Studium beendet und auf Jobsuche? In Thüringen viele Stellen frei

Jobsuche

Langfristig ist es wohl so, dass es Naturwissenschaftler auf dem Arbeitsmarkt einfacher haben, denn hier gibt es wegen des hohen Schwierigkeitsgrads der Studienfächer nicht viele Absolventen. Die Wenigen, die abschließen, sind sehr gefragt. Elektrotechniker und Physiker haben es ebenfalls einfacher einen Arbeitsplatz zu finden. Doch nicht selten wird der sogenannte "Fachkräftemangel" angesprochen, der sich hauptsächlich auf Ingenieure bezieht. Selbstverständlich stehen Mediziner immer noch hoch im Kurs, wodurch diese wohl dauerhaft gute Karten haben. Vor allem in ländlichen Gegenden finden Fachärzte leicht eine Anstellung. Nicht ganz so leicht haben es Studenten der Wirtschaftswissenschaften, denn dort sind diejenigen im Vorteil, die außeruniversitäre Leistungen vorweisen können, die sie vom Rest ihrer Kommilitonen abhebt. Die hohe Anzahl der Neuanfänger in den Wirtschaftswissenschaften sorgt leider für einen harten Kampf auf dem Arbeitsmarkt und 60-Stunden Wochen sind keine Seltenheit. Noch schlechter steht es um Sozialwissenschaftler, da auch hier wenig Jobs und viele Absolventen die Realität sind, sodass sehr gute Noten und praktische Erfahrung früh hilfreich beim Bewerben werden.

1700 neue Jobs in Thüringen

Das Wirtschaftsministerium in Thüringen hat derweil die Entstehung von 1700 neuen Jobs in die Wege geleitet. Dabei haben im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 40 Unternehmen Zusagen von Fördermitteln in Höhe von 122 Millionen erhalten, um mit diesem Geld neue Werke zu bauen oder die bestehenden Werke zu erweitern. Von den Steuergeldern fließen 72.000 Euro in einen Arbeitsplatz, was in etwa durchschnittlich zwei Brutto-Jahresgehälter eines Arbeiters in Thüringen entspricht. Doch auch die Unternehmen, die bei dieser Vorhaben unterstützt werden, planen Investitionen in Höhe von 542 Millionen. 1450 Jobs der 1700 neuen Jobs sollen in 22 der 40 Unternehmen entstehen. In Thüringen haben sich 15 der geförderten Unternehmen neu niedergelassen, jedoch ist noch nichts über die Anzahl der in diesen Unternehmen entstandenen Arbeitsplätze bekannt. Für 2014 rechnet der Wirtschaftsminister von Thüringen Uwe Höhn (SPD) mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf unter sieben Prozent, während die Wirtschaft um etwa ein bis zwei Prozent wachsen soll.

Neue Chancen für Langzeitsuchende unter den Absolventen

Wer schon einen akademischen Abschluss erlangt hat und länger nach einem Job sucht, der könnte in Thüringen bald fündig werden. Unter anderem ist es möglich, dass diverse Unternehmen weiterführende Programme für Bachelor-Absolventen anbieten. Eine Weiterführung des Masterstudienganges in Kombination mit einem Arbeitsplatz ist durchaus möglich. Dabei hilft die Rücksprache mit größeren Unternehmen, die solche Programme in der Regel mehrmals im Jahr anbieten. Voraussetzung für Arbeitssuchende außerhalb Thüringens ist, dass Flexibilität seitens der Arbeitnehmer gegeben ist und die Bereitwilligkeit, für den Job umzuziehen.