Einstiegsgehalt 
2.300
Durchschnittsgehalt 
2.489
Ausbildung 
Ausbildung
343
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Kindergärtnerin
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Was ist eine Kindergärtnerin?

Ein Kindergärtner oder eine Kindergärtnerin wird offiziell als Erzieher oder Erzieherin bezeichnet. Da es immer noch ein eher weiblicher Beruf ist, wird oft nur der umgangssprachliche Begriff Kindergärtnerin verwendet. Sie arbeiten als pädagogische Fachkräfte nicht nur in Einrichtungen für Kinder, sondern auch in der Pflege und Förderung von Menschen mit Behinderung und in der Jugendhilfe.

Was macht eine Kindergärtnerin?

Deine Hauptaufgabe als Kindergärtner oder Kindergärtnerin ist es, das Verhalten der Kinder zu beobachten, es zu fördern und sie fachgerecht und liebevoll zu betreuen. Je nach Entwicklungsstand und Sozialverhalten erstellst Du Erziehungspläne und bereitest pädagogische Maßnahmen vor. Du animierst die Kinder zu kreativen Beschäftigungen wie Malen, Singen, Basteln und Spielen oder zu sportlichen Aktivitäten. Du leitest die Kinder bei der Körperpflege an und bereitest Mahlzeiten zu. Außerdem setzt Du Dich im Team mit anderen sozialpädagogischen Fachkräften, Fachleuten aus Medizin, Psychologie und Therapie zusammen und reflektierst über die Kinder, um pädagogische Fortschritte festzuhalten und Konzepte zu entwickeln. Du hältst engen Kontakt zu den Eltern oder Erziehungsberechtigten, um ihnen informierend und beratend zur Seite zu stehen.

Wie wird man Kindergärtnerin?

Die Ausbildung als Kindergärtnerin ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Fachschule, Berufsfachschule, einem Berufskolleg oder einer anderen Bildungseinrichtung. Diese gestaltet sich in jedem Bundesland anders.

Voraussetzung

Für die Ausbildung zur Kindergärtnerin brauchst Du mindestens einen mittlerer Schulabschluss oder eine gleichwertige Schulausbildung. Manchmal ist auch ein Nachweis über die gesundheitliche Eignung oder ein erweitertes Führungszeugnis erforderlich.

Ablauf

In der Regel dauert die Ausbildung zur Kindergärtnerin zwei Jahre bei einer Vollzeitausbildung und bis zu vier Jahre, wenn Du sie berufsbegleitend machst. Die Kindergärtnerin-Ausbildung enthält mindestens ein längeres Praktikum. Zusatzqualifikationen wie Musik- oder Theaterpädagogik sind möglich und gern gesehen. An der Schule lernst Du die theoretischen Kenntnisse in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und hilfsbedürftigen Erwachsenen. Im Anschluss musst Du ein Anerkennungsjahr absolviert. Dort setzt Du Deine Ausbildung im Kindergarten fort. Es kommen regelmäßig Fachlehrer, die die Dich bewerten. Die Praxisnoten sind entscheidend dafür, ob Du zur Abschlussprüfung zugelassen wirst.

Quereinstieg

Mit einer Umschulung zur Kindergärtnerin oder zum Kindergärtner hast Du gute Jobchancen. Die Kindergärtnerin-Ausbildung ist die gleiche. Du kannst sie jedoch verkürzen, wenn Du:

  1. bereits sozialpädagogisch tätig warst oder eine entsprechende Ausbildung hast. In einigen Fällen kann das Praktikum sogar entfallen, wenn gleichzeitig im Abschlusszeugnis ein Mindestnotendurchschnitt erreicht wurde.
  2. die Aufnahmeprüfung bestehst, die manche Bundesländer anbieten. So kannst Du gleich ins zweite Ausbildungsschuljahr einsteigen.
  3. das Abitur oder einen höheren Abschluss besitzt oder im Bereich der Sozialpädagogik bereits Studienleistungen erbracht hast.

Wo arbeitet eine Kindergärtnerin?

Nach Deiner Ausbildung zur Kindergärtnerin hast Du die Möglichkeit in kirchlichen oder kommunalen Einrichtungen zu arbeiten, wie:

  • Kindergärten
  • Krippen
  • Horte
  • Kinderheime

Im Beruf Kindergärtnerin kannst Du aber nicht nur mit kleinen Kindern, sondern auch mit Jugendlichen oder behinderten Menschen arbeiten. Deswegen stehen Dir noch andere Arbeitsorte offen, wie:

  • Familienberatungsstellen
  • Kinderkliniken
  • Ferien- und Erholungsheime
  • Sonder- und Grundschulen
  • Internate
  • Jugendzentren
  • Jugendorganisationen

Du kannst Dich aber auch als Tagesmama oder Tagespapa selbstständig machen.

Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

Auch, wenn es nach Spielen aussieht – Deine Arbeit ist enorm verantwortungsvoll. Du wendest pädagogische Methoden an und musst Dir bewusst sein, dass Du eine der wichtigsten Personen in der Entwicklung von jenen Kindern bist, die Du tagtäglich betreust. Doch Du hast nicht ausschließlich nur mit Kindern zu tun.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus?

Dein Arbeitsplatz ist dort, wo die Kinder sind: in Spiel-, Ess-, Schlaf- und Aufenthaltsräumen, in Klassenzimmern und Gymnastikräumen. Bei Ausflügen geht es in die Natur, in Museen, Schwimmbäder oder den Botanischen Garten. Vor und nach der offiziellen Betreuungszeit sitzt Du mit Kollegen in Teambesprechungen zusammen oder Du dokumentierst am Computer die Fortschritte Deiner Schützlinge.

Was verdient eine Kindergärtnerin?

Da die Kindergärtnerin-Ausbildung eine schulische ist, bekommst Du kein Lehrlingsgeld. Dein erstes Einkommen, rund 1.400 Euro brutto im Monat, erhältst Du während des Anerkennungspraktikums. Je nach Träger und Bundesland kann Dein Verdienst variieren. Die meisten Kindergärtnerinnen werden aber nach Tarif bezahlt.

Nach Deiner Kindergarten-Ausbildung kannst Du mit einem Einstiegsgehalt von etwa 2.300 Euro im Monat rechnen. Nach vier Jahren im Beruf sind es rund 2.700 Euro. Das Maximal-Gehalt liegt bei rund 3.300 Euro. Es gibt aber auch noch Zuschläge. Wenn Du zum Beispiel zwischen 21 und 6 Uhr arbeitest, bekommst du 20 % Zuschlag auf deinen Stundenlohn. Für den Bereitschaftsdienst an Sonntagen liegt der Zuschlag bei 25 %. Für Feiertage sogar bei 35 %. Das gilt aber nur für Einrichtungen, die nach dem Tarifvertrag bezahlen. Alle anderen können die Höhe der Zuschläge frei bestimmen.

Wo finde ich einen Job als Kindergärtnerin?

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Wie sind die Berufsaussichten für Kindergärtnerinnen?

Mit einer Kindergärtnerin-Ausbildung zählst Du zu den am stärksten nachgefragten und zukunftsträchtigen Berufsgruppen Deutschlands. Denn seit 2013 sind Kommunen verpflichtet, ihr Kinderbetreuungsangebot im Vorschulalter auszubauen. Außerdem steigt die Geburtenrate stetig an. Im Jahr 2016 sind insgesamt 107.000 Arbeitsstellen unbesetzt geblieben. Im Durchschnitt werden im Kindergarten aktuell neun Kinder von einer pädagogischen Fachkraft betreut. Der enorme Erziehermangel motiviert Einrichtungen auch Männer ins Boot zu holen. Obwohl sich die absolute Zahl der Kindergärtner innerhalb von sechs Jahren auf knapp 32 000 verdoppelt hat, ist der Anteil der Männer immer noch sehr gering. Insgesamt sind es nur 5,85 Prozent. Politisches Ziel sind 20 Prozent. Nachgewiesenermaßen entwickeln sich Kinder in gemischten Betreuungsgruppen kognitiv besser und haben weniger feste Klischeevorstellungen. Doch noch immer sind gesellschaftliche Normen hinderlich, damit sich Männer für eine Kindergarten-Ausbildung entscheiden. In Großstädten, wie Hamburg gibt es am meisten Kindergärtner, in Bayern am wenigsten.

Nach der Ausbildung im Kindergarten kannst Du Durch ein Studium auch in eine leitende Funktion aufsteigen. Studienfächer wären dann Pädagogik, soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder Psychologie.

Welche Spezialisierungen gibt es?

Du kannst Dich einerseits fachlich in bestimmte Teilgebiete der Pädagogik vertiefen und in einem Spezialbereich arbeiten. Dazu gehört etwa die:

  • Musik- oder Theaterpädagogik
  • Medienpädagogik
  • Gesundheitspädagogik
  • Entspannungstherapie
  • Begabtenförderung
  • Motopäde (Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen
  • Fachlehrer für Sonderschulen (Förderung von Schülerinnen und Schüler mit geistiger und körperlicher Behinderung)

Du kannst Dich aber auch auf außer-pädagogische Gebiete spezialisieren:

  • Betriebswirt im Sozialwesen (Unterstützung der Geschäftsleitung sozialer Einrichtungen bei organisatorischen Entscheidungen, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Fundraising)
  • Qualitätsbeauftragter im Gesundheits- und Sozialwesen (Besuchen und bewerten der Qualität von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens)
  • Fachwirt im Erziehungswesen (Planen, Organisieren und Kontrollieren der Arbeitsabläufe und des Personaleinsatz, Personalwesen, Controlling, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit)

Passt der Beruf Kindergärtnerin zu mir?

Du solltest vor allem geräuschunempfindlich und stressresistent sein. Als ein guter Kindergärtner oder eine gute Kindergärtnerin bist Du Dir Deiner Verantwortung bewusst und bringst eine gute psychische Stabilität mit. Im Umgang mit Kindern und Jugendlichen brauchst Du außerdem:

Einfühlungsvermögen
Du musst den Gemütszustand der Kinder erkennen und ernst nehmen, um sie gute pädagogische Beziehungsarbeit zu leisten.
Konfliktfähigkeit
Gerade in Konfliktsituationen oder bei verhaltensauffälligen Kindern oder Jugendlichen musst Du wissen, wann Du eingreifst und gegebenenfalls schlichtest.
Durchsetzungsvermögen
Als Respekt- und Führungsperson musst Du Dich behaupten können.
Kommunikationsfähigkeit
In Teamgesprächen musst Du Deine Erfahrungen mit den Kindern verbalisieren können, um Feedback zu bekommen. Gerade im Kontakt mit den Eltern ist die klare Kommunikation wichtig, um professionelle Distanz wahren zu können.
Beobachtungsgenauigkeit
Für die Erarbeitung und den Erfolg Deiner pädagogischen Konzepte musst Du die Kinder im Auge behalten und erkennen, wenn sich etwas in ihrem Verhalten ändert.

Umfragen zufolge ist die Zufriedenheit im Job trotz der Anforderungen sehr hoch. Denn es macht stolz einem Menschen dabei zu helfen groß zu werden. Wenn Du das genauso siehst, solltest Du eine Kindergärtnerin-Ausbildung machen.