Einstiegsgehalt 
2.121
Durchschnittsgehalt 
2.467
Ausbildung 
Ausbildung
843
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Krankenschwester
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Was ist eine Krankenschwester?

Eine Krankenschwester ist für die Pflege, Betreuung und Überwachung von Patienten in Krankenhäusern, Fachpraxen und ambulanten Stationen verantwortlich. Zu ihren Pflichten zählt dabei auch die Verabreichung von Medikamenten und die Dokumentation von Patientendaten. Damit ist sie das Bindeglied zwischen Ärzten und Patienten.

Seit 2004 heißt der Beruf Krankenschwester eigentlich „Gesundheits- und Krankenpflegerin“. Dieser Begriff hat sich jedoch nicht etabliert. Die Berufsbezeichnung Krankenschwester und die Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpflegerin sind geschützt. Es darf sich daher nur derjenige so nennen, der die staatliche Ausbildung absolviert und diese erfolgreich abgeschlossen hat.

Was macht eine Krankenschwester?

Als Krankenschwester überwachst Du die Genesung und das körperliche Wohlbefinden von Patienten. Dazu wäschst und bettest Du sie, wechselst Verbände, legst Infusionen an, verabreichst ihnen Medikamente und führst Gespräche mit ihnen und ihren Angehörigen. Darüber hinaus assistierst Du Ärzten bei Untersuchungen und Operationen, begleitest sie bei der Visite und bedienst medizinische Apparate. Daneben übernimmst Du auch administrative Aufgaben. Du erstellst Pflege- und Personalpläne und organisierst den täglichen Ablauf auf Deiner Station im Krankenhaus, im Pflegedienst oder in der Praxis.

Wie wird man Krankenschwester?

In der Regel absolvierst Du für den Beruf Krankenschwester eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger:

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Krankenschwester-Ausbildung benötigst Du mindestens die mittlere Reife. Du kannst die Ausbildung auch beginnen, wenn Du einen Hauptschulabschluss mitbringst und zusätzlich eine zweijährige Berufsausbildung oder eine Ausbildung als Kranken- oder Altenpflegehelferin erfolgreich abgeschlossen hast. Die Ausbildung zur Krankenschwester schreibt kein Mindestalter vor. Bist Du jedoch unter 16 Jahren, wirst Du im Bewerbungsverfahren erst einmal zurückgestellt. Die besten Chancen auf einen Platz für die Krankenschwester-Ausbildung hast Du, wenn Du ein Abitur oder ein Fachabitur in der Tasche hast.

Ausbildungsinhalte und -ablauf

Die Ausbildung zur Krankenschwester ist dual angelegt. Das heißt für Dich: Du verbringst einen Teil Deiner Ausbildung an einer Pflegeschule und den anderen Teil in einer stationären Versorgung, zum Beispiel in einem Krankenhaus.

In der Pflegeschule lernst Du die theoretischen Grundlagen der Krankenschwester-Ausbildung kennen. Dabei eignest Du Dir in den ersten beiden Jahren die allgemeinen Inhalte für den Beruf an. Dazu zählen die Gesundheits- und Krankenpflege, die Pflege- und Gesundheitswissenschaften sowie pflegerelevante Inhalte der Naturwissenschaften, der Geistes- und Sozialwissenschaften und aus Recht, Politik und Wirtschaft. Im dritten Jahr spezialisierst Du Dich dann auf einen bestimmten Arbeitsbereich. Das kann zum Beispiel die Chirurgie, die Pädiatrie oder die Psychiatrie sein. Der Unterricht zu diesen Inhalten ist keine reine Wissensvermittlung, sondern beinhaltet auch praktische Übungen. Das können zum Beispiel Handlungsabläufe aus der Pflege sein, wie Verbände anlegen und Wunden versorgen. Insgesamt nimmst Du damit an 2.100 Stunden Theorie teil.

Den praktischen Teil Deiner Krankenschwester-Ausbildung absolvierst Du an einem Lehrkrankenhaus. Hier kannst Du zeigen, was Du in der Pflegeschule gelernt hast. Du kommst dabei zum Beispiel in den Gebieten Chirurgie, Orthopädie, Geriatrie, Psychiatrie, Ambulanz und Neurologie zum Einsatz. Insgesamt investierst Du 2.500 Stunden der Krankenschwester-Ausbildung in die Praxis. Du schließt die 3-jährige Ausbildung als Krankenschwester mit einer staatlichen Prüfung ab.

Fortbildungen

Um Dein Gehalt zu steigern, kannst Du eine Weiterbildung als Krankenschwester absolvieren. Das kann beispielsweise eine Fortbildung in den Bereichen Dialyse, Onkologie, Intensivpflege, Schmerztherapie oder Psychiatrie sein. Daneben kannst Du Deine Krankenschwester-Ausbildung durch eine Fortbildung im administrativen Bereich erweitern. Hier stehen Dir zum Beispiel die Themen Pflegedienstleitung, Praxisanleitung und Stations- und Bereichsleitung zur Auswahl. Eine Fortbildung kann für Dich auch infrage kommen, wenn Du beispielsweise bereits eine Ausbildung in einem fachverwandten Bereich abgeschlossen hast. Du kannst diese dann als Umschulung zur Krankenschwester nutzen.

Hast Du ein Fachabitur oder Abitur in der Tasche, kannst Du nach Deiner Ausbildung als Krankenschwester ein Studium absolvieren. Dabei kommen für Dich vor allem die Studiengänge Pflegepädagogik, Pflegemanagement und Pflegewissenschaft infrage.

Ausbildungsplätze

Wo arbeitet eine Krankenschwester?

Nach Deiner Ausbildung zur Krankenschwester stehen Dir unter anderem diese Arbeitgeber zur Auswahl:

  • Krankenhäuser
  • Facharztpraxen
  • Ambulante soziale Dienste
  • Alten- und Pflegeheime
  • Gesundheitszentren
  • Krankenkassen

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Nach Abschluss Deiner Ausbildung als Krankenschwester warten diese Aufgaben auf Dich:

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Um Deinen Krankenschwester-Aufgaben nachzugehen, verbringst Du Deine Arbeitszeit vorwiegend mit den Patienten in einem Krankenhaus oder einer Facharztpraxis. Du sprichst mit ihnen, nimmst ihre Beschwerden auf, wechselst Bettwäsche und verabreichst ihnen Medikamente. Einen kleinen Teil Deiner Zeit verbringst Du auch am Computer und mit Krankenakten, um den Genesungsverlauf der Patienten zu dokumentieren. Hast Du die Stationsleitung inne, verbringst Du mehr Zeit am Computer. Du bist dann für die Organisation Deiner Station oder Abteilung zuständig und teilst das Personal für Schichten und Aufgaben ein.

Was verdient eine Krankenschwester?

Während Deiner Ausbildung zur Krankenschwester erhältst Du je nach Lehrjahr ein unterschiedliches Gehalt. Im ersten Jahr landen dabei bis zu 1050 Euro brutto pro Monat auf Deinem Konto. Das zweite Lehrjahr beschert Dir dann bis zu 1070 Euro. Das dritte und letzte Lehrjahr bringt Dir bis zu 1170 Euro brutto monatlich ein.

Nach Abschluss Deiner Ausbildung als Krankenschwester hängt Dein Gehalt von mehreren Faktoren ab. Entscheidenden Einfluss darauf haben der Standort und die Größe Deines Arbeitgebers, Deine Ausbildung, eventuelle Fortbildungen und Deine Berufserfahrung. Existiert ein Tarifvertrag in Deiner Branche, richtet sich Dein Gehalt danach. Darüber hinaus kannst Du Dir Zuschläge beispielsweise durch Nachtschichte, Extraschichten, Überstunden, Rufbereitschaft und Feiertagsarbeit verdienen.

Im Durchschnitt bringt Dir der Krankenschwester-Beruf ein Einstiegsgehalt zwischen 2.100 Euro und 2.250 Euro brutto pro Monat ein. Nach einigen Jahren Berufserfahrung warten auf Dich 2.760 Euro bis 2.900 Euro monatlich.

Wo finde ich einen Job als Krankenschwester?

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Wie sind die Berufsaussichten für Krankenschwestern?

Die Gesellschaft in Deutschland wird immer älter. Das heißt: Der Bedarf an Gesundheitsleistungen steigt weiter an. Seit dem Jahr 2000 hat die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitssektor daher um rund eine Million zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 27 Prozent. Das wird sich in absehbarer Zukunft nicht ändern. Denn: Der DIHK-Report Gesundheitswirtschaft hat herausgefunden, dass jeder dritte Betrieb im Gesundheitsbereich zusätzliches Personal einstellen will. Das heißt für Dich: Du hast nach Deiner Krankenschwester-Ausbildung exzellente Berufsaussichten.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du kannst Dich bereits während Deiner Krankenschwester-Ausbildung spezialisieren. Du kannst dann bereits in Deinen ersten Berufsjahren in dem Bereich arbeiten, der Dir am meisten Spaß macht. Diese Spezialisierungen stehen Dir im Krankenschwester-Beruf unter anderem zur Auswahl:

  • Chirurgie: Konzentrierst Du Dich auf die Chirurgie, liegen Deine Krankenschwester-Aufgaben vor allem im OP. Du bereitest Patienten dabei auf Operationen vor und assistierst Ärzten bei ihren Eingriffen.
  • Anästhesie: Bevor Patienten in eine Operation gehen, erhalten sie von einem Anästhesisten eine Narkose. Es gehört dabei zu Deinen Krankenschwester-Aufgaben, Patienten auf die Narkose vorzubereiten. Du erklärst ihnen dabei, was sie erwartet.
  • Dialyse: Du kannst Dich nach Deiner Krankenschwester-Ausbildung auf die Dialyse spezialisieren. Dabei schließt Du die Patienten an die Dialysemaschinen an und betreust sie während ihrer Behandlung. Gleichzeitig dokumentierst Du alle Schritte in den Patientenakten.
  • Psychiatrie: In der Psychiatrie pflegst und betreust Du Menschen mit psychischen Störungen oder neurologischen Erkrankungen. Darüber hinaus gehören auch Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Intelligenzminderungen zu Deinen Patienten.
  • Stationsleitung: Hast Du Dich auf die Stationsleitung spezialisiert, bist Du nicht nur in der Pflege der Patienten tätig, sondern kümmerst Dich unter anderem auch um die Einteilung des Personals in ihre Schichten, die Urlaubsplanung Deiner Mitarbeiter sowie um die Terminierung von Bewerbungsgesprächen potenzieller neuer Mitarbeiter.
  • Pflegedienstleitung: In der Pflegedienstleitung arbeitest Du eng mit der Stationsleitung zusammen, um zum Beispiel Dienstpläne zu organisieren. Darüber hinaus sorgst Du auch dafür, dass alle Mitarbeiter ihre Aufgaben kompetent erledigen. Du fungierst damit als Qualitätskontrolle.
  • Case Manager: Als Case Manager planst Du Hilfsleistungen für Patienten und Patientengruppen. Dabei sorgst Du dafür, dass alle Ressourcen aus dem Umfeld der Patienten aktiviert werden, um eine schnelle Genesung oder Problembewältigung zu gewährleisten.

Passt der Beruf Krankenschwester zu mir?

Um Krankenschwester werden zu können, solltest Du diese Fähigkeiten mitbringen:

Stressresistenz
Das Berufsbild Krankenschwester erfordert, dass Du auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst. Denn: Nur wenn Du auch in Drucksituationen schnell und kompetent handeln kannst, bist Du für die Herausforderungen dieses Jobs geeignet.
Einfühlungsvermögen
Eine wichtige Voraussetzung für den Beruf Krankenschwester ist ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Patienten machen während ihrer Zeit im Krankenhaus in der Regel eine schwere Zeit durch, so dass Du ein Verständnis für ihre Situation mitbringen solltest.
Belastbarkeit
Schichtarbeit, Nachtschichten und Überstunden – das Berufsbild Krankenschwester erfordert eine hohe Portion Belastbarkeit von Dir. Du solltest daher körperlich und mental fit sein, um die Anforderungen dieses Jobs meistern zu können.
Geduld
Patienten verlangen von Dir oftmals viel Geduld. Kranke und alte Menschen können viele Abläufe – vom Aufstehen über den Toilettengang bis hin zum Essen – nicht in dem Tempo vornehmen, wie Du es von Dir selbst gewohnt bist.
Kommunikationsvermögen
Ausführliche Gespräche mit Patienten und Angehörigen gehören zum Alltag Deines Jobs. Du solltest daher ein ausgeprägtes Kommunikationsvermögen mitbringen.
Engagement
Die Arbeit mit Menschen ist kein Job, den Du „nebenbei“ machen kannst. Du solltest daher ein hohes Engagement mitbringen und das Bedürfnis haben, Menschen zu helfen.
Keine Berührungsängste
Patienten auf die Toilette begleiten, sie waschen und beim Gehen stützen – Du solltest keine Berührungsängste haben, um Menschen in ihrer Notlage unterstützen zu können.
Naturwissenschaftliches Interesse
Sowohl für die Ausbildung als auch für den Beruf solltest Du ein grundlegendes Interesse an naturwissenschaftlichen Themen mitbringen. Du wirst täglich mit den Themen Biologie, Chemie und Medizin konfrontiert, so dass Dir entsprechende fachliche Kompetenzen in diesen Bereichen helfen, mit Spaß durch Deinen Alltag zu gehen.
Teamfähigkeit
Du arbeitest stets mit anderen Krankenschwestern, Krankenpflegern und Ärzten zusammen, um Menschen möglichst schnell wieder gesund zu machen. Es hilft Dir daher, wenn Du teamfähig bist und Dir das gemeinsame Anpacken von Aufgaben Spaß bereitet.

Du musst nicht von Anfang an Deines Berufseinstiegs über all diese Fähigkeiten verfügen. Es reicht, wenn Du Dir während Deiner Krankenschwester-Ausbildung die Basics aneignest, und diese dann in den ersten Berufsjahren perfektionierst.