Du bist hier

LTE-Tarife: Vergleich der Anbieter

LTE-Tarife sind der neue Standard, um mit Highspeed im Internet zu surfen, zu streamen oder in glasklarer Qualität zu telefonieren. Wirklich Spaß macht das Ganze aber nur, wenn Du einen günstigen LTE-Vertrag abgeschlossen hast, bei dem Du den Technik-Vorteil am Ende nicht teuer bezahlst. Unser großer LTE-Tarife-Vergleich zeigt Dir, wo es die besten Angebote ohne versteckte Preisfallen gibt.

Welche LTE-Tarife sind im Vergleich die besten?

Noch vor wenigen Jahren hatten nur die Marktriesen LTE-Tarife im Programm. Mittlerweile bieten auch die meisten kleineren Anbietern und Discounter leistungsstarke LTE-Tarife zum kleinen Preis an. Egal ob Du einen LTE-Handyvertrag abschließen willst, ein LTE-Prepaid-Angebot nutzen willst oder rasches Breitband-Internet für zu Hause brauchst - ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall!

Mit dem Online-Tarifrechner erhältst sofort einen Überblick über passende LTE-Angebote. Setze für einen LTE-Tarife-Vergleich in den Filter-Optionen des Rechners einfach ein Häkchen bei "LTE / 4G". Du kannst auch nach Datenvolumen bzw. Surfgeschwindigkeit filtern oder gezielt nach LTE-Prepaid-Karten suchen. So findest Du bequem die passenden LTE-Tarife - ohne erst lange auf den Webseiten der einzelnen Anbieter recherchieren zu müssen.

Was bedeutet LTE überhaupt?

Die 3 Buchstaben "LTE" stehen für "Long Term Evolution" - ein etwas seltsamer Name für eine Mobilfunk-Technologie. LTE wird oft auch als Mobilfunk-Standard der vierten Generation bezeichnet, kurz 4G. Sein Vorgänger war die UMTS- oder 3G-Technologie.

Im Jahr 2010 wurde in Deutschland mit dem Ausbau des LTE-Netzes begonnen und die Frequenzblöcke unter den großen Anbietern versteigert. Ursprünglich waren LTE-Tarife als Alternative zum DSL-Internet gedacht, das vor allem in ländlichen Regionen nur lückenhaft ausgebaut war. Heute werden LTE-Angebote aber hauptsächlich zum mobilen Surfen genutzt.

Die LTE-Mobilfunk-Technologie ermöglicht gegenüber dem Vorgänger UMTS sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, mehr als 500 Mbit/s sind im Downstream technisch möglich. Mit dem Nachfolger 4,5G wird sogar die Schallmauer von 1.000 Mbit/s durchbrochen.

"Die eine" LTE-Technologie gibt es nicht, denn der Mobilfunk-Standard wird laufend weiterentwickelt. Die verschiedenen Versionen werden oft mit dem Kürzel "Cat" für "Category" bezeichnet. Je nach Kategorie sind unterschiedliche maximale Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. So bringt es "Cat 3" auf bis zu 100 Mbit/s, "Cat 6" dagegen bereits auf 500 Mbit/s. Wie schnell Du in der Praxis wirklich surfen kannst, hängt Deinem Tarif, Deinem Endgerät und den Umgebungsbedingungen ab.

Prinzipiell ermöglicht die LTE-Technologie eine Reihe verschiedener Anwendungen. Die wichtigsten sind

  • mobiles Internet für Smartphone, Tablet oder Notebook
  • Breitband-Internet für zu Hause
  • Mobilfunk-Telefonie - auch als "VoLTE" (Voice over LTE) bekannt
  • Übertragung von Videos und Fernsehen (auch in hochauflösender 4K-Qualität)
  • Ultraschnelles Onlinegaming
  • Umgebungserkennung
  • Vernetzung von Maschinen und Geräten (z.B. selbstfahrende Autos)

Welche LTE-Tarife gibt es?

Weil der neue Mobilfunk-Standard unterschiedliche Anwendungen unterstützt, unterteilen sich auch LTE-Tarife in verschiedene Kategorien:

Handytarife in LTE-Qualität

Am weitesten verbreitet sind Handytarife für das LTE-Netz. Bis vor Kurzem waren sie nur bei den großen Netzanbietern erhältlich. Mittlerweile surfen und telefonieren auch Kunden von Discountern und kleineren Anbietern immer häufiger im neuen, ultraschnellen Netz. Damit Du LTE-Tarife überhaupt nutzen kannst, muss aber auch Dein Smartphone die Technologie unterstützen!

Üblicherweise beinhalten LTE-Tarife ein bestimmtes Datenvolumen zum mobilen Surfen. Häufig - aber nicht immer - kannst Du darüber hinaus auch in VoLTE-Qualität telefonieren. Bei einigen Anbietern laufen Telefonate hingegen noch über das alte UMTS-Netz.

Datentarife für mobiles Internet

Wenn Du viel unterwegs bist, ist das Surfen am Tablet oder Notebook oft bequemer als andauernd auf das kleine Smartphone-Display zu starren. Auch dafür gibt es günstige LTE-Tarife - entweder als Monats-Flat, als Tages-Flat oder mit minutengenauer Abrechnung. Eine Kurzzeit-LTE-Flat ist eine gute Option, wenn Du für wenige Tage verreist und auch unterwegs nicht auf schnelles Internet verzichten willst.

LTE-Tarife für stationäres Internet

Für das stationäre Internet in den eigenen vier Wänden sind DSL- und Kabel-Verbindungen der herkömmliche Standard. Doch in manchen ländlichen Gegenden ist beides Mangelware. LTE-Tarife für stationäres Internet sind dann eine gute und preiswerte Alternative. Es gibt sie entweder als reine Datentarife oder als Kombi-Angebote gemeinsam mit Festnetz- und Mobil-Telefonie.

Worauf sollte ich beim LTE-Tarife-Vergleich achten?

Den besten LTE-Vertrag zu finden ist gar nicht so einfach: Es gibt mittlerweile ein wahres Dickicht an Anbietern und Tarif-Varianten. Und es kommen ständig neue LTE-Tarife auf den Markt. Was gestern noch ein guter LTE-Tarif war, kann heute neben den Konkurrenz-Angeboten ganz schön alt aussehen. Worauf Du beim LTE-Tarife-Vergleich achten solltest, um nicht den Überblick zu verlieren, fassen wir im Folgenden zusammen.

LTE-Tarife: Mit oder ohne Vertrag?

Eine erste wichtige Entscheidung beim LTE-Tarife-Vergleich ist die, ob Du einen festen Vertrag abschließen willst oder lieber auf LTE-Prepaid-Angebote zurückgreifst:

  • LTE-Handyvertrag: Bei dieser Variante schließt Du einen klassischen Handyvertrag zu einem monatlichen Fixpreis ab. Dafür erhältst Du ein definiertes Leistungspaket mit einem bestimmten Datenvolumen, Telefon-Minuten bzw. Flat und SMS. Häufig haben diese Handyverträge eine Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten.
  • LTE-Prepaid-Tarif: Bei einem LTE-Prepaid-Tarif bezahlst Du im Voraus für ein bestimmtes Guthaben, das Du anschließend flexibel verbrauchen kannst. Der Vorteil ist, dass Du Deine Handy-Kosten immer im Griff hast, denn Du entscheidest im Vorhinein, wieviel Geld Du "versurfen" oder "vertelefonieren" willst. Ist das Guthaben aufgebraucht, kannst Du eine neue LTE-Prepaid-Karte kaufen und dabei das jeweils günstigste Angebot wählen. Ein kleiner Nachteil ist, dass Du mit einer LTE-Prepaid-Karte häufig auf das Telefonieren im LTE-Netz verzichten musst. Bei vielen Prepaid-Anbietern kannst Du nur den ultraschnellen Internet-Zugang nutzen, während Telefonate noch über das langsamere UMTS-Netz laufen.

Entscheidend ist Dein Bedarf: Wenn Du regelmäßig mobiles Internet nutzt und auch häufiger mit dem Smartphone telefonierst, kommt Dir wahrscheinlich ein fester Vertrag günstiger. Ein weiterer Bonus ist, dass Dir viele Anbieter zu einem festen LTE-Handyvertrag ein kostenloses Smartphone schenken.

Für Gelegenheitsnutzer können LTE-Prepaid-Karten eine gute Alternative zu den im Vergleich oft kostspieligeren Handyverträgen sein. Darüber hinaus eignen sich LTE-Tarife auf Prepaid-Basis für Kinder und für Personen mit schlechter Bonität, die keinen Handyvertrag abschließen können.

Was ist bei einem LTE-Handyvertrag wichtig?

Netzanbieter / Verfügbarkeit

Vor dem LTE-Tarife-Vergleich solltest Du zunächst überprüfen, welcher Anbieter bei Dir zu Hause überhaupt verfügbar ist. Die großen Netzbetreiber haben in den letzten Jahren mit Hochdruck am Ausbau des LTE-Netzes gearbeitet, und auch im Jahr 2019 soll es weiter zügig vorangehen.

Mittlerweile ist die Netzabdeckung für LTE-Angebote hoch, doch gerade in ländlichen Regionen kann es noch die eine oder andere Lücke geben.

Wenn Du Dich für LTE-Tarife interessierst, hast Du im Wesentlichen die Wahl zwischen drei Netzen, hinter denen die großen Netzanbieter Telekom, Vodafone und O2 stecken. Andere Anbieter müssen eines dieser Netze mieten, um ihren Kunden LTE-Tarife anbieten zu können. Die Abdeckung kann für jedes dieser drei Netze etwas unterschiedlich ausfallen. Auch die Übertragungsqualität ist nicht bei jedem Anbieter an jedem Standort gleich gut. Mit der höchsten Reichweite kann derzeit die Telekom punkten, doch die anderen beiden Netzbetreiber holen auf.

Welches Netz an Deinem Wohnort verfügbar ist, lässt sich auf der Webseite des jeweiligen Anbieters rasch überprüfen.

Du kannst alle Netze in guter Qualität empfangen? Dann kann ein weiteres Kriterium sein, in welchem Netz die meisten Deiner Freunde unterwegs sind. Bei manchen Handy-Tarifen zahlst Du für Anrufe in andere Netze einen Aufpreis. Es gibt aber auch LTE-Tarife mit Allnet-Flat, bei denen Du selbst in andere Netze unbegrenzt telefonieren kannst.

Datenvolumen

LTE-Tarife beinhalten normalerweise ein festes monatliches Datenvolumen, das Du beim Surfen verbrauchen kannst. Eine echte LTE-Flat gibt es derzeit nicht. Wenn Du Dein Datenvolumen überschreitest, drosseln viele Anbieter die Geschwindigkeit. Wie sehr, kann sich von Anbieter zu Anbieter erheblich unterscheiden! Manchmal geht es nur noch im "Schneckentempo" von 64 kbit/s weiter. Großzügige LTE-Tarife erlauben Dir, mit 1 Mbit/s weiter zu surfen. Bei den meisten Anbietern kannst Du zusätzliches Datenvolumen in Highspeed jederzeit gegen einen Aufpreis kaufen, was Dir aber verhältnismäßig teuer kommt. Manchmal bucht der Anbieter auch automatisch ein gebührenpflichtiges Datenvolumen auf, wenn Du Dein Limit überschritten hast.

Du solltest Dein Datenvolumen daher möglichst so wählen, dass Du damit im Normalfall auskommst. Eine üppige LTE-Flat mit 3 GB oder mehr freut vor allem Nutzer, die viel unterwegs surfen und gerne Musik oder Filme streamen. Wenn Du nur hin und wieder unterwegs Deine E-Mails checkst, kommst Du sicher auch mit weniger als 1 GB aus.

LTE-Tarife mit höherem Datenvolumen sind tendenziell natürlich teurer. Prüfe daher, wieviel Datenvolumen Du in den letzten Monaten wirklich verbraucht hast, um den passenden LTE-Tarif zu finden!

Datenautomatik

Einige LTE-Tarife enthalten eine sogenannte Datenautomatik. Das bedeutet, dass automatisch kostenpflichtig Datenvolumen nachgebucht wird, sobald Du Dein inkludiertes Volumen überschritten hast. Der Vorteil ist, dass sich Deine Surfgeschwindigkeit nicht automatisch reduziert. Nachteilig ist aber, dass Deine Handyrechnung höher ausfällt - womöglich sogar wesentlich höher als geplant.

Du kannst die Datenautomatik bei fast allen Anbietern deaktivieren - entweder online in Deinem Kundenkonto oder per Anruf bei der Service-Hotline. So vermeidest Du böse Überraschungen am Konto. Falls Du mit Deinem Datenvolumen regelmäßig nicht auskommst, ist es meist sinnvoller, von vornherein LTE-Tarife mit höherem Datenvolumen zu wählen.

Maximale Surfgeschwindigkeit

LTE-Tarife erlauben sehr hohe Surfgeschwindigkeiten - zumindest theoretisch. Einzelne Anbieter werben sogar mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s. Du solltest beim LTE-Tarife-Vergleich aber bedenken: Dabei handelt es sich um das maximal mögliche Tempo unter Laborbedingungen. In der Praxis kommen so hohe Geschwindigkeiten beim Nutzer normalerweise nicht an.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen brauchst Du natürlich ein Smartphone, das so hohe Übertragungsgeschwindigkeiten unterstützt. Außerdem spielen die lokalen Bedingungen eine große Rolle. Je weiter Du vom nächsten Sendemast entfernt bist, desto mehr schwächt sich das Signal ab und desto langsamer wird Dein Internet. Selbst das Wetter kann die Übertragungsraten beeinflussen. Und nicht zuletzt kommt es darauf an, wieviele Nutzer gerade zur selben Zeit auf das Netz zugreifen. An überlaufenen Orten kann das mobile Internet deutlich langsamer werden.

Für das "normale" Surfen ist aber ein geringeres Tempo völlig ausreichend. Als ungefährer Richtwert gelten 16 Mbit/s. Mit dieser Geschwindigkeit kannst Du bequem surfen und auch Videos werden normalerweise störungsfrei abgespielt. Mit 50 Mbit/s kannst Du selbst längere Videos in Sekundenschnelle herunterladen. Bei noch höheren Übertragungsraten wirst Du in der Praxis wahrscheinlich keinen Unterschied mehr bemerken.

Bedenken solltest Du auch: Je höher das maximale Tempo ist, das Handytarife im LTE-Netz erlauben, desto schneller hast Du bei intensiver Nutzung Dein Datenvolumen aufgebraucht!

Telefon-Flat

Zahlreiche LTE-Tarife enthalten heute eine Telefon-Flat. Manchmal gilt sie aber nur innerhalb des eigenen Netzes, während Du Anrufe in andere Netze oder ins Festnetz extra bezahlst. Einige LTE-Tarife beinhalten eine definierte Anzahl an Freiminuten in andere Netze. Hast Du sie aufgebraucht, dann kommen Dir weitere Anrufe etwas teurer.

Als Vieltelefonierer solltest Du auf eine echte Telefon-Flat in alle deutschen Netze - eine sogenannte Allnet-Flat - achten. Wenn Du weniger telefonierst, reicht Dir wahrscheinlich auch ein Paket-Tarif mit einer begrenzten Anzahl an Freiminuten. Diese LTE-Tarife sind im Vergleich meist günstiger als solche mit einer Allnet-Flat - aber nur solange Du mit Deinen inkludierten Freiminuten auch wirklich auskommst.

SMS-Flat

Üblicherweise ist die Telefon-Flat an eine SMS-Flat gekoppelt. Bei Tarifen ohne Flat zahlst Du rund 9 Cent pro SMS. Auch hier ist Dein Nutzungsverhalten entscheidend. Wenn Du mit Freunden hauptsächlich über Chat-Dienste kommunizierst und kaum SMS verschickst, kannst Du auf die Flat auch verzichten.

Musik-Flat

Bei einigen Tarifen ist darüber hinaus eine Musik-Flat inkludiert. Das kann sinnvoll sein, wenn Du sie auch wirklich nutzt, denn das Streamen verbraucht viel Datenvolumen. Andernfalls solltest Du auf solche Extras besser verzichten, weil sie den Tarif oft verteuern.

Inkludiertes Smartphone

Viele Anbieter schenken Dir das neueste Smartphone zum LTE-Vertrag. Achte trotzdem auf die genauen Konditionen: Oft ist das Gratis-Handy durch einen höheren Grundpreis oder eine längere Laufzeit erkauft.

WLAN-Hotspot-Flatrate

Einige Anbieter haben an beliebten öffentlichen Standorten WLAN-Hotspots errichtet, an denen Du Dich kostenlos in das Internet einloggen kannst. Der große Vorteil ist, dass das Surfen über WLAN-Hotspots kein Datenvolumen verbraucht und für Dich daher "gratis" ist - vorausgesetzt, solche Hotspots sind in Deiner Umgebung verfügbar. Bei einigen Anbietern ist auch kostenloses WLAN-Calling, also Telefonieren über das WLAN, möglich.

Vertragslaufzeit

Achte beim LTE-Tarife-Vergleich unbedingt auf die Mindestvertragsdauer. Denn sie entscheidet darüber, wie flexibel Du zu einem neuen Anbieter wechseln kannst. Vor allem günstige LTE-Tarife sowie LTE-Tarife mit inkludiertem Gratis-Handy sehen häufig eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten vor. Während dieser Zeit bist Du an Deinen Anbieter fest gebunden, selbst wenn neue LTE-Tarife mit deutlich besseren Konditionen auf den Markt kommen. 24 Monate sind in der Mobilfunk-Branche eine lange Zeit!

Es gibt auch LTE-Tarife ohne feste Mindestlaufzeit, die Du monatlich kündigen kannst. Diese LTE-Tarife sind eine gute Alternative zu einer LTE-Prepaid-Karte. Die Flexibilität bezahlst Du aber häufig durch einen etwas höheren Grundpreis.

Kündigungsfrist

Bei einem klassischen LTE-Handyvertrag beträgt die Kündigungsfrist häufig 3 Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit. Falls Du es verpasst, rechtzeitig zu kündigen, verlängert sich Dein Vertrag meist um ein weiteres Jahr. Manche Anbieter haben aber bereits auf eine kundenfreundlichere Frist von 1 Monat umgestellt.

Bonus für Rufnummernmitnahme

Wenn Du zu einem neuen Anbieter wechselst, hast Du laut Telekommunikationsgesetz (§ 46 Abs. 3) das Recht, Deine alte Rufnummer mitzunehmen. Das ist zwar kein großer Aufwand, denn die Mitnahme (Portierung) erledigt in der Regel der neue Mobilfunk-Anbieter für Dich. Dein alter Anbieter kann für die Portierung aber eine Wechselgebühr verlangen.

Viele Anbieter wollen Dir einen Wechsel schmackhaft machen, indem sie Dir für die Rufnummernmitnahme im Gegenzug Geld schenken. Bis zu 50 Euro kannst Du für einen neuen LTE-Vertrag mit Rufnummern-Mitnahme kassieren. Damit machst Du im günstigsten Fall sogar Gewinn.

Roaming-Möglichkeit

Dank der EU-Roaming-Verordnung darf Dir der Mobilfunkanbieter seit 2017 in anderen EU-Ländern normalerweise keinen Aufpreis für das Telefonieren oder Surfen berechnen. Vor allem Discounter sind seither aber dazu übergegangen, reine Nationaltarife anzubieten. Solche LTE-Tarife sind zwar meist günstig, lassen sich dafür aber nur innerhalb Deutschlands nutzen. Bei wieder anderen Anbietern ist die Datenmenge, die Du im Ausland verbrauchen darfst, begrenzt.

Vorsicht

Außerhalb der EU zahlst Du nach wie vor sehr hohe Roaming-Gebühren! Es ist daher sehr zu empfehlen, Dir außerhalb der EU eine eigene SIM-Karte oder Prepaid-Karte zu kaufen und das Auslands-Roaming am eigenen Handy zu deaktivieren.

Was ist bei einem LTE-Prepaid-Tarif wichtig?

Bis vor Kurzem waren LTE-Tarife nur für Kunden mit festem Mobilfunk-Vertrag verfügbar. Mittlerweile kommen auch Prepaid-Kunden immer häufiger in den Genuss des ultraschnellen Internets. Doch Achtung: Die neuen LTE-Prepaid-Karten weichen von dem früheren Prepaid-Konzept in einem entscheidenden Punkt ab! Sie haben jetzt üblicherweise eine feste Laufzeit von 28 oder 30 Tagen und müssen aktiv gekündigt werden, sonst verlängern sie sich um einen weiteren Monat.

Netzabdeckung / Verfügbarkeit

Prepaid-Karten werden einerseits von den großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2 angeboten. Viele Kunden kaufen sie aber lieber günstig bei Drittanbietern und Discountern. Es gibt in Deutschland fast 50 unterschiedliche Anbieter von LTE-Prepaid-Karten! Die meisten Provider müssen sich bei den großen Netzbetreibern einmieten und können daher immer nur das Gebiet ihres Netzpartners abdecken.

Achte daher beim Prepaid-LTE-Vergleich darauf, welches Netz der Provider nutzt. Zahlreiche Drittanbieter mieten sich auch in mehreren Netzen ein. Du kannst dann ganz einfach das Netz wählen, das in Deinem Umkreis am besten ausgebaut ist.

Abrechnungsmodell

Grundsätzlich unterscheidet man bei Prepaid-Karten für das Handy zwei Abrechnungsmodelle:

  • Zeit-Tarife: Hier wird anhand der verbrauchten Surfzeit oder Gesprächszeit abgerechnet.
  • Volumen-Tarife: Bei diesen Prepaid-Karten orientiert sich die Abrechnung am verbrauchten Datenvolumen. Du kaufst also beispielsweise 1G oder 5G Datenvolumen zu einem bestimmten Festpreis. Dieses Kontingent kannst Du innerhalb eines gewissen Zeitraums (häufig 28 oder 30 Tage) flexibel verbrauchen.

Volumen-LTE-Tarife sind heute bei Prepaid-Karten für das Handy der Regelfall. Sie kommen Dir meist auch günstiger - vor allem wenn Du das mobile Internet hauptsächlich zum Surfen oder Chatten nutzt. Denn dabei fallen keine großen Datenmengen an, während der Uhrzeiger aber tickt.

LTE-Tarife auf Zeitbasis werden manchmal als reine Datentarife zum mobilen Surfen angeboten. Du kannst Dir beispielsweise für 24 oder 48 Stunden eine Prepaid-Karte für ultraschnelles LTE-Internet kaufen, was bei Geschäfts- oder Urlaubsreisen praktisch sein kann. Dabei ist meist ein großzügiges Datenvolumen inkludiert, sodass Dir praktisch eine "LTE-Flat" geboten wird.

Datenvolumen

LTE-Tarife auf Prepaid-Basis erhältst Du bei den meisten Anbietern preislich gestaffelt nach Datenvolumen. Die günstigsten Angebote beginnen meist bei 1 GB Datenvolumen,. Du kannst aber auch 5 GB oder mehr auf Prepaid-Basis kaufen. Im Verhältnis wird der Preis günstiger, je mehr Datenvolumen Du kaufst.

Da LTE-Prepaid-Karten aber eine Laufzeit von 28 oder 30 Tagen haben, ist es nicht sinnvoll mehr Datenvolumen zu kaufen, als Du tatsächlich innerhalb eines Monats verbrauchst. Denn das nicht genutzte Datenvolumen verfällt anschließend.

Maximale Surfgeschwindigkeit

Die maximal mögliche Surfgeschwindigkeit kann sich bei LTE-Prepaid-Karten zwischen den einzelnen Anbietern erheblich unterscheiden! Während beispielsweise der große Netzanbieter Vodafone mit einer maximalen Geschwindigkeit von 500 MBit/s wirbt, bist Du bei vielen Discountern mit höchstens 21,6 Mbit/s im Internet unterwegs. Denn häufig ist das beim Netzbetreiber maximal mögliche Surf-Tempo nicht für Prepaid-Kunden freigeschaltet.

Das muss aber kein echter Nachteil sein. Denn das theoretisch mögliche Tempo weicht von dem, was in der Praxis möglich ist, ohnehin erheblich ab. Und falls Du das mobile Internet hauptsächlich zum "normalen" Surfen nutzt, ist auch ein geringeres Tempo völlig ausreichend. Würdest Du die im LTE-Netz maximal mögliche Surfgeschwindigkeit von 500 Mbit/s tatsächlich erreichen, hättest Du Dein Guthaben von 1 - 5 GB ja auch in Sekundenschnelle aufgebraucht!

Telefon- und SMS-Flat

Viele günstige LTE-Tarife auf Prepaid-Basis beinhalten mittlerweile auch eine Telefon-Allnet-Flat und eine SMS-Flat. Das heißt, Du kannst unbegrenzt in alle deutschen Netze telefonieren und SMS versenden. Manchmal gilt die Flat jedoch nur innerhalb des eigenen Netzes, und bei manchen Prepaid-Karten wird grundsätzlich minutengenau abgerechnet. Du solltest beim Prepaid-LTE-Vergleich daher unbedingt darauf achten, welche Kosten fürs Telefonieren anfallen!

VoLTE-Freischaltung

Als Prepaid-Nutzer musst Du beim Telefonieren häufig noch mit dem alten UMTS-Netz vorlieb nehmen. Denn Telefonate über das LTE-Netz ("VoLTE") sind nicht bei allen Anbietern freigeschaltet. Das muss nicht nachteilig sein, wenn Du mit der Übertragungsqualität im UMTS-Netz Deines Providers zufrieden bist. Grundsätzlich profitierst Du bei VoLTE-Telefonaten von einer verbesserten Sprachqualität und einem schnelleren Verbindungsaufbau.

Kosten für Service-Dienstleistungen

LTE-Tarife auf Prepaid-Basis sind zwar grundsätzlich sehr günstig. Oft werden aber Serviceleistungen, die bei einem Handyvertrag inkludiert sind, extra abgerechnet. Achte daher beim Prepaid-LTE-Vergleich darauf, ob Dir der Anbieter für bestimmte Service-Dienstleistungen saftige Gebühren in Rechnung stellt!

Extrakosten können beispielsweise für einen Austausch der SIM-Karte anfallen. Auch die Herausgabe des PUK-Codes, wenn Du Deinen PIN zu oft falsch eingegeben hast, lassen sich manche Provider fürstlich bezahlen.

Welche LTE-Tarife sind im Vergleich am günstigsten?

Handytarife für das LTE-Netz müssen nicht teuer sein: Es gibt bereits Angebote um deutlich weniger als 10 Euro monatlich. Ein Kosten-Vergleich ist aber gar nicht so einfach, weil die Mobilfunkanbieter sehr unterschiedliche Verrechnungsmodelle verwenden. Viele umwerben Neukunden mit großzügigen Boni oder Prämien. Andererseits können Kosten anfallen, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind - etwa für die SIM-Karte oder eine Datenautomatik.

Um Dir einen möglichst objektiven LTE-Tarife-Vergleich zu ermöglichen, zeigt Dir der Tarifrechner die durchschnittlichen monatlichen Effektivkosten an. Darin sind alle Kosten, aber auch Vergünstigungen enthalten, die innerhalb der ersten 24 Monate anfallen.

Woraus setzen sich die Effektivkosten zusammen?

Der Online-LTE-Tarife-Vergleich schlüsselt Dir die monatlichen Effektivkosten detailliert auf. Beachte aber, dass bei manchen Tarifen variable Kosten anfallen, die von Deinem Nutzungsverhalten abhängen!

Grundsätzlich kann sich Deine Handy-Rechnung aus folgenden Einzelposten zusammensetzen:

  • Monatliche Grundgebühr: Das ist der Paketpreis, den Du für Telefon(-Flat), SMS und Datenvolumen bezahlst.
  • Einmalige Kosten: Manche LTE-Tarife enthalten eine einmalige Abschlussgebühr. Auch für die neue SIM-Karte stellen Dir einige Anbieter eine Gebühr in Rechnung. Falls Hardware wie ein neues Smartphone oder ein Router für Dein stationäres Internet zu Hause inkludiert ist, kann eine einmalige Versandgebühr anfallen.
  • Variable laufende Kosten: Falls Dein LTE-Tarif keine Telefon- und SMS-Flat enthält, zahlst Du für das Überschreiten Deiner Inklusivminuten Extra-Gebühren. Auch eine sogenannte Datenautomatik kann für zusätzliche Kosten sorgen: Bei einigen Anbietern wird automatisch kostenpflichtig weiteres Datenvolumen aufgebucht, sobald Du Deine mobilen Daten verbraucht hast.
  • Service-Gebühren: Bei einigen Anbietern wirst Du für bestimmte Service-Leistungen zur Kasse gebeten, etwa wenn Du eine neue SIM-Karte brauchst.
  • Boni und Vergünstigungen: Andererseits bekommst Du häufig auch Geld geschenkt. Rabatte gibt es beispielsweise oft für die Rufnummernmitnahme - damit wollen Dich die Provider zum Anbieterwechsel animieren. Auch Gutscheine von Partner-Shops sollen Dir den Wechsel schmackhaft machen. Achte beim LTE-Tarife-Vergleich trotzdem immer auf die Gesamt- oder Effektiv-Kosten, denn meist erhältst Du die Geldgeschenke nur einmalig!

Welche Abrechnungsmodelle gibt es?

Wie vorhersehbar die Kosten für Deine Handy-Rechnung sind, hängt auch vom jeweiligen Abrechnungsmodell ab. Viele Anbieter schnüren Dir ein Leistungspaket zum Fixpreis, bei manchen Tarifen wird dagegen eher nutzungsabhängig abgerechnet.

Wenn Du Dich für LTE-Tarife interessierst, hast Du grundsätzlich die Wahl zwischen diesen Abrechnungsmodellen:

  • Allnet-Flat: Dieses Tarifmodell setzt sich derzeit am Markt immer mehr durch. Für eine feste Grundgebühr kannst Du unbegrenzt in alle deutschen Netze telefonieren und SMS versenden. Für das mobile Surfen gibt es dagegen noch keine echte LTE-Flat. Du hast ein festes Datenvolumen zur Verfügung, das je nach Tarif mehr oder weniger üppig ausfällt. Hast Du es verbraucht, dann wird entweder Deine Surfgeschwindigkeit gedrosselt, oder es fallen in Form einer "Datenautomatik" Extrakosten an. Allnet-Flats lohnen sich meist dann, wenn Du viel (mehr als 200 bis 250 Minuten pro Monat) telefonierst.
  • Paket-Tarife: Bei Paket-Tarifen erhältst Du gegen eine feste Grundgebühr eine bestimmte Anzahl an Freiminuten und SMS sowie ein bestimmtes Datenvolumen. Manchmal gilt innerhalb des eigenen Netzes eine Flatrate, während Telefonate in andere Netze limitiert sind. Überschreitest Du die inkludierten Leistungen, dann zahlst Du für alle weiteren Telefonate oder SMS einen etwas höheren Preis. Paket-Tarife können günstiger als Allnet-Flats sein, solange Du mit Deinem inkludierten Volumen auskommst. Verbrauchst Du mehr, dann kommen Dir solche LTE-Tarife rasch einmal teurer als die Flat.
  • Variable Tarife ohne Grundgebühr: Eine mittlerweile selten angebotene Variante ist ein fester LTE-Vertrag ohne Grundgebühr, bei dem Telefonate, SMS und häufig auch mobile Daten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden. Der Grundpreis ist meist hoch, so dass diese LTE-Tarife nur für Gelegenheitsnutzer günstig sind.
  • Prepaid-LTE-Tarife: Wenn Du keinen festen Handyvertrag abschließen und trotzdem mit hoher Geschwindigkeit surfen willst, kannst Du mittlerweile auf zahlreiche Prepaid-Angebote zurückgreifen. Du bezahlst dabei im Voraus einen Paketpreis für eine bestimmte Datenmenge. Häufig ist eine Telefon- oder SMS-Flat oder zumindest eine bestimmte Anzahl an monatlichen Freiminuten enthalten.

Flat- oder Paket-Tarife haben den Vorteil, dass Du gegen einen Fixpreis eine Art "Rundum-Sorglos-Paket" bekommst. Andererseits werden Dir nicht genutzte Leistungen nicht gutgeschrieben. Wenn Du tatsächlich viel weniger telefonierst oder surfst, als Du laut Tarif könntest, zahlst Du wahrscheinlich zu viel für Deinen Handy-Vertrag.

Welche Vorteile haben LTE-Tarife?

Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten: LTE-Tarife erobern derzeit den Markt und werden sich über Kurz oder Lang durchsetzen. Die großen Netzbetreiber arbeiten inzwischen schon fieberhaft am Ausbau der nächsten Mobilfunk-Generation, dem 5G-Netz.

Gegenüber dem Vorgänger UMTS hat die LTE-Mobilfunktechnik für Dich als Kunde folgende Vorteile:

  • Höhere Übertragungsraten: Technisch möglich sind Geschwindigkeiten von bis zu 500 - 1.000 Mbit/s. Bei den meisten Tarifen sind die realen Übertragungsraten wesentlich geringer. Trotzdem kannst Du normalerweise problemlos unterwegs Musik und Filme streamen.
  • Geringere Latenzzeit: Im UMTS-Netz wird die Internetverbindung getrennt, sobald sich eine Webseite fertig aufgebaut hat. Im LTE-Netz bist Du dagegen nahezu unterbrechungsfrei online. Dadurch sind Videostreaming und Videochat-Verbindungen in hoher Qualität möglich. Auch Onlinegaming macht dank der geringen Latenzzeit wesentlich mehr Spaß.
  • Mobilitätseigenschaften: Bei UMTS-Verbindungen ist es ein Problem, wenn sich der Nutzer mit höherer Geschwindigkeit bewegt. Schon bei mehr als 50 km/h ist meist keine störungsfreie Verbindung mehr möglich. Hast Du einen LTE-Vertrag abgeschlossen, kannst Du dagegen auch im Auto oder in der Bahn problemlos surfen.

Die meisten LTE-Tarife beinhalten auch VoLTE-Telefonie ("Voice over LTE") - das heißt, Du telefonierst auch über das neue 4G-Netz. Mobilfunk-Telefonie über LTE hat im Vergleich zum Vorgänger UMTS folgende Vorteile:

  • Rascher Verbindungsaufbau: Nach dem Wählen wartest Du nur rund 1 bis 2 Sekunden, bis es bei Deinem Gesprächspartner klingelt.
  • Weniger Stromverbrauch: Dadurch hält Dein Smartphone-Akku tendenziell länger durch.
  • Bessere Sprachqualität: Die Sprache wird in "glasklarer" Qualität übertragen. Du verstehst Deinen Gesprächspartner wesentlich besser, auch in einer lauteren Umgebung.

Welche Hardware brauche ich, um LTE-Tarife nutzen zu können?

Damit Du LTE-Tarife nutzen kannst, brauchst Du das passende Endgerät, das die Signale empfangen kann. Was genau erforderlich ist, hängt davon ab, wie und wo Du die Funktechnologie nutzen willst.

LTE-Tarife für das Smartphone

Nahezu alle Handys, die derzeit auf den Markt kommen, unterstützen den neuen Mobilfunkstandard - egal ob sie über iOS, Android oder Windows betrieben werden. Lediglich bei älteren Smartphones, die Du vor 2013 gekauft hast, kann es Probleme geben. Wenn Du mobil im Internet surfst, bist Du heute also fast immer im neuen Mobilfunknetz unterwegs. Bei manchen Handys musst Du LTE in den Geräte-Einstellungen aber erst aktivieren! Welches Netz Dein Handy aktuell nutzt, kannst Du an dem entsprechenden Symbol in der oberen Statusleiste erkennen.

Die meisten ab 2015 gekauften Smartphones unterstützen neben dem mobilen Internet prinzipiell auch VoLTE-Telefonate. Aber: Hier hat auch Dein Provider ein Wörtchen mitzureden. Nicht alle LTE-Tarife enthalten automatisch auch VoLTE-Telefonie.

Mobiles Internet für unterwegs

LTE-Tarife für mobiles Internet ermöglichen Dir, mit Tablet oder Notebook unterwegs bequem und ultraschnell im Internet zu surfen - unabhängig von einem WLAN. Eventuell brauchst Du dafür zusätzliche Hardware, die Dir viele Anbieter aber kostenlos oder sehr günstig zur Verfügung stellen.

  • LTE-Tarife mit Tablet nutzen: Neuere Tablets verfügen häufig über ein integriertes Mobilfunk-Modul, in das Du eine SIM-Karte einlegen kannst. Falls dieses Modul nicht vorhanden ist, kannst Du über einen Adapter einen sogenannten Surfstick anschließen. Diese Sticks sehen wie kleine USB-Sticks aus und ermöglichen es, eine SIM-Karte einzusetzen. Eine Alternative sind mobile Mini-Router.
  • LTE-Tarife am Notebook nutzen: Es gibt spezielle Laptop-Steckkarten, in die man eine SIM-Karte einlegt. Alternativ kannst Du auch Surfsticks oder mobile Mini-Router verwenden. Der Vorteil dieser Geräte ist, dass Du sie flexibel einsetzen kannst und nicht auf das Notebook beschränkt bist.

Stationäres Internet zu Hause

Damit Du Internet über einen LTE-Tarif zu Hause nutzen kannst, brauchst Du einen speziellen Router. Dabei handelt es sich normalerweise um kabellose Funk-Modems, die als Internet-Hotspot für mehrere Geräte dienen können. Router, die man für DSL- oder Kabel-Internet einsetzt, sind für LTE-Tarife nicht geeignet.

Welche LTE-Tarif-Anbieter gibt es überhaupt?

In Deutschland gibt es nur 3 große Provider, die ein eigenes Mobilfunk-Netz betreiben: die Telekom, Vodafone und O2. Alle anderen Anbieter müssen sich in eines dieser drei Netze einmieten, um ihren Kunden LTE-Tarife zur Verfügung stellen zu können.

Im Jahr 2010 wurden die ersten LTE-Frequenzen - aufgeteilt in verschiedene Frequenzblöcke - zwischen den einzelnen Anbieter versteigert. Bald danach begann der fieberhafte Ausbau der neuen Netzstrukturen. Die bestehenden UMTS-Sender mussten umgerüstet werden, um LTE-Angebote für den Endkunden verfügbar zu machen. Eine weitere Versteigerungsrunde gab es in den Jahren 2015/2016. Aktuell werden bereits die Frequenzen für das Mobilfunk-Netz der Zukunft, das 5G-Netz, versteigert. Derzeit laufen alle LTE-Tarife in Deutschland über das Netz eines dieser drei Anbieter:

Telekom

Der frühere Monopolist Telekom ist heute nach wie vor Marktführer. Die Telekom bietet insgesamt die höchste Netzabdeckung, vor allem in ländlichen Regionen ist das LTE-Netz sehr gut ausgebaut. Bis 2021 ist der Bau von 9.000 zusätzlichen Sender geplant, wovon vor allem Kunden in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen profitieren sollen. Bereits Ende 2019 soll das LTE-Netz der Telekom für 98 Prozent der deutschen Bevölkerung verfügbar sein. Ein besonderer Schwerpunkt ist auch der Ausbau der Sendestationen entlang von Autobahnen und beliebten Bahnstrecken, um dort den Empfang zu verbessern.

Auch bei der Übertragungsqualität kann die Telekom punkten. Laut der Zeitschrift "Computer Bild" waren Nutzer im Zeitraum Mai bis Oktober 2018 im LTE-Netz der Telekom am schnellsten unterwegs. Im Schnitt lag die Download-Geschwindigkeit bei 43,7 Mbit/s.

Die Telekom bietet zahlreiche günstige LTE-Tarife für unterschiedliche Zielgruppen wie Business-Kunden, Vielnutzer, Einsteiger sowie Schüler und Studenten. Auch LTE-Prepaid-Karten sind erhältlich.

Im Frühjahr 2018 hat die Telekom ihr LTE-Netz zudem auch für andere Provider geöffnet. Zu den bekanntesten Namen zählt etwa congstar, ein Tochter-Unternehmen der Telekom.

Vodafone

Vodafone gilt häufig als "Nummer Zwei" hinter der Telekom. Der aus Großbritannien stammende Anbieter hat in den letzten Jahren kräftig in den Netzausbau investiert und erreicht nach eigenen Angaben derzeit 93,5 Prozent der Bevölkerung. Bekannt ist Vodafone vor allem für sein ultraschnelles mobiles Internet mit bis zu 500 Mbit/s. Doch dabei handelt es sich um einen theoretisch möglichen Wert, der in der Praxis kaum erreicht wird. Im Speed-Test der Zeitschrift "Computer Bild" landete das Vodafone-Netz bei einer durchschnittlichen Download-Geschwindigkeit von 36,4 Mbit/s auf Platz Zwei hinter der Telekom.

Vodafone bietet zahlreiche LTE-Tarife, die sich im Vergleich zu denen der Telekom nicht verstecken müssen. Ein besonderes Extra ist der 2017 eingeführte Vodafone Pass, mit dem Nutzer bestimmter LTE-Tarife kostenlos und unbegrenzt Musik und Videos streamen können.

Als letzter der drei großen Netzbetreiber hat auch Vodafone kürzlich sein Netz für Drittanbieter geöffnet. Einige bekannte Drittanbieter, die LTE-Tarife im Vodafone-Netz vertreiben, sind etwa otelo, mobilcom-debitel, freenetMobile oder 1&1.

O2 / Telefónica

Der Netzanbieter O2 / Telefónica erreicht mit seinem Highspeed-Netz mittlerweile rund 90 Prozent der Bevölkerung. In großen Städten sind es nahezu 100 Prozent, in ländlichen Regionen hinkt O2 seinen beiden Konkurrenten noch etwas hinterher. Doch für 2019 ist eine große Ausbau-Offensive geplant, rund 10.000 neue Sender möchte O2 in Betrieb nehmen. Im "Computer Bild"-Test ermöglichte das O2-Netz ein durchschnittliches Surftempo von 26,9 Mbit/s.

Die Handytarife im LTE-Netz von O2 / Telefónica überzeugen durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Schwerpunkt liegt auf Allnet-Flat-Tarifen, mit denen zu einem Fixpreis unbegrenzt telefoniert werden kann. Ein weiterer Bonus der O2-LTE-Tarife ist die im Vergleich zu anderen Anbietern geringere Tempo-Drosselung, sobald Nutzer ihr Datenvolumen aufgebraucht haben. Du kannst mit bis zu 1 Mbit/s weitersurfen, was für die meisten Zwecke ausreichend ist. Dadurch hast Du eine Art LTE-Flat - ohne zusätzliche Kosten.

Auch zahlreiche LTE-Tarife von Drittanbietern nutzen das O2-Netz. Bekannte Namen sind etwa Blau, Tarifhaus oder Smartmobil.

Wie kann ich meinen Mobilfunk-Anbieter wechseln?

Einem Mobilfunk-Anbieter über längere Zeit treu zu bleiben zahlt sich meist nicht aus. Die Provider versuchen sich mit immer besseren Angeboten gegenseitig zu übertrumpfen, und gerade für Neukunden gibt es oft besondere Rabatte und Vergünstigungen. Häufig weisen neuere LTE-Tarife im Vergleich zu Altverträgen günstige Preise oder deutlich verbesserte Leistungen auf.

Wenn Du einen neuen, günstigen LTE-Tarif abschließen willst, dann gehe am besten so vor:

Schritt 1: Kündigungsfrist herausfinden

Zunächst gilt es herauszufinden, wann Du Deinen Altvertrag frühestens kündigen kannst. Häufig haben Handy-Verträge eine Mindest-Laufzeit von 24 Monaten und verlängern sich anschließend automatisch um jeweils ein weiteres Jahr. Die Kündigung muss normalerweise bis spätestens 3 Monat vor Vertragsende beim Provider ankommen. Das heißt: Läuft Dein Vertrag bis Ende Juli, dann musst Du bis spätestens Ende April kündigen. Entscheidend ist das Datum, an dem Dein Kündigungsschreiben dem Anbieter zugestellt wurde!

Vorzeitig kommst Du aus einem bestehenden Handy-Vertrag nur in ganz bestimmten Situationen heraus. Ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht greift in diesen Fällen:

  • Preiserhöhung: Wenn der Anbieter seine Preise erhöht, darfst Du vorzeitig kündigen. Der Provider muss Dich über die Preiserhöhung schriftlich informieren. In der Regel kannst Du nach Erhalt des Schreibens innerhalb von 1 Monat kündigen.
  • Dauerhaft schlechter Empfang: Gelegentliche Netzstörungen geben Dir noch nicht das Recht, Deinen Handyvertrag vorzeitig zu kündigen. Wenn es allerdings dauerhaft zu Verbindungsproblemen kommt, hast Du eventuell ein Sonderkündigungsrecht. Du musst den Provider zunächst darüber informieren und ihm die Gelegenheit geben, die Störung zu beheben. Erst wenn das nichts nützt, kannst Du kündigen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wende Dich vorher an eine Verbraucherschutz-Einrichtung.
  • Umzug ins Ausland: Wenn Du Deinen Wohnort dauerhaft ins Ausland verlegst, greift ein Sonderkündigungsrecht.
  • Tod des Vertragsinhabers: Ein vorzeitiges Kündigungsrecht gilt auch, wenn der Vertragsinhaber verstirbt.

In allen anderen Fällen wird es leider schwierig, einen Handyvertrag vorzeitig zu kündigen. Es ist aber einen Versuch wert, beim gleichen Anbieter den Tarif zu wechseln. Günstige LTE-Tarife bietet mittlerweile fast jeder Provider an.

Schritt 2: LTE-Vergleich vornehmen

Es ist gar nicht so leicht, die zahlreichen LTE-Angebote am Markt zu überblicken! Nutze daher am besten den Online-Rechner für einen LTE-Tarife-Vergleich. Das spart Dir Zeit und Nerven - und kann Dir auch einiges an Geld ersparen. Günstige LTE-Tarife sind mittlerweile um weniger als 10 Euro zu haben.

Nutze beim LTE-Vergleich einfach die zahlreichen Filter-Möglichkeiten, um rasch und bequem passende LTE-Tarife zu finden! Du kannst beispielsweise eine Obergrenze für den Preis festlegen oder das gewünschte Datenvolumen angeben. Anschließend erhältst Du sofort einen Überblick über LTE-Tarife, die Deinen Suchkriterien entsprechen. Falls Du keinen festen LTE-Handyvertrag abschließen willst, kann Du mit dem Vergleichsrechner auch günstige Prepaid-LTE-Tarife suchen.

Schritt 3: Altvertrag schriftlich kündigen

Die Kündigung eines Handyvertrags muss grundsätzlich immer schriftlich erfolgen, am besten auf dem Postweg per Einschreiben. Das Kündigungsschreiben sollte unbedingt die folgenden Informationen enthalten:

  • Absender (voller Name und Adresse, unbedingt genauso wie im Handy-Vertrag!)
  • Vertragsnummer oder Kundennummer
  • Mobilfunknummer
  • Aktuelles Datum
  • Zeitpunkt, mit dem die Kündigung in Kraft treten soll

Empfehlenswert ist es auch, um eine schriftliche Kündigungsbestätigung zu bitten. So kannst Du Dir sicher sein, dass alles geklappt hat. Falls Du Deine alte Rufnummer mitnehmen willst, solltest Du den Anbieter darauf hinweisen.

Du kannst auch ein vorformuliertes Kündigungsschreiben verwenden, das Du im Internet findest. Dort musst Du nur noch Deine Daten einsetzen. Die noch bequemere Variante ist es, einen Kündigungsservice zu beauftragen - dafür bezahlst Du allerdings eine geringe Gebühr.

Schritt 4: Neuen Handy-Vertrag abschließen

LTE-Tarife kannst Du heute bei nahezu jedem Anbieter - auch bei Discountern - abschließen. Der Vertragsabschluss selbst ist meist kein großer Aufwand und auch online möglich. Du musst dazu nur Deinen Namen, Deine Anschrift und Deine Kontodaten bekannt geben. Auch der Identitätsnachweis ist per Video-Ident meist bequem von zu Hause aus möglich. Wenn Du LTE-Tarife im Prepaid-Modell nutzen willst, kannst Du die Prepaid-Karten häufig auch direkt in Supermärkten, Tankstellen und anderen Shops kaufen.

Schritt 5: Rufnummern-Mitnahme (Portierung) beantragen

Wenn Du Handytarife im LTE-Netz nutzen willst, ist es normalerweise kein Problem Deine alte Rufnummer zu behalten. Bei einem Anbieter-Wechsel steht Dir das laut Telekommunikationsgesetz (§ 46 Abs. 3) sogar zu. Wenn Du Dich dagegen für einen neuen LTE-Tarif beim gleichen Anbieter entscheidest, hast Du kein gesetzliches Recht auf eine Rufnummern-Mitnahme. Die meisten Provider sind aber kulant und ermöglichen es Dir, Deine alte Nummer zu behalten.

Normalerweise gibst Du die Rufnummern-Mitnahme (Portierung) direkt beim Vertragsabschluss beim neuen Anbieter in Auftrag, der dann alle notwendigen Schritte in die Wege leitet. Oft kannst Du sogar bis zu 90 Tage im Nachhinein eine Portierung beantragen. Der Provider wird Dir dann eine neue SIM-Karte mit der alten Nummer zusenden.

Damit bei der Portierung alles glatt läuft, ist es wichtig, dass Deine Vertragsdaten beim alten und neuen Anbieter exakt übereinstimmen. Falls sich etwa mittlerweile Deine Adresse geändert hat, solltest Du das vorher beim alten Anbieter bekannt geben, damit er Deine Daten korrigiert. Oft verlangt der alte Mobilfunk-Betreiber für die Portierung eine Gebühr. Dafür bekommst Du beim neuen Provider häufig einen Bonus für die Rufnummern-Mitnahme gutgeschrieben.