Einstiegsgehalt 
1.910
Durchschnittsgehalt 
2.580
Ausbildung 
Keine
40
Freie Jobs als
Müllmann
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Was ist ein Müllmann?

Die Bezeichnungen Müllmann wird hauptsächlich umgangssprachlich verwendet. Ab 1984 war die offizielle Berufsbezeichnung Ver- und Entsorger. Seit 2002 heißt der Beruf Müllwerker. Seine Aufgabe ist es sicherzustellen, dass Abfälle gesammelt und sortiert werden.

Was macht ein Müllmann?

Als Müllmann oder Müllwerker sammelst Du früh morgens den sortierten Abfall ein und bringst ihn auf die Mülldeponie. Ob Glas, Papier, Bio, Plastik oder Restmüll - Du kümmerst Dich um die Abfuhr. Du sammelst und sortierst Müll danach, ob er wiederverwertet oder entsorgt werden soll.

Wie wird man Müllmann?

Eine direkte Ausbildung als Müllmann gibt es nicht. Die meisten sind Quereinsteiger mit einer absolvierten Berufsausbildung, wie zum Beispiel Kfz-Mechaniker. Aber auch ohne Ausbildung kannst Du Müllmann werden. Deine Müllmann-Ausbildung besteht in einem „Trockentraining“, bei dem Du lernst, wie Du die schweren Mülltonnen ziehen und in das Müllfahrzeug entleeren musst. Jede Firma lernt ihre Bewerber dabei selbst vor der Einstellung an. In dem halben Jahr lernst Du aber auch, wie Du Dich nach einem Unfall verhältst und wie Du Routen planst. Sicherheit und Gesundheitsschutz gehören auch zum Trainingsinhalt.

Ein absolutes Plus hast Du, wenn Du einen LKW-Führerschein hast. Denn so kannst Du auch als Fahrer der Müllfahrzeuge eingesetzt werden. Wenn Du Dich dazu in der Stadt, in der Du arbeitest gut auskennst, hast Du noch einen Bonus. Denn Zeit ist Geld und gerade bei der Müllabfuhr ist Zeit Mangelware.

Weiterbildung

Mit einer Ausbildung zur "Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft" kannst Du Dich innerhalb der Müllwirtschaft beruflich weiterentwickeln. Oder Du machst gleich nach der Schule die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. In drei Jahren lernst Du Recyclingprozesse kennen, sortierst Abfälle und arbeitest mit Anlagen, die Müll trennen oder verbrennen. Müll einzusammeln und zu transportieren gehört aber nicht zu Deinen Aufgaben. Die duale Ausbildung befähigt Dich unter anderem folgende Aufgaben zu übernehmen:

  • Du organisierst den Ablauf der Müllabfuhr und optimierst die Touren. Du kümmerst Dich darum, dass an Sammelstellen Container zur Mülltrennung aufgestellt und regelmäßig geleert werden
  • In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wertstoffhöfen, Recycling- oder Aufbereitungsanlagen steuerst Du alle Abläufe der Abfallbehandlung
  • Du weist Arbeitskräfte ein, stellst fest, welche Abfälle wieder verwertet und welche entsorgt werden müssen
  • Du überwachst die Maschinen und Anlagen, die den Müll sortieren, trennen oder verbrennen
  • Du inspizierst regelmäßig die Ablagerungsorte, analysierst Sickerwasser und führst Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen

Voraussetzung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung für die Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft vorgeschrieben. Die Betriebe stellen aber überwiegend Ausbildungsanfänger mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Wo arbeitet ein Müllmann?

Als Müllmann bzw. Müllerwerker abreitest Du bei privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Während die meisten Menschen gegen sieben Uhr erst ihren Tag beginnen, bist Du schon unterwegs. Ein typischer Arbeitstag beginnt bei Dir sechs Uhr in der Früh:

Deine Arbeitszeiten sind zwar im Prinzip so, wie beschrieben, aber sie können auch variieren. An Feiertagen musst Du zum Beispiel Sonderfahrten machen. Wenn es Sperrmüll einzusammeln gilt, muss der oft gesondert abgeholt werden und extra gefahren werden. Auch das Wetter kann dazu führen, dass Touren anders geplant werden müssen. Wie viel in den Müllwagen passt und wie Deine Route dementsprechend verläuft ist Aufgabe der Logistik, also Deines Vorgesetzten, meist einer Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz sind die Straßen und Viertel von Städten. Auf dem Müllwagen fährst Du von Haus zu Haus und lehrst die Tonnen. Du bist so gut wie die ganze Zeit draußen.

Wo finde ich einen Job als Müllmann?

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Was verdient ein Müllmann?

Wenn Du ohne Ausbildung in den Job startest, bekommst Du zwischen 1.500 und 2.200 Euro brutto im Monat. Ob Du Berufserfahrung mitbringst, einen LKW-Führerschein hast oder auch der Ort – das alles hat Einfluss auf die Höhe Deines Gehalts. Außerdem macht es einen Unterschied, ob Du als Lader unterwegs bist, also die Tonnen einlädst – oder, ob Du der Fahrer des LKW bist. Bis zu 3.000 Euro monatlich sind brutto drin. Rechnet man Gefahrenzulage und weiter Pauschalen dazu, können es auch 3.500 Euro sein. Müllmänner, die bei städtischen Unternehmen angestellt sind, bekommen Gehalt nach Tarif und entsprechende Tariferhöhungen. Mit einer Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft kannst Du Deinen Verdienst erheblich steigern. Das durchschnittliche Monatseinkommen einer ausgebildeten Fachkraft liegt bei knapp 3.330 Euro brutto. Als Fuhrparkleiter oder Einsatzleiter kannst Du sogar bis an die knapp 4.200 Euro monatlich verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten für Müllmann?

Der Beruf ist beliebt. Denn wenn Du einmal Fuß gefasst hast, hast Du einen krisenfester und sicheren Job. Mittlerweile ist die Arbeitssituation zwar wieder besser. Trotzdem gibt es nach Erfahrungsberichten mehrere Anwärter auf eine Stelle. Offizielle Statistiken gibt es nicht. Gerade in den großen Städten wird eher selten gesucht. Die meisten Stellen werden frei, wenn andere in Rente gehen. Der Beruf ist durch die körperliche Arbeit traditionell zwar immer noch eher männlich. Die Berliner Stadtreinigung zum Beispiel wirbt jedoch gezielt um künftige Müllfrauen.

Passt der Beruf Müllmann zu mir?

Als Müllwerker musst Du vor allem ein Frühaufsteher sein. Was Du sonst noch mitbringen musst, sind:

Gute körperliche Fitness
Es braucht Ausdauer, um früh morgens bis in den späten Mittag hinein der körperlichen Belastung standzuhalten.
Geruchsunempfindlichkeit
Auch, wenn es in der Arbeitsrealität weniger schlimm ist, als allgemein angenommen - Müll riecht. Das darf Dir nichts ausmachen.
Teamfähigkeit
Du arbeitest nie allein und immer in wechselnden Gruppen.
Zuverlässigkeit
Als Müllwerker bist Du die erste Schraube im Uhrwerk der Abfallwirtschaft. Der ganze Ablauf fängt bei Dir an. Außerdem türmen sich ohne Dich die Müllberge.
Belastbarkeit
Wenn Du mit dem Müllfahrzeug die Straße blockierst, darfst Du Dich nicht von genervten Autofahrern und Anwohnern aus der Ruhe bringen lassen.

Als Müllwerker hast Du eine elementare Aufgabe für die Gesellschaft. Auch, wenn das erst sichtbar wird, wenn der Müll mal liegen bleibt. Die Anerkennung für den Beruf in der Gesellschaft ist daher mittlerweile sehr groß.