trotzdem trägst Du mit einem Ökostromanbieter dazu bei, dass mehr Ökostrom in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Dadurch wird nach und nach der gesamte Strom in dem deutschen Stromnetz nachhaltiger.